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Erhaltungs- oder anschaffungsnaher Aufwand

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    Erhaltungs- oder anschaffungsnaher Aufwand

    Zitat von Trekker Beitrag anzeigen
    In den Steuer-Ratgeber 2017-2018 steht folgendes: Nach dem Wortlaut des § 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG ist nur solcher Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwand zu berücksichtigen, der innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt wird. Das bedeutet:
    Die Dreijahresgrenze gilt strikt. Vermieter dürften also ein Gestaltungsrecht haben und können ziemlich genau das Ende des Dreijahreszeitraums abwarten und erst danach mit umfangreichen Renovierungen / Modernisierungen beginnen. Die 15 %-Grenze dürfte dann keine Rolle spielen.
    Für mich ist damit klar, dass Kosten, die nach den drei Jahren angefallen sind zu den Erhaltungsaufwendungen gezählt werden können. Der weitere Text des Steuer-Ratgeber stellt diese Aussage allerdings in Frage:
    Bei einer Sanierung in Raten über mehrere Jahre ist die Dauer der Gesamtmaßnahme maßgeblich. Denn alles, was einheitlich geplant und durchgeführt wird, gilt als eine Baumaßnahme. Somit dürfen einzelne Bauarbeiten nicht für sich als Erhaltungsaufwand gewertet werden, auch wenn sie innerhalb der ersten drei Jahre stattfinden und aufwandsmäßig unter der 15 %-Grenze liegen (BMF-Schreiben vom 18.7.2003, BStBl. 2003 I S. 386 Tz. 31). Die Finanzverwaltung prüft darüber hinaus sogar über einen Zeitraum von fünf Jahren, ob eine Sanierung in Raten vorliegt. Gleiches gilt, wenn Sie nach der Anschaffung eines Mehrfamilienhauses nacheinander Wohnung für Wohnung renovieren. Auch hier gelten alle einzelnen Baumaßnahmen als eine einzige Maßnahme (BFH-Urteil vom 30.7.1991, IX R 123/90, BStBl. 1992 II S. 30).
    Dieser Text hat mich sehr verwirrt, als es um abgelehnte Erhaltungsaufwendungen ab dem vierten Jahr ging. Diese hatte das FA meines Sohnes weiterhin als anschaffungsnahen Aufwand behandelt und den Herstellungskosten zugerechnet.
    Zuletzt geändert von Trekker; 19.02.2019, 23:28.

    #2
    Erkennen Sie jetzt wirklich nicht den Unterschied ? Bei einer Sanierung in Raten über mehrere Jahre ist die Dauer der Gesamtmaßnahme maßgeblich. Ist doch eine andere Situation.

    Ich kann 10 Jahre brauchen zu Erstellung eines Hauses, trotzdem ist das nur eine Baumaßnahme.
    Zuletzt geändert von Adi; 20.02.2019, 15:19.

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      #3
      Zitat von Adi Beitrag anzeigen
      Erkennen Sie jetzt wirklich nicht den Unterschied ? Bei einer Sanierung in Raten über mehrere Jahre ist die Dauer der Gesamtmaßnahme maßgeblich.
      Führt in diesem Fall die Dauer von mehr als 3 Jahre nur zu einer Verlängerung der 15-%-Regelung, um dann nur die Kosten der ersten drei Jahre der Herstellungskosten zuzurechnen?
      Zitat von Adi Beitrag anzeigen
      Ist doch eine andere Situation. Ich kann 10 Jahre brauchen zu Erstellung eines Hauses, trotzdem ist das nur eine Baumaßnahme.
      Eine andere Situation ist es, weil die 15-%-Regelung dafür nicht zur Debatte steht. Die Erstellungskosten eines Hauses sind immer Herstellungskosten.

      Hier geht es bei der Sanierung auf Raten, um die Frage, wie die nach drei Jahren anfallenden Kosten zu behandeln sind,
      wenn z. B. die der ersten drei Jahre aufgrund der Überschreitung von 15 % bereits als Herstellungsaufwand zählen?

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        #4
        Ich lese das so: Wird eine Baumaßnahme erst im vierten Jahr fertiggestellt, wird sie in die 15 % Berechnung mit einbezogen, Es soll verhindert werden, dass man sich durch Bauverzögerung Vorteile verschafft.

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          #5
          Zitat von Adi Beitrag anzeigen
          Ich lese das so: Wird eine Baumaßnahme erst im vierten Jahr fertiggestellt, wird sie in die 15 % Berechnung mit einbezogen, Es soll verhindert werden, dass man sich durch Bauverzögerung Vorteile verschafft.
          Das habe ich bisher schon so verstanden. Die Frage ist, was ist mit den ab dem vierten Jahr anfallenden Kosten?

          edit: Inzwischen habe ich hier die Antwort gefunden:

          Wird eine vor Ablauf der Dreijahresfrist begonnene Baumaßnahme erst nach Ablauf der Dreijahresfrist beendet und überschreiten die bis zum Ablauf des Dreijahreszeitraumes bereits durchgeführten Leistungen die 15 %-Grenze, so ist insoweit anschaffungsnaher Herstellungsaufwand gegeben. Die nach Beendigung der Dreijahresfrist noch getätigten Leistungen dieser Baumaßnahme werden nicht in die Ermittlung der 15 %-Grenze einbezogen und unterliegen auch nicht der Regelung des § 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG. Es ist aber zu prüfen, ob diese Maßnahme zu Herstellungskosten i.S.d. BMF-Schreibens vom 18.7.2003 (a.a.O.) führt.
          Zuletzt geändert von Trekker; 21.02.2019, 23:32.

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