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    Photovoltaik

    Der Eigenverbrauch wird entweder nach den Herstellungskosten, oder den Wiederbeschaffungskosten ermittelt, Auch wird noch eine pauschale Ermittlung angeboten. Wähle ich die pauschale Ermittlung an wird die pauschale Ermittlung bei der Gewinnermittlung nicht berücksichtigt.
    Zuletzt geändert von Adi; 08.10.2019, 10:27.

    #2
    Wurde das auch unter den weiteren Hinweisen der Eingabehilfe berücksichtigt?
    "-Ermittlung des Eigenverbrauchs - Photovoltaik-
    Seit dem 01. April 2012 wird der selbst verbrauchte Strom nicht mehr gesondert vergütet und ist in vielen Fällen nicht mehr in der Abrechnung der Energieversorger enthalten.
    Bei Ihrer Gewinnermittlung müssen Sie den Eigenverbrauch jedoch genau bestimmen.


    Eigenverbrauch Variante 1: Zähler ablesen
    Sie berechnen den Eigenverbrauch wie folgt:
    Erzeugte Strommenge gemäß Wechselrichter (oder Zähler) in kWh abzgl. an den Energieversorger gelieferte Strommenge in kWh ergibt die selbst verbrauchte Strommenge in kWh.

    Eigenverbrauch Variante 2: Schätzen
    Sie können Ihren Eigenverbrauch auch schätzen. Sollte die Anlage nicht im ganzen Jahr genutzt werden, ist der Eigenverbrauch nur zeitanteilig zu berechnen.
    Hierbei wird durch die Finanzämter bei Anlagen, die ab dem 01. April 2012 in Betrieb genommen wurden, ein Eigenverbrauch von 1.000 kWh je kWp zugrunde gelegt.
    Sie betreiben z.B. eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 8 kWp und speisen im Jahr 5.000 kWh in das Stromnetz ein, dann beträgt der Eigenverbrauch 3.000 kWh (8 x 1.000 kWh abzgl. 5.000 kWh)."

    Weiterhin ist zu beachten, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Wohngebäudes, dass nicht der Einkünfte-Erzielung dient, keine anteiligen Gebäudekosten als Betriebsausgaben berücksichtigt werden können. Die Photovoltaikanlage stellt ein eigenes Wirtschaftsgut dar. Gefunden in H 4.7 zu § 4 EStG S 135 des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuch des Bundesministerium der Finanzen (BMF)

    Dann wäre noch zu klären, ob der Eigenverbrauch im Sinne der EEG-Umlage festgestellt werden soll?

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      #3
      Hallo Papa 001, man könnte ja auch eine Photovoltaikanlage im Privatvermögen lassen, sofern die betriebliche Nutzung unter 50% liegt. Hätte das Vorteile ? Es wird ja dann kein Eigenverbrauch angesetzt. Es wird nur der Strom versteuert denn man verkauft hat. Die AFA wird dann jedes Jahr anteilig neu berechnet, und zwar im Verhältnis zum verkauften Strom. Heute gibt's noch 10 Ct pro KWh, also sollte man so viel wie möglich selbst verbrauchen. Was meinen Sie ?
      Nachteil wäre: Den Vorsteuerabzug gibt's dann nicht, aber den holen sich die im Lauf der Zeit über Eigenverbrauch plus Umsatzsteuer sowieso wieder zurück.
      Zuletzt geändert von Adi; 07.11.2019, 19:40.

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        #4
        Hallo Adi,

        naja, den Vorteil ein Wirtschaftsgut im Privatvermögen zu belassen, kenne ich z.B. eher beim Arbeitszimmer, wenn nach Beendigung der beruflichen Tätigkeit, das Arbeitszimmer wieder den Wohnzwecken dienen soll. Dann würden ja genauso wie bei einem Verkauf einer gewerblichen Immobilie, Gewinne anfallen und diese zu versteuern sein. Aber jetzt ist ja die Photovoltaikanlage (PV) keine Immobilie und hat auch keine Nutzungsdauer über 20 Jahre hinaus. Ich bin mir im Augenblick nicht ganz sicher, ob bei all dem Registrierungsverfahren (BNA) KFW-Förderung, eine PV-Anlage noch im Privatvermögen verbleiben kann? Genauso beißt sich auch die Frage, wie man denn Strom veräußern wolle, aus einem gewerblichen Wirtschaftsgut –PV-, welches sich im Privatvermögen befinden soll und keine Privatnutzung ausgewiesen werde. Es mag dann nur der Strom versteuert werden, der verkauft wurde aber eben die anteilige Verwendung der PV-Anlage zur Eigennutzung, mindert auch die entsprechende AfA. Ob mehr Strom zu verbrauchen oder mehr zu verkaufen sei? Dazu stelle man sich die Frage, in welcher Größe eine rein private PV-Anlage anzuschaffen gewesen sei, wenn diese nur dem Eigenverbrauch dienen solle (Gäbe es derzeit auf dem hier zugänglichen Markt überhaupt eine solche zu erwerben? Denn die üblichen PV-Anlagen müssen mit dem öffentlichen Stromnetz gekoppelt werden, damit der eigene Wechselrichter überhaupt in Betrieb kann.). Die zugedachte Abschreibung als nachteiliger Aufwand gegenüber dem Vorteil bei der Selbsterzeugung, würde dann ja auch so gering wie möglich gehalten werden. Im anderen Fall hätte man ein zu groß dimensioniertes Anlagengut, was sich dann nicht mehr rechnen würde. Man würde seine Abschreibung darüber hinaus sogar verschenken.

        Aber woher entnehmen Sie die Information, den Eigenverbrauch bei einer PV-Anlage nach den Herstellungs- oder Wiederbeschaffungskosten ermitteln zu können? In der Eingabehilfe hatte ich nur die o. g. zwei Varianten gefunden und dass sie bei den umsatzsteuerpflichtigen Entnahmen einzutragen seien. Aber ob das stimmt?

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          #5
          Vielen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen. Die SteuerSparerklärung Plus enthält ein Photovoltaikmodul , welches für die Berechnung des Eigenverbrauch drei verschiedene Berechnungsmethoden vorsieht Dieses Modul bietet eine prozentuale Zuordnung an. Auch kann man wählen, ob die Photovoltaikanlage im Privatvermögen bleibt, oder in das Betriebsvermögen überführt wird.

          Somit stellt sich die Frage; wann ist Privatvermögen besser und wann ist Betriebsvermögen besser-

          Zuletzt geändert von Adi; 07.11.2019, 21:48.

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            #6
            Ich habe das Photovoltaikmodul nicht aber eine gewerbliche Lizenz. Ich habe mich mal umgehört, ob ein anderer ein Programmodul für PV-Anlagen in der Steuersparerklärung hat. Ich empfehle aber zunächst die Abschnitte in 9f der gelben Bücher dieses Verlages zu lesen, über die sie mit Sicherheit auch verfügen. Es gibt auch noch einmal umfangreiche Erläuterungen bei einem anderen prominenten Anbieter, der seine Programme ebenfalls in Mannheim entwickeln lässt und von Neunkrichen aus vertreibt. Dort wird der Umstand zu den Betriebseinnahmen ebenfalls noch einmal ausführlich behandelt. In diesen beiden Quellen sind so zugegebenermaßen, noch die umfangreichsten Erläuterungen zu diesem Thema, ohne gleich in die Vollen greifen zu müssen, zu finden.

            Zu beachten sei, wann die PV-Anlage errichtet wurde, davon wurde ja bis jetzt noch nichts berichtet. Ebenso vermag ich im Augenblick noch nicht zu befinden, in wie weit sich eine PV-Anlage (gefördert oder nicht), dazu eignet, sie zwischen Privatvermögen und Betriebsvermögen zu verlagern. Dies könnte zwar im betriebswirtschaftlichen Ergebnis besser werden, aber vielleicht zu Nachteilen und Rückforderung von Fördergeldern führen. Was ist mit ihrer erneuerbaren Energien Umlage beim Eigenverbrauch?

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              #7
              Das Photovoltaikmodul berücksichtigt, dass bei Anlagen vor dem 31.3.2012 der Eigenverbrauch vergütet wurde. Bei Eigenverbrauch- Einkommensteuer werden die Herstellungskosten als Entnahme mit Teilwert angesetzt . Bei Eigenverbrauch- Umsatzsteuer werden die Herstellungskosten zu Grunde gelegt. Soweit stimmt alles.
              Nur die Auswahlmöglichkeit Privat/Betriebsvermögen und die prozentuale Aufteilung erscheint nur, wenn man angibt, die Anlage gehört nicht mir. Gemeldet habe ich jetzt noch nichts, muss den möglichen Fehler nochmals überprüfen.

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                #8
                Ich befürchte sogar, dass das sich so richtig verhält. Sind denn Förderbeiträge in irgendeiner Weise angegeben, und was passiert, wenn diese nicht mehr angegeben sind?

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                  #9
                  Fördermittel wurden nicht beantragt.

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                    #10
                    Dann verhält es sich, ausgenommen vielleicht von der EneV-Umlage, die sie ja auch selber zu tragen haben, doch wie bei einem normalen Gewerbebetrieb. Alle Abschreibungen bleiben beim Betrieb. Und die Entnahme als Eigenverbrauch, einschließlich EneV zu versteuernder Gewinn.

                    Die Photovoltaikanlage stellt eine Betriebsvorrichtung dar (>BFH vom 17.10.2013 BStBl 2014 II S. 372) Gefunden in Amtliches Einkommensteuer-Handbuch des Bundesministerium der Finanzen (BMF). Anteilige Gebäudekosten bei einem Wohngebäude können nicht als Betriebsausgabe im Wege der sog. Aufwandseinlage bei der Ermittlung der gewerblichen Einkünfte des Betriebs „Stromerzeugung“ berücksichtigt werden.

                    Wenn Sie den selbst erzeugten Strom hauptsächlich in ihrem eigenen Haushalt verbrauchen und nur einen geringen Teil in das Netz einspeisen, könnte das Finanzamt Ihre Gewinnerzielungsabsicht anzweifeln und eine Überschussprognose anfordern. 9f III. 4(1).

                    Zu den Betriebseinnahmen gehören darüber hinaus auch der Eigenverbrauch (auch Direktverbrauch genannt) von Strom in der eigenen Wohnung. Dieser wird mit dem Teilwert bewertet. Ggf. öffentliche Zuschüsse. Bedenken Sie hierbei, dass ohne diese Zuschüsse auch dieser Anteil (Teilwert) im Verhältnis rechnerisch höher ausfällt.

                    Die Frage, die Sie sich gestellt haben, war ja, ob ihre PV-Anlage im Privatvermögen verbleiben könne. Wenn Sie die PV-Anlage nicht autark (wirtschaftlich unabhängig) betreiben (wie würden sie diese bauen –Wechselrichter-?), kommen Sie um die Gestaltung über ein Betriebsvermögen nicht herum. Sie haben immer ein Gewerbe zu betreiben. Sie haben nicht die Möglichkeit, diese wie ein Arbeitszimmer oder ein Arbeitsmittel zu gestalten, was im Privatvermögen verbleiben könnte. Mit einem Arbeitsmittel können Sie kein Wirtschaftsgut erzeugen, nur mit einem Betrieb. Für Sie selbst könnte aber ein Arbeitsmittel oder ein Arbeitszimmer notwendig sein, um in ihrem oder einem fremden Betrieb arbeiten zu können.

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                      #11
                      Die Photovoltaikanlagen haben alle einen Wechselrichter. Der Wechselrichter erzeugt 220 Volt und der nicht verbrauchte Strom wird automatisch ins Netz eingespeist. Wird mehr Strom erzeugt wie verbraucht wird, dreht sich der Stromzähler rückwärts.
                      Bis 10 % immer Privatvermögen. Zwischen 10% u. 50 % Zuordnungsfreiheit, über 50% Immer Betriebsvermögen. Aber Ihre Überlegung, dass eine Photovoltaikanlage immer Betriebsvermögen ist, geht vielleicht in die richtige Richtung.

                      Vielen Dank für Ihre Bemühungen
                      Gruß

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