Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

EkSt für gemeinsam veranlagtes Ehepaar getrennt berechnen?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    EkSt für gemeinsam veranlagtes Ehepaar getrennt berechnen?

    Hallo,
    Ehepaar macht gemeinsame Einkommensteuererklärung, hat aber getrennte Finanzen, somit soll nun jeder seinen Anteil der Steuer tragen.
    Aber wie kann man denn errechnen, wen wieviel Einkommensteuer betrifft?

    er angestellt mit Steuerklasse 3, sie selbstständig.

    Danke. Grüße Mani

    #2
    Das geht eigentlich nicht so einfach, weil durch die Zusammenveranlagung bei zwei in der Regel unterschiedlichen Einkommen nicht diese und die damit zusammenhängenden Steuern einfach addiert werden. Vielmehr ist dies nach der Steuertabelle ein anderer Tarif (Splittingtarif).

    Am fairsten wäre es, wenn man zur Berechnung der fiktiven Anteile in der SSE von Zusammenveranlagung auf getrennte Veranlagung umstellt und dabei die beiden einzelnen Steuersummen im prozentualen Verhältnis zueinander feststellt. Dann teilt man die Steuer aus der Zusammenveranlagung in diesem Verhältnis auf.

    Dabei hilft die Steuerberechnung in der Dokumentenliste - > Symbolleiste > Ergebnis > Steuerberechnung.

    Die Steuerklassen der Eheleute sind bei einer letztlichen Zusammenveranlagung unerheblich.
    Zuletzt geändert von Staufer; 17.04.2021, 07:19. Grund: Ergänzung

    Kommentar


      #3
      o.k., danke

      Kommentar


        #4
        Gerecht und fair lässt sich das kaum bewerkstelligen. Wenn schon Steuerklasse III/V gewählt ist, muss auch das berücksichtigt werden. Nur im Verhältnis der Einkommen aufzuteilen, würde den Grundgedanken des Splittings zuwiderlaufen. Die Eheleute müssen eine klare Ansage machen, wie sie aufteilen wollen. Je unterschiedlicher das Einkommen ist, umso mehr profitiert derjenige mit dem höheren Einkommen. Hier ist es schon so, wie Staufer beschreibt, dass man die Veranlagung wieder rückgängig in Einzelveranlagung umstellen kann, aber den resultierenden Überschuss wieder prozentual zurück verteilen eben nicht. Hier war meistens eine neutrale Option hilfreich, entweder ein Sparbuch für Kinder oder einen gemeinsamen Wert. Da dieser Überschuss eben nicht mehr von dem Gedanken getragen sein kann jeder für sich.

        Kommentar


          #5
          Die Steuerklasse bringt ggf. nur mehr Netto im Laufe des Jahres. Am Jahresende richtet sich die Steuerschuld aber am Jahreseinkommen, gleich wieviel man vorher schon gezahlt oder nicht gezahlt hat. Durch die Wahl einer Steuerklasse wird die tatsächliche Jahressteuerschuld nicht beeinflusst

          Bei einer Zusammenveranlagung hat aber derjenige mit dem höheren Einkommen keine direkten Vorteile, weil es ja ein Gesamteinkommen der Eheleute ist. Es gibt lediglich indirekte Vorteile für beide bei ungleichem Einkommen. Selbstverständlich ist das nur ein Test. Anschließend wird wieder die Zusammenveranlagung eingestellt.

          Erst wenn man testweise in der SSE auf Einzelveranlagung umstellt, kann man zu einer annähernd fairen prozentualen Aufteilung kommen, wobei natürlich die Progression beim höheren Einkommen eine Rolle spielt.

          Mein Vorschlag läuft darauf hinaus, dass im Grundsatz jeder so gestellt wird, als würde er alleinstehend sein und dass man im zweiten Schritt im prozentualen Verhältnis ine Steuerschuld gegen die andere stellt.
          Zuletzt geändert von Staufer; 17.04.2021, 16:16.

          Kommentar


            #6
            Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
            Wenn schon Steuerklasse III/V gewählt ist, muss auch das berücksichtigt werden.
            Selbstständig mit Steuerklasse V ??

            Kommentar


              #7
              Das geht natürlich nur indirekt. Ich habe mich nicht genau ausgedrückt. Steuerklasse III kann gewählt werden, wenn der andere Ehegatte keiner Nichtselbständigen Arbeit nachgeht. Hausfrau/Hausmann, Rente oder selbständig oder gar keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Daran erkennt man eine evtl. Nachzahlungsmöglichkeit, wenn der andere Ehegatte mit seiner Steuerklasse V unterjährig nicht genügend Lohnsteuer vorauszahlt oder der Selbständige eben auch nicht genügend Steuern vorauszahlt. Mit meiner Ausführung hatte ich darauf abgestellt, dass bei einer evtl. Rückerstattung nicht einfach nur die rückzuzahlende Steuer im Verhältnis aufgeteilt werden kann, sondern die Steuerschuld muss mit der Einzelveranlagung auf die dann verbleibende Steuer aufgeteilt werden. Wenn alles richtig gerechnet wurde, verbleibt ja dann ein überschüssiger Betrag, der dann aber nicht so verhältnismäßig aufzuteilen ginge, weil der andere nur deshalb so günstig mit seiner Besteuerung steht, weil der andere einmal unterjährig auf seinen Freibetrag verzichtet, was aber bei der Steuererklärung wieder herausgerechnet wird und ihm der progressive Anteil erspart bleibt. Bei der verbleibenden Steuer muss gerechnet werden, wieviel jeder bereits für seine fiktive Steuerschuld bezahlt hat. Und das kann eben auch ein Überschuss oder eine noch verbleibende Schuld sein.

              Kommentar


                #8
                Die von mir genannte Jahressteuerschuld hat mit einer Nachzahlung oder Rückzahlung nichts zu tun. Deshalb ist also die Steuerklasse im Steuerjahr weder bei der Frau noch beim Mann relevant.

                Kommentar

                Lädt...
                X