Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Anlage EÜR - Entnahme

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Anlage EÜR - Entnahme

    Guten Tag,
    ich verwalte nebenberufliche eine kleine Wohnungsgeigentümergemeinschaft, in der ich auch selbst wohne. Ich bekomme hier ein kleines Verwalterhonorar (1200 EUR/Jahr). Das FA verlangt von mir, dass ich die Anlage EÜR ausfülle. Bei "7 - Entnahmen und Einlagen im Sinne des § 4 Absatz 4a EStG" bin ich mir gerade nicht sicher, was ich eintragen soll. Ich trenne nicht zwischen Betrieb und privat. ich bekomme monatlich mein Verwalterhonorar auf mein privates Konto überwiesen. Betriebsausgaben bezahle ich ebenfalls von meinem privaten Konto. Ich entnehmen also gewissermaßen laufend meinen Gewinn. Heißt das, dass ich bei "Entnahme" die Höhe meines bei der EÜR ermittelten Einnahmenüberschusses angeben muss?

    Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Danke schon mal dafür!

    #2
    Arbeiten Sie mit der SteuerSparerklärung ? Die Gewinnermittlung der SSE erledigt die angesprochene Buchungen vollautomatisch im Hintergrund selbständig. Das sind Zahlen, die für die Gewinn/Verlustrechnung nicht benötigt werden. Da geht es um besondere Kreditaufnahmen über ca. 2000 €, die Sie bestimmt nicht haben. In der Eingabehilfe der SSE wird da reichlich Bezug genommen.

    Screenshot (40)_LI.jpg

    Habe da auch nichts eingetragen und trotzdem war die
    Zeile 125 der EÜR ausgefüllt.

    Vielleicht schreibt Charlie24 was dazu. Der kennt sich da besser aus.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Adi; 13.08.2020, 08:11.

    Kommentar


      #3
      Sie legen einfach eine Gewinnermittlung bzw. Gewinnerfassung an und erfassen als „Einnahmen“ Ihr Verwalterhonorar. Als Ausgaben erfassen Sie die entsprechenden Positionen wie Bürobedarf, Porto etc. Sie können ggf. auch eine Pauschale als Ausgaben einsetzen - die Anerkennung erfolgt nach pflichtgemäßem Ermessen.

      Es ist gleich, mit welchem Konto Sie arbeiten und was Sie von Ihrem Konto entnehmen. Mit „Entnahmen“ im steuerrechtlichen Sinne haben Sie überhaupt nichts zu tun.

      Kommentar


        #4
        Zitat von johannes70374 Beitrag anzeigen
        Guten Tag,Sinne des § 4 Absatz 4a EStG" bin ich mir gerade nicht sicher, was ich eintragen soll.
        Bekommen Sie eine Fehlermeldung ?. Wenn ja, würde ich es mit einem 0-Eintrag probieren.

        Die SSE schreibt zu Ihrem Problem folgendes:

        Für die Berechnung der steuerlich abziehbaren Schuldzinsen (§ 4 Abs. 4a EStG) sind in der »Anlage EÜR« alle Entnahmen und Einlagen anzugeben; auch wenn sie teilweise auf den Gewinn keinen Einfluss haben (z.B. Barentnahmen).
        Bisher haben die Finanzämter bei kleineren Unternehmen mit Schuldzinsen bis zu 2.050,- € im Jahr das Fehlen dieser Angaben im Allgemeinen nicht beanstandet. Da in diesem Fall die Schuldzinsen ohnehin voll abziehbar sind, haben nämlich die fehlenden Angaben zu den Entnahmen und Einlagen nicht weiter gestört.
        Wir rechnen aber damit, dass es jetzt mit dieser Großzügigkeit vorbei ist und die Angaben verstärkt angefordert werden. Es kann übrigens auch in Ihrem eigenen Interesse liegen, diese Werte festzuhalten. Denn wenn Sie später doch einmal höhere Schuldzinsen haben, braucht man für die Berechnung auch die Daten der zurückliegenden Jahre. Sie können das im Formular »Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen« deutlich sehen.
        Bitte beachten Sie:
        Übersteigen die Schuldzinsen 2.050,- € ist zusätzlich zur Anlage EÜR auch der Vordruck »Ermittlung der nichtabzugsfähigen Schuldzinsen« auszufüllen. Diesen Vordruck finden sie im Druckfilter in »Blanko-Vordrucke (zum manuellen Ausfüllen)«

        Auch wenn Sie keinen Kredit aufnahmen, verlangt Elster einen Eintrag.

        Zuletzt geändert von Adi; 13.08.2020, 10:31.

        Kommentar


          #5
          Wenn ja, würde ich es mit einem 0-Eintrag probieren.
          Grundsätzlich werden 0-Einträge bei den Einlagen und Entnahmen akzeptiert. Es ist aber auch nichts dabei, bei den Entnahmen

          den Gewinn einzutragen. Solange keine sonstigen Schuldzinsen von mehr als 2.050,00 € geltend gemacht werden, hat das keine

          praktische Bedeutung (Siehe auch vorstehender Beitrag!)

          Kommentar


            #6
            Vielen Dank, Charlie24

            Kommentar


              #7
              Vielen Dank für die vielen Antworten. Nein, ich habe die Anlage nicht mit der SSE erstellt. Meine EÜR ist ja sehr simpel und hat nur drei Posten. Ich dachte mir, da brauche ich die SSE nicht für. Elster meckerte dann aber, als ich bei Entnahmen nichts eingetragen hatte.
              Da ich ja nicht zwischen betrielichen und privaten Bereich unterscheide, hab ich nun bei Entnahmen meine Betriebseinnahmen und bei Einlagen meine Betriebsausgaben eingetragen.

              Viele Grüße
              Johannes

              Kommentar


                #8
                Nochmals: die Beträge in Zeile 125 und 126 der EÜR fließen nicht in die Gewinnermittlung ein. Die Beträge sind nur relevant, falls Kreditzinsen über 2050 € anfallen.

                Charlie24 hat ja einiges dazu geschrieben.

                Ich hatte jetzt bei meiner Gewinnermittlung dieses Problem nicht, wie Sie dem Sreenshot entnehmen können, die SSE hat da ohne mein zutun einen Eintrag vorgenommen. Wäre doch jetzt Gelegenheit auf die SSE für wenig Geld umzusteigen.


                Screenshot (42)_LI.jpg
                Angehängte Dateien
                Zuletzt geändert von Adi; 13.08.2020, 22:35.

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von johannes70374 Beitrag anzeigen
                  ... bei Entnahmen meine Betriebseinnahmen und bei Einlagen meine Betriebsausgaben...
                  Warum überhaupt diese Begriffe? Was Sie von welchem Konto abbuchen oder bezahlen, ist völlig irrelevant. Das sind auch keine „Entnahmen“ oder „Einlagen“ im steuerrechtlichen Sinne.

                  Verfahren Sie wie unter # 3 beschrieben. Sie haben schlichtweg in Ihrer EÜR nur „Einnahmen“ und „Ausgaben“ bzw. „Werbungskosten“. Das FA möchte, dass Sie die EüR elektronisch übermitteln. Mehr Probleme gibt es nicht.

                  Nutzen Sie zur Erfassung und Übermittlung die SSE.

                  Wenn Elster „meckert“, dass Sie unter „Entnahmen“ nichts eingetragen haben, haben Sie irgendwo etwas falsch erfasst. Denn bei Ihrem einfachen Fall dürfte so etwas gar nicht relevant sein.

                  Kommentar


                    #10
                    ... hab ich nun bei Entnahmen meine Betriebseinnahmen und bei Einlagen meine Betriebsausgaben eingetragen.
                    Die Entnahmen und Einlagen (Zeilen 125 und 126 der EÜR) sind in den Programmen der Finanzverwaltung seit 2019 als Pflichtfelder definiert,

                    die Zeilen dürfen nicht leer bleiben. Mein Vorschlag war, bei den Entnahmen den Gewinn anzugeben, der entspricht nicht den Betriebseinnahmen!

                    Bei den Einlagen darf man 0,00 eintragen, außer man hat Fahrtkosten für einen nicht zum Betriebsvermögen gehörenden PKW erklärt (Zeile 84),

                    dann muss dieser Wert als Nutzungseinlage auch in Zeile 126 angegeben werden.

                    Kommentar


                      #11
                      Maßgebend ist der § 4 Abs. 4a EStG.

                      Zeile 125 und 126 sind zusätzliche Pflichtfelder.

                      Wie wars bei mir: Die SSE übertrug die Summe der Zeilen 19 und 20 der EÜR jetzt noch zusätzlich in Zeile 125 der EÜR. Zeile 126 war leer. Die EÜR konnte problemlos versandt werden.
                      Zuletzt geändert von Adi; 14.08.2020, 13:24.

                      Kommentar


                        #12
                        Die SSE übertrug die Summe der Zeilen 19 und 20 der EÜR jetzt noch zusätzlich in Zeile 125 der EÜR.
                        Was korrekt ist! Bei einem nebenberuflich tätigen Wohnungsverwalter wird da aber nichts eingetragen sein.

                        Zeile 126 war leer.
                        Das akzeptieren die Programme der Finanzverwaltung ab 2019 nicht mehr! Da dort außerdem ein Mehrfachzeilenindex programmiert wurde,

                        muss auch das Erläuterungsfeld mit Text gefüllt werden.

                        Kommentar

                        Lädt...
                        X