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Nachzahlung Absenkungsbetrag Beamte BW korrekt erfassen (Fünftelregelung, Anlage N)

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  • Charlie24
    antwortet
    Ob die Steuersoftware die Fünftel-Regelung nach § 34 Abs. 1 EStG gerechnet hat, ist aus der Steuerberechnung ersichtlich. Da wird auf

    jeden Fall dann der § 34 EStG genannt und auch der ermäßigt versteuerte Betrag. Was die Auswirkungen der Fünftelregelung angeht,

    sind die aufgrund des progressiven Steuertarifs naturgemäß unterschiedlich. Wenn ich bei höherem Einkommen den Grenzsteuersatz

    von 42% erreiche, passiert da praktisch nichts mehr.

    Nicht zielführend ist, sich den Lohnsteuerabzug im Monat der Nachzahlung anzuschauen. Dieser Prozentwert ist nicht aussagekräftig.

    Wenn die Nachzahlung als Einmalbezug nicht ermäßigt besteuert wurde und der Arbeitgeber am Jahresende einen Lohnsteuerausgleich

    durchgeführt hat, stimmen nämlich nur die Werte nach der Jahreslohnsteuertabelle. Die Steuermehrbelastung lässt sich nur über einen

    Lohnsteuerrechner und die Eingabe der Jahreswerte sauber ermitteln. Nur so erkennt man den Mehrabzug für die Nachzahlung wirklich.

    Dann sieht man auch, was die Tarifermäßigung nach § 34 Abs. 1 EStG effektiv bringt oder auch nicht..

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  • dj-mazda
    antwortet
    Bei uns ist es so, dass im April 2019 auch diese gekürzte Eingangsbesoldung nachgezahlt wurde. In meinem Fall waren das Brutto 7355 €. Der steuerliche Abzug lag bei 2813 € (!). Das ist aber fast das Doppelte prozentual (ca. 38,24%), als was normaler Weise von meinen Bezügen abgezogen wird (ca. 20,34%).


    Meine Frau ist ebenfalls Lehrerin und da verhält es sich ähnlich. Sie bekam eine Nachzahlung über 4094 €, von denen 1544 € Einkommenssteuer abgezogen wurden (also 37,7 % anstatt der regulären 20,72%).


    Da ja darauf verwiesen wurde, dass diese erhöhte steuerliche Belastung durch die Steuererklärung für das Jahr 2019 wieder ausgeglichen würde, waren wir erst mal beruhigt. Zudem könne evtl. die Fünftelungsregelung geltend gemacht werden.


    Nun haben wir also die Steuererklärung gemacht und die Zahlen genau so eingetragen, wie es die (verbesserte!) Anleitung des LBV vorschlägt. Die Fünftelungsregelung wäre also meiner Meinung nach berücksichtigt.


    Die aktuelle Steuerrückzahlung, was die Gehaltsnachzahlung betrifft, wirkt sich aber jedoch (vermutlich durch die Füntelungsregelung) lediglich um 625 € aus! Eigentlich müssten es aber etwa 2000 € sein, die wir da nachgezahlt bekommen müssten! Das verwundert und überrascht uns doch sehr.


    Nun meine Frage ans Forum:


    Weiss jemand, ob das sein kann, dass die Nachzahlung tatsächlich so hoch besteuert wird? Und entsprechend eben keine steuerliche Rückzahlung der etwa doppelt so hoch abgezogenen Einkommenssteuer erfolgt?


    Ist es also rechtens, dass der Ausgleich nur über die Fünftelungsregelung erfolgt? Da hätte das Land aber gut was eingespart...


    Ich komme da steuerrechtlich auch wirklich an meine Grenzen. Vielleicht weiß da jemand um eine Antwort? Oder hat jemand sogar schon einen Steuerbescheid bekommen, wo diese Fragen geklärt werden?

    Vielleicht ist das Ganze ja gar keine Frage der Steuersoftware?

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  • Charlie24
    antwortet
    Wenn das Programm keine direkte Eingabe in die Zeile 18 der Anlage N erlaubt, sondern nur einen Eintrag unter Nummer 19 der

    Lohnsteuerbescheinigung, darf der Bruttolohn unter Nummer 3 der Lohnsteuerbescheinigung nicht gekürzt werden.

    Da meckert das Programm zu recht! In der amtlichen Anleitung zur Anlage N heißt es dazu: Hat der Arbeitgeber im

    Lohnsteuerabzugsverfahren keine ermäßigte Besteuerung vorgenommen, tragen Sie bitte den entsprechenden steuerpflichtigen Teil

    des Bruttoarbeitslohns in die Zeile 18 ein. Ihr Arbeitgeber hat diesen Betrag ggf. in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung unter Nummer 19

    ausgewiesen.

    Bei Nummer 19 der Lohnsteuerbescheinigung steht im Erläuterungstext: "... und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre - in 3. enthalten"

    Das LBV schrieb hierzu, dass man in der Anlage N die Daten manuell verändern soll. Und zwar so, dass man die Nachzahlung in Zeile 18 von
    Anlage N eintragen soll.
    Dann müsste man das aber anders erklären, über die Nummer 19 der Lohnsteuerbescheinigung funktioniert das nicht. Meines Erachtens ist das aber

    auch wenig sinnvoll, denn die Nachzahlung ist ja in der Lohnsteuerbescheinigung enthalten.Außerdem erkennt das Programm doch bei einem Eintrag

    der Nachzahlung unter Nummer 19 von sich aus, dass der Betrag nach § 34 EStG ermäßigt zu besteuern ist, es sei denn, man wählt das bewusst ab.

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  • Papa_001
    antwortet
    Das stimmt. Ich habe mich in den wenigen Fällen direkt zum FA begeben. Das war immer in fünf Minuten geklärt. Aber in der heutigen Zeit, sollte es anders gehen. Bis jetzt hab ich dort immer noch einen Kaffee trinken können.

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  • Trekker
    antwortet
    Zitat von klausfi Beitrag anzeigen
    Das angehängte Bild kann ich leider nicht öffnen ("Ungültige Datei angegeben").
    Diese Problem habe ich auch schon relativ lange. Offensichtlich hat keiner Zeit sich darum zu kümmern.

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  • marga
    antwortet
    PS: ich meinte den Sachbearbeiter beim Finanzamt.

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  • marga
    antwortet
    mein Tipp: fragen Sie doch mal bei Ihrem Sachbearbeiter telefonisch nach - und/oder geben Sie die Werte so ein, wie es geht und wenn der Bescheid kommt: prüfen und ggf. Einspruch!

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  • klausfi
    antwortet
    Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
    Hallo Klausfi,

    verstehe ich Sie richtig, dass der Betrag in Zeile 19 größer ist als der Betrag in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung? Sie haben auch keine weitere Lohnsteuerbescheinigung?

    Bei einer fehlerhaften Lohnsteuerbescheinigung kann die Software nicht viel machen. Wenn Sie laut Lohnsteuerbescheinigung nach Abzug der Zeile 19 einen negativen Betrag erhalten, können Sie den Wert in 3 auf den Wert von Zeile 19 ändern und den negativen Betrag als Lohnrückzahlung im entsprechenden Dialog erfassen.

    Seit dem Steuerjahr 2017 wurde die Anlage N geändert. Seitdem ist es nicht mehr notwendig, den Bruttolohn in Zeile 6 der Anlage N zu mindern.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Bild_2020-04-01_0934-26.png
Ansichten: 1332
Größe: 145,9 KB
ID: 41663
    Guten Morgen!

    Das angehängte Bild kann ich leider nicht öffnen ("Ungültige Datei angegeben").

    In meiner Lohnsteuerbescheinigung steht nur ein Betrag in Zeile 3. Zeile 19 ist hier 0. Ich habe keine weitere Lohnsteuerbescheinigung.

    Das LBV schrieb hierzu, dass man in der Anlage N die Daten manuell verändern soll. Und zwar so, dass man die Nachzahlung in Zeile 18 von Anlage N eintragen soll.
    In Zeile 6 der Anlage N soll dann der Bruttoarbeitslohn aus Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung ABZÜGLICH der Nachzahlung.

    In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich ein Urlaubsjahr hatte bis September 2019 und danach keine volle Stelle. Das heißt, der reguläre Arbeitslohn war relativ gering für die 3 Monate (Okt-Dez). Deshalb übersteigt die Nachzahlung diesen Betrag.
    In Zeile 3 der LSB steht der komplette Betrag, nennen wir ihn Z (also Z = regulärer Arbeitslohn (X) + Nachzahlung (Y)). Ich soll von Z Y abziehen. Der Betrag bleibt also positiv. Da Y aber größer ist als X, ist dann Zeile 3 im Programm kleiner als Zeile 19.






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  • Martin Jung
    antwortet
    Hallo Klausfi,

    verstehe ich Sie richtig, dass der Betrag in Zeile 19 größer ist als der Betrag in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung? Sie haben auch keine weitere Lohnsteuerbescheinigung?

    Bei einer fehlerhaften Lohnsteuerbescheinigung kann die Software nicht viel machen. Wenn Sie laut Lohnsteuerbescheinigung nach Abzug der Zeile 19 einen negativen Betrag erhalten, können Sie den Wert in 3 auf den Wert von Zeile 19 ändern und den negativen Betrag als Lohnrückzahlung im entsprechenden Dialog erfassen.

    Ab dem Steuerjahr 2017 wurde die Anlage N geändert. Seitdem ist es nicht mehr notwendig, den Bruttolohn in Zeile 6 der Anlage N zu mindern.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Bild_2020-04-01_0934-26.png Ansichten: 7 Größe: 145,9 KB ID: 41663
    Zuletzt geändert von Martin Jung; 01.04.2020, 10:50.

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  • klausfi
    antwortet
    Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
    Die Gefahr sehe ich jetzt nicht, das Nachzahlungsthema betrifft ja auch die Beamten der Finanzämter in Baden-Württemberg.

    Ärgerlich ist doch eher, dass die Abrechnungsstellen die Nachzahlung, falls nicht ermäßigt besteuert wurde, nicht unter Nummer 19

    der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen haben. Unter Nummer 10 dürfen nur die Beträge erfasst oder bescheinigt werden, die

    bereits beim Lohnsteuerabzug ermäßigt besteuert wurden. Dann muss der Bruttolohn unter Nummer 3 entsprechend gekürzt werden,

    außerdem müssen dann unter den Nummern 11 und 12, ggf. auch 13 und 14 Nullwerte eingetragen werden.
    Das sehe ich auch so. Wie gesagt, ist das bei mir aber leider im Programm nicht möglich...

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  • Charlie24
    antwortet
    Wenn der Arbeitgeber in der dem Finanzamt elektronisch uebermittelten Lohnsteuerbescheinigung falsche Betraege (oder in der falschen Zeile) angegeben hat, ist es aeusserst schwer das Finanzamt selbst mit extrem guten Belegen dazu zu bringen diese für die Einkommensteuerberechnung zu verwenden.
    Die Gefahr sehe ich jetzt nicht, das Nachzahlungsthema betrifft ja auch die Beamten der Finanzämter in Baden-Württemberg.

    Ärgerlich ist doch eher, dass die Abrechnungsstellen die Nachzahlung, falls nicht ermäßigt besteuert wurde, nicht unter Nummer 19

    der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen haben. Unter Nummer 10 dürfen nur die Beträge erfasst oder bescheinigt werden, die

    bereits beim Lohnsteuerabzug ermäßigt besteuert wurden. Dann muss der Bruttolohn unter Nummer 3 entsprechend gekürzt werden,

    außerdem müssen dann unter den Nummern 11 und 12, ggf. auch 13 und 14 Nullwerte eingetragen werden.

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  • klausfi
    antwortet
    Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
    Hallo klausfi,

    achten Sie bitte auf meine Worte. Ich zitiere die Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung.
    Hallo Herr Jung,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Die Lohnsteuerbescheinigung ist eben nicht so versandt worden, wie Sie es beschreiben. Nur Zeile 3 ist befüllt und laut LBV soll man es in Anlage N trotzdem anders eintragen.

    Dies lässt aber die Steuersparerklärung bei mir nicht zu, da in meinem Flal die Nachzahlung höher ist als der Bruttoarbeitslohn abzüglich der Nachzahlung. Hierfür benötige ich Hilfe.

    Vielen Dank!

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  • Martin Jung
    antwortet
    Hallo klausfi,

    achten Sie bitte auf meine Worte. Ich zitiere die Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung.

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  • klausfi
    antwortet
    Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
    Hallo

    Zeile 19 der Lohnsteuerbescheinigung ist eine Zahlung, die in 3 enthalten ist, Zeile 10 ist eine Zahlung, die nicht in 3 enthalten ist. Bitte die Hilfen beachten.

    Je nach Einkünften kann eine Abfindung/Nachzahlung nach Fünftelregelung sogar nachteilig sein. Deshalb gibt es eine Günstigerprüfung. Hinweise gibt es im SteuerKompass.


    Das widerspricht leider den Anweisungen des LBV Ba-Wü. Hier heißt es: Nachzahlung in Zeile 18 eintragen von Anlage N eintragen. In Zeile 6 soll dann der Bruttoarbeitslohn aus Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung ABZÜGLICH der Nachzahlung. In meinem Fall ist die Nachzahlung aber höher als verbleibende Bruttoarbeitslohn. Das lässt das Programm nicht zu. Bitte um Hilfe bzw. Korrektur des Programms. Oder kann ich die Anlage vor Versand an die Finanzbehörde manuell ändern?

    Vielen Dank.

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  • WMenzel
    antwortet
    Wenn der Arbeitgeber in der dem Finanzamt elektronisch uebermittelten Lohnsteuerbescheinigung falsche Betraege (oder in der falschen Zeile) angegeben hat, ist es aeusserst schwer das Finanzamt selbst mit extrem guten Belegen dazu zu bringen diese für die Einkommensteuerberechnung zu verwenden.
    Denn das Finanzamt (heutzutage kein menschlicher Finanzbeamter sondern der Herr Computer) nimmt stur ausschliesslich die elektronisch uebermittelten Daten.
    Das was auf der Einkommensteuererklaerung steht - auch wenn mit ELSTER übermittelt, wird schlichtweg völlig ignoriert.

    Selbst wenn man einen menschlichen Finanzbeamten erreicht, heist es lapidar: "Da muss der Arbeitgeber seine elektronische Meldung korrigieren."
    Der Arbeitgeber wiederum behauptet: "Das geht nicht."

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