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Nachzahlung Absenkungsbetrag Beamte BW korrekt erfassen (Fünftelregelung, Anlage N)

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    Nachzahlung Absenkungsbetrag Beamte BW korrekt erfassen (Fünftelregelung, Anlage N)

    Hallo zusammen,

    wie vielleicht manche den Medien entnommen haben gab es letztes Jahr eine Nachzahlung des Absenkungsbetrages für Beamte im Land Baden Württemberg. Sprich: man bekam eine Nachzahlung für mehrere Jahre auf einen Schlag. Das Land hat diese nicht als Arbeitslohn für mehrere Jahre behandelt, sondern die Zahlung wird unter dem normalen Bruttoarbeitslohn ausgegeben.

    Ich scheitere aktuell leider daran, diese Nachzahlung im Programm korrekt zu erfassen. Laut Begleitschreiben des Landes und der Hilfe innerhalb des Programmes muss ich in Anlage N bei der Position 18 die Nachzahlung unter "Entschädigung / Arbeitslohn für mehrere Jahre" angeben. Leider spuckt mir das Programm nicht aus, wie ich die Anlage N denn im Programm erfassen könnte. Auf der Homepage finde ich eine .PDF Datei aber die werde ich ja kaum verwenden müssen, oder doch ( https://www.steuertipps.de/steuererk...endiger-arbeit ) ?

    Wahrscheinlich gibt es eine simple Antwort dafür und ich bin nur zu blind es zu sehen. Ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen. Vielen Dank!
    (Auf den Button Anlage habe ich geklickt, da wird mir aber nur angezeigt, dass keine Anlage nötig und deswegen auch nicht möglich sei)
    Zuletzt geändert von Thomas85; 26.02.2020, 13:50.

    #2
    Hallo,

    ich habe das gleiche Problem. Man kann den Betrag unter "Nichtselbständige Einnahmen -> Lohnsteuerbescheinigungen -> Lohnsteuerbescheinigung Grunddaten -> Beträge" unter Punkt 19: "Nicht ermäßigte Entschädigung/Lohn für mehrere Jahre" eingeben. Das entspricht dann Punkt 18 in der Anlage N.

    Was mich viel mehr irritiert: Im Begleitschreiben des Landes steht auch, dass man dann den Bruttoarbeitslohn OHNE die Nachzahlung eintragen soll. Ändere ich auch diesen ab, stimmt zwar was in Anlage N steht (so wie es das LBV im Begleitschreiben beschreibt -> kann man sich unter "Formular" in der Kopfzeile anschauen), aber das Programm rechnet eine Utopische Rückzahlung für mich aus.

    Muss ich also den Bruttoarbeitslohn unverändert lassen?

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      #3
      wenn das Land diese Nachzahlung nicht gesondert ausweist, hat man bei ESt 2019 Probleme - aber zunächst : wie hoch ist der Betrag pro Jahr/insgesamt?

      Oft gibt es keine besondere Ermäßigung der ESt, wenn Nz nicht so hoch!

      Ggf können Sie auch bei FA nachfragen bzw. nach ESt Einspruch einlegen und aufgrund von Nachweisen die andere VA beantragen!...

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        #4
        Vielen Dank. Aber kann es wirklich sein, dass diese Fünftelregelung kaum einen Unterschied macht? In meinem Fall lag die Nachzahlung bei etwa 10.500 Euro und wurde mit nahezu 50% besteuert. Die Ersparnis liegt laut Programm bei nur etwa 160 Euro (ledig).

        Ich meine gelesen zu haben, dass man das Bruttoeinkommen seit ein paar Jahren nicht mehr reduzieren muss. Ich vermute dass das Programm daher von völlig falschen Werten ausgeht. Das Begleitschreiben geht ja davon aus, dass man ohne eine Software arbeitet.

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          #5
          Hallo

          Zeile 19 der Lohnsteuerbescheinigung ist eine Zahlung, die in 3 enthalten ist, Zeile 10 ist eine Zahlung, die nicht in 3 enthalten ist. Bitte die Hilfen beachten.

          Je nach Einkünften kann eine Abfindung/Nachzahlung nach Fünftelregelung sogar nachteilig sein. Deshalb gibt es eine Günstigerprüfung. Hinweise gibt es im SteuerKompass.
          Zuletzt geändert von Martin Jung; 26.02.2020, 17:19.
          Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
          Martin Jung

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            #6
            Danke für die schnelle Rückmeldung.

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              #7
              Wenn der Arbeitgeber in der dem Finanzamt elektronisch uebermittelten Lohnsteuerbescheinigung falsche Betraege (oder in der falschen Zeile) angegeben hat, ist es aeusserst schwer das Finanzamt selbst mit extrem guten Belegen dazu zu bringen diese für die Einkommensteuerberechnung zu verwenden.
              Denn das Finanzamt (heutzutage kein menschlicher Finanzbeamter sondern der Herr Computer) nimmt stur ausschliesslich die elektronisch uebermittelten Daten.
              Das was auf der Einkommensteuererklaerung steht - auch wenn mit ELSTER übermittelt, wird schlichtweg völlig ignoriert.

              Selbst wenn man einen menschlichen Finanzbeamten erreicht, heist es lapidar: "Da muss der Arbeitgeber seine elektronische Meldung korrigieren."
              Der Arbeitgeber wiederum behauptet: "Das geht nicht."

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                #8
                Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                Hallo

                Zeile 19 der Lohnsteuerbescheinigung ist eine Zahlung, die in 3 enthalten ist, Zeile 10 ist eine Zahlung, die nicht in 3 enthalten ist. Bitte die Hilfen beachten.

                Je nach Einkünften kann eine Abfindung/Nachzahlung nach Fünftelregelung sogar nachteilig sein. Deshalb gibt es eine Günstigerprüfung. Hinweise gibt es im SteuerKompass.


                Das widerspricht leider den Anweisungen des LBV Ba-Wü. Hier heißt es: Nachzahlung in Zeile 18 eintragen von Anlage N eintragen. In Zeile 6 soll dann der Bruttoarbeitslohn aus Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung ABZÜGLICH der Nachzahlung. In meinem Fall ist die Nachzahlung aber höher als verbleibende Bruttoarbeitslohn. Das lässt das Programm nicht zu. Bitte um Hilfe bzw. Korrektur des Programms. Oder kann ich die Anlage vor Versand an die Finanzbehörde manuell ändern?

                Vielen Dank.

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                  #9
                  Hallo klausfi,

                  achten Sie bitte auf meine Worte. Ich zitiere die Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung.
                  Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
                  Martin Jung

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                    Hallo klausfi,

                    achten Sie bitte auf meine Worte. Ich zitiere die Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung.
                    Hallo Herr Jung,

                    vielen Dank für die schnelle Antwort.

                    Die Lohnsteuerbescheinigung ist eben nicht so versandt worden, wie Sie es beschreiben. Nur Zeile 3 ist befüllt und laut LBV soll man es in Anlage N trotzdem anders eintragen.

                    Dies lässt aber die Steuersparerklärung bei mir nicht zu, da in meinem Flal die Nachzahlung höher ist als der Bruttoarbeitslohn abzüglich der Nachzahlung. Hierfür benötige ich Hilfe.

                    Vielen Dank!

                    Kommentar


                      #11
                      Wenn der Arbeitgeber in der dem Finanzamt elektronisch uebermittelten Lohnsteuerbescheinigung falsche Betraege (oder in der falschen Zeile) angegeben hat, ist es aeusserst schwer das Finanzamt selbst mit extrem guten Belegen dazu zu bringen diese für die Einkommensteuerberechnung zu verwenden.
                      Die Gefahr sehe ich jetzt nicht, das Nachzahlungsthema betrifft ja auch die Beamten der Finanzämter in Baden-Württemberg.

                      Ärgerlich ist doch eher, dass die Abrechnungsstellen die Nachzahlung, falls nicht ermäßigt besteuert wurde, nicht unter Nummer 19

                      der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen haben. Unter Nummer 10 dürfen nur die Beträge erfasst oder bescheinigt werden, die

                      bereits beim Lohnsteuerabzug ermäßigt besteuert wurden. Dann muss der Bruttolohn unter Nummer 3 entsprechend gekürzt werden,

                      außerdem müssen dann unter den Nummern 11 und 12, ggf. auch 13 und 14 Nullwerte eingetragen werden.

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                        #12
                        Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                        Die Gefahr sehe ich jetzt nicht, das Nachzahlungsthema betrifft ja auch die Beamten der Finanzämter in Baden-Württemberg.

                        Ärgerlich ist doch eher, dass die Abrechnungsstellen die Nachzahlung, falls nicht ermäßigt besteuert wurde, nicht unter Nummer 19

                        der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen haben. Unter Nummer 10 dürfen nur die Beträge erfasst oder bescheinigt werden, die

                        bereits beim Lohnsteuerabzug ermäßigt besteuert wurden. Dann muss der Bruttolohn unter Nummer 3 entsprechend gekürzt werden,

                        außerdem müssen dann unter den Nummern 11 und 12, ggf. auch 13 und 14 Nullwerte eingetragen werden.
                        Das sehe ich auch so. Wie gesagt, ist das bei mir aber leider im Programm nicht möglich...

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                          #13
                          Hallo Klausfi,

                          verstehe ich Sie richtig, dass der Betrag in Zeile 19 größer ist als der Betrag in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung? Sie haben auch keine weitere Lohnsteuerbescheinigung?

                          Bei einer fehlerhaften Lohnsteuerbescheinigung kann die Software nicht viel machen. Wenn Sie laut Lohnsteuerbescheinigung nach Abzug der Zeile 19 einen negativen Betrag erhalten, können Sie den Wert in 3 auf den Wert von Zeile 19 ändern und den negativen Betrag als Lohnrückzahlung im entsprechenden Dialog erfassen.

                          Ab dem Steuerjahr 2017 wurde die Anlage N geändert. Seitdem ist es nicht mehr notwendig, den Bruttolohn in Zeile 6 der Anlage N zu mindern.

                          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Bild_2020-04-01_0934-26.png Ansichten: 7 Größe: 145,9 KB ID: 41663
                          Zuletzt geändert von Martin Jung; 01.04.2020, 10:50.
                          Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
                          Martin Jung

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                            #14
                            Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                            Hallo Klausfi,

                            verstehe ich Sie richtig, dass der Betrag in Zeile 19 größer ist als der Betrag in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung? Sie haben auch keine weitere Lohnsteuerbescheinigung?

                            Bei einer fehlerhaften Lohnsteuerbescheinigung kann die Software nicht viel machen. Wenn Sie laut Lohnsteuerbescheinigung nach Abzug der Zeile 19 einen negativen Betrag erhalten, können Sie den Wert in 3 auf den Wert von Zeile 19 ändern und den negativen Betrag als Lohnrückzahlung im entsprechenden Dialog erfassen.

                            Seit dem Steuerjahr 2017 wurde die Anlage N geändert. Seitdem ist es nicht mehr notwendig, den Bruttolohn in Zeile 6 der Anlage N zu mindern.

                            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Bild_2020-04-01_0934-26.png
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ID: 41663
                            Guten Morgen!

                            Das angehängte Bild kann ich leider nicht öffnen ("Ungültige Datei angegeben").

                            In meiner Lohnsteuerbescheinigung steht nur ein Betrag in Zeile 3. Zeile 19 ist hier 0. Ich habe keine weitere Lohnsteuerbescheinigung.

                            Das LBV schrieb hierzu, dass man in der Anlage N die Daten manuell verändern soll. Und zwar so, dass man die Nachzahlung in Zeile 18 von Anlage N eintragen soll.
                            In Zeile 6 der Anlage N soll dann der Bruttoarbeitslohn aus Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung ABZÜGLICH der Nachzahlung.

                            In meinem speziellen Fall ist es so, dass ich ein Urlaubsjahr hatte bis September 2019 und danach keine volle Stelle. Das heißt, der reguläre Arbeitslohn war relativ gering für die 3 Monate (Okt-Dez). Deshalb übersteigt die Nachzahlung diesen Betrag.
                            In Zeile 3 der LSB steht der komplette Betrag, nennen wir ihn Z (also Z = regulärer Arbeitslohn (X) + Nachzahlung (Y)). Ich soll von Z Y abziehen. Der Betrag bleibt also positiv. Da Y aber größer ist als X, ist dann Zeile 3 im Programm kleiner als Zeile 19.






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                              #15
                              mein Tipp: fragen Sie doch mal bei Ihrem Sachbearbeiter telefonisch nach - und/oder geben Sie die Werte so ein, wie es geht und wenn der Bescheid kommt: prüfen und ggf. Einspruch!

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