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10-Tage-Regel?

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    10-Tage-Regel?

    Hallo,

    meine monatliche Handyrechnung (Betriebsausgabe bei der EÜR zu erfassen) wurde nicht im Dezember (ca. 20. des Monats wie üblich) sondern erst jetzt am 02.01.2020 abgebucht.
    Fällt das unter die 10-Tage-Regel? (monatlich wiederkehrende Zahlung, die eigentlich in 2019 fällig gewesen wäre, müsste ja zum Wirtschaftsjahr 2019 gehören).

    Wenn ja: Wie trage ich die ein? Wenn ich im Modul Gewinnermittlung 2019 für die Handyrechnung das Datum 02.01.2020 eintrage, bekomme ich eine Fehlermeldung.

    #2
    Tragen Sie die Abbuchung am 31.12. ein und machen Sie in der SSE eine Notiz unter "Erluterungen fr das Finanzamt" (im jeweiligen Erfassungsdialog) - mit dem Hinweis auf die 10-Tage-Regelung.

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      #3
      Ja,
      das fllt unter die 10-Tage Regelung als Ausnahme vom strengen steuerlichen Einnahmen- und Ausgabenprinzip.
      1. Regelmig
      2. Wirtschaftlich zum "alten" Jahr gehrig
      3. Innerhalb der ersten 10 Kalendertage

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        #4
        Zitat von WMenzel Beitrag anzeigen
        Ja,
        das fllt unter die 10-Tage Regelung als Ausnahme vom strengen steuerlichen Einnahmen- und Ausgabenprinzip.
        1. Regelmig
        2. Wirtschaftlich zum "alten" Jahr gehrig
        3. Innerhalb der ersten 10 Kalendertage
        Demnach msste der hohe Betrag einer Rechnung vom 27.12., der per online am 31.12. beauftragt, aber infolge der Tatsache, dass der 31.12. und der 01.01. keine Bankarbeitstage sind, erst am 02.01. abgebucht wurde, dem neuen Jahr zugerechnet werden.

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          #5
          Wenn die Bank z.B. beim Electronic Banking am 31. Dezember den Auftrag annimmt, ist mit Annahme des berweisungsauftrags durch die Bank das Geld abgeflossen. Wann abgebucht wird, ist nicht relevant.
          Meine Bank nimmt sofortige berweisungen auch an Nicht-Bankarbeitstagen an, jedoch keine Terminberweisungen auf sptere Bankarbeitstage.

          Das ausschlieliche Kriterium fr die Zehn-Tage-Regelung ist die Regelmigkeit der Zahlung.

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            #6
            Hallo Trekker,
            wie auch Staufer betont hat, gilt die 10 Tage-Regelung AUSCHLIELICH fr REGELMIGE Zahlungen, z.B. monatliche Telefonrechnungen, Mietzahlungen, u...
            UND der Betrag muss unbedingt wirtschaftlich zum alten Jahr gehren, z.B. indem die Leistung oder Gegenleistung im Dezember des Vorjahres erbracht wurde.

            Ja so "geschwollen" redet man daher, wenn man sich mit Gesetzestexten "herumschlagen" muss.

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              #7
              Danke euch beiden.
              Zitat von Staufer Beitrag anzeigen
              Wenn die Bank z.B. beim Electronic Banking am 31. Dezember den Auftrag annimmt, ist mit Annahme des berweisungsauftrags durch die Bank das Geld abgeflossen.
              Zitat von WMenzel Beitrag anzeigen
              der Betrag muss unbedingt wirtschaftlich zum alten Jahr gehren, z.B. indem die Leistung oder Gegenleistung im Dezember des Vorjahres erbracht wurde.
              Gilt das auch, wenn diese Bedingungen erfllt sind und die Bank den berweisungsauftrag am 31.12. angenommen hat, aber das Geld - zwecks schnellerem Fluss - vom Sohn des am Objekt beteiligten Hausverwalters angewiesen wurde?

              Ich denke ja. Zur Sicherheit kann man ein Schriftstck aufsetzen, in dem besttigt wird, dass der Sohn leihweise fr seinem Vater die notwendige Summe an den Rechnungsausstellen anweisen wird.
              Zuletzt geändert von Trekker; 11.01.2020, 12:21.

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                #8
                Zitat von Trekker Beitrag anzeigen
                Zur Sicherheit kann man ein Schriftstck aufsetzen, in dem besttigt wird, dass der Sohn leihweise fr seinem Vater die notwendige Summe an den Rechnungsausstellen anweisen wird.
                Was ist hier der Bezug zur Anfrage von frontloop #1?

                Selbstverstndlich muss der Vorgang wirtschaftlich einen Bezug zum Vorjahr haben. Zum Beispiel die Bezahlung der Putzfrau fr den Dezember des Vorjahres. Nicht alles, was man bis zum 10. Januar zahlt, gehrt zum Vorjahr, auch wenn es eine regelmige Zahlung ist - z.B. eine Telefonrechnung fr den Januar.



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                  #9
                  Zitat von Staufer Beitrag anzeigen
                  Was ist hier der Bezug zur Anfrage von frontloop #1?
                  Es ist - wenn auch zum Ausschluss dieser - eine Frage zur 10-Tage-Regelung. Und m. E. ist es besser, wenn Interessierte gleichartige Sachverhalte nicht aus inflationr vielen Beitrgen heraussuchen mssen.
                  Zitat von Staufer Beitrag anzeigen
                  Selbstverstndlich muss der Vorgang wirtschaftlich einen Bezug zum Vorjahr haben. Zum Beispiel die Bezahlung der Putzfrau fr den Dezember des Vorjahres. Nicht alles, was man bis zum 10. Januar zahlt, gehrt zum Vorjahr, auch wenn es eine regelmige Zahlung ist - z.B. eine Telefonrechnung fr den Januar.
                  Im von mir hinzugefgtem Beispiel handelt es sich nicht um eine fortlaufende Zahlung, weshalb wichtig war, dass die Zahlung noch im letzten Jahr abgewickelt bzw. angewiesen werden konnte.
                  Zuletzt geändert von Trekker; 11.01.2020, 22:51. Grund: redaktionell

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                    #10
                    Ein ergnzender Hinweis, der mit der eigentlichen Frage nichts zu tun hat:

                    Soweit mir bekannt - gibt es bei der steuerlichen 10-Tage Regelung (als Ausnahme vom strengen steuerlichen Einnahmen- und Ausgabenprinzip)
                    KEINE "Verlngerung", wenn Kalendertage auf "Nicht-Bank-Arbeitstage" fallen.

                    In anderen rechtlichen Bereichen, wie z.B. Mietzahlungen verlngern sich die Fristen automatisch, wenn der letzte Tag auf einen Nicht-Bank-Arbeitstag (z.B. Samstag, Sonntag oder Feitertag) fllt.

                    Genau das ist - meines Wissens - bei der steuerlichen 10-Tage Regelung nicht so!

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                      #11
                      Hallo Treckker
                      bei der Bezahlung der Putzfrau fr den Dezember des Vorjahres muss es sich unbedingt um eine >>> regelmig wiederkehrende <<< Zahlung handeln.

                      D. h. einmalige oder unregelmige Zahlungen an die Putzfrau erfllen die strengen steuerlichen Bedingungen fr die 10-Tage Ausnahme-Regelung nicht!

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                        #12
                        Hallo Treckker

                        "Gilt das auch, wenn vom Sohn des am Objekt beteiligten Hausverwalters angewiesen wurde?"
                        Ich wrde sagen NEIN!
                        Denn der Steuerpflichtige wurde finanziell nicht "belastet".

                        "belastet" ist der juristische Begriff fr
                        Der Steuerpflichtige hat hchstpersnlich selbst gezahlt (berwiesen).
                        Als selbst gezahlt wrde ich nur den Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner mit einbeziehen.

                        Ob das Finanzamt bei genauer Prfung leibliche Kinder akzepiert kann ich nicht sagen.

                        Eine familienfremde Person als "Ersatzzahler" wird das Finanzamt bei genauer Prfung nicht akzepieren.
                        Zuletzt geändert von WMenzel; 12.01.2020, 10:39.

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                          #13
                          Zitat von WMenzel Beitrag anzeigen
                          "Gilt das auch, wenn vom Sohn des am Objekt beteiligten Hausverwalters angewiesen wurde?"
                          Ich wrde sagen NEIN!
                          Denn der Steuerpflichtige wurde finanziell nicht "belastet".

                          "belastet" ist der juristische Begriff fr
                          Der Steuerpflichtige hat hchstpersnlich selbst gezahlt (berwiesen).
                          Ich bin da etwas optimistischer, weil Vater und Sohn einen Darlehensvertrag geschlossen haben und der Sohn mit der Gesamtsumme auch den Anteil des beteiligten Vaters (Hausverwalters) an den Rechnungsaussteller angewiesen hat.
                          Zitat von WMenzel Beitrag anzeigen
                          Eine familienfremde Person als "Ersatzzahler" wird das Finanzamt bei genauer Prfung nicht akzepieren.
                          Zum einen ist es der Sohn, zum anderen frage ich mich, warum das Finanzamt berhaupt prfen sollte.

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                            #14
                            Bei Anwendung der 10 Tagesfrist
                            muss die regelmig wiederkehrende Einnahme bzw. Ausgabe
                            innerhalb von 10 Tagen zum Jahreswechsel fllig sein
                            und
                            geleistet = gezahlt = Wertstellungsdatum
                            worden sein.

                            Bei der Flligkeit ist nach Auffassung der Finanzverwaltung darauf zu achten,
                            dass die ertragsteuerliche 10-Tagesfrist nicht durch die Verschiebung der Flligkeit
                            nach 108 Abs. 3 AO beeinflusst wird.

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