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Unterhalt für Bedürftige

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    Unterhalt für Bedürftige

    In der Erklärung für 2018 habe ich für die Monate Mai - September Unterstützungsleitungen für ein während dieser Zeit in meinem Haushalt lebendes Kind angegeben. Die SSE wies in der entsprechenden Anlage 3.750 € (5 x 750 €) Unterhaltsleitungen aus. Gleichzeitig werden in dieser Anlage die Bezüge des Kindes mit 2.330 € (5 x 466 €) ausgewiesen. Die Bezüge von 2.330 € werden dann um die Kostenpauschale von 180 € und um die Anrechnungsfreibeträge von 260 € (5 x 52 €) auf 1.890 € gekürzt . Somit verbleiben als anzurechnende Einkünfte/Bezüge 1.890 €. Die Unterhaltsleistungen von 3.750 € gekürzt um die 1.890 € ergeben einen Unterhaltshöchstbetrag von 1.860 €.

    Seltsamerweise werden darunter als Höhe aller Unterhaltsleitungen nur 1.562,50 € ausgewiesen. Da der niedrigere Betrag für die weitere Berechnung verwendet wird, werden 1.563 € als außergewöhnliche Belastung abgesetzt. Im Steuerbescheid wird allerdings der volle Unterhaltshöchstbetrag von 3.750 € abgesetzt. Dies führt letztendlich zu einer um ca. 500 € höheren Erstattung.

    Woran könnte es liegen, dass so unterschiedlich gerechnet wird?
    Zuletzt geändert von Trekker; 07.03.2020, 20:33.

    #2
    Woran könnte es liegen, dass so unterschiedlich gerechnet wird?
    Offenbar hat das Finanzamt die Bezüge des Kindes überhaupt nicht berücksichtigt. Hatte es denn welche?

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      #3
      Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
      Offenbar hat das Finanzamt die Bezüge des Kindes überhaupt nicht berücksichtigt. Hatte es denn welche?
      Sieht so aus. Ja, das Kind hatte in den 5 Monaten die oben aufgeführten Bezüge in Höhe von 2.330 €.

      Aber wie kommt die SSE auf die 1.562,50 €.
      Zuletzt geändert von Trekker; 07.03.2020, 20:40.

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        #4
        Aber wie kommt die SSE auf die 1.562,50 €.
        Das müsste ich auch erst nachstellen. Die Bezüge waren keine Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen,

        die hierfür öffentliche Mittel erhalten?

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          #5
          Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
          Die Bezüge waren keine Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen,

          die hierfür öffentliche Mittel erhalten?
          Es handelt sich um ALG2-Leistungen und das Kind ist älter als 25 J.

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            #6
            Ich kann die Berechnung in der SSE nicht nachvollziehen, die des Finanzamts allerdings auch nicht.

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              #7
              Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
              Ich kann die Berechnung in der SSE nicht nachvollziehen, die des Finanzamts allerdings auch nicht.
              Ich konnte einen Fehler meinerseits lokalisieren. Ich hatte bei Dauer der Unterstützung das ganze Jahr (01.01 - 31.12) angegeben. Bei Zeitpunkt der ersten Zahlung stand allerdings der 01.05. und bei der Auflistung der Unterhaltsleistungen hatte ich nur die 5 richtigen Monate mit dem Zahlbetrag von jeweils 750 € stehen.

              Nachdem ich bei Dauer der Unterstützung den Zeitraum 01.05 - 30.09 eingetragen habe, erscheinen in der Ergebnisliste der SSE anstelle der 1.562,50 € die 3.750 € und darunter der Hinweis dass der niedrigere Betrag von 1.860 € berücksichtigt wird. Aber das FA hat freundlicherweise den höheren Betrag zu Grunde gelegt.

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                #8
                Hallo Trekker,

                der Steuerprüfer müsste Ihnen auch einen Hinweis gegeben haben, wenn Sie den 1.5 als erste Zahlung erfasst haben.
                Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
                Martin Jung

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                  #9
                  Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                  der Steuerprüfer müsste Ihnen auch einen Hinweis gegeben haben, wenn Sie den 1.5 als erste Zahlung erfasst haben.
                  Daran kann ich mich nicht erinnern und selbst wenn ich jetzt noch an diesen Daten manipuliere kommt da keine entsprechende Meldung.

                  Was mich in dieser Ecke auch noch ungemein stört ist die Vorgabe, dass ein unterstützendes Ehepaar zweimal als unterstützender und unterstützter Haushalt auftreten soll. Das ist doch irgendwie nicht plausibel. In meinem Fall bin nur ich als Unterstützer und unterstützter Haushalt aufgetreten, weil es nur meinen Haushalt gibt und meine Ehefrau kein eigenes Einkommen hat. Auch die Aussage, dass alle im Haushalt lebenden Personen aufgeführt werden sollen, ist nicht passend. Wenn da noch ein Kind mit Kindergeldansprüchen und ein weiteres mit eigenen guten Einkünften, dann dürften diese doch irrelevant sein. Das weitere Kind mit den guten Einkünften bleibt doch neutral. Im Ergebnis kann ich mich - abgesehen von der Diskrepanz zwischen SSE und Bescheid - nicht beklagen.

                  Nachfolgende Zeilen habe ich aus dem entsprechenden Dialog kopiert:

                  "Machen Sie Angaben zu allen Personen, die Sie unterstützen und die im Jahr 2018 in diesem Haushalt gelebt haben, auch wenn diese Ihnen gegenüber nicht unterhaltsberechtigt sind.

                  Erfassung: Ehepaar unterstützt dieselbe Person

                  Wenn beide Ehepartner dieselbe Person unterstützen, z.B. das gemeinsame Kind, müssen Sie die Unterstützung bei beiden Ehepartnern erfassen.
                  Wichtig ist, dass Sie bei jedem unterstützenden Partner nur die von ihm geleisteten Beträge erfassen.
                  Außerdem ist es wichtig, dass Sie bei der unterstützten Person jeweils Angaben zu »Leistungen anderer Personen« machen. Die andere Person ist in diesem Fall der andere Partner.

                  Alternativ können Sie mit dem Befehl »Dialogdaten kopieren/einfügen« im Menü »Bearbeiten« alle Daten die Sie bei einem Ehepartner erfasst haben zum anderen übernehmen.

                  Ergänzen Sie im Dialog »Unterhaltsleistungen« den Betrag, den der jeweilige Ehepartner an die unterstützte Person geleistet hat.
                  Ergänzen Sie im Dialog »Leistungen anderer Personen« den Betrag, den der andere Ehepartner an diese Person geleistet hat.
                  Erfassen Sie Ihren Anteil an den »Unterhaltsleistungen« auch, wenn die unterstützte Person in Ihrem Haushalt lebt."

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                    #10
                    Hallo Trekker,

                    es gibt keine Vorgabe für die Unterstützung. Wenn nur die eine Person unterstützt und die getrennte Veranlagung nicht relevant ist, kann die Unterstützung auch nur bei einer Person erfasst werden.

                    Die Meldung kommt im Prüfer am Ende, bevor der Versand erfolgt.
                    Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
                    Martin Jung

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                      #11
                      Die Anleitung ist zwar objektiv richtig, aber wohl eher verwirrend als erhellend. Die muss man jedenfalls mehrfach lesen und bei einer

                      Zusammenveranlagung am besten ignorieren. Das Finanzamt interessiert bei einer Zusammenveranlagung die Herkunft der Mittel nicht.

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                        #12
                        Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                        es gibt keine Vorgabe für die Unterstützung.
                        Wenn man die Steuertipps liest, kommt man zu dem Schluss, dass es die Vorgabe gibt, bei beiden Ehepartnern Unterstützungen zu erfassen. Zumal man regelrecht dazu aufgefordert wird, für jeden Ehepartner einen unterstützten Haushalt anzulegen. Das ist doch nur bei getrennt lebenden Paaren sinnvoll.
                        Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                        Wenn nur die eine Person unterstützt und die getrennte Veranlagung nicht relevant ist, kann die Unterstützung auch nur bei einer Person erfasst werden.
                        Dieser Satz sollte so auch in den Steuertipps stehen.

                        Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
                        Die Meldung kommt im Prüfer am Ende, bevor der Versand erfolgt.
                        Die beim Prüfer stehende Meldung ist leider nicht zweckdienlich.


                        Unzutreffend ist auch der Hinweis in der Anlage zur Einkommensteuererklärung "Anlage Unterhalt", dass die Zahlungen/Leistungen per Bank oder Postüberweisung geleistet wurde. Tatsächlich muss, solange das Kind im eigenen Haushalt lebt, hier nichts nachgewiesen werden. Nebenbei frage ich mich, ob es überhaupt noch Postüberweisungen gibt. Die Postbank ist inzwischen eine Bank. Und die per Post bar ausgezahlten Gelder wurden per Postanweisung ausgezahlt.

                        Um noch einmal auf meinen Eingangspost zurückzukommen: Wie kommen die 1.562,50 € zustande?
                        Zuletzt geändert von Trekker; 09.03.2020, 17:51.

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                          #13
                          Zumal man regelrecht dazu aufgefordert wird, für jeden Ehepartner einen unterstützten Haushalt anzulegen
                          Dahinter steckt m. E. die Überlegung, auch für den Fall einer Einzelveranlagung zuordenbare Daten (ohne Nachversorgung) zu haben.

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