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Wo Nutzungsersatz gem. Vergleich nach Kreditwiderruf angeben?

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    Wo Nutzungsersatz gem. Vergleich nach Kreditwiderruf angeben?

    Wo muss ich einen erhaltenen Nutzungsersatz gem. einem Vergleich nach einem Kreditwiderruf angeben?
    Der Abgeltungssteuer-Experte listet unter "Besondere Kapitalerträge" nichts passendes.

    Ob eine Steuerpflicht auf Nutzungsersatz besteht ist zwar unter Juristen noch umstritten, nach derzeitiger Rechtslage muss man den Nutzungsersatz aber bei der Steuererklärung angeben.
    Siehe u. a.: http://www.huebner.pro/index.php/Kei..._Widerruf.html


    #2
    wie weist die Bank diese Erträge aus? Wurden Steuern abgezogen?

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      #3
      Zitat von Noobie Beitrag anzeigen
      Wo muss ich einen erhaltenen Nutzungsersatz gem. einem Vergleich nach einem Kreditwiderruf angeben?
      Der Abgeltungssteuer-Experte listet unter "Besondere Kapitalerträge" nichts passendes.

      Ob eine Steuerpflicht auf Nutzungsersatz besteht ist zwar unter Juristen noch umstritten, nach derzeitiger Rechtslage muss man den Nutzungsersatz aber bei der Steuererklärung angeben.
      Siehe u. a.: http://www.huebner.pro/index.php/Kei..._Widerruf.html
      Hallo Noobie,

      du musst dich ein bisschen genauer ausdrücken, sonst weiß keiner wohin deine Frage zielt. Hier weiß man nicht, wer wer ist. Man kann nur spekulieren, was Du fragen willst. Deine Frage könnte so zu verstehen sein, dass Du ein Objekt (eine Immobilie? oder anderes Wirtschaftsgut) verkaufen wolltest. Dieser Verkauf wegen eines nicht zu Stande gekommenen Kredits wieder rückgängig gemacht werden musste und dir dafür ein Nutzungsausfall zugestanden wurde. Und jetzt fragst Du nach der steuerrechtlichen Erklärung. Das ist nur eine Spekulation. Die Vorrednerin stellt auf Erträge wie bei Kapitalerträge ab. Vielleicht wissen andere mehr von dir?

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        #4
        Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
        Vielleicht wissen andere mehr von dir?
        Hallo Papa, an Dir ist offensichtlich ein ganz wichtiger Zug vorbeigefahren. Der BGH hat nämlich in 2009 festgestellt, dass Darlehensverträge mit ungenauer Widerrufsbelehrung über die Widerrufsfrist hinaus unbegrenzt lange widerrufen werden können. Das hat im Zuge der fallenden Zinsen dazu geführt, dass Abertausende Darlehnsnehmer ihre hochverzinslichen (Bau-)Darlehensverträge widerrufen und anschließend zinsgünstig neu festgelegt haben. Wenn kein Kompromiss geschlossen wurde, wurden die Altverträge rückabgewickelt, hierbei erhielten die Darlehensnehmer für die zurückgezahlten Raten Nutzungsersatz, oder es entstand ein jahrelanger Rechtsstreit. Viele Banken haben sich bis auf's Messer mit den widerrufenden Darlehensnehmern gezofft. Ohne Rechtsanwalt und Rechtsschutzversicherung ging in der Regel nicht viel.

        Da dies die Banken sehr hart getroffen hat, konnte der Staat dem Druck der Bankenlobby nicht standhalten, und beschloss ein Gesetz, welches im Frühjahr 2016 in Kraft trat und die unbegrenzte Widerrufsfrist für Altfälle ab Juni 2016 auslaufen ließ.

        Auch ich konnte in diesem Zusammenhang - nach zweijährigem Streit mit meiner Bank - einen Kompromiss schließen, der meine jährliche Bauzinslast ab Mitte 2016 von ca. 20.000 € auf ca. 5.000 € reduziert hat. Ausführliche Infos zum Thema findet man in diesem Forum.

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          #5
          Hallo Trekker,

          daran habe ich jetzt überhaupt nicht mehr gedacht. Ich hatte das auch nicht damit in Zusammenhang gebracht. Danke für den Hinweis. Und da hat Noobie jetzt erst den Vertrag widerrufen. Wir sind hier bei der Steuererklärung 2017.

          Jetzt müsste untersucht werden, wie dieser Nutzungsersatz zu erklären sei. Bei reinem privaten Darlehen, wüsste ich auf Anhieb keinen Grund, diesen zu erklären. Bei Vermietung und Verpachtung könnten Werbungskosten über die Zinsen in den vergangenen Jahren geltend gemacht worden sein. Dann müssten die Rückerstattungen wieder einer Einkunft zugeordnet werden. Aber das ist jetzt wohl nicht das Thema. Hier will der Poster, wie in dem aufgeführten Link, vielleicht seine vom Kreditinstitut abgeführte Kapitalertragssteuer wieder zurückerstattet erhalten. In diesem Fall müsste eine Anlage KAP ausgefüllt werden. Ich kann mir vorstellen, dass man vielleicht nur umständlich an die dafür benötigte Steuer-Bescheinigung gelangt. Im einfachsten Fall bei kleiner Summe, könnte der Sparerfreibetrag zum Tragen kommen. Aber hier wollen die Banken den Umstand ihrer Schönrechnung dem Verbraucher aufbürden, damit dieser sich mit dem Finanzamt herumschlägt. In diesem Link z. B. https://www.anwalt-leverkusen.de/akt...instellen.html
          wird darauf eingegangen, ob die Banken überhaupt Kapitalertragsteuern abgeführt hätten. Dazu müssten sie ja dann einen Steuerbescheid ausgestellt haben. Der erste Ansatz wäre ja erst einmal. sich mit dem Kreditinstitut auseinanderzusetzen.

          Danke auch für den Link. Hattest Du deine Kapitalertragssteuer zurückerhalten können oder hast Du diese mit dem Kompromiss abgehakt?

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            #6
            Noobie ist verstummt oder verstimmt?

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              #7
              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              daran habe ich jetzt überhaupt nicht mehr gedacht. Ich hatte das auch nicht damit in Zusammenhang gebracht. Danke für den Hinweis. Und da hat Noobie jetzt erst den Vertrag widerrufen. Wir sind hier bei der Steuererklärung 2017.
              Er hat sicher lange vor 2017 widerrufen. Wie schon gesagt die meisten Banken habe sich mittels langwierigem Rechtsstreit zur Wehr gesetzt.
              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              Jetzt müsste untersucht werden, wie dieser Nutzungsersatz zu erklären sei. Bei reinem privaten Darlehen, wüsste ich auf Anhieb keinen Grund, diesen zu erklären.
              Nun, er hat Raten und Zinsen gezahlt, diese erhält er bei einer Rückabwicklung verzinst (Nutzungsersatz) zurück.
              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              Bei Vermietung und Verpachtung könnten Werbungskosten über die Zinsen in den vergangenen Jahren geltend gemacht worden sein. Dann müssten die Rückerstattungen wieder einer Einkunft zugeordnet werden. Aber das ist jetzt wohl nicht das Thema.
              Es kommt auf beiden Seiten zu einer Rückerstattung mit Nutzungswertersatz. Auch die Bank bekommt ihr Darlehen verzinst zurück. Diese Zinsen wären dann bei V & V den erstatteten und deren Nutzungswertersatz gegenzurechnen.

              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              Hier will der Poster, wie in dem aufgeführten Link, vielleicht seine vom Kreditinstitut abgeführte Kapitalertragssteuer wieder zurückerstattet erhalten. In diesem Fall müsste eine Anlage KAP ausgefüllt werden. Ich kann mir vorstellen, dass man vielleicht nur umständlich an die dafür benötigte Steuer-Bescheinigung gelangt. Im einfachsten Fall bei kleiner Summe, könnte der Sparerfreibetrag zum Tragen kommen. Aber hier wollen die Banken den Umstand ihrer Schönrechnung dem Verbraucher aufbürden, damit dieser sich mit dem Finanzamt herumschlägt. In diesem Link z. B. https://www.anwalt-leverkusen.de/akt...instellen.html wird darauf eingegangen, ob die Banken überhaupt Kapitalertragsteuern abgeführt hätten. Dazu müssten sie ja dann einen Steuerbescheid ausgestellt haben. Der erste Ansatz wäre ja erst einmal. sich mit dem Kreditinstitut auseinanderzusetzen.
              Sie müssten eine Steuerbescheinigung ausstellen und das weitere Herumschlagen mit der Bank ist vielleicht mühseliger als die Antrag beim FA.
              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              Danke auch für den Link.
              Dort kann man zum Thema so ziemlich alles nachlesen. Leider ist es durch die vielen Beiträge mittlerweile sehr unübersichtlich geworden.
              Zitat von Papa_001 Beitrag anzeigen
              Hattest Du deine Kapitalertragssteuer zurückerhalten können oder hast Du diese mit dem Kompromiss abgehakt?
              Die Frage hat sich nicht gestellt, weil ich Mitte 2016 einen Kompromiss geschlossen habe, bei dem ich nach zwei Jahren Rechtsstreit, für den auch meine Rechtsschutzversicherung bluten musste, einen Kompromiss geschlossen habe. Dabei wurden meine aus damaliger Sicht hoch verzinsten Alt-Baudarlehen beendet und zu den damals sehr günstigen Konditionen neu abgeschlossen. Es gab also keine Rückabwicklung mit Nutzungswertersatz und demzufolge auch keinen Kapitalertragssteuerabzug.

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                #8
                Zitat von eugenie Beitrag anzeigen
                Noobie ist verstummt oder verstimmt?
                Weder noch. Entschuldigen Sie bitte meine späte Rückmeldung.

                Meine Situation ist so wie von Trekker beschrieben. Ich habe inzwischen von der Bank eine Steuerbescheinigung erhalten die mir die Zeilen vorgibt.
                Die Bank weist die Zahlung übrigens als "Schadenersatz/Kulanz" aus. Auf einem zweiten Zettel aber als Kapitalerträge, auf die abzüglich des Sparer Pauschbetrages auch Kapitalertragssteuern ausgewiesen sind.

                Die einzige Frage, die noch bleibt ist, ob es sinvoll ist eine Fristverlängerung zu stellen, weil bis dahin vielleicht durch weitere Urteile geklärt ist ob hier überhaupt Kapitalertragssteuer anfallen. Siehe: http://www.huebner.pro/index.php/Kei..._Widerruf.html

                Allerdings fürchte ich, dass die Mühlen der Justiz auch bis Ende September keine Entscheidung getroffen haben werden. Aber sich die zu unrecht gezahlten Steuern später zurückzuholen ist sicherlich sehr aufwendig.


                Zitat von Papa001
                Und da hat Noobie jetzt erst den Vertrag widerrufen. Wir sind hier bei der Steuererklärung 2017.
                Der Widerruf hat sich sehr lange hingezogen. Der Nutzungsersatz wurde 2018 gezahlt. Ich bin dabei die Steuererklärung 2018 zu erstellen.
                Die Anfrage habe ich leider im falschen Forum erstellt. @Mods: Bitte in Forum "SteuerSparErklärung 2019 (23.x) Win/Mac" verschieben. Danke!

                Zitat von Trekker
                Ausführliche Infos zum Thema findet man in diesem Forum.
                Vielen Dank für den Link. Das Thema ist für Laien wirklich undurchschaubar. Sogar die Juristen sind sich nicht einig...
                Wäre toll wenn mir noch jemand einen Tipp geben könnte wie ich konkret damit umgehen soll.


                Zuletzt geändert von Noobie; 31.05.2019, 11:51.

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                  #9
                  Sollte ich den Nutzungsersatz vielleicht lieber hier eintragen? (siehe Screenshot)
                  Wichtig ist mir ja, dass das FA eine Günstigerprüfung durchführt. Ich kann aber hier nur Sparer Pauschbeträge eintragen, wenn ich oben "Ja" wähle und würde damit auf eine Günstigerprüfung verzichten. Wie kann ich gewährleisten, dass das FA eine Günstigerprüfung durchführt?
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