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Vermietung Werbungskosten (Vergebliche Aufwendungen) 15% Klausel

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    Vermietung Werbungskosten (Vergebliche Aufwendungen) 15% Klausel

    Hallo an alle,
    ich bin neu im Forum und möchte alle grüßen.

    Ich habe nur noch eine letzte Frage zu meiner Steuererklärung.

    Kann ich die untenstehende Architektenrechnung als "Vergebliche Aufwendungen" in Anlage V als Werbungskosten eintragen?

    Fallen diese "Vergebliche Aufwendungen" dann in die 15% Klausel?
    (Alle Baumaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung am Gebäude vorgenommen werden, gelten grundsätzlich als eine einzige Maßnahme. Das bedeutet, dass alle Renovierungs- und Modernisierungsaufwendungen zur Überprüfung der 15 %-Grenze zusammengerechnet werden, auch wenn diese teilweise auf einen selbst genutzten oder unentgeltlich an Angehörige überlassenen Gebäudeteil entfallen. Ist die Grenze eingehalten, sind die anteilig auf den vermieteten Gebäudeteil entfallenden Handwerkerkosten als Erhaltungsaufwand sofort abziehbar.)


    Rechnung
    Wohnort zzz/ Wintergartenanbau ( zweigeschossig )

    Sehr geehrte Frau xxx, sehr geehrter Herr xxx,
    nach unserem gemeinsamen Besprechungstermin am Freitag, den 03.06.16 mit Herrn yyy
    haben Sie sich gegen die Ausführung des Bauvorhabens entschieden.
    Für meine bisherigen Bemühungen erlaube ich mir auf Basis der Kostenschätzung wie folgt
    zu berechnen:
    Besprechung am 27.04. 1.50 Std.
    Bestandsplan 1/100 6.75 Std.
    Neubauplan 1/100 4.25 Std.
    Kostenschätzung 1.00 Std.
    Besprechung mit Herrn yyy am 12.05. 0.50 Std.
    Besprechung am 03.06 2.00 Std.

    Honorar:
    16 Std. x 63,-- €/ Std. = 1.008,-- €
    zzgl. 19% MWSt.
    = 191.52 €
    1.199,52 €

    Gruß

    #2
    Wenn Sie das Objekt vollständig vermieten und sonst keine Kosten in Zusammenhang mit der betreffenden Planung des Ausbaus entstanden sind, machen Sie die Kosten einfach unter > Werbungskosten > Sonstige Werbungskosten geltend und legen Sie die Honorarrechnung bei.

    Das Finanzamt wird Ihren Anspruch sachgerecht prüfen.

    Mangels weiterer Angaben in Ihrem Post zum Objekt und ggf. weiteren Baumaßnahmen kann nicht näher untersucht werden, ob hier stattdessen auch ein Eintrag unter Erhaltungsmaßnahmen infrage kommt bzw. die Anschaffungs- bzw. Herstellungsnebenkosten ergänzt werden müssen.
    Zuletzt geändert von Staufer; 30.05.2017, 13:35.

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      #3
      Das Objekt ist ein Zweifamilienhaus mit Eigennutzung und Vermietung. Die 15% sind ausgeschöpft durch Kellerisolierung und Stromkabel usw. Instandsetzung. In der Rechnung stehen nicht mehr Angaben.
      "...Wintergartenanbau ( zweigeschossig )....gegen die Ausführung des Bauvorhabens entschieden.... und die Kostenzusammenstellung"

      Welche Angaben fehlen noch?
      Zuletzt geändert von diepe; 30.05.2017, 16:07.

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        #4
        Kritisch, wenn Sie die Rechnung einreichen, was Sie nach der Abgabenordnung müssen. Denn Sie dürfen steuerlich erhebliche Tatbestände nicht verschweigen.

        Wenn das FA die Architektenrechnung zu den Instandhaltungskosten zählt, was naheliegt, und Sie über die 15 Prozent kommen, müssen Sie alle Kosten zur Abschreibung rechnen.

        Haben Sie die Mehrwertsteuer rausgelassen und kommen mit der Rechnung dennoch über 15 Prozent? Dann war's das...

        Verbindliche Auskunft nur beim Steuerberater!
        Zuletzt geändert von Staufer; 02.06.2017, 11:05.

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          #5
          Danke Staufer!

          D.h. in meinem Fall Vergebliche Aufwendungen = Instandhaltungskosten.
          Hätte ich nicht gedacht.

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            #6
            Durch den Vorteil von vielleicht 300 Euro (s.o.) kommen Sie in die Situation, dass alles zur Abschreibung gezählt wird.

            Zum Thema "Vergebliche Aufwendungen":

            Von vergeblichen Aufwendungen kann man in Ihrem Fall nicht reden, denn Sie vermieten ja, haben das Projekt also realisiert und erzielen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung; Sie können deshalb Aufwendungen als tatsächlich im Zusammenhang mit Vermietung geltend machen.

            Um es mal spaßig auszudrücken: Im Steuerrecht ist nicht alles, was nicht greift oder unnötig ausgegeben wurde, eine vergebliche Aufwendung, sondern nur das, was Sie in Erwartung einer Einkunftsart tun und es kommt nicht dazu.

            Wenn Sie für Ihr tatsächlich vermietetes Objekt eine Mausefalle kaufen und keine Maus wird damit gefangen, dann ist es keine vergebliche Aufwendung, sondern Erhaltungsaufwand.

            Nach der Abgabenordnung dürfen Sie die Architektenrechnung nicht verschweigen.
            Zuletzt geändert von Staufer; 02.06.2017, 11:06.

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