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Urteil des BFH zum Arbeitszimmer

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  • akki
    antwortet
    Anpassung auch im Programmteil Gewinnermittlung 2016?

    Zitat von Martin Jung Beitrag anzeigen
    Die Änderung kommt mit dem Update Mitte Mai.
    Mit der Version 22.31 ist nun im Programmteil Steuererklärung 2016 die Aufteilung der Arbeitszimmerkosten bis zum Höchstbetrag je Person möglich; besten Dank dafür.

    Im Programmteil Gewinnermittlung 2016 wird der "maximale Abzugsbetrag" aber immer noch prozentual gekürzt. (Der im Dialog Kostenermittlung angegebene "Anteil an den Gesamtkosten" wird also nicht bis 1250 € ausgenutzt, sondern nochmals prozental gekürzt.)

    Wird es hier auch noch eine Programmanpassung geben?

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  • Adi
    antwortet
    Also ich kann mit Videos auch nichts anfangen. Brauch ich nicht. Alles unnötiger Ballast.

    Mir gefällt die Einfachheit der Gewinnermittlung. Die ist zwar einem Kontorahmen nach empfunden, trotzdem kann man sofort buchen, ohne große Einarbeitungszeit. Die Ehefrau betreibt ein Gardinengeschäft. Habe heute eine halbe Stunde gebucht. Die Betriebsausgaben sind namentlich aufgeführt. Da kann man nichts vergessen. Das gleiche bei Vermietung und Verpachtung, die Werbungskosten sind einzeln dargestellt.

    Dann das Photovoltaikmodul. Was habe ich da rumgerechnet. Jetzt gebe ich 3 Zahlen ein, den Rest macht das Programm. Die ersten Anregungen, zwecks Photovoltaik, kamen von mir. Außerdem wird ja so ein Programm ständig verbessert.
    Zuletzt geändert von Adi; 19.04.2017, 21:18.

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  • Staufer
    antwortet
    @ Alone

    Nach meiner konkreten Erfahrung und Einschätzung fahren Sie ohnehin besser, wenn Sie von vornherein zwei Arbeitszimmer anlegen. Sie können die Werte ohnehin nur dann einmal erfassen und durch zwei teilen, wenn die Grundlagen für beide identisch sind. Bei einer Zusammenveranlagung haben Sie in diesem Fall keinerlei Vorteile.

    Wenn z.B. einer nichtselbständig, der andere selbstständig ist, müssen Sie gleich in zwei Erfassungsmodi wechseln. Wenn beide selbstständig sind, haben Sie auch zwei EÜR.


    Zum Ergebnis in Finanztest 5/2017:

    "Steuerberechnung und Hilfen" sind in einem Block bewertet und machen 50 Prozent des Testergebnisses aus. Bei diesem Bewertungsfeld werden zig unnötige Videos sowie angebotene Musterbriefe als positiv gesehen und geben wohl den Ausschlag. Derjenige ist hier "besser", der mehr Videos anbietet. Wer guckt sich denn all diese Darbietungen an? Wer braucht sie - und dazu auch noch alle? Hier wird krampfhaft nach einer Differerzierung gesucht. Im Kern sind alle Programme gleich.

    Beim Test in Computerbild sind die Rechenergebnisse im Grunde bei allen angebotenen Programmen gleich. Auch hier geben überflüssige Videos und Musterbriefe den Ausschlag.

    Finanztest gewichtet die "Handhabung" der Steuerprogramme mit 40 Prozent. Eine einzige "Expertin" hat hier die Handhabung bewertet. Lediglich bei einem der geprüften Testfälle haben mehrere Testpersonen mitgewirkt. Der Eindruck, den eine Person hat, ist folglich ausschlaggebend.

    Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich eine halbe Note Unterschied bei Abrufen von Daten beim Finanzamt, Übernahme aus dem Vorjahr und vollektronische Übersendung an das FA. Gewichtung 10 Prozent. Bei der SSE ist das je ein Klick. Da muss die Konkurrenz offenbar dasselbe mit einem halben Klick bewerkstelligen können.
    Zuletzt geändert von Staufer; 20.04.2017, 07:38.

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  • Alone
    antwortet
    Hallo mal wieder,

    Herr Jung hat seinen Beitrag abgeändert und nun das Update für Mitte Mai (!) angekündigt.

    Sehr schade, diese Info kommt sehr spät!
    Dieser Zeitraum und auch die Kommunikation dazu ist nicht sehr anwenderfreundlich.
    Ich werde mich von der Software trennen. Die aktuelle Finanztest gibt für die SSE nur noch ein "befriedigend" aus. Andere Anbieter schneiden deutlich besser ab und sind dazu noch günstiger zu haben!.

    Schönen Tag noch...

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  • remymartines
    antwortet
    Gibt es einen genaueren Termin für das Update? Würde gerne die Ferien sinnvoll nutzen ; )
    Sonst lege ich zwei AZ an.

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  • Martin Jung
    antwortet
    Die Änderung kommt mit dem Update Mitte Mai.

    Wie bereits geschrieben, können Sie auch zwei Arbeitszimmer anlegen.
    Zuletzt geändert von Martin Jung; 17.04.2017, 10:10.

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  • Alone
    antwortet
    Hallo mal wieder,

    die Version 22.30 wurde schon veröffentlicht.
    Allerdings ohne die Einbindung des beschriebenen Sachverhaltes!?!
    Habe ich etwas übersehen?

    Viele Grüße

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  • Martin Jung
    antwortet
    Wir werden die neue Regelung im Update Ende März berücksichtigen.

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  • Alone
    antwortet
    @Martin Jung

    Super, vielen Dank für diese Information!

    VG

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  • Martin Jung
    antwortet
    Das Urteil wurde letzte Woche veröffentlicht. Wir werden diesen neuen Sachverhalt im Programm einbauen. Das geschieht aber erst mit dem Update auf Verson 22.30, welches für Ende März geplant ist.

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  • nutzer11
    antwortet
    @Staufer: Das ist ja auch alles nachvollziehbar. Wenn aber nun die Raumkosten, die für die 1250,-€-Grenze ja schon ausreichend sein können, nur einmal hinterlegt werden müssen, die SSE daraus dann aber die steuerrechtliche Aufteilung übernimmt, ist das einfacher einzugeben, als wenn ich die Raumkosten erst halbieren oder nach anderen Anteilen aufteilen muss, um sie dann an zwei Stellen ins Programm einzutragen. Und wenn mir dann einfällt, dass ich doch noch einen Beleg vergessen habe, muss ich immer daran denken, ihn wirklich an beiden Stellen abzubilden. An allen anderen Stellen im Programm, wo gemeinsame Kosten aufzuteilen sind, kann ich immer die Prozentwerte angeben oder eine Zuordnung zwischen Ehemann / Ehefrau vornehmen. Warum dann nicht auch beim Arbeitszimmer, zumindest bei den gemeinsamen Kosten? Vielleicht sogar bei allen Kosten: Ich trage alle Kosten des Gebäudes und alle Kosten des Arbeitszimmers in die bereits vorhandenen Masken einmal ein, dann habe ich aber zu jedem Eintrag eine zusätzliche Spalte, um die Kosten zuzuordnen: Nur Ehemann, nur Ehefrau oder beide mit bestimmten Anteilen.

    Wir haben da wohl einfach andere Sichtweisen. Es mögen ja beide sinnvoll sein.

    Wenn die Programmierer sich aber dafür entscheiden, alles so zu lassen wie bisher und nur die Hinweistexte zu ändern, gibt es ja auch die Möglichkeit, einfach die 1250,- € einzutragen und dann darauf zu warten, ob das Finanzamt tatsächlich Nachweise anfordert. Vielleicht gehe ich beim nächsten Mal einfach so vor.

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  • Staufer
    antwortet
    Der Bundesfinanzhof hat sich in seinem Urteil doch gerade ausführlich damit auseinandergesetzt, dass es trotz eines einzigen tatsächlichen Raums zwei steuerrechtlich gesonderte Arbeitszimmer sein können, weil nämlich das Steuerrecht jedem Nutzer einen eigenen, unteilbaren Anspruch zubilligt. Das ist eben mal die Crux des Urteils.

    Die SSE gibt beim derzeitigen Stand sehr bequem die Möglichkeit, diese Ansprüche und die unterschiedlichen Anspruchsgrundlagen darzustellen.
    Wenn zum Beispiel bei einer Zusammenveranlagung ein User sein AZ unter Nichtselbständig in der Einkommensteuererklärung erfasst, kann der andere seines unter Selbstständig in einer Gewinnermittlung eingeben.
    Mehr als die anteiligen Kosten an der Wohnung wären hier nicht gleich. Da gibt es ansonsten nichts durch 2 zu teilen.

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  • Alone
    antwortet
    Hallo mal wieder,


    "Mir widerstrebt aber die Aufteilung eines physischen Raums aus steuerlichen Gründen in zwei Räume. "

    Das ist der Umstand, den ich auch schon einige Male angedacht hatte. Dies widerstrebt mir ebenso.

    Danke und VG

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  • nutzer11
    antwortet
    @Staufer

    Wenn es tatsächlich so umgesetzt würde wie von Ihnen vorgeschlagen - zwei Arbeitszimmer für einen physischen Raum anlegen -, wäre das aus meiner Sicht sowohl nutzerunfreundlich als auch widersprüchlich zu anderen Eingaben in der SSE. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten in der Software, in denen eine Aufteilung zwischen Steuerpflichtigen möglich ist und durch den Steuer-Prüfer auch nachträglich noch einmal hinsichtlich möglicher Optimierungsmöglichkeiten untersucht wird.

    Ich stelle mir eine neue Maske für das Arbeitszimmer wie folgt vor:
    - Vor Beginn der Maske erfolgt (ähnlich wie bei Riester oder KV oder der jetzigen Arbeitszimmer-Vorabfrage) eine Abfrage, in der die Abzugsvoraussetzungen geklärt werden. Daran wird deutlich, welcher Fall vorliegt: begrenzt / - ; unbegrenzt / -; begrenzt / begrenzt; / unbegrenzt / begrenzt; unbegrenzt / unbegrenzt.
    - Ebenso erfolgt eine Abfrage, in der die Schuldner- / Eigentumsverhältnisse des Arbeitszimmer geklärt werden.
    - Dann könnte es bei entsprechender Fallkonstellation bei der Eingabe der Raum- und Gebäudekosten eine Zuordnungsmöglichkeit in Prozent zu beiden Nutzern des Arbeitszimmers geben.
    - Nur für eindeutig nur einem Nutzer zuzuordnende Kosten gibt es eine Untermaske zum Arbeitszimmer, in dem diese eingetragen werden.

    Das ist sicherlich nicht zu Ende gedacht und ich bin auch nur ein einfacher Nutzer und kein Software-Entwickler. Mir widerstrebt aber die Aufteilung eines physischen Raums aus steuerlichen Gründen in zwei Räume. Zudem müsste ich dann in meiner Fallkonstellation selbst alle Kosten halbieren und anschließend doppelt eingeben oder kopieren. Das ist deutlich fehleranfälliger, als wenn ich die Gesamtkosten einmal eintrage und die Software die Aufteilung auf Grundlage meiner Fallkonstellation übernimmt.

    Für dieses Jahr ist es zu spät, weil ich die Erklärung bis Mitte März erstellen werde. Fürs nächste Jahr wünsche ich mir aber schon eine Berücksichtigung dieses Sachverhaltes.

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  • Alone
    antwortet
    Vielen Dank für die Erläuterungen.
    Das hört sich alles sehr schlüssig an.
    Auch die von Ihnen beschriebene Eingabe in die SSE macht dann so Sinn.

    VG

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