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Absetzbarkeit von Baukosten

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    Absetzbarkeit von Baukosten

    Hallo,
    ein Haus besteht aus 2 Wohnungen, die vermietet sind und einer ungenutzten Scheune, es ist aber ein Gebäude. Jetzt wird der ungenutzte Gebäudeteil zu privaten Wohnzwecken ausgebaut, mit Baugenehmigung. Die Aufteilung der Flächen vermietet/privat ist ca. 40:60. Von den 100.000 Euro Baukosten werden 90% rein für den Ausbau der Privatwohnung benötigt und 10% z.B. für Umbau Heizung, Installation und Elektrik, das auch die vermieteten Wohnungen betrifft.

    Kann ich das jetzt so sehen, dass in das gesamte Gebäude 100.000 Euro investiert wurden und ich diese Baukosten bzw. die Abschreibung daraus im Verhältnis 40:60 geltend machen kann
    oder
    kann ich nur die 10.000 Euro, die auch die vermieteten Wohnungen berühren, in der Art geltend machen und die 90.000 Euro sind privat und nicht absetzbar?

    Gruß Nnerk

    #2
    Schwierig. Nachträgliche Herrstellungskosten von 90% geltend machen und dann zu 100% privat zurechnen ergibt wenig Sinn. Die bisherige AFA erhöht sich nicht. Denkbar wäre Erhaltungsaufwendungen von 10.000€ geltend machen und direkt dem vermieten Teil zu 100% zurechnen. Eventuell auf 4 Jahre verteilen.Dann gibts noch den Begriff "Wirtschaftliche Einheit" Ist dere Neubau eine Einheit für sich, kommt das gesammte Gebäude nicht zum Ansatz. Gruß
    Zuletzt geändert von Adi; 07.02.2016, 11:51.

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      #3
      Empfehlenswert ist, die einzelnen Gewerke ganz klar zu trennen und den Zweck genau zu beschreiben, dazu insbesondere Heizung und Elektrik bzw. die das ganze Haus betreffenden Gewerke erkennbar herauszunehmen.

      Während die Neubau- bzw. Umbaumaßnahmen für die Scheune nicht berücksichtigt werden, werden die das ganze Haus betreffenden Maßnahmen im Verhältnis der künftig eigengenutzten und vermieteten Flächen aufgeteilt.

      Die prozentual auf die vermieteten Flächen anfallenden Kosten machen Sie als Erhaltungsaufwand unter Vermietung und Verpachtung geltend.

      Der geschilderte Sachverhalt spricht für ein älteres Gebäude, sodass die Kosten für die Umstellung der Heizung etc. keine Herstellungskosten sind.

      Prüfen Sie mit der SSE, ob ein sofortiger Abzug des Erhaltungsaufwandes oder eine gleichmäßige Verteilung auf zwei bis fünf Jahre günstiger ist. Die AfA für den vermieteten Teil ändert sich nicht.

      Wenn Sie künftig Kosten haben, die Sie für das ganze Anwesen zahlen, können Sie nur den Anteil der vermieteten Fläche als Werbungskosten geltend machen. Verbrauchsabhängige Kosten sollten Sie mit entsprechenden Zählern messen (Wasseruhren, Stromzähler).

      Legen Sie dem Finanzamt bei Ihrer Steuererklärung die gesamte Situation und die Herleitung Ihrer Berechnungen uneingeschränkt offen, dann sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.
      Zuletzt geändert von Staufer; 07.02.2016, 16:42.

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        #4
        Danke für die Hilfe.

        Gruß Nnerk

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