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Arbeitgeberbeträge für PKV laut Lohnsteuerbescheinigung (Beamter)

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    Arbeitgeberbeträge für PKV laut Lohnsteuerbescheinigung (Beamter)

    Guten Abend zusammen,

    ich habe ein Problem, dass bisher nie auftrat. Der Prüfer bei Abschluss der Erklärung zeigt folgenden Fehler:

    "Auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung sind vom Arbeitgeber Beiträge für die private Kranken- und Pflegeversicherung i.H.v. XXXX€ ausgewiesen. Sie haben jedoch noch keine Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung erfasst oder der Datenübermittlung widersprochen."

    Also ich habe normal meine Lohnsteuerbescheinigung erfasst, wo unter 28. Beiträge zur privaten KV und PflegepflichtV hinterlegt sind (vermutlich Beihilfe, ich bin nds. Landesbeamter).
    Selbst erfasst habe ich dann meine private Krank- und Pflegeversicherung (im Reiter "Private Kranken- und Pflegeversicherung"). Muss ich den Betrag unter "28." nochmal gesondert oder an anderer Stelle o.ä. erfassen? Hab das nie gemacht und nie eine Fehlermeldung bekommen... Bin etwas ratlos, wo der Fehler steckt und werde aus der Erklärung nicht schlau.

    Einer Datenübermittlung habe ich m.W. nicht widersprochen, wüsste gar nicht wo?!
    In der Hoffnung, dass jemand Rat weiß, verbleibe ich mit vielen Grüßen
    Paul

    #2
    Muss ich den Betrag unter "28." nochmal gesondert oder an anderer Stelle o.ä. erfassen? Hab das nie gemacht und nie eine Fehlermeldung bekommen...
    Nein, bei dem Betrag unter Nummer 28 der Lohnsteuerbescheinigung handelt es sich in der Regel um die sog. Mindestvorsorgepauschale

    von maximal 1.900,00 € bzw. 3.000,00 €. Die gehört überhaupt nicht in die Einkommensteuerklärung. Der Hinweis bezüglich eines

    angeblichen Widerspruchs gegen die Datenübermittlung ist Unsinn. Das Widerspruchsrecht besteht schon seit 2019 nicht mehr. Wurden

    die Werte der Nummer 28 in die Lohnsteuerbescheinigung eingetragen? Die würde ich dort löschen und nochmal prüfen ob die Beiträge zur PKV

    wirklich an der richtigen Stelle erfasst wurden.

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      #3
      Das Problem dürfte nicht der Wert zur Nr. 28 der Lohnsteuerbescheinigung sein. Da steht in meiner Erklärung im Erfassungsdialog der SSE auch eine Zahl, die aus der VaSt kommt, und dennoch habe ich keine Fehlermeldung. Die Erklärung zu diesem Wert gibt die SSE aus, wenn man einfach nur im Erfassungsdialog den Cursor in das Feld Nr. 28 setzt (Hervorhebungen von mir):

      Übertragen Sie folgenden Wert der Lohnsteuerbescheinigung:
      • Nummer 28 auf der Lohnsteuerbescheinigung: »Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflege-Pflichtversicherung«.
      Dieser Wert wird nicht bei der Berechnung der Sonderausgaben berücksichtigt, sondern dient lediglich dem Finanzamt zur Feststellung, ob Sie verpflichtet sind, eine Steuererklärung einzureichen.
      Krankenversicherungsbeiträge sind ggf. noch im Bereich Sonderausgaben zu erfassen, soweit diese nicht in anderen Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen sind.


      Also ist es am wahrscheinlichsten, dass bei der Eingabe der PKV-Beiträge irgendein Fehler passiert ist. Vielleicht fehlt dort nur im Eingabedialog die Angabe zum Versicherungsnehmer? Sodass die SSE die Angaben von der Lohnsteuerbescheinigung und die Angaben zu den PKV-Beiträgen nicht zusammengebracht bekommt?

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        #4
        Zitat von ahoellrigl Beitrag anzeigen
        Also ist es am wahrscheinlichsten, dass bei der Eingabe der PKV-Beiträge irgendein Fehler passiert ist. Vielleicht fehlt dort nur im Eingabedialog die Angabe zum Versicherungsnehmer?
        Ich bekomme die Meldung auch bei der PKV der Ehefrau. Bei mir sind alle Eingaben definitiv vollständig. Sie werden auch bei der Berechnung (getrennte Veranlagung) korrekt berücksichtigt und wurden auch korrekt per Elster übertragen.
        Es scheint sich also einfach um einen Bug zu handeln. (Schon der Text mit dem Widerspruch ist ja nicht mehr aktuell.)

        Einer der vielen kleinen Bugs, die noch drin sind: Der Arbeitstagerechner z.B. ist sehr speziell bei weniger als 5 Tagen/Woche. Der Brutto-/Netto-Rechner kommt mit Versorgungsbezügen (bei KV/PV) auch nicht richtig klar.

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          #5
          Der Prüfer zeigt mir ebenfalls nach Abschluss der Erklärung diesen Fehler:

          "Auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung sind vom Arbeitgeber Beiträge für die private Kranken- und Pflegeversicherung i.H.v. XXXX€ ausgewiesen. Sie haben jedoch noch keine Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung erfasst oder der Datenübermittlung widersprochen."
          Dann lässt er mich einen Link anklicken, um diese Daten zu erfassen.

          Ich habe die Beiträge aber sowohl für meine Ehefrau als auch für mich schon erfasst.
          Ich verstehe diese Meldung nicht.

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            #6
            OK, es scheint tatsächlich ein Bug zu sein. Ich hatte die Meldung wohl doch auch mal früher während der Dateneingabe erhalten, dann aber direkt die Option "Ignorieren" gewählt. Jetzt habe ich noch einmal explizit für die komplette Erklärung (mit erfassten PKV-Beiträgen) den Prüfer aus dem Menü aufgerufen und sehe links in der Übersicht unter Fragen oder Warnungen die beiden Fehlermeldungen für die Daten von meiner Frau und mir: Auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung sind [...] Datenübermittlung widersprochen. Jeweils mit einem nicht angehakten Auswahlkästchen.

            Ich denke, man kann als Anwender diese Meldung ignorieren, d.h. in der Übersicht, die der Prüfer anzeigt, das Häkchen daneben wegnehmen.

            Und die Entwickler sollten sich vielleicht noch mal anschauen, durch welche Bedingung diese Meldung getriggert wird und den Fehler dann in einer zukünftigen Version korrigieren.

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              #7
              Es soll doch Mitte März schon wieder ein Update geben, mit dem Prüfhinweise überarbeitet werden. Mein Vorschlag, den Eintrag unter Nummer 28 der

              Lohnsteuerbescheinigung einfach zu löschen, war durchaus ernst gemeint, Der Wert stammt zwar aus dem Bescheinigungsabruf, er wird jedoch nicht

              mit der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt übertragen, der Wert wird ja in keines der Formulare eingefügt.

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                #8
                Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                Es soll doch Mitte März schon wieder ein Update geben, mit dem Prüfhinweise überarbeitet werden. Mein Vorschlag, den Eintrag unter Nummer 28 der
                Lohnsteuerbescheinigung einfach zu löschen, war durchaus ernst gemeint, Der Wert stammt zwar aus dem Bescheinigungsabruf, er wird jedoch nicht mit der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt übertragen, der Wert wird ja in keines der Formulare eingefügt.
                Aber der Wert wird doch auch direkt von den Arbeitgebern an die Finanzämter gemeldet, und die arbeiten dort mit den Daten. Ich finde es da schon ganz sinnvoll, das auch in der SSE abzubilden. Wenn es so funktionieren würde wie es im Erfassungsdialog beschrieben ist (siehe Beitrag #3), dass nur dann eine Warnmeldung ausgegeben wird, wenn trotz AG-Zuschuss PKV-Beiträge nicht/nicht korrekt erfasst wurden, dann wäre das doch sehr hilfreich. Das Problem ist hier ja nur, dass die Meldung auch dort ausgegeben wird, wo sie nicht zutrifft. Da ist doch vermutlich nur eine wenn...dann..-Beziehung im Code nicht korrekt programmiert.

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                  #9
                  Aber der Wert wird doch auch direkt von den Arbeitgebern an die Finanzämter gemeldet, und die arbeiten dort mit den Daten
                  Nein, gearbeitet wird nicht wirklich mit diesem Wert, zumindest nicht bei einer konkreten Veranlagung zur Einkommensteuer. In die fließt dieser Wert nicht ein

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                    Nein, gearbeitet wird nicht wirklich mit diesem Wert, zumindest nicht bei einer konkreten Veranlagung zur Einkommensteuer. In die fließt dieser Wert nicht ein
                    Nicht in die Steuerberechnungen, das ist mir klar. Aber vielleicht als Kontrollangabe, so wie es auch in der SSE eigentlich sein sollte?

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                      #11
                      Aber vielleicht als Kontrollangabe, so wie es auch in der SSE eigentlich sein sollte?
                      Nein, zur Höhe des Werts kann ja kein Bezug hergestellt werden. Das sind 12% des Bruttolohns, maximal 3.000,00 in Steuerklasse 3 bzw. 1.900,00 in

                      den übrigen Steuerklassen. Bei mir stehen da seit jeher 3.000,00 €. Ich soll diesen Wert mit meinen tatsächlich geleisteten PKV-Beiträgen vergleichen.

                      Wären diese niedriger, was sie nicht sind, müsste ich wissen, dass ich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet bin. Tatsächlich

                      wissen das aber nur Leute, die sich im Steuerrecht auskennen. Auch das Finanzamt könnte die Daten aus der Lohnsteuerbescheinigung mit den von

                      Krankenversicherungen gelieferten Daten abgleichen und so erkennen, ob in Abhängigkeit vom Bruttolohn Erklärungspflicht nach § 46 Abs 2 Nr. 3 EStG

                      besteht. Das wird aber nach meiner Kenntnis derzeit nicht gemacht. Manuell viel zu aufwändig und maschinell gar nicht so einfach.

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                        #12
                        Danke für die zusätzlichen Infos. Bezogen auf den Ausgangspunkt wäre das Weglassen der Information eben die eine Möglichkeit, das Auftreten der inkorrekten Fehlermeldung zu vermeiden. Die andere Möglichkeit wäre es, die fehlerhafte wenn...dann...-Abfrage im Code zu korrigieren.

                        Für das Beibehalten des Werts spricht aus meiner Sicht momentan, dass immer noch viele Menschen die Lohnsteuerabrechnung papierhaft erhalten und dann ggf. irritiert reagieren würden, wenn sie einen Wert daraus nicht übernehmen könnten. So, wie es die SSE im Eingabedialog macht und erklärt, ist es ja im Prinzip OK und sogar hilfreich. Wenn da eben nur nicht die Fehlermeldung erzeugt würde, wo es keinen Fehler gibt.

                        Letztlich reicht es ja, wenn sich die Produktmanager und Entwickler der SSE zeitnah auf eine Lösung einigen und diese dann umsetzen.

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                          #13
                          So, wie es die SSE im Eingabedialog macht und erklärt, ist es ja im Prinzip OK und sogar hilfreich.
                          Auch nicht in allen Fällen ! Auch bei Studenten, die in den Ferien arbeiten und in der studentischen Pflichtversicherung oder über

                          die Eltern versichert sind, werden ja unter der Nummer 28 Werte ausgewiesen, ebenso bei Soldaten oder Polizisten, die Anspruch auf

                          freie Heilfürsorge haben. Da sind Hinweise, dass es sich bei Nummer 28 um Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung

                          handeln würde, völlig irreführend und objektiv ja auch falsch. Es gibt auch Anwendungen, bei denen man die Werte unter Nummer 28

                          überhaupt nicht erfassen kann, wie z. B. die Webanwendung Mein ELSTER. Dort werden die beim Bescheinigungsabruf auch nirgendwo

                          eingetragen, weil sie ja für die Einkommensteuererklärung auch völlig irrelevant sind.

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                            #14
                            Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                            Nein, zur Höhe des Werts kann ja kein Bezug hergestellt werden. Das sind 12% des Bruttolohns, maximal 3.000,00 in Steuerklasse 3 bzw. 1.900,00 in
                            den übrigen Steuerklassen.
                            Da steht ja aber nicht zwingend die Mindestvorsorgepauschale, sondern ggf. der Wert, der dem AG mitgeteilt wurde, oder interpretiere ich das falsch (§39b Abs. 2 S. 5 Nr. 3 Buchstabe d)? Ich habe hier in einem Fall z.B. 2800,- EUR für Stkl. 4 stehen.

                            Auch das Finanzamt könnte die Daten aus der Lohnsteuerbescheinigung mit den von Krankenversicherungen gelieferten Daten abgleichen und so erkennen, ob in Abhängigkeit vom Bruttolohn Erklärungspflicht nach § 46 Abs 2 Nr. 3 EStG besteht. Das wird aber nach meiner Kenntnis derzeit nicht gemacht.
                            Ich dachte bisher, für diesen Kontrollzweck würde das Feld übermittelt.
                            In meinem o.g. Fall hat die Kasse z.B. versehentlich zu wenig abgebucht und dementsprechend bescheinigt. Damit wäre eine Erklärungspflicht gegeben. Wenn das aber tatsächlich gar nicht geprüft wird? Hm...

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                              #15
                              Da steht ja aber nicht zwingend die Mindestvorsorgepauschale, sondern ggf. der Wert, der dem AG mitgeteilt wurde, oder interpretiere ich das falsch
                              Das ist korrekt. Mitteilen können solche Werte aber nur Personen, die tatsächlich in der PKV versichert sind, was bei den von mir im

                              Beitrag #13 genannten Beispielen ja nicht der Fall ist

                              Ich dachte bisher, für diesen Kontrollzweck würde das Feld übermittelt.
                              Bisher ist es in erster Linie eine Information für den Steuerpflichtigen, mit der aber viele nichts anfangen können.

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