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Nutzung Bahncard 100 - Dienstlich / Arbeitsweg

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    Nutzung Bahncard 100 - Dienstlich / Arbeitsweg

    Hallo zusammen,

    hoffe, ich bin in der richtigen Rubrik gelandet. Wenn nicht, die Bitte an den Admin den Beitrag "richtig" zu verschieben. Danke.

    Nun zum Thema:
    Mein täglicher Arbeitsweg beträgt 135 km (einfache Fahrt), die ich mit der DB bewältige. Zur Zeit zahle ich dafür aus eigener Tasche 281 € im Monat. (und setze die Kosten natürlich als Werbungskosten ab)
    Das Thema Fahrtkostenzuschuss wurde bei mir in der Fa. schon mal angesprochen, aber nie ausdiskutiert.

    Nun kommt die Situation hinzu, dass ich für meinen AGeber viele Kundenbesuche mache (in der Regel auch mit der Bahn). Viele meiner AKollegen haben einen Firmenwagen den sie dienstlich und auch privat nutzen (und natürlich auch entsprechend versteuern). Wg. des weiten Anfahrtweges zur Arbeit lohnt sich ein Firmenwagen aber nicht für mich (ist auch entspannter mit der Bahn). Der Gedanke der Bahn-Card 100 ist also aufgekommen. Diese könnte ich für die dienstlichen Fahrten, als auch für meine Fahrten zur Arbeit nutzen.

    1. Wie müsste ich dann die BC versteuern (muss ich überhautpt?)

    Ich hab schon überall gesucht, aber leider nichts Gescheites gefunden.

    Danke und VG
    Miriam

    [ 01. Dezember 2008, 17:41: Beitrag editiert von: Floh ]

    #2
    Ich habe dazu folgendes gefunden:

    Bahncard, Nr. 4 Buchst. b) der Ausführungsbestimmungen zu § 6 RKO

    Kosten einer Bahncard sind für den Mitarbeiter Werbungskosten und können deshalb vom
    Arbeitgeber nicht ohne weiteres steuerfrei erstattet werden.
    Eine steuerfreie Erstattung ist nur möglich, wenn die Anschaffung der Bahncard im überwiegend
    betrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegt. Die Kosten einer Bahncard können auch nur dann
    steuerfrei erstattet werden, wenn die entstandenen Einsparungen für die dienstlichen Fahrten
    mindestens dem Kaufpreis der Bahncard entsprechen.
    Die anteilige Erstattung der Bahncard ist grundsätzlich steuerpflichtig.
    Nur wenn die ursprüngliche Absicht, die Bahncard voll auszuschöpfen, durch unvorhergesehne
    Ereignisse (z. B. Erkrankung), nicht erreicht wird, kann eine steuerfreie Teilerstattung erfolgen.

    Kommentar


      #3
      OFD Hannover:

      Zitat: Aufwendungen eines Arbeitnehmers für eine "BahnCard" der DB, die ihm für das gesamte Streckennetz der DB eine Ermäßigung bei Erwerb von Fahrkarten ermöglicht, sind neben den Kosten der Fahrkarten als Werbungskosten bei den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen, wenn die "BahnCard" vom Arbeitnehmer zu dem Zweck erworben wird, die für den Werbungskostenabzug in Betracht kommenden Aufwendungen (insbesondere Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und für Dienstreisen) insgesamt zu mindern. Davon kann ausgegangen werden, wenn der Arbeitnehmer regelmäßig Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Dienstreisen mit der Bahn durchführt. Die Möglichkeit der privaten Nutzung der "BahnCard" ist in diesem Fall ohne Bedeutung, weil die Aufwendungen des Arbeitnehmers bei Verzicht auf den Erwerb der "BahnCard" höher wären.


      Ersetzt der Arbeitgeber die Aufwendungen des Arbeitnehmers für eine "BahnCard", um seine steuerfreien Leistungen i.S. der §§ 3 Nr. 13 oder 16 EStG (insbesondere Reisekostenersatz) insgesamt zu mindern, so ist der Ersatz der Aufwendungen für die "BahnCard" ebenfalls steuerfrei. Soll hingegen der Ersatz der Aufwendungen für die "BahnCard" ausschließlich den Ersatz von Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mindern, so ist er steuerpflichtiger Arbeitslohn (Abschn. 70 Abs. 2 Nr. 14 LStR).


      Ist damit zu rechnen, daß bei den als Werbungskosten abzugsfähigen Aufwendungen des Arbeitnehmers oder beim steuerfreien Ersatz des Arbeitgebers durch den Erwerb der "BahnCard" insgesamt keine Minderung eintritt, so ist der durch diesen Erwerb verursachte Mehraufwand des Arbeitnehmers oder Arbeitgebers wegen der privaten Nutzungsmöglichkeit der "BahnCard" nicht als Werbungskosten abzugsfähig bzw. der Mehraufwand als Arbeitslohn zu versteuern.


      Beispiel 1: Der Arbeitnehmer führt regelmäßig Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und gelegentlich auch Dienstreisen mit der Bahn durch. Der Arbeitgeber ersetzt dem Arbeitnehmer die Aufwendungen für die Dienstreisen mit der Bahn (2. Klasse). Ohne Erwerb einer "BahnCard" würde der steuerfreie Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers für die Dienstreisen im Laufe eines Jahres voraussichtlich 200,-- DM jährlich betragen. Der Arbeitnehmer erwirbt eine "BahnCard" für 220,-- DM, die zu einer Preisermäßigung von 50 v.H. beim Erwerb von Fahrkarten berechtigt. Der Arbeitgeber übernimmt die Kosten der "BahnCard". Er wendet somit 100,-- DM für die Fahrkarten bei den Dienstreisen (50 v.H. von 200,-- DM) und 220,-- DM für die "BahnCard", insgesamt 320,-- DM auf. Der Mehraufwand von 120,-- DM (320,-- DM abzüglich 200,-- DM) ist steuerpflichtiger Arbeitslohn.


      Beispiel 2: Würde der Arbeitgeber abweichend von Beispiel 1 die Kosten der "BahnCard" ersetzen, obwohl der Arbeitnehmer keine Dienstreisen, sondern nur Bahnfahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durchführt, so wäre der Ersatz von 220,-- DM in voller Höhe steuerpflichtiger Arbeitslohn.

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