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Abfindung - Fünftelregelung

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    Abfindung - Fünftelregelung

    Welche Eingaben müssen wo in der Steuersparerklärung bei einer Abfindung eingegeben werden, damit man die Fünftelregelung nutzen kann?
    Die Abfindung mit Anteil der gezahlten Lohnsteuer (keine sonstigen Sozialabgaben) ist nach Wechsel des Arbeitgebers auf einer zweiten Lohnsteuerkarte vermerkt.

    #2
    2. Jahreslohnsteuerbescheinigung erfassen. Zeile 19 > Unter-Button aufklappen > Ermäßigte Besteuerung.

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      #3
      Hallo HLL,

      schreiben Sie einfach die Werte aus der Lohnsteuerbescheinigung ab. Dann wir die Abfindung, z.B. der Wert in Zeile 10 oder 19, ggf. ermäßigt besteuert. Mehr Hinweise im SteuerKompass.
      Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
      Martin Jung

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        #4
        Hallo,

        ich wollte die Steuersparerklärung nutzen um vorab einfach mal zu sehen, wie viel von einer möglichen Abfindung netto übrig bleibt.
        Ich habe daher eine Variante mit lediglich der Abfindungszahlung erzeugt. Wenn ich bei Zeile 10 eine Abfindung in Höhe von 200.000 € eingebe, ermäßigte Besteuerung ja, kommt folgendes raus:

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Zeile_10.JPG
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Größe: 78,3 KB
ID: 41725





















































        Gebe ich die Abfindung bei Zeile 19 ein, wieder ermäßigte Besteuerung ja, folgendes:
        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Zeile_19.JPG
Ansichten: 239
Größe: 57,6 KB
ID: 41726













































        Wenn ich die Fünftelregelung richtig verstanden habe, wird in diesem einfachen Fall die Abfindung durch fünf geteilt, hiervon Einkommenssteuer und Soli berechnet, diese Beträge mal 5 genommen und in Abzug gebracht. Wenn ich jetzt auf der Seite des BMF diese Steuern für ein fünftel von 200.000 €, also 40.000 €, errechnen lasse, kommt folgendes heraus:


        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: BMF.JPG
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Größe: 45,6 KB
ID: 41727


        Es dürften also nur Steuern in Höhe von 32.035.05 € in Abzug kommen, während mir die Steuersparerklärung 44.816,40 €, oder gar eine Erstattung anzeigt. Wo liegt der Fehler?

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          #5
          Hallo Maruk75,

          interessant ist auf jeden Fall immer, ob neben der Abfindung noch andere Einkünfte vorliegen, die dann zu erheblich höherer Steuer führen können.

          Beachten Sie bitte die Hinweise im Programm und schauen Sie auch genau auf die Berechnung mit den negativen Einnahmen. Zeile 19 ist in 3 enthalten!

          Eine Lohnsteuerberechnung können Sie nicht mit einer Einkommensteuerberechnung vergleichen.
          Mit freundlichen Grüßen aus Mannheim
          Martin Jung

          Kommentar


            #6
            Hallo Herr Jung,

            ich habe mittlerweile herausgefunden, dass die Differenz aus der Berechnung einmal mit Lohn- und einmal mit Einkommenssteuer her rührt.
            Warum da unterschiedliche Ergebnisse heraus kommen, kann ich mir als Laie allerdings nicht erklären. Zumal das BMF angibt: "Die Lohnsteuer unterscheidet sich von der Einkommensteuer lediglich in ihrer Erhebungsform. Der Steuertarif ist grundsätzlich gleich."

            Wenn ich mein Einkommen mit dem Lohnsteuerrechner berechne, komme ich auf die Abzüge, die auch auf meinem Lohnzettel stehen.
            Mache ich das mit dem Einkommenssteuerrechner, müsste ich deutlich mehr Steuern zahlen.

            Im Falle der Abfindung kommt dann aber die Einkommenssteuer zum Tragen, obwohl ich für meinen Lohn ja Lohnsteuer zahle. Und obwohl die Abfindung ja für entgehenden Lohn gedacht ist, wird sie als Einkommen gerechnet. Und obwohl der Steuertarif grundsätzlich gleich ist, ist er offensichtlich doch unterschiedlich.

            Ich habe allerdings bereits einen Termin mit einem Steuerberater. Hoffentlich kann ich hier etwas erhellt werden.
            Zuletzt geändert von Maruk75; 07.04.2020, 15:25.

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              #7
              Ich habe allerdings bereits einen Termin mit einem Steuerberater. Hoffentlich kann ich hier etwas erhellt werden.
              Du wirst ja hoffentlich nicht deinen Bruttolohn in den Tarifrechner für die Einkommensteuer eingegeben haben? Dort muss das

              zu versteuernde Einkommen angegeben werden, nur bei Lohnsteuerrechnern geht die Berechnung vom Bruttolohn aus.

              Und natürlich muss das Ergebnis bei richtiger Eingabe identisch sein.

              Falls das der Grund für die Abweichung ist, kannst du dir das Geld für den Steuerberater sparen.

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                #8
                Zitat von Charlie24 Beitrag anzeigen
                Du wirst ja hoffentlich nicht deinen Bruttolohn in den Tarifrechner für die Einkommensteuer eingegeben haben? Dort muss das

                zu versteuernde Einkommen angegeben werden, nur bei Lohnsteuerrechnern geht die Berechnung vom Bruttolohn aus.

                Und natürlich muss das Ergebnis bei richtiger Eingabe identisch sein.

                Falls das der Grund für die Abweichung ist, kannst du dir das Geld für den Steuerberater sparen.
                Hmm, was soll denn dann in den Tarifrechner der Einkommenssteuer? Es existieren neben der Abfindung keine weiteren Einkünfte.

                Nochmal die Erklärung was ich gemacht habe:


                Ich habe fiktiv 200.000 € Abfindung angenommen. Diese habe ich wegen der Fünftelregelung durch 5 geteilt. Dann habe ich die 40.000 € in den Lohnsteuerrechner eingeben und Betrag A erhalten. Ich habe die 40.000 € in den Einkommensteuerrechner eingegeben und Betrag B erhalten.

                Wenn ich die 200.000 € in die Steuersoftware eingebe, entsprechen die Abzüge = Betrag B x 5. Also den Abzügen entsprechend dem Einkommensteuerrechner. Bei Elster direkt kommt das gleiche Ergebnis heraus.


                Wo liegt der Fehler?
                Zuletzt geändert von Maruk75; 07.04.2020, 21:00.

                Kommentar


                  #9
                  Dann habe ich die 40.000 € in den Lohnsteuerrechner eingeben und Betrag A erhalten. Ich habe die 40.000 € in den Einkommensteuerrechner eingegeben und Betrag B erhalten.
                  Aber genau darin liegt doch der Fehler! Ein Lohnsteuerrechner geht vom Bruttolohn aus, ein Einkommensteuerrechner vom

                  zu versteuernden Einkommen. Die Steuersoftware und auch Mein Elster berechnen die Steuer richtigerweise vom zu versteuernden

                  Einkommen, vorausgesetzt, du hast auch alle Sonderausgaben erklärt.

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                    #10
                    Zitat von Maruk75 Beitrag anzeigen

                    Wo liegt der Fehler?
                    Habs gefunden:

                    Davon werden im nächsten Schritt die "Sonderausgaben" (insbesondere Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung sowie zu Haftpflichtversicherungen und ähnliche Vorsorgeaufwendungen) sowie "außergewöhnliche Belastungen" und Freibeträge für Kinder abgezogen. Übrig bleibt das "zu versteuernde Einkommen".
                    Quelle: https://www.akademie.de/wissen/steue...hnet-finanzamt

                    Da es keine Beiträge zu den Sozialversicherungen gibt ist das zu versteuernde Einkommen höher.

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                      #11
                      Da es keine Beiträge zu den Sozialversicherungen gibt ist das zu versteuernde Einkommen höher.
                      Ein Lohnsteuerrechner zieht neben der Arbeitnehmer-Pauschale immer auch die Mindestvorsorgepauschale ab, so dass die Ergebnisse

                      nie identisch sein können.

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