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Riester gekündigt, Ertrag versteuern

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    Riester gekündigt, Ertrag versteuern

    Hallo zusammen,

    auch ich bitte um Euren Rat und bedanke mich schon im voraus sehr herzlich dafür.

    Ich habe letztes Jahr meinen Riestervertrag gekündigt und vorher sowohl beim FA als auch bei der Versicherung nachgefragt, welche Abzüge mich erwarten. Natürlich, da vertragsschädlich, die Zulagen zurückzahlen und die erhaltenen jährlichen Steuerermäßigungen. Logisch und von mir akzeptiert. Nun kam letzte Woche die Leistungsmitteilung, dass ein Betrag von 2.215 EUR versteuert werden muss, da aus gefördertem Vertrag geleistet. Das ist nur ein Teil, ausgezahlt bekam ich ca 9.000 EUR, meine Beiträge waren ja auch schon ca. 7.000,-- EUR, die Versicherung lief seit 2002. Nachdem ich das nun recherchiert habe, finde ich auch die Infos über die Besteuerung der Erträge. Warum weiß das das Finanzamt und die Versicherung nicht? Natürlich hätte ich dann nicht gekündigt, aber jetzt ist es zu spät ...
    Wenn ich den Betrag bei meiner vorbereiteten Steuer nun angebe in ANlage R bei Zeile 44, privater Vertrag, Riester, muss ich 1.000 EUR von diesen 2.215 zurückzahlen? So viel?? Übermittelt bekam der Steuerbeamte die Bescheinigung noch nicht, er konnte sie sich nicht ansehen und mir nichts raten. Gehört das wirklich da eingetragen? Auf der Bescheinigung steht das, aber hier bei Steuertipps habe ich gesehen bei sonstigen Einnahmen gehört es eingetragen.
    Immerhin habe ich die Förderungen ja zurückzahlen müssen, ist der Vertrag dann noch als gefördert zu betrachten und nicht wie normale Zinserträge? Und warum muss man dann den Betrag überhaupt auf einmal besteuern, das hat sich ja über 10 Jahre angesammelt und der Ertrag war ebenfalls über diese Zeit und nicht in einem Jahr. Wenn ich nun 1000,-- EUR zurückgeben muss von 2.215 finde ich das ziemlich unverhältnismäßig. Kann man da seine Verluste (Kosten des Vertrages) nicht auch gegenzeichnen, also die Zulagen u.s.w.? Es heißt bei Steuertipps auch, dass die nachgelagerte Besteuerung in Zukunft aufgehoben werden könnte, da verfassungsrechtliche Bedenken bestehen. Kann ich da Einspruch einlegen und mich auf irgendwas stützen, bis diese Bedenken abgeurteilt sind?

    Ich habe in einem anderen Forumsbeitrag auch etwas über gekündigte Versicherung gelesen, hier waren die Beträge bei der Leistungsmitteilung aber in anderen Zeilen eingedruckt, Zeile 7, 9, bei mir stehen die Beträge in 6c und 8. Kennt sich jemand damit aus? Evtl. ist die Bescheinigung ja aus Versehen falsch erstellt, aber der von der Versicherung hat leider auch keinen Plan.

    Ich hoffe sehr, dass jemand sich da auskennt bzw. mir eine Stelle mitteilen kann, die man zuverlässig fragen kann. Vielen Dank!!

    LG
    Heike
    Zuletzt geändert von oki.doki; 07.03.2016, 15:12.

    #2
    Hallo Heike,

    warum Finanzamt und Versicherer auf die mögliche Besteuerung der Erträge der gekündigten Versicherung nicht hingewiesen haben, weiß ich nicht, das musst Du diese fragen.
    Das Finanzamt kann Dir dazu aber höchstens allgemein Auskunft geben, da es die genaue Vertragsgestaltung nicht kennt. Auskunft dazu kann nur der Versicherer geben.
    Soweit ich verstanden habe, wurde der Vertrag vor dem 1.1.2005 abgeschlossen. Deshalb sollte die Besteuerung nach altem Recht erfolgen, was zur Folge haben kann, dass evtl. keine Ertragsbesteuerung stattfindet. Allerdings sah das Recht bis 31.12.2004 hier einige Hürden vor (mind. 12 Jahre Laufzeit, mind. 5 Jahre Beitragszahlung, keine steuerschädlichen Vertragsänderungen, ...).
    Ich kann Dir also nur raten, noch einmal beim Versicherer nachzufragen, weil, wie gesagt, nur er dazu fundiert Auskunft geben kann.

    Viele Grüße
    Rautka

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