Posts by frontloop

    Hallo,


    folgender Sachverhalt:

    Person 1 kauft eine Eigentumswohnung im Alleineigentum. (d.h. im Grundbuch steht nur Person 1).

    Anschließend heiraten Person 1 und Person 2.

    Person 1 verkauft anschließend die Eigentumswohnung und das Ehepaar (Person 1 und Person 2) kaufen von dem Geld ein Haus. Im Grundbuch stehen jetzt Person 1 und Person 2 zu gleichen Teilen (50/50).


    Hat damit Person 1 den halben Wert des Hauses (halber Kaufpreis) an Person 2 geschenkt? Muss das dem Finanzamt angezeigt werden oder ist das durch die notarielle Kaufabwicklung quasi schon erfolgt?

    Hallo,


    wann ist mit dem Update zur Gewerbesteuererklärung (Versand der Gewerbesteuererklärung im Modul "Gewinnermittlung 2019") zu rechnen?
    Das Elster-Formular dazu gibts seit 25.03. und den ERIC seit 27.02.

    Hallo,


    meine monatliche Handyrechnung (Betriebsausgabe bei der EÜR zu erfassen) wurde nicht im Dezember (ca. 20. des Monats wie üblich) sondern erst jetzt am 02.01.2020 abgebucht.
    Fällt das unter die 10-Tage-Regel? (monatlich wiederkehrende Zahlung, die eigentlich in 2019 fällig gewesen wäre, müsste ja zum Wirtschaftsjahr 2019 gehören).


    Wenn ja: Wie trage ich die ein? Wenn ich im Modul Gewinnermittlung 2019 für die Handyrechnung das Datum 02.01.2020 eintrage, bekomme ich eine Fehlermeldung.

    Hallo,


    auf Dienstreisen erhalte ich ja von meinem Arbeitgeber eine steuerfreie Erstattung des Verpflegungsmehraufwandes (die 12/24€ pro Tag in Deutschland z.B.). Natürlich gekürzt um die bezahlten Verpflegungen (z.B. Frühstück).



    Grundsätzlich ist mein Vorgehen in der SSE dann wie folgt:


    Auf der Bescheinigung des Arbeitgebers sind die steuerfreien Erstattungen summiert angegeben. Diese trage ich ein.
    Zusätzlich erfasse ich jede Dienstreise entsprechend in der SSE mit den entsprechenden Abzügen/Erstattungen (Reisekosten bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten).


    D.h. die Beträge die ich bei den Reisekosten angebe sind identisch mit denen der Lohnsteuerbescheinigung.
    Korrekt, oder?



    Jetzt habe ich aber einen Spezialfall:
    Mein Arbeitgeber behauptet, ein "Snack" auf einem Flug ist eine Mahlzeit und kürzt dementsprechend die Erstattung.
    Laut Rechtssprechung ist ein "Snack" aber keine Mahlzeit, sonder nur ein "Meal" wäre eine Mahlzeit, die entsprechend zu Kürzungen führt.


    Kann ich also in der Steuererklärung bei der Erstattung (Lohnsteuerbescheinigung) den gekürzten Betrag, in der Reisekostenerfassung (Reisekosten bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten) aber den ungekürzten Betrag eingeben, oder geht das nicht bzw. führt zu Problemen mit dem Finanzamt?

    Hallo,


    in der Steuersparerklärung 2018 habe ich für 2018 meinen Betrieb im Modul "Gewinnerfassung 2018" erfasst.
    Jetzt habe ich die Datei in das Modul "Gewinnermittlung 2018" der Steuersparerklärung 2019 importiert.


    Dabei ist mir aufgefallen, dass sich AfA-Werte geändert haben.


    Konkret geht es um eine Kamera, die in 2017 angeschafft wurde.
    d.h. bei beiden Dateien steht die Kamera "ausgegraut" in der AfA-Übersicht.
    Im Modul "Gewinnerfassung" wird für 2018 eine Abschreibung in Höhe von 223,55 € ausgegeben. In der Gewinnermittlung aber 369,26 €. Die 369,26 € sind korrekt, wenn man den Anschaffungspreis auf 7 Jahre verteilt (lt. Afa-Tabelle).


    Woher stammt der Wert in der Gewinnerfassung (223,55 €)?


    Andere Wirtschaftsgüter sind bei beiden Dateien/Modulen gleich.

    Hi,


    Als Einzelunternehmer nutze ich das Modul Gewinnermittlung bzw. Gewinnerfassung für meine Buchhaltung/Steuer.


    Jetzt kann man sich dort ja die BWA anzeigen lassen, die jeweils das Betriebsergebnis pro Monat darstellt.


    Jetzt beziehe ich zusätzlich Elterngeld. Dieses wird ja mit dem Betriebsergebnis (sofern es positiv ist) verrechnet. Dabei wird aber ja nicht der Kalendermonat sondern der Lebensmonat des Kindes berücksichtig. Als Nachweis kann der Elterngeldstelle eine BWA vorgelegt werden.
    - habe ich zumindest gelesen. Stimmt das? -


    D.h. eigentlich bräuchte ich ja eine BWA, die z.B. vom 10.10.-10.11. geht, oder?


    Kann man das in dem Modul irgendwo einstellen?


    Oder bin ich da irgendwo auf dem Holzweg ?

    Hallo,


    als Angestellter erhalte ich bei Dienstreisen den steuerfreien Verpflegungsmehraufwand vom AG erstattet.
    Dieser ist auf der Lohnsteuerbescheinigung des AG auch entsprechend aufgeführt (Zeile weiß ich jetzt nicht genau).
    Andere Reisekosten (z.B. Fahrkarten für ÖPNV) bekomme ich direkt erstattet (ich zahle, reiche den Beleg ein und bekomme mit der Reisekostenabrechnung den Betrag erstattet) oder sehe sie überhaupt nicht (Hotelrechnung geht direkt an den AG, ich zahle nichts).


    Für die Steuererklärung trage ich bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit die Daten aus der Lohnsteuerbescheinigung ein. Damit auch die steuerfreien Verpflegungszuschüsse.
    Sobald diese eingetragen sind, erhöht sich die Steuerlast.
    Um das zu vermeiden (weil es ja steuerfreie Zuschüsse sind), gebe ich die entsprechenden Auswärtstätigkeiten mit an. Dort trage ich aber nur die Dauer bzw. Abwesenheitstage ein, damit die Rechnung wieder stimmt. Andere Kosten (Hotel, ÖPNV, etc.) trage ich nicht ein, weil die ja eh (direkt oder nach Abrechnung) vom AG getragen werden.


    Soweit so richtig, oder?



    Was ist jetzt aber mit anderen Kosten, die ich theoretisch auch bei den Auswärtstätigkeiten eintragen könnte und die mir vom AG nicht erstattet werden:
    Also z.B. die tatsächliche Abendessenrechnung (allein, kein Kundenessen), sofern sie den Verpflegungsmehraufwand übersteigt?
    Oder eine Taxirechnung, die der AG nicht zahlt, weil er sagt, ich soll per ÖPNV fahren, ich aber zu faul bin?
    Oder den selbst gezahlten Mehrpreis im Hotel für ein schöneres Zimmer / den Aufpreis für eine höhere Reiseklasse im Flugzeug (gibt ja teilweise das Business-Class-Upgrade nach Gebot).


    Kann/darf ich sowas in der Steuererklärung angeben?

    Quote from Staufer;24882

    Erzielt nur ein Partner Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, ist fortlaufend die Steuerklasse III die günstigste.


    Verheiratete können dann nur die Kombination III/V wählen.


    Amtlichen Vordruck „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten“ ausfüllen und durch beide unterschreiben. Gilt frühestens ab Monat der Antragstellung, nicht rückwirkend.


    Das müssen Sie mir erklären:
    Inwiefern ist "fortlaufend die Steuerklasse III die günstigste"?
    Es ist doch so: (fiktives Beispiel):
    Partner 1 (Angestellt/nicht-selbstständige Arbeit): Bekommt Brutto 80.000 €/Jahr bzw. zahlt 20.225 € Lohnsteuer in Klasse IV oder 13.472 € in Klasse III.
    Partner 2 (Selbstständig/Gewerbetreibend) zahlt gar keine Lohnsteuer, erzielt aber einen Betriebsgewinn von 20.000 € im Jahr.


    Das zu versteuernde Einkommen (Zusammenveranlagung) liegt also bei 100.000 €/Jahr.
    Die Einkommensteuerlast liegt also bei 24.800 € (ca.).
    (Keine Sonderausgaben, Freibeträge, sonstige Abzüge berücksichtigt)


    Im Fall 1 (Steuerklasse IV) bleibt also eine Nachzahlung von 24.800 € (Steuerlast) - 20.225 € (Lohnsteuer) = ca. 4.600 €
    Im Fall 2 (Steuerklasse III) bleibt eine Nachzahlung von 24.800 € - 13.470 € = ca. 11.300 €


    Im Endeffekt also:
    Das Ergebnis - also was am Ende übrig bleibt - ist gleich (weil immer die 24.800 € zu zahlen sind).
    Einzig der Unterschied, wieviel unterjährig verfügbar ist bzw. wieviel am Ende gezahlt werden muss/erstattet wird, ändert sich.


    Oder sehe ich da etwas falsch?


    Und grundsätzlich kann ich den Antrag auf Steuerklasse III stellen, auch wenn der Partner gar keine Steuerklasse hat?

    Hi,


    ich bin Angestellter (bei einem Dritten) und meine Ehefrau ist selbstständig (eigener Gewerbebetrieb).
    Ich bin demnach in Lohnsteuerklasse IV eingeordnet, meine Frau natürlich in gar keiner.


    Aktuell verdient sie in etwa so viel, dass sie/wir bei gemeinsamer Veranlagung keine Steuernachzahlung/-Erstattung haben (kommen auf +/-0) bzw. sie unterjährig keine Vorauszahlungen (Einkommensteuer, natürlich) leisten muss.


    Jetzt gibt es bei ihr/uns Veränderungen, die dazu führen, dass sie ab ca. Q4/2018 deutlich weniger Betriebseinnahmen (und damit Gewinn) haben wird.


    Damit wird bei der Steuererklärung für 2018 bzw. 2019 vermutlich eine deutliche Steuererstattung zu erwarten sein.



    Frage ist jetzt:
    Ist es möglich, dass ich von Steuerklasse IV auf Steuerklasse III wechsel, um bereits ab sofort die Liquidität deutlich zu erhöhen? Einfach, weil es halt schon einen Unterschied macht, ob ich jeden Monat sofort 500 € mehr in der Tasche habe, oder ob ich bis Mai/Juni/Juli 2019/2020 (also bis nach Bearbeitung der Steuererklärung) warten muss.

    Die seite kenne ich. Daher auch nochmal die konkrete Nachfrage:
    Auf der Seite steht:

    Quote

    Angerechnet wird der Gewinn, den man während seines Elterngeldbezuges erwirtschaftet, nicht der Umsatz. Gleichen sich Einnahmen und Ausgaben aus, führt eine Anrechnung von Null € Gewinn nicht zu einer Minderung des Elterngeldanspruchs. Allerdings funktioniert dieses Modell nur bei Einzelunternehmern und Freiberuflern, die starken Einfluss auf ihre Rechnungsstellung und damit verbundene Zahlungseingänge haben! Das Zuflußprinzip gilt nicht für Selbstständige, die bilanzieren müssen!


    Das gilt dann also Monatsweise, richtig? Also wenn ich in den Monaten mit Elterngeldbezug keinen Gewinn erwirtschafte, ist es egal, ob ich in den Monaten ohne Elterngeldbezug einen sehr hohen Gewinn erwirtschafte, richtig? Also darf mein Jahresgewinn durchaus deutlich positiv ausfallen, sofern die Einnahmen halt geschickt zufließen.

    Hallo,


    ich habe eine Frage zur Gestaltung des Elterngeldbezugszeitraums für Selbstständige:


    Ein Einzelunternehmer (Gewerbebetrieb) mit Gewinnermittlung nach EÜR und IST-Versteuerung will Elterngeld beziehen.
    Die grundsätzliche Berechnung (Höhe des Elterngelds nach Gewinn der Vorjahres etc) ist klar.


    Mir geht es um die Arbeit während der "Elternzeit". Konkretes Beispiel:
    Elterngeldbezug in den Monaten 1-9, 11-12, und 14. In den Monaten 10 und 13 wird kein Elterngeld bezogen!!!


    Zur Arbeitszeit:
    Jetzt darf der Selbstständige ja in allen Elterngeldmonaten maximal 30 Stunden/Woche arbeiten. In den Monaten ohne Elterngeldbezug (10 und 13) gibt es keine weiteren Beschränkungen, richtig?


    Zum Verdienst:
    Wird dem Selbstständigen eine Rechnung (z.B. von vor der Geburt) im 2. Elterngeldmonat bezahlt, wird diese (sofern das zu einem Betriebsgewinn in diesem Monat führt) vom Elterngeld in diesem Monat abgezogen. Richtig?
    Bzw. das selbe gilt für eine Rechnung, die im 8. Monat (E-Geld-Bezugsmonat) gezahlt wird für einen Job aus Monat 7.


    Was ist aber, wenn der Selbstständige in Monat 9 (Elterngeldbezugsmonat) einen Job ausführt, die Rechnung dafür aber erst in Monat 10 (Monat ohne Elterngeldbezug) bezahlt wird? Wird das irgendwie auf das Elterngeld angerechnet?


    Sprich: Wird für die Kürzung des Elterngeldes der Gewinn in diesem Bezugsmonat oder der Jahresgewinn herangezogen?
    Gibt es hier also einen möglichen Gestaltungsspielraum?

    Hi,


    welche Unterlagen müssen denn heute (also aktuell) noch in Papierform beim Finanzamt abgegeben werden? Bzw. welche nur nach Aufforderung? Und welche eben gar nicht mehr, weil sie aus der SSE mit Elster schon verschickt werden?


    Mir fallen konkret folgende Unterlagen ein:

    • Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen
    • Steuerbescheinigungen der Banken (Kapitalerträge) (auch: Beiträge zur Riester-Rente o.ä.)
    • Bei Selbstständigen: Anlage AVEÜR (Anlageverzeichnis)
    • Bescheinigung über Reisekosten vom Arbeitgeber bei Angestellten (Reisekostenpauschale)

    wie/wo genau unterscheiden sich denn die Funktionen der Gewinnermittlung und der Gewinnerfassung?
    Sind die nicht eigentlich identisch? (bis auf vielleicht kleinere Sachen wie die Gewerbesteuermeldung, o.ä.)


    Mit dem Unterschied, wann die Module zur Verfügung stehen.
    Sprich: In der SSE 2018 (Einkommensteuererklärung für 2017) kann ich die Gewinnermittlung für 2017 machen (also nachträglich), und die Gewinnerfassung für das laufende Jahr 2018.
    Die Gewinnermittlung für 2018 (Übernahme in die SSE 2019 für die Einkommensteuer 2018) steht je erst mit Veröffentlichung der SSE 2019 (November 2018?) zur Verfügung.


    Also im Endeffekt:
    Alle Buchungen in 2018 werden in die Gewinnerfassung 2018 eingetragen. Aus diesem Modul heraus wird auch die monatliche/vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung verschickt.


    Beim Jahresabschluss 2018 (bis 10.01.2019) wird die Gewinnerfassung 2018 (SSE 2018, Veröffentlicht im Herbst 2017) in die Gewinnermittlung 2018 (SSE 2019, Veröffentlicht im Herbst 2018) übernommen. Aus der Gewinnermittlung 2018 kann dann im Frühjahr 2019 die Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung verschickt werden.
    Die Daten können dann auch in die Einkommensteuererklärung für 2018 übernommen werden.

    Hi,


    in der Gewinnermittlung/Gewinnerfassung der SSE bzw. auch über diesen Link hier https://www.steuertipps.de/ser…/pkw-kosten-pro-kilometer kann man ja die tatsächlichen Kilometerkosten ermitteln und statt der 30ct/km ansetzen (Betriebliche Nutzung des Privat-PKW).


    Weiß jemand, wie genau das nachgewiesen werden muss?
    Also für Abschreibung, Versicherung und Steuern habe ich ja eh einen Nachweis. Genauso wie für größere Rechnungen (Die Werkstattrechnung wird berücksichtigt und aufgehoben, die Waschstraßen-Rechnung macht das Kraut jetzt nicht unbedingt fett und wird nicht aufgehoben)


    Aber wie ist das mit Benzinkosten? Muss ich da jeden Beleg aufheben, oder reicht z.B. eine relativ pauschale Ermittlung?
    Also z.B. Die Verbrauchsangabe vom Bordcomputer, ein realistischer Durchschnittsbenzinpreis und die Gesamtfahrleistung im Jahr?
    Also beispielsweise für 2017 würde ich sagen: Ich weiß, dass ich 20.000 km gefahren bin (Habe die km-Stände am Jahresanfang und Jahresende notiert). Ich weiß, dass das Auto im Schnitt 7 Liter/100 km Benzin verbraucht.
    Und setze für den Benzinpreis 1,32 €/Liter als geschätzten Jahresdurchschnitt an.


    Würde dann in meinem Fall ergeben:
    Afa: 3.822 € (pro Jahr bei 6 Jahren); Steuern, Versicherung, Sonstiges: 880 €
    Benzinkosten: (bei 20.000 km, 7 Liter/100 km und 1,32 €/Liter): 1.848 €


    Gesamt also: 6.550 € bei 20.000 km = 0,33 €/km (genau: 0,327 €/km).


    Bei einem Benzinpreis von 1,28 €/Liter (im Jahresschnitt) käme ich auf 0,325 €/km (also auch noch 0,33 €/km gerundet), ebenso wie bei 1,42 €/Liter (0,334 €/km).


    Wäre im Zweifel so eine Argumentation ausreichend? Oder müssen tatsächlich alle Tankbelege aufgehoben werden?


    Edit: Für den Benzinpreis kann man sich ja auch an diesen Daten (auch historisch) orientieren: https://de.statista.com/statis…enzin-seit-dem-jahr-1972/

    Hi,


    weiß jemand, ob man als Einzelunternehmer einen PKW auf seine Firma zulassen kann und den PKW aber trotzdem einkommensteuerrechtlich im Privatvermögen lassen kann?


    Also so wie hier beschrieben: http://www.ilm-kreis.de/index.…6.6148.1&kat=&kuo=2&sub=0

    Quote

    Ein Einzelunternehmen, welches nicht im Handelsregister eingetragen ist, hat kein Firmierungsrecht nach dem HGB. Ihr ist es trotzdem möglich, sich einen Namen zu geben. Auf diesen Namen kann die Zulassung des Fahrzeugs aber nicht erfolgen, sondern nur auf die natürliche Person des Einzelunternehmers. Es besteht aber die Möglichkeit, einen entsprechenden Namenszusatz in die Zulassungsdokumente mit aufzunehmen. Einzelfälle sind mit der Zulassungsbehörde abzusprechen.

    Das Urteil kenne ich.
    Dabei geht es jedoch um einen Angestellten, der einen Dienstwagen nutzt. D.h. bei dem ist die 1%-Methode immer möglich, völlig unabhängig von der tatsächlichen privaten-/betrieblichen Nutzung.


    Bei einem Unternehmer ist das jedoch wie oben beschrieben anders:
    Der Unternehmer DARF die 1%-Methode erst ab einer betrieblichen Nutzung von 50% verwenden.


    Im Endeffekt geht es mir um folgendes:
    Aktuell beträgt die betriebliche Nutzung ca. 45%.


    Jetzt habe ich 2 (bzw. 3) Möglichkeiten:
    Variante 1: Ich erhöhe durch Verhaltensänderung (z.B. mehr Fahrten mit dem PKW zum Kunden anstatt mit ÖPNV) die betriebliche Nutzung auf mehr als 50%.
    Dann ist der PKW im notwendigen Betriebsvermögen. Daraus ergibt sich ja dann die Plicht zur Fahrtenbuchführung (Variante 1.1.) oder die Versteuerung nach 1%-Regel (Variante 1.2.).
    Fahrtenbuchführung (Variante 1.1.) hat den Vorteil, dass sie in meinem Fall die günstigere Variante wäre, aber oft nicht anerkannt wird (extrem aufwändig und fällt bei Prüfungen oft durch).
    1%-Regel (Variante 1.2.) ist deutlich einfacher, aber halt "teurer".


    Es bleibt aber ja die dritte Variante: PKW ins gewillkürte Betriebsvermögen. Das geht ja bei einer betrieblichen Nutzung zwischen 10% und 50%.
    Spricht da etwas dagegen?
    Was muss ich dazu tun?
    - Dem Finanzamt anzeigen (Brief), dass ein PKW gekauft und ins Betriebsvermögen aufgenommen wurde.
    - Anhand von Aufzeichnungen (z.B. Aufträgen/Rechnungen/Reisekostennachweisen) über 3 Monate den Anteil der betrieblichen Nutzung nachweisen.


    Das war's, oder?
    Spricht etwas dagegen, das so zu tun?
    Ich habe alle Varianten mit dem Programm "Steuersparerklärung" für mich durchgerechnet. Im Endeffekt lohnt sich für mich die 1%-Regelung nur bei geringer betrieblicher KFZ-Nutzung (ist aber nicht zulässig). Entsprechend lohnt sich der PKW im Privatvermögen bei sehr hoher betrieblicher Nutzung (ist aber auch nicht zulässig).
    Dazwischen ist Fahrtenbuch bzw. "Schätzung bim gewillkürten Betriebsvermögen) das günstigste. Diese beiden Varianten verhalten sich vom Ergebnis her ja völlig identisch, nur dass eben ab >50% zwingend das Fahrtenbuch nötig wäre.


    Ach ja, die Folgen der PKW-Zuordnung zum Betriebsvermögen beim Verkauf des PKW sind mir bekannt.