Posts by ahoellrigl

    Ja, aber genau diese Abholung von Bescheiddaten wird doch von der SSE seit Jahren automatisch beantragt, wenn man über Elster einreicht. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das irgendwann in der Vergangenheit mal hätte händisch einstellen müssen.


    Herr Jung hat das gestern auch noch einmal in dem von Ihnen verlinkten anderen Thread bestätigt:
    Die Bescheiddaten werden immer beantragt. Dazu steht im Versandnachweis ein entsprechender Hinweis z.B. neben dem Unterschriftenfeld.

    Wie in Punkt 2 und 3 meines Posts beschrieben, werden ja Daten falsch übernommen, was dann erst dazu führt, dass (angeblich) zusätzliche Daten zu ergänzen sind. Hier geht es damit nicht um Überschreiben bereits vollständig vorhandener Daten.
    Aufgrund welcher Kriterien übernimmt die SSE solche Daten nicht korrekt?
    Die Merkmale der in mienem Post betroffenen Daten sind seit vielen Jahren unverändert und damit woghl auch korrekt. In den abgerufenen Dokumenten aus elster finde ich auch keine Abweichungen dazu.


    Bei der Übernahme von VaSt-Daten in die SSE kann man sich ja zeilenweise anzeigen lassen, welche Daten in der heruntergeladenen Bescheinigung enthalten sind, welche Daten im Zieldialog bereits erfasst wurden und wo es Differenzen gibt. Zwar kann man dann leider nicht zeilenweise selbst entscheiden, welche Daten übernommen werden sollen und welche nicht, was ich mir seit Jahren wünsche, aber das ist vielleicht erst mal eine andere Baustelle. Können Sie denn in dieser detaillierten Ansicht den Fehler vielleicht auf bestimmte einzelne Daten eingrenzen?


    Wenn man eine VaSt-Bescheinigung erst einmal übernommen hat, kann man ja für diese in der SSE immer die Option "Diese Bescheinigung nicht übernehmen" wählen, wenn danach weitere VaSt-Bescheinigungen eingelesen werden sollen, sodass einmal korrigierte Daten dann auch nicht wieder geändert werden. Mache ich bei mir selbst immer so.

    Irgendwie verstehe ich das Problem aber auch nicht. Siehe den Beitrag #16 oben - das Abholen der Bescheiddaten innerhalb des Programms (also nicht eines Bescheids als eigenständiges pdf-Dokument o.ä.) war bei der Mac-Version wohl in der Version 26.31 nicht möglich, und dieser Fehler wurde innerhalb von 4 Tagen behoben. Über einen gleichartigen Fehler in der Windows-Version ist/war nichts zu lesen. Also gibt es keinen Grund anzunehmen, das Abholen würde damit nicht funktionieren.


    In den anderen in Beitrag #15 verlinkten Threads ging es lediglich mittelbar um den Abruf von Bescheiddaten, sondern erst einmal nur um die Rückmeldung des FA dazu, nach Einreichen einer Erklärung über Elster. Das hat möglicherweise noch nicht mal etwas mit der SSE zu tun, sondern vermutlich eher mit dem FA bzw. dem Elster-Portal.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Sie können Ihre Erklärung mit der SSE über Elster einreichen, und nach jetzigem Wissensstand werden Sie dann auch (in ein paar Wochen) die Bescheiddaten mit der SSE über Elster abrufen können. Selbst wenn dafür noch ein Fehler behoben werden müsste (was ich nicht annehme). Die Fähigkeit zum Abrufen der Daten hängt ja am Programm und nicht an der abgegebenen Erklärung.

    Aber der Abruf der Bescheiddaten (wie in den Vorjahren) scheint auch nicht mehr zu funktionieren, wie zB auch im Parallelthread mehrere Anwender berichten. Diese Funktionalität hat man demnach in der SSE auch gleich (mit)abgestellt?


    Vielleicht ging es da um ein Problem mit der Mac-Version? Da waren wohl in der (oder bis zur?) Version 26.31 vom 15.03. die Bescheiddaten-Abholung und die vorausgefüllte Steuererklärung per Elster nicht verfügbar. Dort gab es deswegen einen Hotfix als Version 26.32 vom 19.03. - siehe die Update-Informationen.


    Wo/wenn es darum geht, dass man den rein elektronischen Steuerbescheid noch nicht über die SSE bestellen kann, sähe ich darin kein übermäßig großes Problem. Dann erhält man den halt dieses Jahr noch einmal in Papierform, wie all die Jahre zuvor auch. Darum können sich die Entwickler gerne bei der Ausgabe für das nächste Steuerjahr kümmern und jetzt stattdessen lieber an anderen und aktuelleren Baustellen arbeiten.

    Ich denke, [USER="13699"]IFHX[/USER] meint die Zahl der möglichen Steuererklärungen, die ein Käufer der gebrauchten Software noch abgeben kann. Sofern die Zahl an die Lizenz geknüpft ist, müsste ein Käufer eigentlich noch 3-X Abgaben frei haben, wenn der Verkäufer zuvor nur X Steuererklärungen (mit X<3) abgegeben hatte.


    Ich habe mir die Bedingungen da nicht im Detail durchgelesen. Ist das so? Oder bezieht die AAV die Zahl von 3 möglichen Steuererklärungen tatsächlich auf die Person, welche die Lizenz als erste erworben hat?

    Ich hatte das bei meiner ESt-Erklärung für 2018 so gemacht, und das FA hatte es akzeptiert. Entscheidend war nach meinen damaligen Recherchen, dass die Altanteile, um die es da geht, zuvor stets ordnungsgemäß angegeben und versteuert worden waren. Das war bei mir der Fall. Ich hatte daher damals noch eine Erläuterung für das FA eingefügt. In der hatte ich die betreffenden Fonds aufgelistet (wobei ich für 2018 tatsächlich verkaufte Anteile einen Nachweis über die erzielten Veräußerungsergebnisse beigefügt hatte) und abschließend Folgendes erklärt:



    Nach den Angaben in der Steuerbescheinigung vom xx.xx.2019 und der Erträgnisaufstellung vom xx.xx.2019 resultierte aus der Veräußerung von Alt-Anteilen (im Sinne des § 56 Abs. 2 Satz 1 InvStG 2018) eine Summe von XXX € als zugeflossen geltenden, noch nicht dem Steuerabzug unterworfenen Erträgen aus Anteilen an ausländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG 2004 in Verbindung mit § 56 Abs. 3 Satz 6 InvStG 2018). Da ich in allen zurückliegenden Einkommensteuererklärungen die Erträge aus den o.g. Investmentfonds vollständig angegeben und versteuert hatte, habe ich gemäß den Erläuterungen in der Steuerbescheinigung diesen Betrag (XXX €) von den bescheinigten Kapitalerträgen in Höhe von XXX € abgezogen.

    Danke für die zusätzlichen Infos. Bezogen auf den Ausgangspunkt wäre das Weglassen der Information eben die eine Möglichkeit, das Auftreten der inkorrekten Fehlermeldung zu vermeiden. Die andere Möglichkeit wäre es, die fehlerhafte wenn...dann...-Abfrage im Code zu korrigieren.


    Für das Beibehalten des Werts spricht aus meiner Sicht momentan, dass immer noch viele Menschen die Lohnsteuerabrechnung papierhaft erhalten und dann ggf. irritiert reagieren würden, wenn sie einen Wert daraus nicht übernehmen könnten. So, wie es die SSE im Eingabedialog macht und erklärt, ist es ja im Prinzip OK und sogar hilfreich. Wenn da eben nur nicht die Fehlermeldung erzeugt würde, wo es keinen Fehler gibt.


    Letztlich reicht es ja, wenn sich die Produktmanager und Entwickler der SSE zeitnah auf eine Lösung einigen und diese dann umsetzen.

    Es soll doch Mitte März schon wieder ein Update geben, mit dem Prüfhinweise überarbeitet werden. Mein Vorschlag, den Eintrag unter Nummer 28 der
    Lohnsteuerbescheinigung einfach zu löschen, war durchaus ernst gemeint, Der Wert stammt zwar aus dem Bescheinigungsabruf, er wird jedoch nicht mit der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt übertragen, der Wert wird ja in keines der Formulare eingefügt.


    Aber der Wert wird doch auch direkt von den Arbeitgebern an die Finanzämter gemeldet, und die arbeiten dort mit den Daten. Ich finde es da schon ganz sinnvoll, das auch in der SSE abzubilden. Wenn es so funktionieren würde wie es im Erfassungsdialog beschrieben ist (siehe Beitrag #3), dass nur dann eine Warnmeldung ausgegeben wird, wenn trotz AG-Zuschuss PKV-Beiträge nicht/nicht korrekt erfasst wurden, dann wäre das doch sehr hilfreich. Das Problem ist hier ja nur, dass die Meldung auch dort ausgegeben wird, wo sie nicht zutrifft. Da ist doch vermutlich nur eine wenn...dann..-Beziehung im Code nicht korrekt programmiert.

    OK, es scheint tatsächlich ein Bug zu sein. Ich hatte die Meldung wohl doch auch mal früher während der Dateneingabe erhalten, dann aber direkt die Option "Ignorieren" gewählt. Jetzt habe ich noch einmal explizit für die komplette Erklärung (mit erfassten PKV-Beiträgen) den Prüfer aus dem Menü aufgerufen und sehe links in der Übersicht unter Fragen oder Warnungen die beiden Fehlermeldungen für die Daten von meiner Frau und mir: Auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung sind [...] Datenübermittlung widersprochen. Jeweils mit einem nicht angehakten Auswahlkästchen.


    Ich denke, man kann als Anwender diese Meldung ignorieren, d.h. in der Übersicht, die der Prüfer anzeigt, das Häkchen daneben wegnehmen.


    Und die Entwickler sollten sich vielleicht noch mal anschauen, durch welche Bedingung diese Meldung getriggert wird und den Fehler dann in einer zukünftigen Version korrigieren.

    Das Problem dürfte nicht der Wert zur Nr. 28 der Lohnsteuerbescheinigung sein. Da steht in meiner Erklärung im Erfassungsdialog der SSE auch eine Zahl, die aus der VaSt kommt, und dennoch habe ich keine Fehlermeldung. Die Erklärung zu diesem Wert gibt die SSE aus, wenn man einfach nur im Erfassungsdialog den Cursor in das Feld Nr. 28 setzt (Hervorhebungen von mir):


    Übertragen Sie folgenden Wert der Lohnsteuerbescheinigung:

    • Nummer 28 auf der Lohnsteuerbescheinigung: »Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflege-Pflichtversicherung«.

    Dieser Wert wird nicht bei der Berechnung der Sonderausgaben berücksichtigt, sondern dient lediglich dem Finanzamt zur Feststellung, ob Sie verpflichtet sind, eine Steuererklärung einzureichen.
    Krankenversicherungsbeiträge sind ggf. noch im Bereich Sonderausgaben zu erfassen, soweit diese nicht in anderen Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen sind.


    Also ist es am wahrscheinlichsten, dass bei der Eingabe der PKV-Beiträge irgendein Fehler passiert ist. Vielleicht fehlt dort nur im Eingabedialog die Angabe zum Versicherungsnehmer? Sodass die SSE die Angaben von der Lohnsteuerbescheinigung und die Angaben zu den PKV-Beiträgen nicht zusammengebracht bekommt?

    Dazu gab es vor kurzem ein BFH-Urteil (ich meine in 2020, ich find's aber auf die Schnelle jetzt nicht).


    Ich habe das hier gefunden: Urteil vom 29. November 2017, X R 3/16


    Da hatte jemand Arztrechnungen selber bezahlt um die Beitragsrückerstattung seiner PKV in Anspruch nehmen zu können. Der Mensch kam nun auf die Idee, von der in der Steuererklärung ja anzugebenden Beitragsrückerstattung den Betrag für die selbst gezahlten Arztrechnungen abzuziehen. Also de facto diese selbst selbst gezahlten Arztrechnungen als Vorsorgeaufwendungen anzugeben. Dem ist der BFH nicht gefolgt, weil der Sonderausgabenabzug nur für Versicherungsbeiträge gilt und selbst gezahlte Arztrechnungen keine Versicherungsbeiträge darstellen. Und weil für solche Krankheitskosten eben grundsätzlich die Möglichkeit geschaffen wurde, sie als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen, sofern sie die zumutbare Belastung übersteigen. Das war dort allerdings nicht der Fall.


    Letztlich ging es in dem Fall um Krankheitskosten in Höhe von 634,53 €. Also um eine potenzielle Steuerersparnis von maximal 266,50 € beim Spitzensteuersatz von 42%. Schon bemerkenswert, dass man für einen solchen Betrag bereit ist, eine einigermaßen, nun ja..., kreative Rechtsauffassung durch den kompletten Instanzenweg zu vertreten. Mit allen Folgekosten ein eher schlechtes Geschäft für den Kläger. Bzw. für seine Rechtsschutzversicherung, aber die holt sich das halt über die Beiträge wieder zurück.

    Okay, danke für die Antworten.
    Mein Selbstbehalt sind 360,- / Jahr plus alle nicht erstatteten Arztrechnungen, macht so um die 700,- letztes Jahr insgesamt. Kann ich diese Kosten unter außergewöhnliche Belastungen schreiben?


    Kommt aufs Einkommen an, ob das etwas bringt. Einfach mal testweise in die SSE eintragen. Oder den in meinem Beitrag #3 verlinkten Rechner der Finanzverwaltung nutzen.



    Weil, wie Du richtig schreibst und damit die Aussage Charly24 bestätigst: Wieso sollten sich die Kosten erst bei einem derart hohen Selbstbehalt auswirken. Rechtslage ist, dass auch der Selbstbehalt den außergewöhnlichen Belastungen zugerechnet werden kann. Hierzu zitiere ich aus den Steuertipps (Außergewöhnliche Belastung/Krankheitskosten/Voraussetzungen und Nachweise/Wann Krankheitskosten außergewöhnliche Belastungen sind):


    (...)


    Schließlich verhindert der Versicherungsnehmer aufgrund des vereinbarten Selbstbehaltes eine höhere Steuerentlastung durch höhere Basisbeiträge.


    Ja meine erste Antwort war so pauschal nicht ganz korrekt, sorry. Dahinter steckte die Überlegung, dass einerseits mit steigendem Einkommen auch der zumutbare Betrag bei den außergewöhnlichen Belastungen steigt. Dass andererseits bei einem nur niedrigen Einkommen eine PKV mit (sehr) hohem Selbstbehalt riskant sein kann. Da hat man dann aber wiederum tendenziell einen niedrigeren Steuersatz, sodass die Absetzbarkeit der außergewöhnlichen Belastungen nur eine geringe Steuerentlastung bringen wird.


    Die zumutbare Belastung ergibt sich bei einer einzeln veranlagten Person ohne Kinder ja wie folgt aus dem Gesamtbetrag der Einkünfte (GdE):
    5% vom GdE-Anteil bis 15340 € + 6% vom GdE-Anteil über 15340 € bis 51130 € + 7% vom GdE-Anteil über 51130 €
    Zusammenveranlagung, 1 oder 2 Kinder und dann jedes weitere Kind vermindern die Sätze um jeweils einen Prozentpunkt


    Hier geht es ja um Kosten in Höhe von 700 €. Bei einer einzeln veranlagten Person ohne Kinder und einem Gesamtbetrag der Einkünfte von z.B. lediglich 12.000 € wären davon gerade mal 100 € absetzbar. Entspräche einer Steuerminderung um weniger als 20 €. Schon ab einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 14.000 € wäre nichts mehr absetzbar. Bei Zusammenveranlagung mit zwei Kindern wäre das bei einem Gesamtbetrag der Einkünfte ab 28.450 € der Fall.


    Es gibt einige gute Gründe, eine PKV mit (hohem) Selbstbehalt abzuschließen, aber die steuerliche Absetzbarkeit von daraus ggf. entstehenden Kosten als außergewöhnliche Belastungen scheint mir keiner davon zu sein.



    Es gibt im Übrigen in der PKV Tarife, bei denen auch sehr hohe Selbstbehalte zustande kommen können. Ich habe selbst schon 2 Fälle erlebt, bei denen in einem Jahr jeweils mehrere tausend Euro aus der eigenen Tasche draufgelegt werden mussten, weil die Versicherten das Kleingedruckte nicht verstanden haben und fälschlich glaubten, jede Chefarztbehandlung sei abgesichert.


    OK, aber das würde ich dann nicht als Selbstbehalt verstehen, sondern dort wurden dann Leistungen in Anspruch genommen, die so nicht im PKV-Vertrag versichert waren.

    Wenn die prinzipiellen Voraussetzungen erfüllt sind, dass Kosten für ein Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung abgesetzt werden können, wird der Höchstbetrag auch bei einer nur zeitweiligen Nutzung nicht gekürzt. Die Voraussetzungen sind aber dieselben wie in allen Jahren zuvor.


    Das Gegenstück zur Pendlerpauschale ist hingegen die neu eingeführte Homeoffice-Pauschale. Die kann dann angesetzt werden, wenn die Voraussetzungen für ein absetzbares Arbeitszimmer nicht erfüllt sind.


    Das Ganze wird hier auf der Steuertipps-Website ausführlich erläutert.

    Wenn die Werte aus gleichartigen Bescheinigungen einfach addiert würden, würde es funktionieren. Bei + 0,00 aus der zweiten Bescheinigung würde der Wert aus der ersten Bescheinigung ja unverändert bleiben. Bei Mein ELSTER setzt man auf die Addition, das funktioniert aber auch erst seit dem letzten Jahr einigermaßen fehlerfrei. Ich habe leider keinen passenden Abruffall, wo eine Krankenkasse zwei Bescheinigungen übermittelt und kann das nicht testen. Bei Rentenbescheinigungen werden die KV- und PV-Beiträge fehlerfrei addiert, aber die enthalten natürlich keine Nullwerte.


    Ich habe das jetzt mal bei Mein Elster für mich getestet - beide (Teil-)Bescheinigungen werden dort übernommen und die Werte stimmen dann sowohl für den Beitrag zur Kranken- als auch den zur Pflegeversicherung. Demnach wäre es auch für die SSE eine mögliche Variante, wenn bei zwei VaSt-Bescheinigungen zum selben Eingabedialog die Einzelwerte addiert würden.


    Den Rückschluss darf man nicht ziehen. Wenn Bescheinigungen übermittelt werden, die nicht maschinell abgeglichen werden können, landet der
    Steuerfall beim Sachbearbeiter bzw. der Sachbearbeiterin und die überprüfen die Daten eben manuell, das nennt sich dann personelle Bearbeitung.


    Naja, die im Thread von 2016 genannte PKV mit getrennten VaSt-Meldungen für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge war die HuK Coburg mit gut 400.000 Versicherten. Meine PKV ist die Barmenia mit knapp 1,3 Millionen Versicherten. Bei solchen Dimensionen schätze ich doch eher, dass die Finanzverwaltung sich regen würde, wenn über Jahre hinweg alle deren VaSt-Meldungen händisch erfasst werden müssten.

    Ich habe noch mal nachgeschaut, wann ich das das erste Mal angemerkt hatte. Das war 2015, vor 6 Jahren:
    VaST - KK-Beitrag und PV-Beitrag werden nicht in Steuerprogramm eingetragen


    In dem Thread waren noch ein paar andere Schwächen angesprochen worden. Eine davon, dass Daten, die man bei PKV-Beiträgen in den alternativen Eingabedialogen (Bescheinigung mit bzw. ohne Zeilennummern) eingeben/einlesen lassen kann, beim Wechsel der Dialogansicht anscheinend nicht übernommen werden, war gerade erst gestern wieder angesprochen worden (VaSt und priv. Krankenversicherung).


    Ein Jahr später, 2016, wurde das Thema erneut im Forum angesprochen:
    VaSt - Datenübernahme funktioniert nicht
    Da hatte ich ebenfalls den Vorschlag gemacht, doch eine zeilenweise Übernahme der VaSt-Daten zu ermöglichen. Auch da blieb das unbeantwortet und unkommentiert.


    Beim FA selbst scheint man ja mit der womöglich unorthodoxen Art der Übermittlung durch manche PKV (ist ja nicht nur meine, siehe den Forenbeitrag aus 2016) zurechtzukommen, sonst hätten die das in den letzten 6 Jahren sicherlich schon geändert. Also ja, programmierbar sollte so eine Funktion definitiv sein.

    Meine Krankenversicherung stellt für die VaSt zwei getrennte Meldungen zur Verfügung, eine für den Beitragsanteil der Krankenversicherung, die andere für denjenigen der Pflegeversicherung. Als Betrag für die jeweils nicht gemeldeten Beitragsanteil wird 0 € angegeben. Bei der Übernahme in die SSE macht das leider Probleme, denn da können die Meldungen immer nur komplett übertragen werden. Entweder überschreibt mir also die Meldung für den Anteil der Pflegeversicherung den Anteil der Krankenversicherung mit 0 € oder umgekehrt.


    Es wäre (nicht nur hier) hilfreich, wenn man bei der Übernahme von VaSt-Daten in die SSE die jeweiligen Meldungen nicht nur komplett übernehmen könnte, sondern von Fall zu Fall auch Einzelwerte nur zeilenweise.


    Dann würde ich z.B. im oben geschilderten Fall bei der Meldung über den Beitragsanteil für die Krankenversicherung die 0 € für denjenigen der Pflegeversicherung abwählen, in der Meldung über den Beitragsanteil für die Pflegeversicherung nur diesen selbst auswählen und hätte dann in einem Rutsch alle Daten in den Eingabedialog der SSE übernommen. Aus meiner Sicht ein deutlich verbesserter Eingabekomfort.



    P.S.: Gibt es in diesem Forumsbereich "Vorschläge, Tipps und Kritik" eigentlich auch gelegentlich mal ein Feedback? Den Vorschlag oben zur optional zeilenweisen Erfassung von VaSt-Daten hatte ich vor ein paar Jahren/Versionen schon mal gemacht. Ich habe auch mehrmals einen recht einfachen Vorschlag gemacht, die Importfunktion des Belegmanagers zu verbessern, zuletzt hier. Leider lässt sich nicht erkennen, ob diese Vorschläge überhaupt wahrgenommen wurden, ob sie den Entwicklern vorgelegt wurden, ob sie ggf. technisch nicht umsetzbar sind, ob eine Implementierung geplant ist, ... Auch bei anderen programmtechnischen Vorschlägen kommt Feedback meist nur von anderen Forumsteilnehmern. Da sehe ich dann auch eine gewisse Verbesserungsmöglichkeit.