Posts by ahoellrigl

    Das dient idR zur Überprüfung vor Versand, ob man wirklich bei der Steuererklärung relevante Posten nicht vergessen hat.


    ... und das basiert auf den eigenen Angaben in der eigenen letzten Steuererklärung via SSE. Die man mit der nächsten SSE-Version im Folgejahr bei einer Datenübernahme Einzelposten für Einzelposten in die neue Erklärung übernehmen kann. Unabhängig davon, ob man im Vorjahr Bescheiddaten vom FA abgeholt hat oder nicht.


    Oder war dies die ganze Zeit Konsens, und die Diskussion dazu ein Missverständnis? Das täte mir leid.

    [USER="12665"]Charlie24[/USER], hier hatte sich eine Diskussion etwas verselbständigt. Dass der Bescheiddatenvergleich zum schnellen Abgleich auf Abweichungen ganz praktisch ist, ist ja unstrittig. Insbesondere bei mehreren zu prüfenden Bescheiden. Aber auch dort muss man letztlich die einzelnen Eingaben noch einmal anschauen, wenn man z.B. einen Einspruch formulieren möchte. Und bei nur einem Bescheid kann man den auch ganz gut mit der Steuerberechnung der SSE im selben Format vergleichen.


    Der Vorjahresvergleich ist hier hineingekommen, weil vermutet wurde, dass die SSE dafür die übermittelten Bescheiddaten verwenden würde. Was sie nicht tut und was auch gute Gründe hat.


    Für mich hat sich die Angelegenheit mit der Fehlerkorrektur durch die AAV im Prinzip auch erledigt. Hätte ich meine Erklärung bereits vorher abgegeben, würde ich jetzt lediglich versuchen, beim FA noch eine Zweiterklärung mit Antrag auf Bescheiddatenübermittlung einzureichen, falls dort die Bearbeitung noch nicht begonnen hat.

    Lieber [USER="13215"]Reinholdx[/USER], nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber Sie rennen sich da gerade in etwas fest.



    Fakt ist doch, dass bei der Bescheidübermittlung weitestenteils nur aufsummierte Werte übermittelt werden, aus denen allein man nicht erkennen kann, wo genau das FA von der eingereichten Erklärung abgewichen ist. Das steht nur im Fließtext in der mit übermittelten Begründung.


    Fakt ist weiterhin, dass nur die Daten des Erstbescheids in einem Jahr elektronisch übermittelt werden, Daten aus geänderten Bescheiden hingegen nicht mehr.


    Folglich wäre es nicht zielführend, einen Vorjahresvergleich auf der Basis von übermittelten Bescheiddaten zu machen. Weil erstens die Datenbasis zu eingeschränkt und zweitens im ungünstigen Fall noch nicht einmal mehr aktuell ist. Und deshalb führt die SSE den Vorjahresvergleich auch tatsächlich auf der Basis der vom Nutzer eingegebenen Daten aus der Erklärung des Vorjahres durch, nicht mit übermittelten Bescheiddaten vom FA.



    Natürlich haben die übermittelten Bescheiddaten einen gewissen Wert, nämlich dann, wenn die eigene Steuerberechnung und der Bescheid vom FA nicht miteinander übereinstimmen. Dann kann man mit den Daten erstens eingrenzen, wo Abweichungen auftreten (das kann man allerdings auch dem Begründungstext entnehmen) und wie groß sie zweitens sind (allerdings normalerweise nicht auf Einzelwerte in der Erklärung heruntergebrochen - das muss man also selbst im Detail herausfinden). Wenn es hingegen keine Abweichungen zwischen der eigenen Steuerberechnung und dem Bescheid vom FA gibt, bringen die Bescheiddaten keinen zusätzlichen Nutzen.


    Ja, natürlich sollte man ganz generell mit einer Steuersoftware die Bescheiddaten abholen können, wenn die Finanzverwaltung das schon mal anbietet. Aber es ist eben auch kein Weltuntergang, falls man sie mal nicht hat. Weil die anderen Optionen zum Erkennen und Eingrenzen von Abweichungen zwischen eigener Erklärung und Bescheid auch nicht schlechter funktionieren bzw. der Bescheiddatenvergleich allein auch nicht reicht, um etwaige Einspruchsmöglichkeiten zu erkennen.



    Meine Frage zuletzt bezog sich darauf, was denn das noch verbleibende konkrete Problem auf Ebene der Software ist, nachdem die AAV den Fehler jetzt (hoffentlich) behoben hat.

    Das kann ich so nicht bestätigen. Habe das mal eben für 2019 verglichen. Die vom FA übermittelten Bescheiddaten und der Vergleich dieser Werte mit der Steuererklärung sind detaillierter als der Vorjahres-Vergleich von der SSE. Die SSE zeigt im Vorjahresvergleich weniger detailliert an und eben nur Teilergebnisse.
    Die SSE hat die zum Vorjahresvergleich notwendigen Bescheiddaten. Müsste diese für den Vorjahresvergleich nur detaillierter darstellen als zur Zeit üblich.


    Das sind doch unterschiedliche Dinge. Die SSE macht den Vorjahresvergleich auf der Basis von allen übernommenen Daten (d.h. einschließlich der Einzelwerte), stellt ihn dann aber kompakt dar, wenn man diese Funktion aufruft. Eine detaillierte Auskunft erhält man allerdings in den regulären Eingabedialogen. Wenn man da einen übernommenen Einzelwert mit einem neuen Betrag überschreibt und dann mit der Maus auf das Eingabefeld zeigt, öffnet sich ein kleines Popup-Fenster mit der Information zum vorherigen Wert.


    Die vom FA übernommenen Bescheiddaten werden hingegen so detalliert dargestellt wie sie übermittelt werden, nicht mehr, nicht weniger. Und das sind z.B. bei Vermietung & Verpachtung nur aufsummierte Werte. Um herauszufinden, welchen Teil der Werbungskosten mir in meinem Fall das FA nicht anerkannt hatte, musste ich den Begleittext lesen bzw. meine einzelnen eigenen Eintragungen in der SSE durchgehen. Und noch einmal: Man erhält bei der Bescheiddatenübermittlung nur die Daten des Erstbescheids, geänderte Bescheiddaten nach z.B. einem Einspruch aber nicht. Deshalb würde ein Vorjahresvergleich auf der Basis von übermittelten Bescheiddaten genau in den Fällen keinen Sinn ergeben, wo es am meisten darauf ankäme.


    Ich verstehe mittlerweile auch nicht mehr ganz, wo jetzt nach der Fehlerbehebung durch die AAV noch das konkrete Problem liegt. Wenn bei Ihnen (fast) immer das Rechenergebnis der SSE und der Bescheid des FA übereinstimmen, brauchen Sie die übermittelten Bescheiddaten doch überhaupt nicht. Weder als Grundlage für einen etwaigen Einspruch, noch als Basis der Datenübernahme.

    Dann ist das weiterhin in Ordnung, ja. Da mein Bescheid (fast) immer mit meiner Erklärung übereinstimmte, hatte ich das jetzt nicht mehr so richtig Erinnerung.
    Sinnvoller (insbesondere für den Fall einer Abweichung von Bescheid zu Erklärung) wäre es doch, wenn die SSE die übermittelten Bescheiddaten zum Vergleich heranziehen würde, falls die vorliegen. Warum wird das nicht gemacht? Die Bescheiddaten sind ja - normalerweise - da.


    Was [USER="4221"]Staufer[/USER] im Beitrag #39 erwähnt hatte. Das Datenschema und die Zuordnung zu Positionen in den übermittelten Bescheiddaten stimmen teils nicht mit denen der SSE überein. Weil da vom FA nur (Teil-)Ergebnisse übermittelt werden, welche jedoch in der SSE aus den vom Nutzer eingegebenen Daten errechnet werden. Und diese eingegebenen Daten will man ja bei der Datenübernahme auch als Einzelwerte übertragen, nicht nur z.B. die Werbungskosten als Summe.


    Wenn Abweichungen zwischen dem Rechenergebnis der SSE und den Bescheiddaten gemeldet werden, wird man ja sowieso die eigenen Eintragungen in der SSE überprüfen und ggf. anpassen (oder Einspruch einlegen). Wenn es hingegen keine Abweichungen gibt, muss man an den Eintragungen in der SSE auch nichts ändern. In beiden Fällen ist dann die entweder angepasste oder eben nicht geänderte eigene Erklärung mit der SSE die bessere Grundlage für die Datenübernahme als die aggregierten Ergebnisse in den Bescheiddaten. Zumal diese ja noch nicht einmal rechtsverbindlich sind, sondern rein informativen Charakter haben.

    Ja, ich will den Vorjahresvergleich. Die Empfehlung zu dessen Nutzung und die Begründung können Sie den Hinweisen in der SSE entnehmen, z.B. beim Aufruf des Steuerprüfers. Alles Standardvorgehensweise im Ablauf der SSE.


    Und warum sollte mein Bescheid geändert werden?
    Ist bei meiner Erklärung eher selten.
    Falls doch, ist das normalerweise nur ein geringfügiger Betrag, dessen Auswirkung auf den Vergleich mit dem ungeänderten Bescheid für mich schnell zu durchblicken ist.


    Für den Vorjahresvergleich nimmt die SSE doch aber die eigenen Eintragungen in das Programm. Nicht die übermittelten Bescheiddaten. Habe das eben noch mal mit meinen eigenen Daten für 2019 und der vorbereiteten Erklärung für 2020 überprüft. Das FA hatte bei mir 2019 einen Teil der Werbungskosten bei Vermietung & Verpachtung erst nicht anerkannt, nach einem Einspruch dann aber doch. Elektronisch abrufen konnte und kann ich aber nur die Daten des Erstbescheids mit den gekürzten Werbungskosten. Ich hatte die Daten für die Erklärung 2020 per Datenübernahme aus der Erklärung 2019 übernommen. Beim Vorjahresvergleich in der aktuellen SSE zeigt mir das Programm nun den von mir in der Erklärung angegebenen Betrag mit den vollen Werbungskosten an. Nicht den gekürzten Betrag aus dem übermittelten Erstbescheid. Also beziehen sich die Daten für den Vorjahresvergleich hier eindeutig nicht auf die übermittelten Bescheiddaten.

    Mit der Version 26.33 wurde ein Fehler bei der Bescheiddatenabholung korrigiert. Diese Info wurde entfernt, nachdem sich herausgestellt hat, dass dieser Sachverhalt zu Verwirrung im Zusammenhang mit dem Fehler des fehlenden Antrags zur Bescheidabholung geführt hat. Zudem ist durch den fehlenden Antrag auch die korrigierte Abholfunktion hinfällig geworden.
    Diverse Andeutungen lasse ich mal unkommentiert stehen.


    Ich wollte da keine Verschleierungstaktik unterstellen. Es wäre aus meiner Sicht nur transparenter, wenn man Änderungen an zurückliegenden Abschnitten des fortgeschriebenen Update-Info auch als solche kenntlich machen würde (durchgestrichener Text, wenn die Forensoftware das zulässt, oder sonst eine Erläuterung als Text).

    Na ja, das ist die eine Sache, der Abgleich mit eigener Berechnung. Die andere ist, das ist der Vergleich mit dem Vorjahr. Also von 2021 mit 2020 (im nächsten Jahr wird das erst relevant). Den Vorjahresvergleich nutze ich auch, wird ja auch von der AAV vor dem Versand der Erklärung regelmäßig empfohlen.
    Ist auch mir klar, das kann man auch irgendwie händisch oder durch Abtippen erledigen.
    Diese Notlösung entspricht aber nicht meinen Vorstellungen.


    Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Oder womöglich nur nicht richtig? Sie wollen die Bescheiddaten von zwei aufeinanderfolgenden Jahren miteinander vergleichen? Warum? Und wie würden Sie das machen, wenn das FA einen Bescheid ändert, z.B. wegen eines Einspruchs? Diese geänderten Daten bekommen Sie doch gar nicht elektronisch übermittelt (zumindest ist es mir noch nie gelungen), auch dann nicht, wenn Sie die Daten des ersten Bescheids so erhalten haben.

    Ja, der Fehler ist passiert. Und natürlich ist es ärgerlich, wenn dem Programm eine zugesicherte Eigenschaft fehlt. Aber hier über Schadenersatz zu sinnieren, schießt weit über das Ziel hinaus. Erstens, weil standardmäßig die Lizenzbedingungen von Software solche Haftung sowieso ausschließen (habe das bei der SSE zwar nicht überprüft, gehe aber davon aus). Zweitens, weil Sie vermutlich kein Gericht davon überzeugen könnten dass ein Abgleich zweier Papiere nebeneinander auf dem Schreibtisch im Vergleich zum Abgleich zweier Tabellenspalten nebeneinander auf dem Bildschirm einen signifikanten wirtschaftlichen Schaden darstellen würde. Drittens, weil wir hier über ein Produkt reden, das in der Basisvariante 24,95 € kostet und bei dem der elektronische Abgleich der Bescheiddaten nur einen Bruchteil der Funktionalität ausmacht.


    Ich bin ja ebenfalls der Ansicht, dass bei der SSE 2021 sehr viel schiefgelaufen ist. Kritik ist berechtigt, und auch ich habe hier damit nicht gespart. Aber auch bei Kritik sollte man die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren. Und unabhängig davon ergibt es doch Sinn, sich über Tipps und Workarounds auszutauschen, um die Folgen eines Fehlers zumindest teilweise kompensieren zu können.

    Das konstruktive Verhalten und die Beteiligung vieler treuer User am Diskussionsprozess dürfte klargemacht haben, dass hier viel Potential für einen Dialog mit dem Kunden steckt, das vor Änderungen bei der Software genutzt werden sollte und nicht hinterher.


    Ja. Dass es im Forum die Rubrik Vorschläge, Tipps und Kritik gibt, ist auf jeden Fall ein guter Ansatz. An dem sich dennoch auch noch manches verbessern ließe, so z.B. die Reaktion auf Vorschläge. Wenn sie komplett ausbleibt, auch bei kleineren und sehr konkret beschriebenen Verbesserungsvorschlägen, wirkt das demotivierend und schafft nicht wirklich Vertrauen.

    Ganz pragmatisch - das mach ich ganz bestimmt nicht. Wer weiß, an welcher Stelle in der Warteschlange ich dann wieder eingereiht werde? Ich erwarte eine nicht unerhebliche Erstattung, da tipp ich lieber den Bescheid ab, als womöglich 6 Wochen länger zu warten.
    Bei der anderen Erklärung aus dem Familienkreis - anderes Finanzamt, anderes Bundesland, Ehegatten mit getrennter Veranlagung (davon einer mit neu zu vergebender Steuernummer) - kann ich mir schon jetzt ausmalen, welchen Zeitaufwand ein solches Telefonat bedeuten würde. Nein Danke - da hoffe ich lieber, dass die mir ihre postalischen Bescheide rechtzeitig zusenden.


    Wird ja auch niemand dazu gezwungen. In einer Situation wie beim User [USER="13215"]Reinholdx[/USER], der die zweite Version gestern und auch nur wenige Tage nach der ersten abgeschickt hat, kann man aber eigentlich bei schnellem Handeln nur gewinnen. Und persönlich habe ich eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, wenn ich mit einem klar definierten Anliegen beim FA angerufen habe.


    Mal konkret durchgespielt - Frage: Haben Sie die Erklärung zur Steuernummer X schon in Bearbeitung?


    Wenn Antwort "Nein": Gut. Ich hatte aus technischen Gründen zwei Versionen der Erklärung eingereicht. Können Sie mir bestätigen, dass Sie dann die letzte eingereichte Version verwenden?
    Die Antwort wird ziemlich sicher "Ja" sein, ich bedanke mich, das war es auch.


    Wenn Antwort "Ja": Dann eine weitere Frage. Ich hatte aus technischen Gründen zwei Versionen der Erklärung eingereicht, am XX.XX. und am YY.YY. Können Sie mir sagen, welche Version Ihnen vorliegt?
    Wenn Antwort "Nein, das geht leider nicht": Danke, dann warte ich jetzt einfach auf den Bescheid.
    Wenn Antwort "Ja, die vom YY.YY.": Danke, das ist die Version, die es von meiner Seite aus sein sollte.
    Wenn Antwort "Ja, die vom XX.XX.": Da hatte leider meine Steuersoftware die elektronische Übermittlung der Bescheiddaten nicht beantragt. Können Sie da vielleicht noch auf die Version vom YY.YY. wechseln? Das sind dieselben Daten, aber da wurde dann auch die elektronische Übermittlung der Bescheiddaten mit beantragt.
    Wenn Antwort "Nein, das geht leider nicht": Danke, dann warte ich jetzt einfach auf den Bescheid.
    Wenn Antwort "Ja": Danke, das hilft mir sehr.


    Das halte ich eigentlich für einen überschaubaren Aufwand.



    Ansonsten hat [USER="4221"]Staufer[/USER] gerade eben ja auch darauf hingewiesen, dass man für einen Abgleich von Bescheid und eigener Berechnung gar nicht alle Bescheiddaten abtippen muss, sondern auch die von der SSE im selben Format wie die Bescheide erzeugte Steuerberechnung verwenden kann. Was man m.W. sowieso machen muss, wenn ein Bescheid geändert wurde, denn die Daten eines geänderten Bescheids kann man mit der SSE nicht noch einmal abrufen. Jedenfalls ist es mir noch nicht gelungen.

    Ja, natürlich ist es gut, wenn ein Fehler erkannt, eingestanden und dann auch behoben wird. Nur wenn das Auftreten von Fehlern einem Muster folgt, sollte man eben auch erkennen, dass man vielleicht besser an den Ursachen solcher Fehler ansetzt.


    Hier hat man erst ich-weiß-nicht-wie-viele Entwicklerstunden in das Programmieren einer eigenen Dateiverwaltung gesteckt, die eigentlich nur dazu diente, ein neues Lizenzmodell besser durchsetzen zu können. Dann noch einmal ich-weiß-nicht-wie-viele Entwicklerstunden, um diese Dateiverwaltung wieder aus dem Produkt herauszuoperieren und stattdessen das neue Lizenzmodell über einen Abgabezähler für Steuererklärungen abzusichern. Und jetzt nochmal ich-weiß-nicht-wie-viele Entwicklerstunden, um die Kollateralschäden dieser Hin-und-Her-Aktion zu beheben. Das Ganze zu Ende März - bei einem Produkt, für das mit dem Versprechen geworben wird, die Steuererklärung einfach und schnell abgeben zu können.


    Mit nur etwas mehr Nachdenken und nur etwas kritischer Distanz zu eigenen "Geistesblitzen" hätte man aber durchaus vorhersehen können, dass man das über die Jahre gewachsene Nutzerklientel des eigenen Produkts mit einem so gängelnden Ansatz wie den im Programm verwalteten "Steuerordnern" massiv verärgern würde. Was bei einem Media-Player womöglich zieht, dass die Nutzer über eine optisch attraktive Oberfläche auf ihre Medien zugreifen können, statt über die drögen Dialogboxen des Betriebssystems, ergibt keinen Sinnn bei einer Anwendung wie der SSE, bei der die Nutzer in erster Linie Sachlichkeit und Professionalität erwarten.


    Ich möchte gerne weiterhin die SSE nutzen, weil ich ihre guten Eigenschaften schätze. Und deshalb wünsche ich mir ein Produktmanagement, das diese Eigenschaften auch auf Dauer verlässlich gewährleisten kann.

    Ob nach dem erneuten Versenden eine Bescheiddatenabholung (AAV nennt das hier zur Verwirrung einiger erfahrener User "Bescheidabholung"; eine überflüssige Erklärung zum Unterschied von anderen - angeblich erfahrenen - Usern brauche ich nicht, teilt das bitte ggfs. Hr. Jung, mit, nicht mir) wirklich möglich sein wird, weiß die AAV auch nicht.
    Mehr als ich wissen die auch nicht, das ist nicht neu.


    Bin gespannt, wie das Finanzamt reagiert.


    Mal ganz pragmatisch gedacht - ich würde dort jetzt entweder anrufen oder einen Brief schreiben, dass bitte die heute per Elster eingereichte Erklärung verwendet werden möge und nicht die von vor ein paar Tagen. Mit der Begründung, dass aufgrund eines Softwarefehlers bei der letzteren versehentlich die Abholung der Bescheiddaten nicht beantragt wurde. Der Aufwand ist ja nicht so groß und schaden kann es nach meinem Verständnis eigentlich nicht.

    Alles in allem ist das sicherlich keine Software, die ich bei gleichbleibender Qualität weiterhin kaufen werde. Hier ist dringend Handlungsbedarf bei Softwarentwicklung und vor allem auch Qualitätssicherung gefragt. Offensichtlich werden keine automatisierten Tests gefahren, oder diese Tests sind absolut mangelhaft, ansonsten wären viele dieser Fehler schon vor dem Release aufgefallen.


    Ich denke nicht, dass das Problem auf der Entwicklerebene liegt. Die Leute dort machen einen guten Job, erkannte Fehler werden meist schnell behoben. Und das ist bei so einem irrsinnig komplexen Programm mit einem so irrsinnig komplexen Sujet garantiert nicht einfach.


    ABER...


    Für mich sieht es eher danach aus, dass es bei der AAV womöglich ein Problem auf der Ebene des Produktmanagments gibt. Immer mal wieder scheint es da ein Bedürfnis zu geben, bestimmte Dinge doch einfach mal "anders" zu machen als bisher, auch wenn sie eigentlich funktionieren. Und dann anscheinend mit dem Anspruch verbunden, dass das mit hoher Priorität von einer Version auf die nächste oder auch manchmal von einem Update auf das nächste umgesetzt werden muss. Sodass es dann vermutlich ganz einfach an Zeit und Ressourcen mangelt, die Neuerungen und ihre möglichen Auswirkungen auf das Gesamtsystem vernünftig zu testen.


    Ein bisschen hat mich das Ganze z.B. daran erinnert, wie in der SSE 2016 von einem Update zum nächsten der BelegManager umgebaut wurde. Im Januar 2016, sozusagen bei voll laufendem Betrieb bei den Kunden. Was damals auch ziemlich schief gegangen war, siehe hier oder hier.

    Man könnte hier auch anmerken, dass die Implementation der Forensoftware hier an einigen Stellen keinen sehr professionellen Eindruck macht. Es sind hier 4(!) Sprachpakete für Deutsch auswählbar - Deutsch, Deutsch (Du), Deutsch (Du2), Deutsch (korrekt) - ohne dass man nachvollziehen kann, wo eventuelle Unterschiede liegen. Und das bei einem Benutzerforum zu einer in Deutsch programmierten Software für den deutschen Markt von einer deutschen Firma. Weshalb dann zusätzlich noch Sprachpakete für French und Spanish angeboten werden (aber nicht für English) ist mir auch nicht ganz klar.


    Interessieren würde mich allerdings auch noch, ob sich mal jemand um den Bug kümmern möchte, dass man Bilder in Beiträgen nur als nicht eingeloggter Gast sehen kann. Sobald man sich einloggt, sieht man statt Bildern nur Links, und wenn man auf die klickt, erhält man eine Fehlermeldung. War früher anders herum und ergibt auch überhaupt keinen Sinn, so wie es jetzt ist..

    Eigentlich sollte das Problem bei MAC schon länger gelöst sein. Nachfolgend ein Post eines Users vom 21.03, der den Angaben der AAV und den seinerzeitigen Update-Infos, die offenbar zwischenzeitlich korrigiert wurden (Problem besteht ja noch), wohl zu sehr vertraute. Der Thread wurde mittlerweile von der AAV geschlossen, deshalb nur ein Link. Post #22 ggfs. lesen.


    Man hilft sich hier - mangels wohl anderer Möglichkeiten - notgedrungen offenbar mit Schließen von Threads und anderen Tricks wie nachträglichen Editierungen von (update)-Infos.



    Ich bin besagter User und auch etwas befremdet darüber, dass im Update-Info die Aussage zur MAC-Version 26.33 anscheinend nachträglich editiert wurde, ohne dass man das nachvollziehen kann. Jetzt steht da

    • zur Version 26.31 (vom 15.3.2021)
      VaSt und Bescheiddaten auf MacOS: Derzeit ist die Bescheiddaten-Abholung und die vorausgefüllte Steuererklärung per Elster nicht verfügbar


    • und zur Version 26.32 MacOS (vom 19.03.2021)
      VaSt-Daten auf MacOS: Abruf der Daten wieder möglich. .

    Leider habe ich keinen Screenshot o.ä. aber ich bin mir ziemlich sicher, dass da ursprünglich bei der Korrekturversion 26.32 auch die Abholung der Bescheiddaten mit erwähnt worden war. Mir ist schon klar, dass man in einem solchen Beitrag keine fehlerhaften Informationen stehenlassen möchte, aber könnte man das bitte in solchen Fällen mit z.B. durchgestrichenem Text oder einem Zusatzhinweis lösen?


    Zum eigentlichen Thema des nicht mitbeantragten Abrufs der Bescheiddaten hoffe ich dann auf ein baldiges Erscheinen der Version 26.33 mit der Fehlerkorrektur. Ich denke, die Entwickler selbst direkt am Code ärgern sich am meisten über den Fehler und sehen ihn lieber früher als später korrigiert. Bei der AAV sollte man sich allerdings wirklich mal Gedanken um das Produktmanagement der SSE und dessen Prioritätensetzung machen.

    [USER="13215"]Reinholdx[/USER]
    Den Ärger wegen der späten Aufklärung kann ich verstehen. Nur hatte ich leider anfangs auch nicht verstanden, worauf die Fragen bzw. die Kritik genau abzielten. Und nachdem die AAV in der Mac-Version einen Fehler in der Bescheiddatenabholung kurzfristig gefixt hatte, war für mich nicht vorstellbar, dass man einen Fehler beim selben Punkt in der Windows-Version übersehen/ignorieren würde.


    Da ist schon ziemlich der Wurm drin in der Version dieses Jahr. :(
    So gesehen ist es für mich ja ein Glück, dass ich immer noch auf die Bescheinigung einer Bank warte, bei einer ansonsten komplett fertigen Erklärung.


    Kann man nicht ggf. nach dem Update seine Erklärung einfach nochmal einreichen? Ich habe mal gelesen, dass immer nur die letzte per Elster eingereichte Version im FA bearbeitet wird. Und wenn das Update früh genug kommt, hat die Bearbeitung dann ja vielleicht noch nicht begonnen.

    Im Versandnachweis für 2020 sehe ich diesen Passus hier nicht. Kann mir jemand zeigen, ob und wo er diesen Passus für 2020 hat?
    Oder was bedeutet es, wenn dieser Passus fehlt? Warum fehlt er ggfs.?


    OK, das war jetzt das missing link, danke. Da wäre ich jetzt auch ganz dankbar, wenn man sich bei der AAV das anschauen würde. Bewusst wurde da sicher nichts abgeschaltet, aber falls die automatische Beantragung des Bescheiddatenversands irgendwie versehentlich unterdrückt wurde, sollte das natürlich sehr zügig korrigiert werden.

    Jetzt habe ich auch für dieses Jahr eine Steuerbescheinigung erhalten, in der als zugeflossen geltende, noch nicht dem Steuerabzug unterworfene ausschüttungsgleiche Erträge aus Anteilen an ausländischen Investmentfonds im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG 2004 in Verbindung mit § 56 Abs. 3 Satz 6 InvStG 2018 ausgewiesen wurden, immerhin stolze 0,88 € :D.


    Ich habe das im Eingabedialog der SSE dann wie folgt abgebildet. In der Box Kapitalerträge mit inländischem Steuerabzug habe ich Korrektur der folgenden Kapitalerträge erforderlich angehakt und darunter dann Zinsen, Dividenden und andere Kapitalerträge (Zeile 7/12). Dann erscheint in der Box darunter neben der Zeile 7 eine Schaltfläche mit Pfeil nach rechts. Dort geklickt und im nächsten Eingabedialog in der Box Kürzungsbetrag die 0,88 € eingetragen, sowie als Grund der Kürzung: Summe der als zugeflossen geltenden, noch nicht dem Steuerabzug unterworfenen Erträgen aus Anteilen an ausländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 InvStG 2004 in Verbindung mit § 56 Abs. 3 Satz 6 InvStG 2018). Das Eingabefeld nimmt diesen Bandwurm tatsächlich klaglos an.


    Wenn ich dann wieder zum vorherigen Eingabedialog zurückkehre, steht dort in Zeile 7 neben dem Feld Betrag laut Bescheinigung der um 0,88 € niedrigere Wert im Feld korrigierter Betrag. Und in der Formularansicht passt es ebenso.