Posts by blueslink

    Ich (=Steuerpflichtiger):
    • 2008 60/61 Jahre alt mit
    • Bezug einer DRV-Rente und einer
    • Betriebsrente

    In meinem konkreten Falle wurde die Betriebsrente, die ich korrekt als Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit angegeben hatte, von der Sachbearbeiterin im FA nicht als Versorgungsbezug erkannt, weil dieser Sachverhalt vermeintlich aus der Steuererklärung nicht unmittelbar hervorgeht.

    Daraus resultierte das Abschmelzen des Vorwegabzugs von 3068 EUR auf Null und ein Einspruch von meiner Seite gegen den Steuerbescheid, dem das FA nicht stattgegeben hat.

    Dank der klaren Worte und des Zuspruchs von H. Jung bin ich standhaft geblieben und erwarte jetzt einen Steuervorteil von mehreren Hundert EUR.
    So weit (und in Kürze) mein konkretes Steuerproblem und dessen Lösung.

    Nach alledem, was bisher zum Thema Kürzung des Vorwegabzugs hier geschrieben wurde, habe ich gute Gründe, die fachliche Seite dieses Themas hier nicht erneut aufzugreifen, weil
    a) ich riskiere, frühere Aussagen nur zu wiederholen
    b) die Materie so kompliziert zu sein scheint, daß die Gefahr besteht, Fehlerhaftes zu schreiben.

    Bis jetzt habe ich (trotz akademischer Vorbildung und jahrzehntelanger hauptberuflicher Verwaltungserfahrung) den § 10 EStG und dessen Querverbindungen zu anderen Gesetzestexten nicht durchschaut und fühle mich damit in guter Gesellschaft mit vielen Steuerpflichtigen sowie offensichtlich sogar mit einigen Beschäftigten in der Finanzverwaltung.

    Es ist höchst unbefriedigend, daß „in diesem unserem Lande“ so unendlich viele Steuerpflichtige ohne die Hilfe von Steuerberatern oder die Unterstützung von freundlichen Helfern wie Herrn M. Jung mit ihrer Steuererklärung nicht zurechtzukommen scheinen.

    Letzterer ist mit seinem äußerst hohen Engagement und seiner fachlichen Kompetenz natürlich ein Segen für uns, die Nutzer der Steuertipps für Angestellte, aber wo soll das hinführen, wenn sich Tausende mit ihrem persönlichen Anliegen an ihn wenden?
    Er wird dann zu Recht mehr und mehr darauf hinweisen, daß er keine Steuerberatung betreiben darf und dieses auch im Rahmen seiner Funktion als Arbeitnehmer der Akademischen Arbeitsgemeinschaft nicht leisten kann.

    Unter diesen Umständen fühle ich mich privilegiert, daß Herr Jung mir geholfen hat und fühle mich ihm zutiefst zu Dank verpflichtet.

    Und jetzt alle:
    „Long live Martin Jung!“

    H.-W. Link

    Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Reaktion.

    "In den Gesetzen steht viel aber fragen Sie immer gezielt nach, welcher Punkt gezielt auf Ihren Fall zutreffen soll."

    Ich kann nicht erkennen, daß in meinem Fall eine spezielle Regelung greifen soll, dementsprechend wurde ich bei meiner Frage an das FA genau auf die Berechnungsgrundlage hingewiesen, die in meiner Steuererklärung steht:
    (§ 10 Absatz 3 Nr. 2 EStG ..)

    Einen Rentner, der vor Erreichen der regulären Altersgrenze bereits mit 60 aus dem Arbeitsleben ausscheidet und zusätzlich eine Betriebsrente erhält, wird es in Deutschland wohl zu Hunderttausenden geben, ebenso eine für diese Personengruppe angewandte Standardbesteuerung und die führt lt. FA regelmäßig zu einer Kürzung des Vorwegabzugs von 3068 EUR auf Null.

    Oder noch konkreter:
    Man tut beim FA so, als sei ich mit dem Ergebnis meines Steuerprogramms Programm auf dem Holzweg und als müsse man keine Fallunterscheidung machen, wann Kürzung und wann nicht.

    Ich bin irritiert, daß die Kürzung des Vorwegabzugs bei einem Rentner (60 Jahre alt) mit zusätzlichem Bezug von Betriebsrente immer noch nicht abschließend geklärt zu sein scheint.
    Mit Hilfe von Herrn Jung haben offensichtlich bereits einige Einsprüche zum Erfolg geführt und doch kürzen Beschäftigte bei Finanzämtern weiterhin den Vorwegabzug mit dem Hinweis auf die Betriebsrente als Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit.
    In meinem Falle erfolgte die Kürzung im Steuerbescheid zunächst unter Anwendung des § 10, Abs. 3 Nr. 2 EStG, zusätzlich wurde dann später auf H 10.11 EStH als Argument gegen meinen Einspruch verwiesen.