Posts by Taxler

    Im Grunde genommen ist es ein Rechenexempel: Entweder Ansatz doppelte Haushaltsführung oder Geltendmachung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
    Bei der doppelten Haushaltsführung können Sie die Verpflegungspauschbeträge, Kosten der Zweitwohnung und Familienheimfahrten geltend machen. Ob die Kosten für die Familienheimfahrten für Ihre Frau ebenfalls angesetzt werden können, ist für mich nicht ganz eindeutig.
    Machen Sie hingegen die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte geltend, dann können diese für beide Eheleute angesetzt werden.

    Zu Ihrem Problem habe ich keine persönliche Meinung, ich habe nur die Rechtslage dargestellt.
    Vielleicht kommt der finanzamtliche Sachbearbeiter nicht darauf, wenn Sie die Familienheimfahrten nur bei einer Person geltend machen. Tatsächlich entstehen Ihnen auch nur einmal Kosten.

    Es stellt sich vordergründig die Frage, ob überhaupt eine doppelte Haushaltsführung vorliegt.
    Bei einem verheirateten Arbeitnehmer liegt der Mittelpunkt der Lebensinteressen grundsätzlich an dem Ort, an dem auch sein Ehepartner und – wenn auch nicht notwendigerweise – seine minderjährigen Kinder wohnen. Daher verlagert
    sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen i. d. R. an den Beschäftigungsort, wenn der Arbeitnehmer dort mit seinem Ehepartner in eine familiengerechte Wohnung einzieht. Dies gilt auch dann, wenn die frühere Familienwohnung beibehalten und zeitweise noch genutzt wird.
    Wohnen beide Ehegatten während der Woche zusammen in einer Wohnung in der Nähe beider Arbeitsstätten, und nur am Wochenende bzw. im Urlaub in einer anderen Stadt, befindet sich der Lebensmittelpunkt in der Wohnung am Beschäftigungsort.

    Als Werbungskosten können Sie diese Aufwendungen überhaupt nicht ansetzen. Maklergebühren gehören zu den Anschaffungsnebenkosten und werden dort anteilig abgeschrieben. Die entsprechenden Ausgaben geben Sie im Programm unter Gebäudeabschreibung/Anschaffungskosten ein.
    Zu den Anschaffungskosten gehören:
    - Kaufpreis der Wohnung
    - Maklergebühr
    - Notar Kaufvertrag
    - Grunderwerbsteuer
    - Gebühren Grundbuchamt Kaufvertrag
    - Gebühren Grundbuchamt Eigentumsumschreibung
    Diese Aufwendungen werden natürlich noch um den Anteil für Grund und Boden reduziert. Aber dies nimmt das Programm entsprechend vor.

    Lieber Rautka,
    Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht, um die Angelegenheit zu klären. Wie ich die Sache sehe, hat doch das Finanzamt mehr erstattet als die Berechnung der SSE ergeben hat. Somit ist der Fragesteller keinesfalls benachteiligt. Die Klärung der Frage, wer nun richtig gerechnet hat, hat somit nur noch Bedeutung im Hinblick auf das nächste Jahr. Ein Fehler in der SSE ist es sicherlich nicht, sonst wäre dieser auch bei anderen Anwendern aufgetreten.

    Für die Sozietät wurde vermutlich eine Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung beim Finanzamt eingereicht. Hierüber ergeht dann ein Feststellungsbescheid, aus dem sich Ihre Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, die Steuernummer der Sozietät und das zuständige Finanzamt ergeben. Liegt Ihnen dieser Bescheid schon vor?

    O.K., ich bin ja nicht nachtragend. :) Darum weitere Hilfestellungen. Vergleichen Sie doch einmal den Bescheid des Vorjahres mit dem des Jahres 2012. Denn auch bereits im Jahre 2011 sind die Rentenzahlungen vom Rentenversicherungsträger der Finanzbehörde gemeldet worden. Es dürfte sich demzufolge kein großer Unterschied ergeben. Mein Tipp: Beantragen Sie doch künftig eine Rentenbezugsmitteilung, aus der sich dann der genaue Rentenbezug und auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ergeben. Die Anforderung kann z.B. bei der Deutschen Rentenversicherung Bund auch online erfolgen. Dann stellen Sie in der Steuersparerklärung wiederum auf "Zusammenveranlagung" und versuchen die Abweichungen zum Steuerbescheid herauszufinden. Gehen Sie Betrag für Betrag durch. Irgendwo muss ich ja eine Abweichung ergeben. Sollte das Ergebnis bei einer Zusammenveranlagung nunmehr günstiger für Sie sein, dann legen Sie gegen Ihren Steuerbescheid und den Ihrer Frau fristgerecht Einspruch ein und beantragen gemeinsam die Zusammenveranlagung. Ich muss Ihnen recht geben: Eine normale Rentenerhöhung kann keine Nachzahlung in Höhe von 700 € für Folge haben. Der Hund liegt irgendwo anders begraben.

    Sie haben nicht alle Angaben aus der Steuerberechnung richtig zitiert.
    Bitte nennen Sie die Beträge zu folgenden Angaben:
    - Summe der begünstigten Beiträge und Zulagen gesamt
    - Höhe des Anspruchs auf Altersvorsorgezulage
    - Steuerersparnis durch den Abzug als Sonderausgaben
    Welcher Betrag steht ganz rechts außen?

    Ich wollte Ihnen nur helfen und habe dafür Zeit investiert. Wenn Sie allerdings nicht bereit sind, eine ganz naheliegende und einfache Tätigkeit, nämlich das Vergleichen des Bescheides mit der Steuerberechnung, vorzunehmen, dann kann man Ihnen nicht helfen. Für diese Tätigkeit ist es nicht erforderlich zu promovieren. Außerdem habe ich Ihren letzten Beitrag als unangemessen empfunden. Aus diesem Grund werde ich Ihnen auch nicht verraten, wie Sie die Zahlung des Nachzahlungsbetrags an das Finanzamt vermeiden können.

    Sie haben nun endlich den Sachverhalt ausführlicher dargestellt, allerdings sind Sie immer noch nicht in der Lage gewesen, die Unterschiede zwischen Ihrem Bescheid und der Steuerberechnung aufzuzeigen.

    Die Förderung als Sonderausgabe kommt nur in Frage, wenn die Steuerersparnis höher ist als die Ihnen zustehende Zulage. Diese Günstigerprüfung führt das Finanzamt von Amts wegen durch.
    Welche Beträge erscheinen im Steuerbescheid unter: Altersvorsorgebeiträge, Altersvorsorgezulage, davon abzugsfähig?
    Welche Beträge erscheinen in der Steuerberechnung unter Altersvorsorgebeiträge (Beträge zwischen den beiden Linien)?

    Im ersten Beitrag haben Sie sich tatsächlich unklar ausgedrückt. Allerdings haben auch Ihre weiteren Beiträge keineswegs zur Aufklärung beigetragen. Wenn Sie nun schreiben, "die Erklärung ist nie beim Finanzamt angekommen", liegen nun Bescheide des Finanzamtes vor oder nicht? Haben Sie nun gemeinsame oder getrennte Veranlagung beantragt? Aufgrund der Tatsache, dass offenbar sonst niemand dieses Problem hat, können Sie davon ausgehen, dass das Programm schon richtig rechnet. Sollten Bescheide tatsächlich vorliegen, dann befolgen Sie bitte meinen Rat, stellen einen Vergleich zwischen der Steuerberechnung und den Bescheiden an und konkretisieren Sie die Abweichungen. Mit Ihren wenig konkreten Informationen kann Ihnen niemand helfen.