Posts by herault

    Das sagt er so, weil mit der Software bei Einzelveranlagung mit der Ehefrau einige Umstände verbunden seien. Der Ehemann, bei Zusammenveranlagung, wird zwar im Hauptvorduck in das erste Personalfeld eingeben und die Ehefrau, und nur bei Zusammenveranlagung, in den unteren Zeilen, deswegen kommt der Ehemann aber steuerlich nicht zuerst.

    Welch ein Umstand. Wenn doch schon von vornherein feststeht, dass eine Einzelveranlagung gewünscht ist und noch keine Daten in der Steuererklärung erfasst sind, kann der/diejenige Person sich doch gleich in den allgemeinen persönlichen Angaben eintragen, wo er/sie dann genauso die steuerpflichtige Person ist. Jede einzelveranlagte Person ist auch steuerpflichtige Person. Einer, der nur die Formulare verwendet oder in Mein Elster erfasst, stellt sich diese Frage erst gar nicht. Die Software bietet die Möglichkeit bei zwei erfassten Eheleuten im Bedarfsfalle prüfen zu können, ob eine Einzelveranlagung günstiger wäre. Dann gibt es für jeden eigene Steuererklärungen/Formulare. Und wenn die Ehe tatsächlich schon länger zurückliegt, ist eine Erfassung als Ehefrau schon gar nicht mehr möglich. Dazu muss man sich nicht erst ein sinnfreies vordatiertes Scheidungsdatum vor Augen halten, dass ich dann nur noch wie eine ledige oder unverheiratete Person erfassen kann. Das weiß man dann doch auch so.

    Vielleicht hätte man sich den Aufwand oder Ärger sparen können, wenn man die geschiedene Ehefrau erst gar nicht zusammen mit dem früheren Ehemann erfasst hätte. So klang das angeführte Beispiel eben noch für mich, dass geglaubt wurde auch noch den Ehemann eingeben zu sollen.

    Schwierig könnte es sich anfühlen, wenn mit gleichen Programmen ein Paar getrennt in separaten Steuerfalldateien übernommen werden soll. Einmal sperrt das noch weiter zurückliegende Scheidungsdatum in der übernommenen Datei die Ansicht der Ehefrau. Man müsste erst einmal die Uhr für die Scheidung wieder zurückdrehen, um die Ehefrau mit den Dialog- und Kopierfunktionen nach vorne zu rücken, um den Ehemann durch die Ehefrau zu ersetzen. Eine Neuaufnahme wäre nicht gleich nötig gewesen. Man fragt sich zwar immer wieder, wann solch eine Übung Sinn mache, denn eigentlich sind fast alle Daten doch eh veraltet. Die günstigste Gelegenheit VaSt zu nutzen. Aber gemeinsame Kinder, Behalt der gemeinsamen Wohnung, die damit verbundenen Anlagen und Sonderausgaben als auch Altersvorsorgeverträge könnten einem schon etwas Arbeit ersparen, insbesondere dann, wenn keine Routine vorhanden ist. Anwender die keinen Nutzen oder für sich keinen Sinn mehr in der früheren gemeinsamen Steuerfalldatei erkennen können, sind nicht unbedingt erpicht dem Anbieter die Treue zu halten. Der Import für die Daten der Ehefrau im Jahr der Heirat ist eine sehr lobenswerte und sinnvolle Funktion, doch sollte es auch eine umgekehrte Funktion dazu geben. Das kann doch für die Entwickler nicht so schwer sein. Das gewünschte Feature: „Ich möchte die Daten der Ehefrau in meine Steuererklärung übernehmen!“ So einfach wäre das. 😊

    Danke für Ihre vernünftige Beschreibung. Vor allem, ich zitiere Sie:

    "Jede einzelveranlagte Person ist auch steuerpflichtige Person. Einer, der nur die Formulare verwendet oder in Mein Elster erfasst, stellt sich diese Frage erst gar nicht." Also Papierformular ausfüllen, null Problem.

    So ist es. Das Unvermögen, welches in diesem Programm steckt, ist zu beseitigen! Ich habe mich so geärgert, dass ich das Abo kündigen wollte. Auch weil ich andere Fehler entdeckte. Ich erwarte etwas mehr Qualität als von dem z.B. bei Aldi angeboteten Programm für 5 €, welches ich daraufhin zum Test erwarb.

    Das kann die Akademische Arbeitsgemeinschaft nicht ändern,
    denn das deutsche Steuerrecht ist rein patriarchaisch!

    Der Ehemann kommt steuerlich immer zuerst.

    Die Ehefrau ist steuerlich nur ein vollständig unselbständiges Anhängsel vom Ehemann.

    Bitte, wo steht das in Gesetzen, Verordnungen?

    Das o.a. sehr ärgerliche Problem hatte ich ebenfalls (Tochter in Trennung, noch verheiratet, wünschte Einzelveranlagung). Mein Lösungsvorschlag: "Geschieden im Vorjahr" eingeben. Dann braucht man keine Eingaben zum Ehemann zu machen bei EV. Steuerlich dürfte das keinen Unterschied machen.

    Ferner: Nach Scheidung war im Folgejahr die Datenübernahme fast unmöglich, weil der Ehemann mit seinen Daten das Programm dominierte. Eine Neuanlage war erforderlich.

    Genau das habe ich so gemacht. Einzelveranlagung bei beiden und Ehemann ausser Stammdaten alles Null(-Eingaben).

    Obwohl beim Alleinerziehungs-FB die Mutter den Antrag stellt, wird der Freibetrag in der Ergebnisvorschau beim Ehemann gezeigt (sonst nichts). Alle Eingabevarianten durchgespielt (z.B. "Gemeinsamer Haushalt" ab 1.1. oder ab Trennung bzw. Auszug des Ehemanns); immer beim Ehemann. Nichts ändert sich. Ich hoffe, dass bei der Übermittlung mit Elster das richtiger läuft.

    Falls nicht, kann das über Antrag bzw. Einspruch natürlich richtiggestellt werden. Aber mir geht es um prinzipielle Programmverbesserung.

    Das ist zwar zeitanteilig möglich, aber bei der Erklärung zur Einzelveranlagung der Frau, die den Alleinerziehungsfreibetrag beantragt, wird dieser jedoch-falsch- bei dem getrennt lebenden Ehegatten berücksichtigt. Der muss im Trennungsjahr mit seinen Stammdaten in der Erklärung mit laufen, obwohl Einkünfte etc. alle nicht erfasst werden; kennt man ja nicht. Denn man will ja eine EV für die alleinerziehend Ehefrau erstellen und niemals eine Zusammenveranlagung.

    BFH Urteil vom 28.10.2021 - III R 17/20 (veröffentlicht am 17.03.2022) | Steuer Office ...
    Entscheidungsstichwort (Thema) Entlastungsbetrag für Alleinerziehende für einzeln veranlagte Ehegatten im Trennungsjahr  Leitsatz (amtlich) Steuerpflichtige,…
    www.haufe.de

    Dieser Link funktioniert bei mir nicht. Er zitiert aber das mir bislang nicht bekannte

    BFH Urteil vom 28.10.2021 - III R 17/20 (veröffentlicht am 17.03.2022) Daraus:

    "....Rz. 24

    bb) Die zeitanteilige Gewährung des Freibetrages verhindert eine Benachteiligung von Steuerpflichtigen, die sich im Laufe eines Jahres von ihrem Ehepartner getrennt und anschließend die Kinder allein im Haushalt versorgt haben. Sie dürfen steuerrechtlich nicht schlechter gestellt werden im Vergleich zu nicht verheirateten Steuerpflichtigen, die sich trennen und die Haushaltsgemeinschaft beenden und die den Entlastungsbetrag für die haushaltszugehörigen Kinder danach zeitanteilig zweifelsfrei beanspruchen können.

    Rz. 25

    3. Das FG hat nach diesen Maßstäben zu Recht entschieden, dass dem Kläger der erhöhte Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gemäß § 24b EStG zeitanteilig für acht Monate zu gewähren ist. Nach den bindenden Feststellungen des FG (§ 118 Abs. 2 FGO) lebte der Kläger im Trennungs- und Streitjahr allein mit seinen beiden minderjährigen Kindern, nachdem seine damalige Ehefrau im April 2017 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war...."

    DAS PROGRAMM MACHT DAHER DOCH EINEN FEHLER! Bei noch Verheirateten muss auch im Trennungsjahr ein zeitanteiliger AFB gewährt werden, sofern Einzelveranlagung gewählt wird. Im Programm aktuell nicht möglich!

    Im Programm ist es nicht möglich, im Trennungsjahr einen zeitanteiligen Alleinerzeihungsfreibetrag zu beantragen. Lt. Auffassung der Finanzverwaltung sollen die Voraussetzungen für das gesamte Kalenderjahr vorliegen, nicht jedoch, wenn sie eintreten. Soweit mir bekannt, läuft eine Klage mit dem Ziel, dass der FB wenigstes zeitanteilig berücksichtigt wird. Es wäre gut, wenn das Programm das nicht blockiert. Im aktuellen Fall war Trennung im März, die Mutter danach alleinerziehend. Eingabe unmöglich!

    Danke, Herr Fischer. Von Hand eintragen, da sträubt sich innerlich einiges in mir, denn da fehlt die Brücke/Überleitung im Programm von der EÜR zum Gewerbeertrag. Schon wieder so ein Handzettel, der leicht verloren oder vergessen wird. Auch in der EÜR sollte das Sonderbetriebsergebnis enthalten sein, denn es soll ja das gesamte Ergebnis der GbR gezeigt werden. Es gibt GbR`s , wo die Sonderbetriebsergebnisse größer sind als die gemeinsam in der GbR gebuchten Daten. Da macht die EÜR der GbR allein dann wenig Sinn, da nicht aussagefähig. Sehen Sie das bitte als Verbesserungsvorschlag für einen Testsieger, der diesen Titel zu Recht verdient hat.

    Zu Sparerkl. Plus 2008
    Problem : Sonderbetriebseinnahmen/- ausgaben bei einer gewerbl. GbR
    An einer gewerblichen GbR sind 2 Mitunternehmer (Ann. je 50%) beteiligt. Die Gewinnermittlung mit EÜR für die GbR wird gesondert erstellt. Der Gewinn (Annahme)100 wird in die Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung übernommen und auf die Gesellschafter aufgeteilt. Erst in dieser Feststellungserklärung werden die Sonderbetriebsausgaben und –einnahmen (Annahme : +30) erfasst. Jedoch nicht bereits vorher in der Gewinnermittlung der GbR, die eine eigene Gewerbesteuererklärung abgeben muß, wo die Sonderbetriebsaugaben/-einnahmen eigentlich den Gewerbeertrag beeinflussen müssten, so dass in der GbR-EÜR bereits ein Ertrag von 130 ausgewiesen werden müßte.
    ME sollten in der EÜR eigens für gewerbesteuerliche Zwecke derartige Hinzurechnungen bzw. Kürzungen möglich sein (im Programm nur für stille Gesellschafter und Dauerschuldzinsen vorgesehen) Wie ist das lösbar?