Posts by akliegl

    Hallo,

    hier liegt (vermutlich) die gleiche Situation vor wie bei mir: "Betrieb 1 als Selbstständiger" und "Betrieb 2 als Stromerzeuger mittels PV". Schau Di rmal meine Diskussion mit Charlie24 im folgenden Thread an (hoffentlich funktioniert der Link)

    akliegl
    January 20, 2024 at 5:47 PM


    Da ist die "Problematik" und mein mit dem FA abgestimmter "Lösungsansatz" beschrieben.

    VG

    Ich formuliere es mal etwas ausführlicher, da @Nietnagel ja hier und wahrscheinlich im Programm ganz neu ist:

    1. Wenn Du die Umsatzsteuervoranmeldung bereits im entsprechenden Steuerjahr (mit dem Programm "Gewinnerfassung") abgegeben hast (z.B. monatlich oder vierteljährlich) , musst Du die Daten aus der"Gewinnerfassung" in das Programm "Gewinnermittlung " übernehmen.

    2. Dort kannst Du noch Änderungen vornehmen für Einkünfte ode Ausgaben die in der letzten "Gewinnerfassung" noch nicht enthalten waren. Wenn Du z.B selbst eine gewisse Menge des erzeugten Stroms auch selbst verbraucht hast, musst Du für den Gegenwert des Eigenverbrauchs noch die vereinnahmte Umsatzsteuer melden.

    3. Wenn Du dann alles (ggf. inkl. Änderungen) eingetragen hast, musst Du die "Jahreserklärung für die Umsatzsteuererklärung" abgeben. Die "Jahreserklärung für die Anlage EÜR" (=Ermittlung des Bewinn/Verlusts für den PV-Betrieb) muss bei den betreffenden PV-Anlagen seit dem Steuerjahr 2022 NICHT mehr eingesendet werden.

    4. Und im Programm "Einkommenssteuererklärung" musst Du dann auch den Gewinn aus dem PV-Betrieb nicht mehr importieren, da dieser Gewinn auch seit 2022 nicht mehr für die Einkommenssteuer (oder "Ertragssteuer" wie Du sagst) herangezogen wird.

    Ich habe formal zwei Betriebe (im Folgenden CON und PV), deren Einnahmen/Ausgaben ich unterjährig - wegen der vom FA geforderten gemeinsamen Voranmeldung - in nur einer (gemeinsamen) Gewinnerfassungsdatei dokumentiere. Nach Versand der Jahresumsatzsteuererklärung aus einer (zunächst) gemeinsamen Gewinnermittlungsdatei habe ich bisher diese eine Gewinnermittlung inhaltlich in zwei Dateien (= zwei Gewinnermittlungen) getrennt, um jeweils eine separate EÜR zu erstellen. Die Umsatzsteuerzahlungen von PV hatte ich bisher der Einfachheit halber nur dem CON zugeordnet. Das hat zwar für beide die Ergebnisse etwas verfälscht (bei CON verringert, bei PV erhöht), weil bei CON die Umsatzsteuerzahlungen aus PV-Betrieb als Ausgaben betrachtet wurden und bei PV vermeintlich keine Umsatzsteuer abgeführt wurde. Letztendlich ist das dann in der Summe in der Einkommenssteuererklärung wieder ausgeglichen worden. Und in der Umsatzsteuererklärung war es sowieso saldiert.

    Da aber jetzt die Erträge aus PV nicht mehr zur EkSt herangezogen werden und das Finanzamt nicht einmal mehr eine EÜR für PV haben will, reduziere ich durch meine ("falsche") Gewinnermittlung für CON meinen für die EkSt zu erklärenden Gewinn. Ich habe jetzt versucht, die Umsatzsteuerzahllast für PV in der EÜR für CON herauszurechnen durch Angabe eines negativen Betrags, weil damit rechnerisch das Geschäft CON die Umsatzsteuer von PV "erstattet" bekommt. In der EÜR Darstellung hat das jetzt zur Folge, dass die Betriebseinnahmen gesteigert werden (zu finden in der Zeile "vom Finanzamt erstattete Umsatzsteuer") und die Betriebsausgaben auch entsprechend zu hoch sind (weil da die zu viel gezahlte Umsatzsteuer - die für PV - enthalten ist). Richtig wäre, wenn beide Zahlen korrekt (i.e. niedriger) wären, aber dann sind die Zahlungen an das Finanzamt schwerer zu ermitteln und für das FA nicht nachzuvollziehen. Erschwerend kommt sowieso noch die Zuordnung zu den Kalenderjahren hinzu.

    Das Betriebsergebnis ist in Saldo zwar wieder korrekt, weil sich das ja ausgleicht, aber die Zeilenbeschriftungen für "vom FA erstattete Umsatzsteuer" und "an das Finanzamt gezahlte Umsatzsteuer" stimmen nicht für den Betrieb CON (auch wenn sie sich im Saldo ausgleichen). Für 2022 hatte ich es so wie in Absatz 1 beschrieben gemacht. Das FA hat es akzeptiert oder vermutlich den Fehler nicht bemerkt. Da hatte ich aber auch noch die EÜR für PV abgegeben, obwohl das nicht erforderlich war. So konnten sie es zumindest nachvollziehen.

    Meine Fragen an die Community:

    1. Soll ich das bei der EÜR so machen wie bisher - alles dem CON-Betrieb zurodnen - mit dem dann falschen Ergebnis?

    2. oder soll ich das wie in Absatz 2 beschrieben machen - saubere Aufteilung -

    3. Wie mache ich das am besten für 2024? Wahrscheinlich gleich zwei getrennte Gewinnerfassungen anlegen und nur bei der Voranmeldung die Summenwerte "händisch" eintragen.

    Die Herausforderung mit den zwei Betrieben (bei einer Gewinnerfassung und zwei EÜR) wurde in den vergangenen Jahren hin und wieder diskutiert. Jetzt hat es m.M.n. wegen der Herausnahme der PV-Einkünfte aus der EkSt und der weiterhin notwendigen Behandlung in der Umsatzsteuer eine neu Komplexität erfahren.

    Vielen Dank Charlie24

    Mit Deinem Hinweis konnte ich besser googeln und habe mehrere gleich gelagerte Fälle und Diskussionen gefunden. Darunter war einer, der in sener Not die Summenwerte in das ELSTER Formular eingetragen hat. Und genau das habe ich dann auch umgesetzt. Und siehe da: es scheint so zu sein, dass das Problem NICHT vor dem Computer sitzt, sondern das Problem ist die Software (glaube ich).

    Dirk Vroomen

    Ich habe eine Home Office Pauschale angegeben, die in der Formularvorschau der EÜR in Zeile70 eingetragen wird und dort meine " ..... betrieblichen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer" um genau den Betrag erhöht. Bei ELSTER

    ist diese Zeile 70 zweimal vorhanden: einmal als "nicht abziehbare Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer" und einmal als "abziehbare Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer". Ich kenne mich da jetzt nicht so gut aus wie Charlie24 und warum eine Zeile 70 zweimal da ist. Aber es hat mich zumindest zur Home Office Pauschale geführt.

    Fakt ist nämlich, dass reproduzierbar (und unabhängig von ELSTER) meine EÜR ....

    .... mit Home Office Pauschale vom Prüfer mit dem o.g. Fehler 600614 abgelehnt wird und

    .... ohne Home Office Pauschale vom Prüfer akzeptiert wird.

    Da in ELSTER zwei Zeilen 70 vorhanden sind (das verstehe ich leider nicht), bei denen ein Eintrag in die eine Zeile die Aufwendungen erhöht und ein Eintrag in die andere Zeile die Aufwendungen unverändert lässt, vermute ich schwer, dass unser Programm die Home Office Pauschale in die falsche Zeile 70 einträgt und deswegen der Summenwert abweicht. Ich bin gespannt, was da rauskommt.

    Good night.

    Fehlermeldung beim Prüfen der EÜR:
    "Der bei der Summe der Betriebsausgaben eingetragene Wert entspricht nicht der sich rechnerisch ergebenden Summe aus den erklärten Einzelwerten".

    Da ich die Summe ja nicht selbst eingebe, stehe ich jetzt vor meinen Einzelwerten, die ich natürlich jetzt schon geprüft habe und händisch addiert habe.

    Vielleicht weiß einer was.

    Vielen Dank

    Wir hatten ein ähnliches Problem: zwei (ur-)alte Grundsteuerbescheide, die nach diversen erbschaftsbedingten Aufteilungen einer ehemaligen Landwirstchaft erstellt wurden und inhaltlich einem Gewerbebetrieb zugeordnet waren, beinhalteten Immobilien, Wohnhäuser, ehem. weiden, Zufahrststraße, Fließgewässer, unkultivierte Flächen,etc.). Mit dem (ELSTER-)Formular zur bayerischen Grundsteuererklärung ist es nicht mögliche, die ehemals landwirtschaftlichen Grundstücke - (aktuell z.B. nur noch als Pferdekoppel genützt) und die sonstigen "Ungentzen" Flächen dem Gewerbebetrieb (der über das AZ identifiziert war) zuzuordnen, weil wir kein landwirtschaftlicher Betrieb sind und die (de facto) landwirtschaftliche Fläche dann als "Garten" o.ä. behandelt worden wären mit der Konsequenz einer höheren Grundsteuer. Das gleiche galt für "Gewässer", "unkultivierte Flächen" (wahrscheinlich das Ufer,...), etc.

    Nach Rücksprache mit der Hotline in München ("das ist ein komplexer Fall") und dann mit der Bewertungsstelle beim Finanzamt wurde klar, dass solche (historischen) Landwirtschaftsflächen in der Software für die Grundsteuererklärung (in unserem Fall ELSTER, nicht Akad.) nicht abgebildet werden können. Sprich: eine landwirtschatliche Fläche kann nicht als Anlage einem Gewerbetrieb zugeordnet wären. Die Bewertungsstelle hat uns jetzt eine neues Aktenzeichen zugeteilt, unter dem wir jetzt die alten ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen als "Land-/Fortswirtschaftsbetrieb" erfassen. Wir haben uns auch vergewissert, dass daraus nicht ungewollte Folgekosten entstehen z.B. Zangsmitgliedschaft bei einer landwirtschaftlichen Organisation (wie Berufsgenossenschaft, Krankenkasse, Rentenkasse o.ä..). Ich hoffe, das hilft.

    Mittlerweile gibt es ein neues BMF-Schreiben vom 22.02..2022 IV C 3-S 2190/21/10002:025). Wenn ich das richtig verstehe, ist zwar die Abschreibunsgdauer für Computer auf 1 Jahr verkürzt worden, man kann aber nicht (fiktiv) die Anschaffung auf den 01.01. setzen, sondern beginnt linear ab dem Anschaffungsdatum abzuschreiben , also dann über 12 Mnate und - da seltenst am 01.01. beschafft wird, über zwei Steuerjahre.

    Ich erstelle alle Erklärungen (Umstzsteuer, Einkommenssteuer, Feststellungserklärung, monatlich, vierteljährlich, jährlich) sowohl für "Selbständige" als auch für "PV-Anlage" mit der "normalen" Version der Steuersparerklärung und benötige weder die Version "für Selbstsändige" noch die Version "Plus (für PV-Anlagen)". Und ich in überzeugt, dass ich in ein paar Jahren auch nicht die Version "für Rentner" benötige. Ich hatte in einem anderen Thread schon mal darauf hingewiesen, dass sich mir nicht erschließt, warum man eine extra Version (mit höherem Preis) kaufen muss. Es war so sogar so, das die extra Version einen Bug hatte. (auch in einem anderem Thread diskutiert). Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, dass es keine funktionale Gegenüberstellung gibt, sondern (m.E.) das alles dem Marketingdenken (des Verlags) und dem Wohlbefinden (der Käufer) geschuldet ist.

    In Deinem Fall kannst Du (m.E.) also Deine PV-Anlage mit jeder Version abschließen, die zeitlich dazu passt. Und im nächsten Jahr kannst Du wieder auf die "normale" Version zum "normalen" Preis zurückfallen.

    Sie benötigen die SteuerSparerklärung Plus 2021

    Hallo,

    ich mach das mit der Standardausgabe der Steuersparerklärung. Es lässt sich alles korrekt erfassen. Man kann leider auch nicht wirklich gut nachlesen, worin die Unterschiede bestehen.

    Ein kleiner Nachteil ist, dass für den Eigenverbrauch (durch Nutzung de erzeugten Stroms) nur ein Eintrag möglich ist, der sich dann logischerweise auf das komplette Jahr bezieht. Hier sollte man Monatszeilen einführen, um die monatliche Gewinnerfassung korrekt zu erstellen. Aber bielleicht ist genau das der Unterschied.

    Hallo,

    das ist ja wirklich eine interessante Diskussion. Vom Softwarehersteller wird einem nahe gelegt dass man die Spezialversion für PV-Anlagen (mit Preisaufschlag) kaufen soll und dann ist genau dieses Programm bei der gewünschten Funktion fehlerhaft. Ich habe mir den Sachverhalt anhand der "Hilfen zu PV-Anlagen" der bayerischen Steuerbehörden selbst erarbeitet. In der entsprechenden PDF-Datei sind die Rechenbeispiele angegeben (link siehe weiter oben im Thread). Man braucht und rechnet wie folgt:
    1. Pauschale Einspeisevergütung pro kWh, die man mit der Anzahl der eigenverbrauchten kWh (=Anzahl erzeugt - Anzahl eingespeist) multiplizieren muss => Dieser Wert wird zur Berechnung der Einkommenssteuer herangezogen.

    2. Referenzpreis pro kWh eines (ggf. örtlichen) Energieversorgers, den man mit der Anzahl der eigenverbrauchten kWh multipliziert. Aus dem Ergebnis berechnet man die 19% "nicht bezahlte" Mehrwertsteuer, die man dann als nachträglich zu zahlende Umsatzsteuer (sud Erzeugersicht) bzw. Mehrwertsteuer (aus Eigenvebrauchersicht) abführen muss. Die zwei Werte kann man im Dreisatz ausrechnen und - zumindest in der Version für Selbständige- in die zwei vorgesehen Felder im Dialog "Betriebseinnahmen/Sonstige private Nutzungsanteile" und dann in der unteren Hälfte der Eingabemaske unter "Eigenvebrauch" eintragen. Da braucht es kein extra PV-Modul. Da reichen zwei Zeilen in der "Hilfe".

    Hallo,
    für den Kauf einer PV-Anlage mit Speicher bezuschusst mich das Land Bayern mit 1.200 €.
    Muss dieser Betrag als (umsatzsteuerfreie) Einnahme verbucht werden (a) oder führt dies zu einer Reduktion der Anschaffungskosten(b)?
    Im Fall a) bietet das Programm eine anzugebende Begründung (z.B. "übrige nicht steuerbare Umsätze" oder "Steuerfreie Umsätze ohne (oder auch mit ) Vorsteuerabzug?). Ich tendiere zu a), allerdings beziehen sich die im Internet gefundenen Beispiele auf andere Arten von Umsätzen und nicht auf öffentliche Zuschüsse.
    Vielen Dak für Euere Hinweise

    Bei mir liegt die gleiche geschäftliche Situation vor. Ich handhabe es seit Jahren so, dass ich alle anfallenden Ein-/Ausgabenbuchungen (inkl. Anlagevermögen für die PV-Anlage) für beide Betriebe in einer gemeinsamen Gewinnerfassung erfasse und daraus die monatliche Voranmeldung erstelle. Erst nach dem Jahreswechsel trenne ich die vorhandene (konsolidierte) Version in zwei Teilversionen auf. Das geht relativ simpel, da die Anzahl der PV-Buchungen relativ gering ist. Tatsächlich habe ich nach der Auftrennung dann drei Gewinnerfassungen vorliegen. Nachteil bei meiner Methode ist, dass keine programmgestützte Prüfung erfolgt. Dies mache ich, indem ich jeweils die BWA erzeuge und nebeneinander lege. Das ist zugleich eine gute Kontrolle.

    Nachdem ich jetzt wieder den Monatsabschluss mit Umsatzsteuervoranmeldung gemacht habe: ich finde die Kacheln nicht nur überflüssig, sondern behindernd. Ich lege nach jedem Versand einer Voranmeldung eine neue (Zwischen-)Version an, die sich dann am Ende des Dateinamens unterscheidet ("_V01", "V02",...). Genau diese Dateinamensendung kann ich wegen der Größe der Kacheln nicht lesen. Wie oben von mir und anderen angeführt: einfach Windows-like machen. Dann kann man sich das alles sparen. Und die einzige "Nicht"-Windows Information ist das Versanddatum der Voranmeldung, aber das brauche ich eigentlich nicht, weil das Monat dann abgeschlossen ist. Ich könnte natürlich jeweils auch den Anfang des Dateinamens zur Unterscheidung ändern. Aber wieso macht man es so kompliziert und erfindet alles immer wieder neu? Viele Fragen, die hier gestellt werden (z.B. Löschen), ergeben sich daraus, dass die Leute die Oberfläche nicht verstehen, ... weil sie Windows gewohnt sind. Aber was soll's. Ich werd es überleben.