Posts by Kombi939

    Vielen herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen, jetzt ist die Problematik aufgedröselt!

    Ich nutze natürlich den Bescheinigungsabruf. Andererseits möchte ich immer gerne alles bereits möglichst bald wissen (übertrieben gesagt: theoretisch habe ich meine Summen für die Steuer am 2.Januar des Folgejahres parat und fertig).
    Auch die Steuer-Prognose für das laufende Jahr wird von mir gerne genutzt, und da gibt es ja noch keine Bescheinigungen.
    Die von mir mit den 1/120er-Beträgen beglückte Krankenkasse ist ein wenig hinten dran, in 2023 habe ich keine Rechnung erhalten und somit auch keine Beiträge geleistet und auch keine Bescheinigung erhalten, das steht jetzt rückwirkend auch für 23 in 2024 an und ich wollte es eben in der 2024-Prognose unterbringen...
    Ein wenig hockt das Problem auch vor dem Bildschirm: das Auswahlfeld für "Selbstzahler" habe ich schlicht übersehen und die Eingabehilfe ignoriert...

    Nochnmals vielen Dank für die tolle Hilfe; auch für die Hinweise zur Dialogsteuerung beim Bescheinigungsabruf und den Hinweis auf den summarischen Ausweis in der Anlage Vorsorgeaufwand.

    Ich habe in den 1990er Jahren eine Direktversicherung abgeschlossen, die später von mir als Kapitallebensversicherung übernommen wurde und direkt auf mich lief.
    Jetzt ist diese fällig geworden und ich habe ein nettes Sümmchen erhalten; ich bin nun in der Regelsaltersrente, da kann man ein wenig "Klimpergeld" ganz gut gebrauchen ;)

    Die ausgezahlte Versicherungssumme (Kapitalleistung) ist steuerfrei, da der Vertrag vor 2004 abgeschlossen wurde. Jedoch müssen auf den anteilig vom auf die Direktversicherung entfallenden Teil der Kapitalleistung die vollen Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlt werden, also knapp 20% der Leistung wird abgeknapst. Dies dergestalt, dass für zehn Jahre jeden Monat von 1/120 dieser berechneten Summe die vollen KV/PflV-Beiträge direkt an die Krankenkasse bezahlt werden müssen.

    Natürlich würde ich das gerne steuerlich geltend machen. Ich habe nichts gefunden, was dagegen spräche, auch diese Beiträge als Basisversorgung steuerlich abzusetzen.
    Kurzum: es gibt keine direkt zuordenbaren zu versteuernden Einnahmen, aber Sozialversicherungsbeiträge. Nur: wo trage ich die ein?

    Vielen Dank im Voraus fürs Feedback.

    Es wird für mein Empfinden immer skurriler, aber man lernt ja nie aus:


    Gemäss dem "Bürgerentlastungsgesetz" (leider habe ich die Historie nicht parat, wie es zu diesem lieblichen Namen kam) melden die Krankenkassen selbstgezahlte Beiträge (also z.B. bei freiwilliger Versicherung aufgrund Gehaltsüberschreitung der Pflichtgrenze) jährlich ans Finanzamt. Nur digitale Meldungen sind relevant. Ob es Beiträge mit oder ohne Krankengeldanspruch waren, wird über die Beitragsart definiert.

    Es ist also bei freiwilliger GKV im Grunde genommen fast wurscht, was man man in Zeile 11 und 12 Anlage Vorsorgepauschale einträgt, das Finanzamt nimmt die Meldung der Krankenkasse. Punkt.
    Inwieweit ein Abgleich der Krankenkassenmeldung mit den Angaben der Steuererklärung beim FA erfolgt, weiss ich nicht.


    Dies ist mein von mir ermittelter Kenntnisstand, nachdem mir das FA auf meinen Änderungsantrag lediglich mitgeteilt hat, dass man meinem Ansuchen nicht entsprechen kann, da "die Krankenversicherungsbeiträge gemäss den uns übermittelten Daten angesetzt wurden".


    Nächster Schritt ist die Anfrage an die Krankenkasse, welche Beitragsart an das FA übermittelt wurde. Himmel!

    Mit Übertragungsprotokoll meinte ich den SSE-"Versandnachweis", der laut Text der "offizielle Nachweis des FA zum erfolgreichen Versand" ist.

    Mir ist schon klar, dass die Rückmeldung vom FA eines "erfolgreichen Versands" nur bedeutet, dass die Datei ohne (definierte) Fehler beim Empfänger angekommen ist, aber nichts direkt mit dem Inhalt zu tun hat. Aber ein anderes Überprüfungsmittel als den "Transfernachweis" habe ich ja nicht.

    Hallo Thomas Sander,

    vielen Dank für den Hinweis.

    Nachdem die SSE eigentlich alles richtig berechnet und auch im Versandprotokoll die Zeile 12 Vorsorgeaufwand korrekt gefüllt ist, scheint der Fehler m.E. entweder in der Schnittstelle oder gleich beim FA-Programm zu liegen.

    Ich habe einen Änderungsantrag gestellt, mal sehen. Wenn nichts kommt, erhebe ich am letzten möglichen Tag Mitte Februar auch Einspruch.

    Für die Erklärung des nächsten Jahres werde ich besonders darauf achten, ob dann die korrekten Werte im Einkommenssteuerbescheid berücksichtigt wurden.

    Und das ist auch des Rätsels Lösung für mein Problem Berechnung SSE vs. Papierbescheid:

    Ich habe bei der Erfassung der Lohnsteuerbescheinigung als "Art der Einnahmen..." Pension oder Vorruhestands..." gewählt; unter "Tätigkeit" "Vorruhestand/Altersteilzeit (in Ruhephase) - der selektiertere Wert im zweiten Feld ist abhängig vom Wert im ersten Feld.

    Daraufhin kalkuliert die SSE im Prinzip korrekt ohne die KV-Kürzung (in der Formularansicht "Vorsorgeaufwand" wird auch Zeile 12 gefüllt!).

    Im "Versandnachweis" für Elster ist die Angabe in Zeile 12 ebenfalls korrekt gefüllt und müsste damit auch vom FA berücksichtigt werden..

    Ein Schnittstellenproblem?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen. Natürlich haben Sie recht, dass der Kürzungsbetrag in seiner gesetzlichen Ausprägung mit meinem Problem nichts zu tun hat. Ich war halt ziemlich perplex, dass die Berechnung laut SSE vom behördlichen Bescheid abweicht - in den Vorjahren konnte ich immer meinen Haken an den Bescheid setzen, denn er stimmte immer mit der SSE überein, sofern nichts vom Finanzamt "gestrichen wurde".

    Als erste Massnahme habe ich natürlich den Vergleich in der SSE durchgeführt, und da der Differenzbetrag eben so schön plakativ auf den KV-Kürzungsbetrag -dessen Tatsache mir so gar nicht bewusst war, weil eben in den Vorjahren alles stimmte- gepasst hat, wurde halt der Verdacht gleich dorthin gelenkt.

    Leider bin ich noch nicht sehr weitergekommen. Die Struktur im Ergebnis-Bericht (den ich sehr schätze) der SSE weicht halt gerade bei der Berechnung der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen von KV/PflV vom behördlichen Papierbescheid ab.

    Alle eingegebenen Einzelbeträge stimmen in SSE und Bescheid überein, auch auf Zahlendreher habe ich überprüft. Aber die Summen "Gesamte sonstige Vorsorgeaufwendungen" und "Basiskrankenversicherung und Pflegeversicherung" (letztere abzügl. KV-Kürzung), für die es im Ergebnis der SSE keine Detail-Einzelbeträge gibt, kann ich partout nicht nachvollziehen.

    In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob die steuerliche Kürzung für meine absetzbaren Krankenversicherungsbeträge überhaupt berechtigt ist. In der passiven Altersteilzeit wird man von der Arbeitspflicht freigestellt und bezahlt auch den reduzierten Krankenversicherungsbeitrag, da kein Anspruch auf Krankengeld mehr besteht.

    Allerdings habe ich noch nirgendwo ein Feld bemerkt, in dem generell der Anspruch auf Krankengeld abgefragt wird. Müsste dies nicht berücksichtigt werden?

    Hallo zusammen,

    ich habe kürzlich meine Bescheiddaten abgeholt und es war das erste Mal in einer Reihe von Jahren, dass das Ergebnis des Bescheids von der Berechnung des SSE abwich (Streichungen, Kürzungen etc. natürlich ausgenommen).

    Der Bescheid selbst weist nun einen Kürzungsbetrag bei den Krankenversicherungsbeiträgen nach §10 Abs.1 Nr.3 Buchst.a Satz4 EStG aus, der die Differenz erklärt.
    Gesetzestext: "Wenn sich aus den Krankenversicherungsbeiträgen nach Satz 2 ein Anspruch auf Krankengeld oder ein Anspruch auf eine Leistung, die anstelle von Krankengeld gewährt wird, ergeben kann, ist der jeweilige Beitrag um 4 Prozent zu vermindern".

    Da kann ich mir keinen Reim drauf machen. "Ist das was Neues?"

    Weder meine Frau noch ich haben Krankengeld bezogen; ich zahle den verminderten Krankenversicherungsbeitrag, weil ich in der passiven Phase der Altersteilzeit bin, und auch sonst ist alles "wie in den Vorjahren". Rückgerechnet passen die 4% auch nicht.

    Kann sich das jemand erklären? Vielen Dank schon mal für entsprechendes Feedback.

    Als Ergänzung noch aus der Support F&A:

    "-Darf ich meine Software auf mehreren Rechnern installieren?

    Beim Kauf einer Privatlizenz dürfen Sie die SteuerSparErklärung auf bis zu drei Rechnern installieren, wobei die Installationen zu keinem Zeitpunkt gleichzeitig genutzt werden dürfen. Es darf auch keine andere Person außer Ihnen eine dieser drei Installationen verwenden." (Ende Zitat)

    Da hier der "Unterbau", also das Betriebssystem keine Erwähnung findet, darf man nach meiner Interpretation sowohl die Win- als auch die Mac-Variante auf den Rechnern installieren und nutzen, sofern die obigen Bedingungen erfüllt sind. (Bitte berichtigen, falls meine Annahme falsch sein sollte.) Der Freischaltcode ist für die Win-und Mac-Version der SSE identisch. Die Steuerfalldateien kann man z.B. auf gemeinsam genutzten Netzlaufwerken speichern, sodass sie von jeder Installation aus zugänglich sind.

    Hallo Steffen,

    ja, hab' eine Prognosedatei 2021 aus der Auswahl von zwei Steuerfällen 2020 "erfolgreich" angelegt. Notfalls muss man sich halt via Windows-Dateimanager/MacOSFinder über den entsprechenden Zeitstempel den "kryptischen Dateinamen" merken (da haben bei mir die ersten vier und letzten drei Stellen oder so zur Identifizierung gereicht) und diesen Dateinamen in der Auswahl dann anwählen. Aber ich bin kein Helpdesk, deswegen stell' ich das jetzt nicht nochmals nach.

    Ich finde auch, dass die Funktionalität des Umgangs mit Dateien in der SSE2021 noch unvollständig ist, wobei man aber auch nicht alles in die Anwendung packen muss.
    Mir stösst da auch so einiges sauer auf, aber ich habs mittlerweile mit dem Dezember-Release zufriedenstellend hingekriegt für mein nicht sehr komplexes Konzept.

    Wenn aber nur die Identifizierung anhand der "kryptischen Dateinamen" das Problem ist (und nach meinem Eindruck wird gerade auf diesem Punkt geradezu herumgehackt), dann lässt sich da ohne viel Aufwand durchaus darumherumarbeiten. Man kann zur Unterscheidung z.B. auch in Win Verknüpfungen mit sprechenden Namen anlegen...
    Leider gibt es da vom Hersteller kaum Hilfestellung und Feedback (mein Eindruck).

    Gruss Karl

    Hallo pr1995,

    vielen Dank für die Antwort, hat mich auf die richtige Fährte gebracht!

    Allerdings ist der Weg dorthin ein wenig mühsamer als in der SSE2020, deswegen noch, zur Doku, Anmerkungen für "Leidensgenossen":

    - bei der SSE2021 auf dem zweiten Rechner darf, bevor das Verzeichnis auf das gemeinsame Verzeichnis geändert wird, kein Steuerordner und kein Steuerfall angelegt sein (gibt eine Fehlermeldung, wahrscheinlich kommt die Lizenzverwaltung damit nicht klar)
    - in der "leeren" SSE2021 gleich in die Extras gehen und dort "Datenverzeichnis ändern" auswählen und ausführen , danach stehen die dort gespeicherten Steuerordner zur Verfügung.

    Nochmals vielen Dank!

    Die Steuerdateien kann man mit der neuen Version verschieben, schön. Jetzt liegen die Dateien wieder auf meinem NAS und nicht auf dem SSE-Installationsrechner.
    Das Steuerordner-Konzept finde ich jetzt zwar eine Umgewöhnung, aber ok. Die Sache mit den UID-Dateinamen ist mir solange egal, als ich auf die Steuerordner nach meinem Belieben von verschiedenen Speicherorten und Rechnern aus zugreifen kann.
    Wie erwähnt, liegen die Steuerordner und Dateien bei mir auf einem zentralen Speicher, und ich habe je eine SSE(+)-Kopie auf einem Arbeitsplatzrechner und einem Laptop installiert, sodass ich bisher von beiden Geräten den Steuerfall bearbeiten und abspeichern konnte (versandt wird natürlich nur von dem Rechner, der das Elster-Zertifikat lokal enthält).

    Mit der SSE2021 habe ich also einen Steuerordner nebst Steuerfall angelegt und die Dateien jetzt aufs NAS geschoben. Wie komme ich mit dem anderen Rechner an den Steuerfall?
    Es gibt ja keinen "Öffnen"-Dialog mehr, und über "Datenübernahme" funktioniert es auch nicht...
    Danke schon mal fürs Feedback