Posts by vstd

    Ich habe gestern die Mail bekommen, dass das Dateimanagement so geändert wird, dass die "Speichern unter" -Funktion wieder eingerichtet wird. Nach dem ich im Forum meinem Ärger ebenfalls Luft gemacht habe, möchte ich an dieser Stelle meine Hochachtung aussprechen! Es ist nicht einfach, gegenüber seinen Kunden einzuräumen, dass man sich vergaloppiert hat und eine Kehrtwendung vornimmt. Respekt!!


    Dem kann ich mich vollinhaltlich anschließen und freue mich, dass mir der Aufwand eines bereits geplanten Wechsels zu einem neuen Produkt incl. Einlernphase erspart bleibt. Danke für das Berücksichtigen des Feedbacks der Kunden.

    Hallo,


    Im Prinzip sind die / meine Anforderungen ganz einfach:
    Ordner "Steuer 2020" --> darin dann "Steuererklärung2020_Mann.ESt2020" , "Steuererklärung2020_Frau.ESt2020" usw.


    Frohe Weihnacht


    Verallgemeinert (und viele ähnliche Stellungnahmen im Forum in ihrem Kern zusammenfassend) kann man daraus drei Grundanforderungen als Ko-Kriterien ableiten:
    1. Freie Wahl des Verzeichnisses auf der Ebene "Steuerordner" (nicht nur auf der Ebene "alle Steuerordner")
    2. Freie Wahl des Namens für Steuerordner/Steuerfälle
    3. Beides würde implizit erfordern, dass sich die SSE einerseits an bewährte Grundkonventionen von Windows-Programmen hält und sich andererseits von ihrer folgenden, anmassenden und durch nichts zu rechtfertigenden Vorgabe verabschiedet: "Bitte beachten Sie, dass die Ordnerstruktur unterhalb dieses Datenverzeichnisses von der SteuerSparErklärung verwaltet wird."


    @Herr Jung: wenn Sie 2. wie in #99 kategorisch ausschließen, macht auch 1. in der aktuell realisierten Form (Änderung nur auf der Ebene alle Steuerordner) keinen Sinn, weil sich die einzelnen Steuerfälle nur durch die Dateinamenserweiterung unterscheiden lassen, individuell aber nicht zuordenbar sind. Und Punkt 3. wird sowieso nicht erfüllt.


    Wir können uns somit jede weitere Diskussion über das Dateimanagement hier im Forum ersparen und stattdessen Zeit und Kraft auf die Suche nach Alternativen und die in der Folge erforderliche Neuerfassung aller Steuerdaten verwenden.


    Mit der Kündigung meiner langjährigen Abos von Steuertipps und SSE (seit 1991!) habe ich darüber hinaus meine persönliche Konsequenz daraus gezogen, dass mir bislang als Kunde außer oberflächlichem Marketingsprech keine fundierte Erläuterung der Gründe für die gravierende und abrupte Änderung des Dateimanagements und dem damit verbundenen Kundennutzen vorgelegt wurde bzw. mir bekannt geworden ist. Beim Produktmanagement ist im Übrigen kein Verstehen und Berücksichtigen zentraler Kundenkritik erkennbar.


    Wünsche allen im Forum frohes Schaffen und vor allem Gesundheit im neuen Jahr
    vstd

    Ich sehe das wie Papa_001 und udoevers.
    Außerdem zu Herrn Jung: Auf den Webseiten wird die geschönte Sicht von Verlag/Produktmanagement dargestellt. Auf die massive Kritik am neuen Dateimanagment wird außer der Ankündigung von updates substantiell nicht eingegangen. Und wenn die weiteren updates im Ergebnis so sind wie das Dezember-update (siehe #76), hilft das auch nicht weiter, weil sich am Grundansatz nichts ändert.

    Hatte man in das Update vom 15.12.2020 Hoffnungen gesetzt, wird man arg enttäuscht.

    • Die Ankündigung der freien Wahl des Verzeichnisses ist ein leeres Versprechen. Zwar ist es nun wenigstens möglich, den zwangsweisen und unsinnigen Unterordner 2021 für den Veranlagungszeitraum 2020 zu vermeiden, indem man das Datenverzeichnis auf 2020 ändert. Der Zwang, alles an einer zentralen Stell abzulegen bleibt, weil man die Verzeichnisänderung nur auf der Ebene "Alle Steuerordner" vornehmen kann. Hat man aber z.B. drei Steuerordner für unterschiedliche Personen, die man sachlogisch in deren persönlichem Verzeichnis ablegen will, ist das nach wie vor nicht möglich. Von einer wirklich freien Wahl des Verzeichnisses kann also keine Rede sein.
    • Hat man einen Steuerordner, in dem neben der Steuerklärung noch mehrere Steuerfälle gespeichert sind, wird im Steuerordner für jeden Steuerfall nur der Name des Fallinhabers aufgeführt ohne dass man erkennen kann, was hinter dem jeweiligen Eintrag für den Steuerfall steht. Anklicken kann man den Namen nicht und geht man in das Datenverzeichnis, werden einem dort nur nicht unterscheidbare Einträge mit kryptischen Zeichenfolgen angeboten
    • Im Moment kann man die Datenübernahme aus dem Vorjahr noch übernehmen, weil man anhand des konkreten Dateinamens identifizieren kann, was man übernehmen will. Wie soll man die Datenübernahme denn künftig bewerkstelligen, wenn es einem wegen der kryptischen Dateinamen nicht möglich ist, den zu übernehmenden Steuerfall zu identifzieren?
    • Auch das kleine Zugeständnis, dass man Windows-typisch eine Datei durch anklicken öffnen kann, hilft wenig, weil man bei mehreren Dateien die gewünschte wegen der kryptischen Dateinamen nicht identifizieren kann.

    Anhand dieser wenigen konkreten Beispiele (in den bisherigen Stellungnahmen des Forums sind eine Fülle weiterer Beispiele kritisch beschrieben) muss man zu dem Schluss kommen, dass die Programmierer ihre Arbeit offensichtlich mit IT-Scheuklappen verrichtet haben, weil ihnen kein Mensch zur Seite stand, der ihnen erklären konnte, wie Steuerfälle in der Praxis von normalen Menschen erstellt werden. Denn es wird nach kurzer Beschäftigung mit der neuen SSE-Version überdeutlich, dass das neue "Dateimanagement" in der praktischen Anwendung an allen Ecken und Enden an Grenzen stößt. Wenn sich dahinter die Absicht verbergen sollte, mehr Lizenzkontrolle zu erreichen, kann ich das nachvollziehen. Der dafür gewählte Weg ist aber der falsche und höchst kontraproduktiv.


    Viel bedenklicher und ärgerlicher aber ist, dass mit dem dahinterliegenden Konzept (wenn es denn diesen Namen verdient) gegen Standards und wohl etablierte Konventionen des Umgangs mit Dateien verstoßen wird.

    • Bei Programmen unter Windows ist Standard, dass man Anwendungsdateien mit frei wählbaren, sprechenden Namen in frei wählbaren, sprechenden Verzeichnissen ablegen kann, die sich am Dateiyp oder am Ordnungssystems des Benutzers orientieren („speichern unter …“). Man kann sie (auch zwischen verschiedenen Plattformen) verschieben, durch anklicken öffnen, den Namen bei Bedarf ändern etc.
    • Die Entwicklung vom Analphabetentum hin zum Lesen und Schreiben ist ein zivilisatorischer Meilenstein, weil er klare und eindeutige schriftliche Verständigung ermöglicht hat. Bei der neuen Version der SSE wird jedoch das Rad zurückgedreht. Zwar lesbare aber nur plakative Menuepunkte im neuen Steuertipps-Center, die nichts konkretes über die dahinterliegenden Inhalte aussagen oder Dateien mit kryptischen Zeichenfolgen, aus denen man nicht entnehmen kann, für was sie stehen und, bei mehreren Dateien noch schlimmer, durch was man sie unterscheiden kann, sind eine wirkliche Zumutung und führen zu einer Entmündigung des Anwenders. In bestem Marketingsprech heißt es zwar: „Unverändert bleibt unser Anspruch, Ihnen die Erstellung der Steuererklärung so einfach wie möglich zu machen, indem wir für Sie mehr Ordnung und Überblick schaffen. Möglichst vielen Menschen – und somit auch Einsteigern – den Zugang zum Steuerrecht zu ermöglichen, bleibt weiterhin unsere Mission.“. Das krasse Gegenteil ist der Fall. Das belegen all die kritischen Stellungnahmen im Forum, die in der Mehrheit nicht von tumben Unwissenden stammen. Schließlich ist die Vorgehensweise, langjährigen Abokunden eine so gravierende Änderung der Anwendung aufzuzwingen, nicht gerade kundenfreundlich. Ich habe deshalb mein Abo der Steuertipps und der Steuersparerklärung gekündigt.