Posts by Fundament

    Zur Information: Nach längerem Email- und Telefonaustausch wurde von den Programmerstellern eingesehen, dass die SSE hier die Rechtslage in der Tat falsch verarbeitet. Der Fehler ist kürzlich mit dem letzten Update für die SSE 2012 behoben worden (Release 17.11), aber in der SSE 2011 weiterhin gegeben.

    [size="1"][ 19. Mai 2012, 22:47: Beitrag editiert von: Fundament ][/size]

    Hallo Rautka,


    das mit der Zeile 25 wollte ich nicht bestreiten. Ich bin selber so ein Fall von "Selbstzahler" und auch in meiner Lohnsteuerbescheinigung steht in der Zeile 25 der Wert 0,00. Aber egal, Dein Problem ist ja im Kern ein anderes und ich habe Dich in der Tat im ersten Anlauf nicht richtig verstanden, wohl auch, weil ich mich an der SSE 2011 orientiert habe, während ich eben feststelle, dass es bei der SSE 2012 beim einschlägigen Dialog Änderungen gegeben hat.


    Ohne mich jetzt mit der SSE 2012 genauer beschäftigt zu haben, muss ich doch feststellen, dass Du (zumindest bezogen auf die SSE 2011 dahingehend recht hast, dass sie falsch rechnet. Dort werden die 4% auf der Basis des KV-Gesamtbeitrags berechnet und von ihm abgezogen, weiter wird der volle AG-Anteil abgezogen. Damit zieht die SSE 2% (= die 4% des AG-Anteils) doppelt ab und kommt im Ergebnis zu einem zu niedrigen abzugsfähigen Vorsorgeaufwand. Der Fehler sollte in der Tat schleunigst korrigiert werden, wenn er in der SSE 2012 auch noch drinsteckt.


    Es geht also nicht um eine steuerrechtliche Ungleichbehandlung der beiden Zahlergruppen, sondern um einen Programmfehler. Ich kann Dich aber beruhigen: Zumindest mein Finanzamt hat diesen Fehler der SSE im Bescheid für 2010 nicht mitgemacht, sondern den "Kürzungsbetrag nach §10 Abs.1 Nr. 3 Buchstabe a Satz 4 EStG" nur mit 2% des KV-Gesamtbeitrags (= 4% meines Eigenanteils) beschieden. Damit ist ein Doppelabzug vermieden und ich zahle in der Tat weniger STeuern, als die SSE es mir ausgerechnet hat. Das FA-Programm rechnet also richtig. Und das ist am Ende das Entscheidende.

    Hallo Rautka,


    wenn ich die Angelegenheit richtig verstehe, liegt keine Ungleichbehandlung vor. Vielmehr hast Du entweder nicht genau hingeschaut oder Dein Arbeitgeber hat beim Ausfüllen der Lohnsteuerbescheinigung einen Fehler gemacht: in Zeile 25 gehört nämlich nicht der KV-Gesamtbeitrag, sondern nur der AN-Anteil. So jedenfalls übereinstimmend gemäß der Erfassungsmaske der SSE und meiner Lohnsteuerbescheinigung. Wenn so eingetragen wird, egal ob Firmen- oder Eigenzahler, dann stimmt auch das Ergebnis: 4% von diesem Betrag = 2% vom Gesamtbetrag (die auf den AG-Anteil entfallenden 2% dürfen ja nicht nochmal mitgerechnet werden, weil sie sonst doppelt abgezogen würden (der gesamte AG-Anteil wird ja vom KV-Gesamtbeitrag bereits abgezogen). Oder habe ich jetzt etwas nicht verstanden?

    Seit dem letzten Update funktioniert das Feature "letzter Spar-/Belastungs-Schritt" in der Fußzeile nicht mehr. Es zeigt schon beim Laden 0,00 an, obgleich daneben eine wuchtige Erstattung ausgewiesen wird und man kann jetzt eingeben und ändern was man will, es bleibt immer bei "letzter Sparschritt 0,00 €" stehen.

    Hallo Herr Jung,


    besten Dank für Ihr Angebot. Allerdings stelle ich fest, dass das von mir oben angesprochene Problem sich doch etwas anders und komplexer darstellt. Offensichtlich geht die SSE bei der Verrechnung von Gewinnen mit Verlusten von einer anderen Rechtslage aus, als mein FA in den mir vorliegenden Bescheiden. Im Einzelnen:


    Die von mir oben monierte ausbleibende Verrechnung von Gewinnen gemäß Zeile 40 KAP mit Altverlusten tritt nicht grundsätzlich auf, wohl aber bei den von mir eingegebenen Daten. Die Ursache ist, dass die SSE Gewinne lt. Zeile 40 KAP zuerst mit den "Neuverlusten" lt. Zeile 42 verrechnet. Da Letztere in meinem Fall aber höher ausfallen als die Gewinne lt. Zeile 40 bleibt für eine Verrechnung mit Altverlusten nichts mehr übrig und diese bleiben unverändert. Das war mein ursprünglicher Stolperstein.


    Hingegen hat mein FA meine Gewinne lt. Zeile 40 direkt und in voller Höhe mit meinen Altverlusten verrechnet. Die "Neuverluste" lt. Zeile 42 werden in vollem Umfang genutzt, um die übrigen positiven Kapitalerträge (aus Zinsen usw.), die ebenfalls in Zeile 39 mit enthalten sind, zu verringern.


    Die Frage an Sie und Ihre Experten lautet also richtig, ob mein FA die Gesetzeslage falsch (und damit heftig zu meinen Gunsten) umgesetzt hat oder ob dies bei der SSE der Fall ist (und diese damit ein für mich erheblich schlechteres Ergebnis ausweist). Jedenfalls führen ESt-Bescheid und Verlustvortragsbescheid des FA zu völlig anderen Ergebnissen als die SSE. Ich vermute eine falsche Umsetzung der Rechtslage in der SSE, da es mir noch schwerer fällt dies der Software der Finanzverwaltung zu unterstellen. Ich bitte um Prüfung und Mitteilung des Ergebnisses.

    Ich habe einen gesondert festgestellten Verlustvortrag (nach alter Rechtslage) in den Dialog "Verlustverrechnung" eingegeben. Ich habe außerdem unter Kapitaleinkünften, die nicht dem Steuerabzug unterlegen haben, in den Zeilen 16 und 40 Anlage KAP Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen stehen. Diese müssten auf der Seite Verlustverrechnung mit dem festgestellten Verlustvortrag verrechnet werden und zu einer Minderung der Steuerlast führen. Beides geschieht aber nicht, obgleich ich die Option "Sollen Aktienverluste mit Gewinnen aus Kapitalerträgen verrechnet werden?" mit "ja" beantwortet habe und im Formular damit auch der Antrag auf Verrechnung gestellt ist. In der neuen SSE 2012 verhält es sich genauso (auch wenn der Dialog "Verlustverrechnung" gewisse Veränderungen erfahren hat). Ich bitte um Prüfung und Überbeitung des Programms. Im aktuellen Zustand weist das Programm auf Grund des geschilderten Fehlers eine deutlich zu hohe Steuer aus.

    Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen fehlt in der Maske "Feststellungsbescheid" eine Möglichkeit, ausländische Quellensteuer nach der Zinsinformationsverordnung einzutragen. Die Zeile 58 der Anlage KAP fehlt in dieser Maske. Im vorliegenden Feststellungsbescheid sind aber solche Q-Steuern ausgewiesen. Das gleiche Problem besteht auch in der neuen SSE 2012. Ich bitte um Korrektur.

    Sehr geehrter Herr Jung,


    Dank für Ihre Antwort, die mich allerdings doch sehr überrascht hat, weil sie an meinem freundlichen Hinweis auf einen kleinen Fehler in der SSE leider ziemlich vorbei geht.

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    Zitat:Original erstellt von Martin Jung:
    [QB] Das "werden" könnte fehlen, weil Sie große Schriften eingestellt haben und der Platz fehlt.

    Warum spekulieren und im Konjunktiv sprechen? Ich habe es auch mit der kleinsten Schrift, die das System hergibt, versucht. Das "werden" fehlt schlicht.

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    Zitat:Allgemein geht es in diesem Dialog um Alterverluste die mit aktuellen Einkünften verrechnet werden sollen.

    Genau darum geht es und etwas anderes habe ich auch nicht gesagt. Aber genau von diesen "Altverlusten" wird in dem Dialog eben nicht gesprochen. Das ist doch der Fehler, auf den ich aufmerksam gemacht habe und den zu korrigieren nach wie vor meine Bitte ist: ersetze "Aktienverluste" durch "Altverluste" (erstens weil es hier nicht um aktuelle Aktienverluste geht und zweitens weil es sich bei den Altverlusten nicht nur um Aktienverluste handeln muss). Alles andere ist irreführend.

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    Zitat:Nicht alle Altverluste können mit Kapitaleinkünften verrechnet werden.

    Das ist klar und das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Was soll das dann hier?

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    Zitat:Die Eingabehilfe gibt Ihnen Hinweise, warum diese Frage gestellt wird.

    Das ist auch unbestritten. Aber sie gibt nicht den kleinsten Hinweis darauf, dass es in der Frage nicht um "Aktienverluste" geht, wie es (noch?) im Dialog steht, sondern eben um "Altverluste".

    Im Dialog "Verlustverrechnung" findet sich die ja/nein-Abfrage "Sollen Aktienverluste mit Gewinnen aus Kapitalerträgen verrechnet?" Mal abgesehen davon, dass das Wörtchen "werden" fehlt, muss es vor allem "Altverluste" heißen, nicht (nur) "Aktienverluste"! Diesen irreleitenden Fehler hat es es auch schon in der SE 2010 gegeben und dazu geführt, dass in meinem Steuerbescheid im ersten Anlauf keine Verrechnung von neuen Gewinnen mit vorgetragenen Altverlusten stattgefunden hat: Weil meine Altverluste nicht aus Aktienverkäufen stammten, hatte ich obige Frage mit "nein" beantwortet und damit war der erforderliche Antrag auf Verrechnung von der SE nicht gestellt worden (keine "1" in Zeile 59 Anlage KAP ausgegeben).

    Wer kann mir sagen, wie ich die SSE dazu bringen kann, einen Eintrag in Zeile 12 der Anlage G zu produzieren, wie ich also einen Gewinn/Verlust aus einem Gewerbebetrieb erkläre, bei dem es sich um ein Steuerstundungsmodell gemäß §15b EStG handelt? Wenn's um §15b in der Anlage KAP geht, macht mir der Eintrag keine Schwierigkeiten; aber für die Anlage G finde ich keine entsprechende Möglichkeit.

    Hallo SSE-MacherInnen,


    bis vor zwei (oder sind es schon drei?) Jahren konnte man auf der steuertipps-Homepage eine Auflistung der Änderungen in den akutellen Updates der SSE finden. Ich bedauere, dass es diese Liste nicht mehr gibt, da sie Transparenz hinsichtlich der Veränderungen geschaffen hat. Ich möchte anregen, dass solche Liste der Bug-Fix bzw. Änderungen in geeigneter Form an geeigneter Stelle (vielleicht auch als Thread in diesem Forum?) wieder eingeführt wird.