Posts by UweEhrhardt

    Ich habe jetzt alle Varianten probiert:

    • Es gibt (soweit ich es reproduzieren kann) keinerlei Möglichkeiten, eine Steuerklärung zu erstellen, die Einnahmen aus der Landwirtschaft enthält, bei der von der Möglichkeit der Gewinnermittlung nach Durchschnittswerten (§ 13a EStG) Gebrauch gemacht wird.
    • In der Erklärung selbst kann die Einnahmeart L angelegt werden, es gibt aber keine Möglichkeit die für Anlage nach § 13a notwendigen Flächenangaben und deren Nutzen (Normalnutzen oder Sondernutzen) einzutragen. Und dies würde die Basis für die Anwendbarkeit bilden, da die Option des 13a eben nur innerhalb bestimmter Flächengrenzen möglich ist.
    • In der Gewinnermittlung gibt es, auch wenn die Summenerfassung angewählt wird, ebenfalls keine Möglichkeit Flächen einzutragen, damit den Gewinn nach Durchschnittswerten zu ermitteln und die Anlage für den 13a zu erstellen.
    • Ebenso geht der Link, den der Prüfer anbietet, wenn man in der Gewinnermittlung einen LuF-Betrieb anlegt und der zur Summenerfassung führen soll, ins Leere. Klickt man darauf, springt das Programm nirgends hin.
    • In der Übersicht der Anlage in der Gewinnermittlung taucht die Anlage zu 13a überhaupt nicht auf, wenn man einen LuF-Betrieb anlegt, vermutlich wurde der 13a nicht implementiert. Da er in der Praxis aber, bei Klein- und Nebenerwerbsbetrieben, eine große Rolle spielt ist dies sehr schade.
    • Noch ein Problem tritt in diesem Zusammenhang in der Erklärung selbst auf: Wähle ich dort unter der Einkommensart L einen Gewinn von 0.- Euro, wird der in der Anlagenvorschau in der Anlage L nicht dargestellt (wenn man 1.- Euro einträgt, dann erscheint dieser). Da es aber einen Unterschied macht, ob ich eine Anlage leer abgebe, oder darin einen Gewinn von 0 Euro erkläre ist dies wohl ein Fehler.
    • Was ebenfalls nicht ganz schlüssig ist, ist die Tatsache, dass ich bei selbstständiger Tätigkeit direkt aus der Erklärung in die Gewinnermittlung springen kann und im Gegenzug der dort ermittelte Gewinn auch wieder in die Erklärung eingebunden wird. Bei der Landwirtschaft gibt es hier keinen "Quer"-Link.

    Ich habe "meinen" Fall dann noch probeweise in zwei anderen Steuererklärungsprogrammen erfasst (eine Version hatte ich vor einiger Zeit gekauft, eines ist eine Testversion). In beiden ist der Fall (Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit und Einkommen aus selbständiger Tätigkeit: Landwirtschaft, Anwendung des 13a zur Gewinnermittlung nach Durchschnittswert) komplett abwickelbar. Die notwendigen Anlagen L und 13a werden erstellt und sauber erfüllt. Der richtige Gewinn (in meinem Fall 0.- Euro) wird ermittelt und die Flächen sind differenziert eintragbar.


    @ Herr Jung:
    Wäre gut, wenn von den Entwicklern jemand schauen könnte, ob die 13a Variante mittelfristig eingepflegt werden kann. Derzeit habe ich nur zwei Möglichkeiten: ein anderes Programm zu nutzen (was ich ungern machen würde) oder einen Steuerberater mit der Erstelltung und Abgabe der Erklärung beauftragen (was garkeinen Sinnn macht, da die steuerliche Frage schon mit dem Finanzamt abschließend geklärt ist und nur noch erfasst, dargestellt und versandt werden muss). Und die letzte Möglichkeit ist noch, eine Anlage 13a "von Hand" auszufüllen und als Härtefall darum zu bitten, diese nicht elektronisch übermitteln zu müssen, auch nicht zielführend. Zumal ich dann wieder das Problem habe, dass das Programm den Gewinn von 0.- nicht in der Anlage L darstellen will.

    Hallo,
    darüber bin ich leider auch schon gestolpert und habe es bisher nicht lösen können. Als Workaround bin ich dann auf den § 8c Abs. 2 der Einkommensteuer-Duirchführungsverordnung gestossen und werde mein Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr synchronisieren. Löst aber das Problem im Programm natürlich nicht.
    Ich habe aber noch ein zweites Problem (was für mich gravierender ist).
    Die Anlage L kann ich mit dem Programm erzeugen, will aber meinen Gewinn nach Durchschnittssätzen (§ 13 a EStG) erklären. Hierzu muss ich die Anlage L noch mit der Anlage § 13a ergänzen (die ja dann den Gewinn ermittelt, der sich steuerlich auswirkt) und hierzu gibt es, soweit ich es bisher gefunden habe, keine ersichtliche Möglichkeit.
    Da ich aber nur eine so kleine Fläche habe (Sondernutzen mit 15ar) versuche ich jetzt, ebenfalls als Workaround, die 13a-Erklärung auf dem amtlichen Vordruck abzugeben und einen Härtefall zu beantragen, der mich von der elektronischen Übermittlung befreien kann. Habe eh einen Gewinn von 0.- Euro, da unter der Grenze von 34ar-Flächennutzen liegend.

    Hallo,
    ich habe im Nebenerwerb eine kleine Fläche mit Obstbau (Sondernutzung im Sinne des § 13a EStG). Für die Einkommenssteuererklärung muss ich folgende Unterlagen erstellen und übermitteln und habe damit erhebliche Probleme:

    • Anlage L (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft). Dort ist in den Ziffern 43 bis 50 eine Flächenaufstellung enthalten, die dem Finanzamt ermöglicht, zu prüfen, ob die Gewinnermittlung nach § 13 a EStG über Durchschnittsätze zulässig ist, oder die Flächengrenze überschritten sind.
      • In der Folge muss man dann noch eine Anlage 13a EStG erstellen (dies ergibt sich auch direkt aus der Anlage L: "Für jeden Betrieb ist zusätzlich eine Bilanz, eine Anlage 13a oder eine Anlage EÜR elektronisch zu übermitteln" und wurde mir auch vom Finanzamt so bestätigt. In der Zeile 4 der Anlage L wird dann über die Schlüsselziffer 6 die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen ausgelöst.


    • Anlage 13a EStG (Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen).
      Und diese Anlage lässt sich dem Programm leider überhaupt nicht entlocken. Starte ich eine Gewinnermittlung, dann kann ich dort auch noch den LuF-Betrieb auswählen und das abweichende Wirtschaftsjahr, aber keine Option, den Gewinn nach § 13 a EStG zu ermitteln.
    • Außerdem gibt es keine Möglichkeit, weder in der Einkommenssteuererklärung, noch in der Gewinnermittlung die bewirtschafteten Flächen einzutragen und die Nutzungsarten (hier Obstbau als Sondernutzen). Damit ist auch die vom Programm erstellte Anlage L leer (Zeilen 43 bis 50).

    Ich habe heute morgen mal den Fall (rudimentär) mit einem anderen Programm angelegt und dort war es relativ einfach die notwendigen Angaben einzutragen und damit sowohl die Anlage L, wie auch die 13a-Anlage zu generieren. Ich vermute aber, dass Steuertipps das natürlich auch kann, aber dieses Feature nur gut versteckt wurde (was ich aber dann auch nicht nachvollziehen kann :)


    Wie soll (oder kann) ich vorgehen, um das Problem zu lösen.
    Vielen Dank.

    Hallo,
    ich habe folgende Frage:
    Wie kann ich die Version des Steuerkompass erkennen und wie erfolgt ein Update. Derzeit habe ich nur auf der ersten Seite am Ende des Textes den Hinweis mit Oktober 2019.
    Gibt es auch die Möglichkeit einer Versionsnummer und wie stelle ich fest, ob er noch aktuell ist. Mit den normalen Updates der Steuerspar-Erklärung scheint er sich zumindest nicht zu aktualisieren.


    Viele Grüße
    Uwe Ehrhardt

    Achtung, bei der Konstellation gibt es ein paar Feinheiten zu beachten:
    Du musste eine Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen über das Modul der Steuertips. Die Werte kannst Du dann in Deine Steuererklärung importieren. In der EÜR gibt es bei den Betriebsausgaben die Möglichkeit die Übungsleiterpauschale anzusetzen. Dadurch ergibt sich dann ein Gewinn, der normal versteuert wird.
    Aber:
    In der Übungsleiterpauschale sind ALLE Werbungskosten enthalten. Du kannst also keine weiteren Beträge absetzen, es sei denn diese übersteigen dann die 2.400 Euro Grenze. Beispiel: Fahrtkosten wären 1900.- Euro, dann sind diese mit der Pauschale abgegolten, da diese höher ist wie die 1.900 Euro. Wären die Fahrtkosten aber z.B. 2.600 Euro, dann wirken sich die übersteigenden 200 Euro gewinnmindernd aus.
    Aber (2):
    Im Gegenzug musst Du, beim Ansatz der Übungsleiterpauschale, auch ALLE Einnahmen eintragen, die Dir zugeflossen sind: z.B. ein Zuschuss zu den Fahrtkosten, Hotelkosten, Verpflegung etc.
    Beispiel: Du hast von der Schule insgesamt 5400.- Euro erhalten (Honorar, Fahrtkosten, Verpflegungszuschuss …), dann musst Du die komplett als Einnahmen eintragen und kannst dann die Pauschale von 2400.- Euro abziehen, ergibt 3000.- Euro Gewinn.
    Alternative (kann günstiger sein):
    Du ermittelst alle Betriebsausgaben (Fahrtkosten, häusliches Arbeitszimmer, Fachliteratur), wenn diese 2400.- Euro übersteigen (die Pauschale) dann setzt Du diesen höheren Wert an und musst auf die Pauschale verzichten.
    Beispiel:
    Einnahme von der Schule: 5400.-
    Aufwand: Fahrtkosten, Verpflegungspauschalen, Arbeitszimmer … 2800.-
    Gewinn somit 5400.- minus 2800 ergibt: 2600 Euro.
    Musst Du Dir einfach mal durchrechnen. Ich fahre derzeit ohne Pauschale (mit Gesamtkostennachweis) etwas besser
    Und noch ein großes Achtung:
    Du musst Dich auf jeden Fall (auch als Beamter) bei der Rentenversicherung melden. Erzielst Du mehr als 5400.- Gewinn, will die RV einen Anteil von 18,9% davon. Weiß kaum jemand, da man als Beamter immer vermutet, dass die Rentenversicherung kein Thema wäre.

    [USER="11988"]Papa_001[/USER] 01:
    Zitat: "Haben sie schon einmal „gesehen“, ob Eheleute sich gegenseitig mit außergewöhnlicher Belastung unterstützen können?"
    Ja, den Fall gibt es und er ist auch gebräuchlich: Es ist der klassische Fall des Ehegattenunterhalts bei getrennt lebenden Ehegatten mit getrennter Veranlagung. Hier kann der unterhaltsverpflichtete (oder freiwillig zahlende) seinen Unterhalt in der Anlage U steuerlich geltend machen. Der Unterhaltsberechtigte muss dann diesem Verfahren zustimmen und den Unterhalt als sonstige Einkünfte bei der Einkommenssteuererklärung angeben.
    Im hier vorliegenden Fall scheitert der Unterhaltsabzug (der ja vorehelich geleistet wurde) tatsächlich nur an der Tatsache der gemeinsamen Veranlagung, denn damit würde ja der Steuerpflichtige quasi eine Zahlung innerhalb der Veranlagungsgemeinschaft abziehen. Was so steuerlich nicht vorgesehen ist.

    Bei den anteiligen Kosten sieht das Programm dazu keine Möglichkeit vor. Der Dialog Betriebsausgaben, Arbeitszimmerkosten ist quasi ein Sonderfall der betrieblichen Raumkosten. Und hier kann man dann (leider) nicht angeben, dass die Gesamtkosten (der ermittelte Maximalbetrag in Höhe von 1250.- Euro) auf 12 Monate verteilt werden soll. Steuerlich ist auch unerheblich, solange die gesamten Kosten im Kalenderjahr angefallen sind bzw. gezahlt wurden. Aber in der betrieblichen Auswertung erzeugt das Programm derzeit, da die gesamten 1250.- Euro im Dezember angesetzt werden, in den Monaten von Januar bis November ein zu hohes positives und im Dezember dann ein zu hohes negatives Ergebnis.
    Schön wäre es, wenn in einer Folgeversion, ein Button da wäre, der es erlauben würde die Beträge rechnerisch auf die 12 Monate zu verteilen, so fallen sie in der Regel ja auch an, zumindest bei einem gemieteten Arbeitszimmer oder einem häuslichen Arbeitszimmer in der Mietwohnung.

    Hallo,
    folgende Frage:
    Trage ich in der Gewinnermittlung bzw. der Gewinnerfassung die Raumkosten (hier: Arbeitszimmer) ein, so werden diese in der betriebswirtschaftlichen Auswertung als kompletter Betrag im Dezember als Ausgaben dargestellt, was sich zwar steuerlich nicht bemerkbar macht (da ja eh die Jahressumme zählt), aber die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung in den Vormonaten verfälscht. Denn mit dieser Darstellung habe ich quasi von Januar bis November keine Raumkosten und dann im Dezember die vollen, defacto ist es aber so, dass ich ja jeden Monat die Raumkosten zahle.


    Gibt es eine Möglichkeit, dass das Programm diese Kosten unterjährig auf die einzelnen Monate umlegt, also in jedem Monat ein Zwölftel darstellt, so wie ich die Ausgaben ja auch vom Abfluß her leiste (Mietwohnung)?
    Wäre prima, wenn das gehen würde, oder ich nur einen Haken in der Eingabe übersehen habe, der das Ganze schon vorsieht.

    Stimmt nicht so ganz. Im Erklärungsverfahren kann der Steuerpflichtige zunächst alle mögliche Beträge angeben. Das Finanzamt wird dann, wenn bestimmte Beträge überschritten werden, diese kürzen oder nicht anerkennen. Diese Entscheidung erfolgt dann im Steuerbescheid. Dieser ist als Verwaltungsakt mit einem Widerspruch (oder hier Einspruch) angreifbar. Falls das Finanzamt die Änderung dann durchführt, die begehrt wird, ist alles okay. Falls nicht ist danach die Klage möglich. Und im Rahmen der Klage sieht man dann weiter.


    Mein Ursprungsfrage zielt aber nicht auf das Festsetzungsverfahren, sondern auf die technische Fragestellung:
    Und da müsste es ja eine Möglichkeit geben, auch wenn ich sie noch nicht gefunden habe. Zur Not muss ich halt die Daten einmalig über Elster verschicken und danach mal schauen.

    Hallo,
    bei der EÜR kann ich die Kosten für ein Arbeitszimmer erfassen (Raumkosten). Dabei wird, völlig zu Recht, zwischen dem unbegrenzten und dem begrenzten Kostenansatz unterschieden. Das diese Unterscheidung steuerrechtlich bis zum BFH durchentschieden ist, ist klar.
    Aber:
    Ich möchte, auch bei einem begrenzten Abzug, einen höheren Betrag wie die 1250.- Euro ansetzen, da ich in einem späteren Verfahren dann klären lassen möchte, ob ein vom Gesetzgeber einmal festgelegter Betrag (wie hier der zulässige Höchstbetrag) nicht auch den allgemeinen Preisentwicklungen angepasst werden muss. Die Festlegung der 1250,- erfolgt ja schon vor längerer Zeit.


    Die konkrete Frage:
    Kann ich die Software an der Stelle dazu überreden, in der EÜR eben nicht nur die 1250- Euro anzusetzen, sondern die tatsächlichen Raumkosten (bei mir rund 2.200.- Euro). Also den Wert quasi händisch überschreiben oder erhöhen, obwohl ich mit dem begrenzten Abzug (dem Grunde nach einverstanden bin).


    Viele Grüße.

    Ich habe mehrere Auswärtstätigkeiten angelegt, die ich als Werbungskosten absetzen möchte. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich dazwischen einige vergessen habe. Da es einfacher ist, wenn diese einzelnen Dienstreisen chronologisch auftauchen, würde ich sie gerne sortieren (nach dem Datum der Reise), falls dies durch einen Trick möglich ist. Sonst bleibt mir leider nur, die Dienstreisen zu löschen, bis dorthin, wo ich eine vergessen habe und danach dann alle (wiederum chronologisch) neu anzulegen, was ich gerne vermeiden möchte.
    Falls es nicht geht, wäre es eine gute Idee für eine neue Version :) Was auch noch gut wäre, wenn man die Auswärtstätigkeiten in einem einfachen Format (z.B. tabellenartig) erfassen könnte (z.B. Ort, Beginn, Ende und Bemerkung). Dann wären viele Dienstreisen mit den Grunddaten relativ schnell vorerfasst.