Posts by Magges

    Ich sehe schon, das häusliche Arbeitszimmer ist immer noch ein diskussionswürdiges und sehr fallspezifisches Thema und die Anerkennung hängt sicher auch vom Bearbeiter beim FA ab.
    Ich danke Euch für die Diskussion und die daraus entstandenen Gedankenanstöße.


    Zu #8: Ein nebenberufliches Studium ist ein absehbar temporäres Ereignis und das Anlegen eines dazugehörigen Studierzimmers unter den gleichen Gesichtspunkten wie für ein hauptberuflich genutztes Arbeitszimmer wirtschafltich wahrscheinlich weniger sinnvoll. D.h. die vorübergehende Nutzung eines einem Arbeitszimmer ähnlichen Raumes, welcher bereits besteht, ist wirtschaftlicher als der Umbau bzw. die Einrichtung eines dauerhaften (z.B. Nutzung >3 Jahre) Arbeitszimmers nach den Kriterien, welche bereits besprochen wurden. Dennoch stellt die Vorhaltung dieses Zimmers als Studierzimmer eine im Bezug zum Studium stehende Belastung dar. Das ist allerdings meine Betrachtung bzw. Interpretation als Laie (und wirtschafltich denkender Mensch, nicht juristisch denkend). Natürlich ist mir bewusst, dass es für solch eine Interpretation eine Gesetzesgrundlage geben muss. Da hier bei mir Unsicherheit besteht, wurde eben diese Frage gestellt.
    Btw: Die gewährte Telearbeit ist ebenfalls für den Zeitraum des Studiums begrenzt.


    Da ich das Gefühl habe, dass ein paar Dinge in meine Frage hineininterpretiert wurden, noch ein paar Klarstellungen:
    - Es handelt sich um eine 3-Zimmer Wohnung. Ein Zimmer davon wird als Arbeitszimmer genutzt. Es ist also durchaus genügend Platz zum Wohnen gegeben.
    - Die Einrichtung des Arbeitszimmers soll nicht im betroffenen Steuerjahr abgesetzt werden.
    - Sofa und Kleiderschrank enstammen der Zusammenlegung unserer beiden Haushalte vor einigen Jahren, lange bevor das Zweitstudium begonnen bzw. Telearbeit gewährt wurde.


    Wie Ihr schon gesagt habt, werde ich einfach einen Antrag stellen bzw. die Kosten für ein Arbeits- bzw. Studierzimmer in der ESt-Erklärung aufnehmen und darauf warten, was das FA daraus macht.


    MfG
    Magges

    Guten Abend,


    neben ihrer beruflichen Haupttätigkeit absolviert meine Verlobte noch ein Zweitstudium (Vollzeit), welches nicht vom Arbeitgeber veranlasst ist.
    Bei der ESt 2018 wird unter den Fortbildungskosten im Steuer-Spar-Tipps Fenster der Vorschlag "häusliches Studierzimmer" angezeigt.
    Gelten für das Studierzimmer die gleichen strengen Regeln wie für ein häusliches Arbeitszimmer (keine weitere Nutzung außer zum Arbeiten/Studieren)?
    Angenommen der Abzug wäre zulässig, wären hier die Miet- und Nebenkosten im selben Anteil wie die Fläche zur Gesamtwohnfläche als Fortbildungskosten (Werbungskosten) anzusetzen?


    Um den Fall noch etwas komplizierter zu machen:
    Zur Bewältigung des Studiums wurde Telearbeit gewährt.
    Die Regelung sieht vor, vier Tage im Home-Office zu arbeiten und einen Tag im Büro anwesend zu sein.
    Daher befindet sich m.E. der berufliche Mittelpunkt im häuslichen Arbeitszimmer.
    Ebenfalls hier die Frage, ob in diesem Fall eine private Mitbenutzung vollständig auszuschließen ist und ob das Zimmer als Werbungskosten anzusetzen ist?


    Kurze Beschreibung des Zimmers:
    In unserem Arbeitszimmer steht neben zwei Schreibtischen ein Sofa (kann zum Schlafen ausgeklappt werden) sowie ein Kleiderschrank mit integriertem Regal für Akten und Unterlagen.
    Ein weiterer als Arbeitsplatz nutzbarer Ort existiert nicht in unserer Wohnung.


    MfG
    Magges

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.


    Gegen die Festlegung der Sonderausgaben wurde kein Einspruch eingelegt, daher wahrscheinlich auch dort keine Änderung.


    Die Einspruchsfrist für den ersten Bescheid ist abgelaufen. Der geänderte Bescheid ist am 17.04. eingegangen.
    Daher meine Frage, ob ich nun noch Einspruch gegen die Festsetzung der Sonderausgaben einlegen kann oder ob hierfür die Frist bereits verstrichen ist, da die Frist des Erstbescheids gilt?

    Hallo Zusammen,


    kann gegen einen wegen Einspruchs geänderten Steuerbescheid ein zweites Mal Einspruch eingelegt werden?
    Im konkreten Fall wurde nach dem ersten Steuerbescheid Einspruch eingelegt, weil zu Unrecht Fortbildungskosten für eine Sprachreise nicht anerkannt wurden.
    Leider wurde bei der Prüfung des Steuerbescheids übersehen, dass nicht die vollen Beiträge zur Basis-Kranken- und Pflicht-Pflegeversicherung (privat) anerkannt wurden.
    Es wurde lediglich der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen i.H.v. 1900 € abgezogen. Laut § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG muss jedoch mindestens der Beitrag zu o.g. Vers. anerkannt werden.
    Aufgrund des Einspruchs gegen die nicht anerkannten Fortbildungskosten wurde der Steuerbescheid geändert und die Fortbildungskosten berücksichtigt.
    Allerdings wurden nach wie vor nur die 1900 € Vorsorgeaufwendungen und nicht der volle Betrag abgezogen.


    Kann gegen den geänderten Steuerbescheid erneut Einspruch wegen zu wenig anerkannter Vorsorgeaufwendungen eingelegt werden? (Die 4-Wochen Frist ist noch nicht abgelaufen)


    Vielen Dank im Voraus!


    MfG
    Magges