Posts by Papa_001

    Die Meinungen gehen mittlerweile auch nicht mehr auseinander, was die steuerrechtlichen Anwendungen betrifft. Und so kann man auch den Verlauf der Argumente noch zustimmen, wenn ein neu erworbener Computer noch im selben Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden kann. Den Ausführungen der Forenmoderation in #51 braucht nichts mehr hinzugefügt werden.


    Im Wesentlichen stützen sich die Argumente ja darauf, dass ein substanzverringertes Wirtschaftsgut nur mit gleichmäßiger Verteilung der Kosten auf die Gesamtdauer der betriebsgewöhnlichen Verwendung abzusetzen sei, wenn sich diese Nutzung auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt. Mit der Gestattung der betrieblichen Nutzung für Computer etc. bis zu einem Jahr, liegt es im Belieben des Steuerpflichtigen davon Gebrauch zu machen, dieses Wirtschaftsgut noch vollständig und auch namentlich noch „sofort“ abzuschreiben. Das Finanzministerium eröffnet mit seinem Schreiben vom 26.02.2021 Geschäftszeichen „IV C 3 - S 2190/21/10002 :013“ ja genau diese Möglichkeit, weil es die vorgesehene AfA-Tabelle von drei Jahren auf ein Jahr verringert. Einem anderen Hintergrund kann diese Verfügung auch nicht entsprechen. Wo bitte soll ein Sinn darin liegen, eine einjährige Abschreibung noch zwischen zwei Jahren anzuwenden? Bisher wurde noch kein einjährig abzuschreibendes Wirtschaftsgut in einer AfA-Tabelle erwähnt.


    Ich gebe meine Position, einen Computer auf ein Jahr verteilt abschreiben zu müssen, damit auf und schließe mich den anderen Argumenten an, einen Computer auch sofort im Jahr der Anschaffung absetzen zu können.


    Es kann Sinn machen, trotzdem die AfA-Tabelle von einem Jahr oder drei Jahren zu gebrauchen. Das möge aber dann in der Entscheidung des Steuerpflichtigen liegen. Ein fiktives Datum auf den Anfang eines Jahres herabzusetzen benötigt es nicht.


    Der Vereinfachung entsprechend werde ich die anderen Beiträge nach einer gewissen Zeit entfernen bzw. verändern.

    Da haben Sie recht. Da macht die Software den Fehler, indem sie noch bei der Abschreibungsart „Sofortabschreibung“ erlaubt, obwohl das bereits durch mehrere Eingaben, die der Anwender zuvor gemacht hatte, von der Software hätte erkannt werden müssen. Denn wozu braucht man dann noch die Abfrage, ob das bewegliche Wirtschaftsgut ein PC sei, denn mit der AfA-Tabelle scheint diese Verknüpfung auch nicht mehr verlinkt zu sein? Stattdessen, werden irreführende Hinweise gegeben, die auch noch durch den Prüfer durchgewunken werden, Das hatte ich ja bereits so angedeutet. Da jetzt das Feld der Nutzungsdauer von der Software in Frage gestellt werden sollte und in den Steuertipps der fehlende Hinweis erbracht wird, ist dem Anwender aber die Entscheidung durch den fehlerhaften Hinweis im blauen Text darüber genommen. Er liest in diesem Text „Sofortabschreibung“, macht sogleich sein Häkchen bei Sofortabschreibung und wird mit der Quittierung durch den Prüfer belohnt und wird sich nicht mehr damit auseinandersetzen. 😊.


    Warum soll das ein Problem sein?


    Zunächst sei zu unterscheiden zwischen Hilfetexten in der -Eingabehilfe- und den Kommentaren in den -Steuertipps- als auch den Hinweisen des -Prüfers-.


    Solange die Hinweise in der -Eingabehilfe- ohne Probleme durch die Dialoge führen, sollten die Hinweise im Prüfer auf Aktivschaltung bleiben. Erst wenn das nicht gelingt, würde der normale Anwender seine Hilfe bei den Kommentaren in den -Steuertipps- suchen.


    Die Schaltflächen bei der -Abschreibungsart- „Auf Nutzungsdauer verteilen“ bzw. „Sofortabschreibung“ werden vom Prüfer nicht erkannt, weswegen es zu dieser Fehlentscheidung und damit Falschdarstellung kommt.

    Woraus leiten Sie ab, dass Sie aufgrund eines Arbeitgeberwechsels eine Steuererklärung abzugeben hatten?


    Woher wissen Sie, eine Erstattung für das Jahr 2018 würde so ca. 500 Euro betragen?


    Nutzen Sie die Hilfen Steuererklärungsprogrammes!


    Hier im Forum nutzen wir die „Steuersparerklärung“. Falls Sie diese nutzen sollten, daher wollte ich wissen, worauf Sie ihre Erstattungssumme stützen, können Sie oben rechts im Suchfeld das Stichwort „Pflichtveranlagung“ eingeben.


    Ihnen werden dann im Titel etwa fünf Hilfen angezeigt, die sich auf Einträge im Steuerkompass beziehen. Wählen Sie den dafür für Sie maßgebenden Typ aus. Ich nehme an, dass sei bei Ihnen der erste Titel „Einkommensteuererklärung abgeben müssen (>>Pflichtveranlagung<<). Das wichtigste Kennzeichen dafür ist … Pflichtveranlagung von …“


    Wählen Sie diesen Titel aus! Sie werden dann auf eine interne Webseite des -Steuerkompasses- geleitet. Je nach Konfiguration, kann es sein, dass Sie im Steuerkompass den Begriff leider noch einmal wiederholen müssen. Dann gelangen Sie in das Kapitel „Steuerveranlagung“, Lesen Sie den Beitrag „Pflichtveranlagung von Arbeitnehmern“!


    Beachten Sie, dass dieses Forum sich mit den Produkten des Verlages befasst und dies kein „Allgemeines Frage Brimborium“ für persönliche Steuerbelange ist. Wenn Sie denn tatsächlich dieses Produkt als „Steuerrechtsdatenbank“ nutzen, sei es rätselhaft, bereits noch derart allgemeine Fragen stellen zu müssen, die sich wohl nur auf Annahmen beziehen können. Wenn Sie von Fakten ausgehen, wie, dass Sie eine Steuererklärung abzugeben hätten, benennen Sie das doch einfach! Wenn Sie mit einer Erstattung rechnen können, geben Sie an, welches Mittel Sie dazu benutzt haben. Quasi mit welchem Steuererklärungsprogramm Sie arbeiten!


    Andererseits kann ich manche Forenteilnehmer, die sich sonst nur auf ausgewiesene Quellen berufen und von denen sonst auch mehr zu erwarten ist, nicht verstehen, sich auf derart niedrigem Fragenniveaus erkenntlich zeigen. Jedem sollte doch klar sein, dass Redaktionsarbeit sehr arbeits- und kostenintensiv ist. Der günstige Preis von derzeit aktuell 26,95 € sollte nicht noch mit missbräuchlichem Nutzungsverhalten überstrapaziert werden.


    Falls dennoch ein anderes Produkt, wie einer Steuersparerklärung genutzt werde. Können bestimmt Quellen genannt werden, wo das Programm Hinweise gibt. Denn im Allgemeinen dürfte eine Steuerrechtsberatung auch hier in diesem Forum nicht erlaubt bleiben.

    Dann muss es aber auch bei der von mir vorgeschlagenen Eingabevariante bleiben. Das war eigentlich der eher ernstzunehmende Aspekt meines Postings.


    Gewinnermittlung für das Jahr 2021

    Einnahmen/Ausgaben

    Betriebsausgaben

    Abschreibung

    Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens

    [Wirtschaftsgut erfassen]

    Wirtschaftsgut

    -Bezeichnung- [PC]

    -Art des Wirtschaftsguts. [bewegliches Wirtschaftsgut]

    -Büroausstattung- [nein]

    -Computer- [ja]

    -Kaufdatum. [##.08.2021]

    -Kaufpreis- brutto [1489,95 €]

    Anschaffungskosten

    Abschreibungsart [Auf Nutzungsdauer verteilen]

    {Hier legt die Eingabehilfe den entsprechenden Hinweis in blauer Schrift „Sofortabschreibung von Computer und zugehöriger Software“}


    {Als auch in der Erläuterung dann weiter: „Für Computerhardware einschließlich dazu gehörender Peripheriegeräte und Software gilt ab dem Jahr 2021 eine Nutzungsdauer von 1 Jahr.“}


    Falsa demonstratio non nocet war früher anders zu verstehen. Denn jetzt wird der Bediener dazu animiert das Häkchen umzusetzen, womit er auch gleich belohnt wird, da der Prüfer durchwinkt. Die Kommentare bleiben aber regelkonform. Man wird dann dazu angeleitet die Nutzungsdauer auf ein Jahr festzulegen. Im Erläuterungstext wird dann auch nicht mehr von „Sofortabschreibung“ sondern von „im Jahr 2021 komplett abschreiben.“ gesprochen. Demnach könnte der richtige Begriff für noch laufende Wirtschaftsgüter bei Computer sogar „Komplettabschreibung“ heißen. Hier müsste in der Software nur das Wort -Sofortabschreibung- in der blauen Eingabehilfe gegen das Wort „Komplettabschreibung“ geändert werden.


    Wenn dann Verlag, Entwicklung und Anwender konform gehen, kann es weiter mit der Erfassung gehen:


    -Nutzungsdauer in Jahren- [1]


    Hier könnte man jetzt sogar seine abweichende Rechtsauffassung gegenüber dem Finanzamt auf die Probe stellen und ein anteiliges Jahr von „[0,4]“ angeben und dies mit dem Kommentar des anderen Verlages in der Erläuterung an das Finanzamt begründen. Falls Betriebsvermögen, wird genauso eine Anlage -AVEÜR- ausgegeben. Das Finanzamt könnte dann sehen, dass der Betrag aus der Zeile 12 in der Anlage AVEÜR mit seinem vollen Gewicht in die Zeile 31 der Anlage EÜR entnommen wäre. Man sieht, auch dazu wäre die Software noch im Stande. Erst dann wird man sehen, wie das Finanzamt reagiert und könne tatsächlich von einer Akzeptanz sprechen, was sich dann weiterverfolgen ließe. Der Witz ist nur, dass sich das Finanzamt tatsächlich noch darauf einlassen könnte, denn jetzt steigt ja auch der Anteil der zugehörigen privaten Nutzungsanteile genauso auf die volle Hälfte des Anschaffungspreises bei den Betriebseinnahmen. Das wäre ja dann vielleicht gar nicht gewollt. Es sei denn, man könnte jetzt den eingebüßten Privatnachteil, wieder bei einer anderen Einkunftsart wettmachen und anderswo ein Arbeitsmittel ansetzen. Ob man sich solch einem Abenteuer zuwenden sollte, mag ich bezweifeln. Gebot sollte ja immer noch sein, für alle Beteiligte seine Steuererklärung zu vereinfachen und zu entbürokratisieren. Das darf aber dann nicht damit verwechselt werden, alles auf einmal geltend machen zu wollen und etwa ein Wirtschaftsgut nur weil es ein Computer sei, im Dezember anzuschaffen und noch für dieses Anschaffungsjahr komplett abzusetzen.


    Also dann weiter:


    Es verbleibt bei der einjährigen Nutzungsdauer. Die betriebliche Nutzung wird noch mit 50 Prozent angesetzt. Wie wir ja festgestellt haben, sei das ja auch anders gar nicht möglich, wenn man das Wirtschaftsgut nicht dem Betriebs- oder Unternehmensvermögen zuordnen wolle.


    Also hier die beiden Häkchen in der Nutzung auf [nein]!


    Der anteilige Verlust beträgt 310,41 Euro für das Jahr 2021.


    Ende

    In der Tat, wäre diese Formulierung noch missverständlich, wenn der Satz aus seinem Zusammenhang gerissen wird und einfach jetzt damit jeder angeschaffte PC in seinem Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden könnte. Was ja, wie sich hier gezeigt hatte, permanent viral zu gehen scheint und auch einige Verlage und Institutionen nicht immer eindeutig zurückhält. Damit ist, wie Sie es vielleicht auch schon erahnen, solange damit zu rechnen, wie der eindeutig steuerlich festgelegte Begriff „Sofortabschreibung“ verwendet wird. Leider benutzen den viele Kommentatoren ebenso noch in diesem Zusammenhang. Allerdings möchte ich schon zu verstehen geben, dass „jetzt sofort abzuschreiben“ nicht gleichzusetzen mit „Sofortabschreibung“ gleichzusetzen ist. Dadurch, dass es locker ausreiche, den Restwert in den 12 Monaten des Jahres 2021 abzuschreiben (angeschafft 2020) kommt dieser Umstand einer Quasi-Sofortabschreibung gleich. Aber, wenn Sie einen besseren Ausdruck finden, werde ich mich dafür einsetzen, ihren Begriff in die Analen der deutschen Steuersprache einzureihen. 😊


    Was aber jetzt im Ergebnis für die Forenteilnehmer viel hilfreicher wäre, dass eine fehlerfreie Dialogeingabe geschehe. Lassen wir uns doch eher darüber aus und zeigen die Bedienereingabe. Ich habe meinen Vorschlag gemacht und begründet und auch zu verstehen gegeben, dass eine Herabsetzung des Anschaffungspreises falsch wäre. Ich habe auch dargestellt, dass die Software, selbst diesen verquickten Steuerfall eines privat mitbenutzten Wirtschaftsgutes noch gut darstellen kann, selbst wenn wir nicht einmal genau wissen, auf welche Einkünfte der EP seinen PC noch ansetzen könnte. Darüber schweigt er sich ja aus.

    Die Regel soll eigentlich so zu verstehen sein, dass bisher noch laufende Anlagengüter (PCs) aus dem Jahre 2020 und älter, jetzt sofort abgeschrieben werden können. Aber bei der Neuanschaffung nach dem 31.12.2020 verbleibt es bei der einjährigen Dauer. Ich kann da auch nichts anderes herauslesen. Auch der Hinweis des Verlages auf ein BFH-Urteil aus dem Jahre 1989 und dem angegebenen Kommentar lässt nicht so deutlich erkennen, dass jetzt die bestrittenen Wirtschaftsgüter (PCs) noch im selben Jahr der Anschaffung „sofort abgeschrieben“ werden könnten und welche Ansicht wie genau bestätigt ist.

    Wenn das eindeutig anderweitig geregelt scheint, wird der Softwarehersteller, bei dem hiesiger Verlag mitwirkt, eine Anpassung vornehmen müssen, und sei es auch nur die Frage, ob das Anlagengut ein PC sei, anders zu stellen.

    Es sind ja auch besagte Verlage, die das in ihren Blogbeiträgen auf diese Art und Weise kommunizieren:


    Geänderte Nutzungsdauer von Computerhardware und Software | Steuern | Haufe


    Neue Nutzungsdauer

    Die bisherige Nutzungsdauer i.S.d. § 7 Abs. 1 EStG wird von grundsätzlich 3 Jahren auf nur noch 1 Jahr verkürzt. Damit kommt es quasi zu einer Sofortabschreibung der betroffenen Wirtschaftsgüter. Eine nur noch 1-jährige Nutzungsdauer kommt einer Sofortabschreibung sehr nahe, fraglich ist jedoch, ob es auch eine ist.


    Und dann heißt es da weiter:


    Hinweis der Redaktion: Es gibt gute Argumente, die für eine Sofortabschreibung und gegen eine zeitanteilige Abschreibung sprechen. Im Beschluss der Bundeskanzlerin und der Länderchefs, in dessen Folge das BMF-Schreiben erlassen wurde, heißt es: "Zur weiteren Stimulierung der Wirtschaft und zur Förderung der Digitalisierung werden bestimmte digitale Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 1. Januar 2021 sofort abgeschrieben. Damit können insoweit die Kosten für Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung zukünftig im Jahr der Anschaffung oder Herstellung steuerlich vollständig berücksichtigt werden." Darüber hinaus ist in § 7 EStG eine zeitanteilige Abschreibung nur für Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer > 1 Jahr vorgesehen (vgl. auch Schnitter, in Frotscher/Geurts, EStG, § 7 EStG Rz. 262 f. mit Verweis auf BFH, Urteil v. 15.12.1989, VI R 44/86). Das BMF hat auf unsere Anfrage hin diese Ansicht inzwischen bestätigt.


    Dann heißt es wieder so:


    Ab wann gilt dies?

    Die neue Regelung mit einer 1-jährigen Nutzungsdauer gilt für alle Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2020 enden. Zudem kann in dem nach dem 31.12.2020 endenden Wirtschaftsjahr der Restbuchwert von bereits zuvor angeschafften bzw. hergestellten Wirtschaftsgütern des Betriebsvermögens vollends abgeschrieben werden. Diese Regeln gelten ab dem VZ 2021 auch für Wirtschaftsgüter des Privatvermögens. Damit ist die bisherige AfA-Tabelle letztmals in Wirtschaftsjahren anzuwenden, die vor dem 1.1.2021 enden.


    Und auch so:


    Kritik innerhalb der Finanzverwaltung

    Im Vorfeld war eine gewisse Uneinigkeit in der Finanzverwaltung zu vernehmen. Einige Bundesländer sträubten sich gegen eine Anpassung der Nutzungsdauer "nur" durch ein BMF-Schreiben und sprachen sich für eine gesetzliche Regelung aus (vgl. News). Nunmehr hat sich doch die sog. untergesetzliche Regelung durchgesetzt.


      BMF, Schreiben v. 26.2.2021, IV C 3 -S 2190/21/10002 :013


    Ich denke, wir sollten uns nicht damit bewerfen, wer, wie und welche Ahnung im Steuerrecht mitbringe. Das finde ich auch irgendwie kindisch und gegenüber bestimmten Forenteilnehmern nicht angebracht. Steuerrecht ist ja keine Naturwissenschaft, in der es nur eindeutige Ergebnisse oder Lösungen gäbe. Das Steuerrecht ist überwiegend durch sein positives Recht gekennzeichnet (gesetztes Recht) und beginnt bereits bei seiner Entstehung schon zu variieren, bevor Rechtsanwender mit der Auslegung beginnen können.

    Justus45 hat aber von 50/50 geschrieben. Auf diesen Umstand bin ich ja auch anfänglich eingegangen. Im Gegensatz dazu mit ihrer Aufteilung, hätte man den PC natürlich in das Betriebsvermögen hineinnehmen müssen. Und deswegen ist es auch von Bedeutung, dass das Finanzamt den tatsächlichen Einkaufspreis kennt, um beurteilen zu können, ob ein gewillkürtes Betriebsvermögen oder ein erlaubtes zulässiges Ermessen angewendet wird und nicht einfach ein willkürlicher Anschaffungspreis bestimmt wird.


    Wo ist das Problem oder wo sehen Sie eins?

    Wir lassen seinen Hauptverdienst jetzt einmal außen vor.


    Bei besagter Eingabe mit vollem Preis und ohne Betriebs- und Unternehmensvermögen wurde der Computer zunächst auf Betriebskosten angeschafft anschließend aber nicht im Betriebsvermögen belassen. Der PC kann sich jetzt im Privatvermögen oder einem anderen Betriebsvermögen befinden. Daher kommt es jetzt nicht mehr zu einer Aktivierung der Anlage AVEÜR bei dieser Gewinnermittlung. Das machen die kommerziellen Programme in der Regel genau richtig. Das es jetzt zu einer Einnahme kommt ist dann dem Umstand geschuldet, dass der PC jetzt entweder im Privatbesitz gelangt ist oder einem anderen Betrieb zugewandert ist, der dann ja die Anlage AVEÜR belegen könnte. Aber in der Zukunft für drei Jahre oder dem restlichen Verlauf von einem Jahr und im nächsten Jahr, muss für alle beruflichen Verwendungen die Abschreibung gleichsam beibehalten bleiben. Es kann nicht ungleich eine Aufzehrung in anderen Besitzverhältnissen abgesetzt werden. Die Verteilung der Absetzung auf diese zwei Jahre (Ende und Anfang 2021/2022) kann nicht umgangen werden. Die Herabsetzung auf den halben Preis würde diese Bestimmung unterlaufen können und stellt eine falsche Angabe in der Steuererklärung dar. Angaben müssen wahrheitsgemäß gemacht werden. Und die Angabe eines halben Anschaffungspreises stellt eine unwahre Aussage dar.


    Theoretisch wäre es noch möglich, den privat angeschafften PC an den eigenen Betrieb mit einem Eigenbeleg zu veräußern, dann folgt aber zwangsläufig das private Veräußerungsgeschäft.


    Soweit richtig, wenn man sicher gehen kann, dass es solche Einkünfte gibt. Da hat der EP aber die ganze Zeit uns alle im Unklaren gelassen. Wenn man das alles im Vorfeld gewusst hätte, wäre vieles einfacher gewesen. Es kommen zwar immer mal wieder fragmentarisch Informationen, wie jetzt wieder das Bildchen mit dem halben Preis für die Anschaffungskosten des PCs, worüber man noch lange diskutieren kann, ob das richtig sei. Ich halte es für falsch.


    Um die besagte Ausnahme wird die ganze Zeit noch diskutiert.

    Noch komplizierter geht es nicht? 😊


    Wenn Ihr Kleingewerbe mit entsprechender Unternehmerregelung „nebenberuflich“ ist, was ist denn dann Ihr Hauptberuf? Oder wo zu sehen Sie sich mit ihrem Haupteinkommen berufen? Was ist Ihr hauptsächliches Einkommen (Einkunft). Nebenberuflich bedeutet noch eine weitere Einkunft oder einen Bezug.

    Den Computer können Sie doch nur als Betriebsmittel oder Werbungskosten bei irgendeiner bestimmten Einkunftsart ansetzen. Wenn Sie außer ihren Gewinneinkünften doch noch andere Einkünfte, wie nichtselbständige Einnahmen oder Mieteinkünfte haben, wäre dies auch noch später im Rahmen der Steuererklärung möglich, weil diese Einkünfte und andere bereits in der Steuersparerklärung integriert sind. Dann haben Sie aber trotzdem eine mit auf Einkünften bezogene Anlage zu verwenden. Die reine Steuererklärung ist sozusagen eigentlich ja nur noch der Mantelbogen. Einige Einkünfte werden erst zusammen mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht, weil die wesentlichen Mitteilungen bereits andere für Sie machen. Die da wären Löhne oder Kapitaleinkünfte usw. Als Gewerbetreibender oder Selbständiger, müssen Sie diese Einkünfte aber mit einer eigenen Anlage und auch separat mit einem anderen Programmodul bereits im Vorfeld erklären.


    Vielleicht helfen Sie uns einmal etwas Licht in ihr Dunkel zu bekommen und berichten uns, mit welchen Einkünften Sie so insgesamt schwanger gehen, dann treten auch nicht so Irritationen, wie Arbeitsmittel, Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro usw. auf, denn diese Beispiele kommen ja nur dadurch zu Stande, weil ein gewisser Steueranteil bereits unterjährig abgeleistet wurde.

    Zu dieser Verwechslung mit Arbeitsmitteln bei nichtselbständigen Einnahmen kann es leicht kommen, wenn man bei der Erfassung die Steuersparerklärung nicht sofort den Steuerfall anpasst, bzw. andere, nichtzutreffende Bereiche, Einkünfte usw. mit dem Themenfilter anpasst.

    Trösten Sie sich, Sie wären nicht der erste gewesen, der eine vermeintlich gleiche Steuerfalldatei mit einem vom gleichen Hersteller aber einer anderen Produktgruppe erstellten Steuerfalldatei zu öffnen versuchte. Aber das sei ja geklärt. Mea Culpa.


    Es bringt aber mehr, sich zunächst mit den Dateien und dem Ort an dem sie gespeichert sind zu befassen. Mit der Neuanlage haben Sie sich zunächst Orientierung verschafft, welchen Umfang und Eigenschaften ihre Steuerfalldateien haben sollen. Mit 48 KB kann eine Steuerfalldatei nicht existieren. Das mögen dann eher Hinweiszeiger denn vollständige Steuerfalldateien sein. Das ist mit ein Grund, warum ich nur in Ausnahmefällen Steuerfalldateien auf einem Cloudserver abspeichere. Vielleicht helfen die Hinweise dort:


    AW: Neue Magentacloud - meine Dateien werden nicht... | Telekom hilft Community


    Einige der Themen deuten darauf hin, dass evtl. eine neue App für die Synchronisation erforderlich sei.

    Sind Sie sicher, dass Sie hier in der richtigen Forengruppe sind? Verwenden Sie ein Programm der aav? Die Endungen *.ESTJahr verwenden auch andere Hersteller.


    Ihre Steuerdateien liegen offensichtlich auf verschlüsseltem Wege auf ihrer Cloud, den kann die SSE offenbar nicht auf direktem Wege entschlüsseln. Also müssten Sie erst nach einem Weg suchen, wie sie ihre abgelegte Datei wieder entschlüsselt zurückholen können. Da nutzt eine einfache Kopie auf ihrem Desktop auch nicht viel. Normalerweise haben Cloudserver einen Synckordner, wie OneDrive, auf der Festplatte, die mit dem Verschlüsselungssystem besser aufeinander abgestimmt sind. Das müssten Sie erst einmal prüfen, bevor Sie sich in ergebnislose Neuinstallationen verstricken. Bevor das notwendig wäre, könnte eine beliebige Neuanlage versucht werden, ob das gelinge.

    Wenn die Sofortabschreibung gewählt wird, kann die private Mitbenutzung nicht mehr ausgewählt werden. Die seit 2021 erhöhte Abschreibung für Computer kann zwar komplett in einem Jahr abgeschrieben werden, bedeutet aber noch keine Sofortabschreibung,


    Die Betriebseinnahmen sind dann schon 310,41 € aber es ließe sich, unter dem Vorbehalt einer geeigneten Begründung eine größere Minderung anstelle von 310,40 € erreichen, wenn man den PC dem Unternehmens- oder dem Betriebsvermögen zuordnet. Jedoch wird bei der Votierung als Betriebsvermögen die Anlage AVEÜR aktiviert. Bei Betriebsvermögen muss die betriebliche Nutzung höher als 50 % sein und ist eigentlich für diese Option nicht vorgesehen. Unternehmensvermögen hat umsatzsteuerliche Auswirkungen. Aber wir haben es ja hier nicht mit einer Anlage eines höheren Wirtschaftsgutes wie einem Arbeitszimmer oder einem Auto zu tun, bei dem eine hohe Besteuerung zu befürchten wäre, wenn das Anlagengut wieder aus dem Betriebsvermögen entnommen würde. Das Anlagengut Computer zehrt sich zu gleichen Teilen sowohl privat als auch betrieblich innerhalb eines Jahres auf, da kann es gar nicht mehr zu einer Betriebsentnahme kommen. Trotzdem belässt man es bei der Vorauswahl der Häkchen kein Betriebs- und Unternehmensvermögen. Die Betriebseinnahme folgt zwar auf dem Fuße aber man muss halt beachten, dass eine jeweils zur Hälfte private und betriebliche Nutzung nur für wenige Wirtschaftsgüter, wie Computer erlaubt ist und daher auch die Vorsteuer entfallen soll.


    Andererseits sollte man sich wirklich noch überlegen, ob man für einen PC nicht lieber eine getrennte Haushaltsführung anstrebt und den Geschäfts-PC eben nicht privat und den Privat-PC eben nicht betrieblich nutzt. Das scheint alles noch einem Relikt aus sehr langer Zeit geschuldet zu sein, wo sich die ganze Familie einen PC teilte. Dann braucht es auch nicht solche Akrobatik, den hälftigen Kaufpreis anzusetzen. Gerade bei Betriebs- einnahmen und -ausgaben macht man nur ein Fass weitergehender Prüfmodalitäten für die Finanzverwaltung auf, wenn man von den üblichen Standardwerten abweicht. Es hat einen guten Grund, warum nur bei einer einigen Konstellation keine Anlage AVEÜR aktiviert wird.

    Das kann ich jetzt im Einzelnen nicht mehr nachvollziehen. Bei einem hälftigen Preis wären Sie schon unterhalb der Schwelle geblieben, wo Sie auch nichts mehr abzuschreiben bräuchten. Dahin hatte ja unsere anfängliche Diskussion hingedeutet, um die AfA-Tabelle zu umgehen. Dass die Anlage AVEÜR für die AfA-Tabelle jetzt trotzdem leer bleibt, muss kein Fehler der SSE gewesen sein. Andere Programme geben das auch so aus und war der neuen Bestimmung über eine einjährige Nutzung für Computer geschuldet.

    Also wir sind hier in der Steuersparerklärung 2021 und betrachten die Steuererklärung 2020. Doch da dürfte es sich um einen Irrtum handeln.


    Der Computer sei ja auch im August 2021 gekauft worden. Erfasst werden soll er als abzuschreibendes Wirtschaftsgut. Möglicherweise wegen Umsatzsteuer bzw. Vorsteuergeltendmachung bzw. weil andere Einkünfte auszuschließen sind.


    Stichwort Anlage AVEÜR! Die Abschreibung wolle mit der AfA für ein Jahr veranschlagt werden. Das ist nämlich ein Unterschied zu einer evtl. sofort abzuschreibenden Modalität. In dem Fall fiele eine private Nutzung heraus. Und so würde die geübte Praxis mit der des halben Kaufpreises zu veranschlagen vom Finanzamt toleriert werden? Wenn etwas vom Finanzamt toleriert wird, ist das nicht damit gleichzusetzen, ob etwas nicht geprüft wurde. Die Sofortabschreibung muss sich von der einjährigen Abschreibungsdauer aber unterscheiden. Denn nach wie vor gilt für Computer eine dreijährige bzw. einjährige Nutzungsdauer. Es mag dahingestellt sein, einen halben Preis anzusetzen, um eine Abschreibungstabelle zu umgehen, richtig wäre es dann nicht.


    Mein Vorschlag der Eingabe:


    Keine Büroausstattung, Computer, Kaufdatum August 2021, Kaufpreis identisch mit dem Bruttopreis 1.489,95 €, Abschreibungsart: 1 Jahr, Umfang der betrieblichen Nutzung mit 50 %.


    Stichwort Betriebsvermögen! Bei der hier vorgegebenen privaten Nutzung mit 50 %, kann nicht mit Betriebsvermögen votiert werden, denn der umgekehrte Weg den Umfang der betrieblichen Nutzung mit 50 % erschließt nicht automatisch die 50 %ige Privatnutzung. Das wäre für die Nutzung weiterer betrieblicher Einkünfte vorgesehen. Im Beispiel von Adi wurde das auch nicht so praktiziert und der PC aus dem Betriebsvermögen herausgehalten. Was aber auch nicht bedeuten muss, dass der PC dem Privatvermögen zugeordnet sei. Dieser könnte jetzt als Beispiel zu einem anderen Betriebsvermögen gehören oder dem Betriebsvermögen der Ehefrau. Man wird den Unterschied erst richtig erkennen, wenn man die Zahlen und Unterschiede erfasst und die Ergebnisse betrachtet, die sich hier erst nur in der Gewinnermittlung niederschlägt. Aber warum dann trotzdem nur der halbe Preis angegeben werden soll? In dem Zitat aus dem Steuerprogramm mit einer zu schätzenden 50 prozentigen Nutzung ist nicht der 50 %ige Kaufpreis zu verstehen. Das wird ja über die Abfrage geklärt. In diesem Beispiel bleibt die Anlage AVEÜR zwar noch leer, sodass das Finanzamt erst gar nichts zu sehen bekommt. Jedoch würde der Ansatz eines halben Kaufpreises die AfA-Tabelle aushebeln können und man sich auf diese Weise einen ungerechtfertigten Steuervorteil erschleichen, weil die Nutzungsdauer unterschritten bleibt.

    Wenn man schon den tatsächlichen Kaufpreis halbiert, was ja ohnehin schon falsch wäre, dann bräuchte man nicht auch noch den Umfang der betrieblichen Nutzung zu halbieren oder weswegen gibt es diese Abfrage?


    Das erinnert mich an den Pendler, der der Bahn eins auswischen wollte und trotz seiner Monatskarte doch mit dem Auto fahren wollte.

    Was haben Sie denn jetzt genau wann, wo und wie gekauft?


    Kaufland „Steuern sparen 2022 leicht gemacht“


    Steuern sparen 2022 leicht gemacht - inkl. | Kaufland.de


    Wolters Kluwer Steuertipps „Steuer-Sparer 2022“


    Steuer-Sparer 2022 hier als Sofort-Download (steuertipps.de)


    Es gibt noch einen dritten, der sich auch so ähnlich nennt


    SteuerSparer 2022 (steuer-sparer.de)


    Am besten Sie gehen wieder ins Kaufland oder auf seine o. g. Homepage aber beeilen Sie sich, die Stückzahlen gehen allmählich zur Neige. Ansonsten müssten Sie ein Regelprodukt aus diesem Verlag erwerben. So wie bereits von Cira2005 recherchiert, dürfte es sich bei der Kaufland Version, um das über den Rheinberg Buch vertriebene Produkt der Haufe-Gruppe handeln. Dieses ist nicht mit der hiesigen Produktgruppe von Steuertipps kompatibel. Immerhin ist es Ihnen gelungen, nicht ganz aus dem Herstellermodul aav herauszufallen. Doch leider nicht ganz getroffen.


    Trösten Sie sich, Sie sind nicht der Einzige, dem dies passiert.


    Aber Sie müssen doch auch irgendwelche Steuerfälle mit der Dateiliste angezeigt bekommen, was sehen Sie denn da? Wie bezeichnen Sie Ihre Steuerfälle? Da muss Ihnen doch auffallen, dass Sie es mit vollkommen unterschiedlichen Daten oder Verzeichnissen zu tun haben?