Posts by Papa_001

    Das man bereits wissen könne, wie hoch die Grundsteuer zukünftig ausfallen werde, habe ich nicht behauptet. Die wird bekanntermaßen durch die Hebesätze der einzelnen Kommunen festgelegt. Aber der Grundsteuermessbetrag könnte schon unterschiedlich für den einzelnen Eigenheimbesitzer zu bewerten sein. Auch wenn einige behaupten, die Erklärung zur Grundsteuer könnte durch das Marketing der Steuerberatungsgesellschaften und einzelner Verlage überbewertet sein, Gedankenlos sollte man da nicht vorgehen. Der selbstbewohnende Eigenheimbesitzer, der sich das Eigenheim oder Häuschen vor Jahrzehnten einmal angeschafft hat, durfte doch auf dem damaligen Stand bis heute seinen Messbetrag behalten. Bei Häusern, die in der Zwischenzeit mehrmals durch die Hände von Neuerwerbern gewandert sind, hat sich jedes Mal der Messbetrag erhöht. Renovierungen und Sanierungen schlagen sich ja jedes Mal im neuen Verkaufspreis für den neuen Erwerber mit höheren Messbeträgen nieder. Wenn Alt-Eigenheimbesitzer im Laufe der Jahrzehnte, Veränderungen, Erneuerungen oder gar Erweiterungen nur für sich vornahmen, hat in der Regel niemand etwas bemerkt. So liegt es auch auf der Hand, wo sich die Messbeträge zukünftig grundsätzlich ändern werden und warum sich die Länder bisher nicht auf ein einheitliches Konzept einigen konnten.

    Verjährungsfristen sind reine gesetzgeberische Fundstellen und schon von daher nicht vergleichbar, auch wenn das durch ähnliche den Einheitswerten so gegebener maßen vergleichbar scheint, so ist es doch eine vom Gesetzgeber gewollte Frist, die es eben zu akzeptieren gilt. Mit einem Steuererklärungsprogramm etwa, erhalte ich eine Berechnung, wie die Besteuerung ausgehen wird und welche Lasten auf einen zu kommen. Was die Programme jetzt genau leisten, weiß ich noch nicht, ob sie mir auch die Ergebnisse vorab liefern können. Fragen darf man schon einmal.

    Das ist doch bekannt. Das ist ein Grundlagenbescheid und die Einspruchsfrist beträgt ein Monat wie bei anderen Steuerbescheiden auch.

    Das wird auch in der Rechtsbehelfsbelehrung so stehen.

    Das mag sein, dass diese Einspruchsfrist bekannt sei. Ist aber doch nicht vergleichbar mit einem allgemeinen Steuerbescheid. Die Frage darf schon gestellt sein, wie ein solcher Grundlagenbescheid sich einmal amtlich nennen soll und welche Einspruchsfrist damit durchdekliniert werden kann. Steuerbescheide erhält man fast ein Leben lang und kann es sich Einrichten mit einer gewissen Routine darauf zu reagieren. Einen Grundsteuerbescheid erhält man im Leben ein zwei Mal vielleicht. Die Sorge die manche trägt liegt nicht so sehr in der ausreichend langen Abgabefrist, sondern eher in der kurzen Einspruchsfrist begründet. Bis zur Abgabe und dem Erhalt seines Bescheides bleibt man doch im Ungewissen, wie der Bescheid ausgehen wird. Auf bestimmte Probleme wird man ja erst dann aufmerksam. Es sind ja nicht gerade wenige Widersprüche eines Steuerbescheides alleine deswegen untergegangen, weil die Einspruchsfrist nicht etwas versäumt sondern schlichtweg nicht mehr einzuhalten war. Eine Steuererklärung für ein Jahr lässt sich ja noch einmal verschmerzen. Aber ein Leben lang die Looser-Karte gezogen zu haben, eher wohl nicht.

    Früher wurden die Sonderausgaben zusammen mit den -Sonstigen Angaben- und später hinzugekommenen -Haushaltsnahen Dienstleistungen- noch gemeinsam auf dem Mantelbogen in einem mehrseitigen Formular mit fortlaufender Zeilennummerierung angegeben. Da lag es nahe, diese in einem zusammengehörigen Dialog abzufragen. Später wurden es diesbezüglich jedes Mal eigene Anlagen. "Änderung auf Einwand von Charlie24: Die Angaben zu den Verlust Vor- und Rückträgen werden ebenso nicht mehr im Hauptvordruck (Mantelbogen) abgefragt und wurden bisher immer noch nicht in einen eigenen Dialog überführt.


    Leider funktioniert die Eingabehilfe nur zuverlässig, wenn man mit der korrekten Inhaltsbezeichnung aus dem Formular sucht „Verlustvortrag“. Aber wenn man das weiß, dann hat man den Dialog auch bereits gefunden. Denn sonst müsste man nicht meckern, weil die weiteren Umstände und Gesamtangaben der Steuererklärung stellvertretend noch immer in dem Bereich -Sonderausgaben- zu machen sind. „Vorweggenommene Werbungskosten“ führen in der Suche erst umständlich zu Betriebsausgaben und Mieteinkünften. Das ist nicht hilfreich.

    Nein, das ist so gewollt. Niemand geht es etwas an, wenn Sie wegen fehlender Bereitschaft für eine Kirche oder einer anderen förderungswürdigen Institution, nichts opfern wollen. Sie sind kein Mitglied in einer Kirche und haben auch nichts übrig für förderungswürdige Institutionen oder an Parteien zu spenden. Sie geben nichts oder wollen nichts geben und erhalten nur den Sonderausgabenpauschbetrag. Und das soll eben auch niemand wissen. Ein Programmfehler wäre es höchstens hinsichtlich des Elstermoduls oder auf der Papierausgabe bei der Finanzverwaltung. Wenn das so sein sollte, habe ich mich allerdings auch schon gefragt, warum man diese Ausgabe nicht auch manuell im Programm unterdrücken könnte. Aber das wäre vielleicht übertrieben, dafür auch noch einen Dialog zu verankern.

    Und weiter handelt es sich bei der elektronischen Bekanntgabe nicht um ein beliebiges E-Mail-System eines Empfängers, sondern um eine elektronische Bekanntgabe in Systemen des Verwenders. Wenn Sie so wollen, um das E-Mail-System des Absenders an dem Sie teilnehmen können. Wie bereits von Charlie24 angedeutet, kann die Nachricht auch dann noch zur Kenntnis genommen werden, wenn die eigenen Hardware- und Softwaresysteme gar nicht mehr vorhanden wären. Den Zugang zu seinen Mitteilungen und Bescheiden erhält man auch noch, wenn man sich aktiv Zugang zum Elsterportal verschafft. Ob dort immer hineingeschaut wird und wie oft, ist eine andere Frage. So gesehen wäre diese Zustellung noch die Sicherste. Wenn dieser Dienst versagt, betrifft das sowohl Empfänger als auch Absender und es könnte dort nichts mehr abgelegt werden. Im anderen Fall kann das System noch auf der letzten Kette im Zustellbereich des Empfängers versagen, wie sich ja bereits bei einigen Zustelldienstleistern gezeigt hat. Das sind übrigens alles „Private Zustelldienste“ aber einige sind besonders in Auffälligkeit geraten. Daran hat auch die Namensänderung mit den drei Kleinbuchstaben eines Ratinger Versenders nichts geändert. In seinem Versprechen sucht er zwar die persönliche Nähe zu den 95 Prozent seiner Großkunden, davon merkt aber der betroffene Empfänger schon mal gar nichts. Schlicht gesagt, der Empfänger wird gar nicht mal wahrgenommen. Für mich wäre das ein Grund auf elektronische Bekanntgabe umzustellen.

    Der Elsterdruck wird aus dem Elstermodul der Finanzverwaltung erzeugt


    Früher gab es doch auch keine Probleme. Das sieht mir schon sehr nach hausgemacht aus. Da wird die ELSTER-Hotline wohl nicht helfen können..

    Hausgemacht nicht aber vielleicht ein paar Versäumnisse hinsichtlich PDF-Varianten. Und längst sind die alten Branding und Label-Hersteller mit dem Zirkusnamen aus dem Rennen. Auch mit diesen Marken kommt man nicht mehr so schnell hinterher. Man darf sich ruhig einmal darüber informieren, mit welchen Herstellern Behörden und größere Firmen hausieren gehen.

    Ich verstehe nicht, wieso man eine eigene PDF-Anwendung nicht zulässt, wenn Probleme mit dem internen PDF-Viewer bekannt sind, die Vorgehensweise mit Schritt 1 speichern und Schritt 2 Datei öffnen und dann erst drucken ist umständlich.

    Eine bisher problemlose Funktion wird durch den internen PDF-Viewer zu einem umständlichen Arbeitsvorgang.


    Die Ausgaben aus der Steuersparerklärung können Sie ja drucken. Der Elsterdruck wird aus dem Elstermodul der Finanzverwaltung erzeugt. Wenden Sie sich an Bürgerportal der Finanzverwaltung.

    Es ist wohl im Trennungsjahr keine Einzelveranlagung möglich ohne Angaben zu dem Ehegatten, der außen vor bleiben soll, dessen Daten/Einkünfte unbekannt sind. Das ist ärgerlich!

    Sie brauchen dann eben nur die Daten für die Ehefrau eingeben. Den Ehemann brauchen Sie nur insoweit zu erfassen als das Sie das Häkchen Einzelveranlagt eingeben können. Im Falle eines Ausdrucks der Formulare wählen Sie nur die für die Ehefrau aus. Analog verfahren Sie bei der Elsterübertragung.

    Die Frage lässt sich so pauschal, wie Sie sie gestellt haben nicht beantworten. Mit jedem Steuerjahr ändert sich das Steuerrecht (neue Gesetze, neue Urteile), damit ändern sich die Formulare und daran angelehnt die Elsterversionen, die die Struktur an die Formulare mitnehmen. Diese ändern sich aber nur von Steuerjahr zu Steuerjahr. An den Formularen werde man dann auch nichts mehr ändern. Aber die Sicherheitslücken müssen auch für die Elstermodule gesucht und geschlossen werden. Die Elsterdruckvorschau kann zwar noch ausgegeben werden aber das Commondata-Modell, wie uns die Vorschau im Einstellbeitrag zeigt, ist schon nicht mehr identisch. Und hin und wieder leistet sich die Finanzverwaltung auch mal wieder ein neues Checkverfahren für die Steuerarten.

    Danke für die Zusammenfassung Charlie24. Das zusätzliche Problem was jetzt noch häufiger aufzutreten scheint ist, dass auch die Werbungskosten aus dem Erwerbseinkommen aus den Nichtselbständigen Einnahmen nicht mehr anerkannt werden, wenn diese nicht mehr detailliert angegeben werden.



    Das Phänomen lässt sich eigentlich ganz leicht und beliebig nachstellen. Wer sich wenig Mühe machen will, schaue sich einen der Musterfälle, die schon seit Beginn der Steuersparerklärung mitgeschleift werden, an.



    Da fällt mir dann auch gleich der Musterfallstar „Emil Moneto“ ein. Als verbeamteter Ministerialdirigent steht er zwar auf der oberen Stufe in der Gehaltshierarchie mit weniger Luft nach oben zu Beförderungen aber Besoldungsanpassungen hat es wohl in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr für ihn gegeben. Seine Mutter, die er noch unterstützt, soll dieses Jahr 100 Jahre alt werden. Der Fall wurde vor 21 Jahren am 30.10.2001 um 21:01 Uhr einst erstellt. So ist er dann auch 2013 aus der Kirche ausgetreten, aber ob er sich damit einen Gefallen getan hat? Jedenfalls hat man ihm bei der Meldebehörde ein neues Geburtsdatum beschert. Das hat ihn dann zwar nicht verjüngt aber dafür durfte er von da an gleich noch einmal eine fünfjährige längere Dienstzeit absolvieren.



    Nun ist Herr Moneto nach neuer Personenstandsordnung (im Steuerjahr 2021) 68 Jahre alt geworden. Im Jahr zuvor durfte er dann doch noch in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Seine Bruttobezüge in der Lohnsteuerbescheinigung übersteigen die Versorgungsbezüge. Vielleicht bezieht man in Bayern neben seinen Versorgungsbezügen stets noch Bruttolohn als Erwerbseinkommen vom selben Arbeitgeber (Dienstherren) auch noch in den Folgejahren, nachdem man in den Ruhestand gewechselt ist. Vielleicht ist das bei ihm auch notwendig, denn er bezieht ja nur 16.246,- € Versorgungsbezüge (als Ministerialdirigent, auch in Bayern?). Aber wer weiß schon, wo Bayern liegt? Von der Havellandstraße aus, ist der Ausblick nach dort jedenfalls nicht gegeben.



    So vermietet er noch eine Wohnung, die ihm auch nichts einbringt außer Verluste. Und seine Rente vermag ihm wohl auch keine großen Sprünge erlauben.



    Nun sei es wie es ist, Herr Moneto wird uns als beispielgebender Fall neben Erwerbseinkommen zu Versorgungseinkünften mit Lohnsteuerbezug noch eine Weile begleiten dürfen und ist somit für diese Konstellation trefflich geeignet. Er hat sich ja noch bis zum 31.08. auf seinen Arbeitsweg begeben und neben der Pendlerpauschale sind ihm noch weitere Werbungskosten beschert worden, die ihn über den Werbungskostenpauschbetrag hinaus belastet haben. Mit dieser Konstellation werden bei der Elsterdruckvorschau (Die beiden Identifikationsnummern von Emil und seiner Mutter müssen gegen gültige ausgetauscht werden und eine Kopie muss zuvor auf einem anderen Ort gespeichert werden-) in der Anlage N keine detaillierten Werbungskosten mehr ausgegeben. Auch die Pendlerpauschale wird vollständig unterdrückt. Erst wenn der Betrag von 130 Euro entfernt wird, der aus den Werbungskosten auf die Versorgungsbezüge aufgeteilt werden soll, werden die Pendlerpauschale und die weiteren umfangreichen Werbungskosten in dieser Anlage wieder detailliert ausgegeben.



    Eine Anmerkung zu den Musterfällen! Sie können ruhig beibehalten bleiben. Bei manchen Finanzämtern haben sie schon Kultstatus erreicht. 😊

    Das oben beschriebene Phänomen ist noch immer Bestandteil im Kernmodul des Programmes. Man mag das Problem technisch nachvollziehen können, da eine eigene Dialogführung Werbungskosten zu Versorgungsbezügen nicht existiert. Bei anderen Herstellern schon.


    Der Fall. Eine Lohnsteuerbescheinigung mit Erwerbseinkommen und eine weitere mit Versorgungsbezügen. In beliebigen Konstellationen ist es mit dem Programm nicht möglich die jeweils zugehörigen Werbungskosten noch sachgerecht aufzuteilen. Wie möge dies auch gelingen, für diese Werbungskosten gibt es ja nur einen einzigen Dialog. Ob das sinnvoll ist?


    Mit der Verwendung zweier oder mehrerer unterschiedlicher Lohnsteuerbescheinigungen, sowohl in Steuerklassen als Erwerbseinkommen oder zu Versorgungsbezügen, eröffnet ein weiterer Dialog am Ende im Bereich der Werbungskosten eine Aufteilung vorzunehmen. Für die Aufteilung gibt es schon keine sachgerechte Unterstützung, so dass auch eine sachgerechte Detaillierung nicht mehr zugänglich erscheint und dementsprechend auch keine sinnvolle Detaillierung der Werbungskosten mehr ausgegeben zu werden scheint.


    Technisch scheint das Dilemma wohl auch darin zu liegen, dass es bei der Dialogführung nicht mehr möglich ist die einzeln aufzuführenden Werbungskosten in die steuerbegünstigten Versorgungsbezüge (laut Zeile 11 {Est 2020}) noch zu verschieben. Wie denn auch, es wurde ja nur einfach eine beliebige Summe daraus herausgenommen. Wenn die Detaillierungen erhalten bleiben sollen, müssten sie ja allesamt in der falschen Rubrik stehen bleiben (Zeilen 73 bis 76 {Est 2020}). Abgesehen davon macht es auch weitere Mühe, die in einem Zuge zu erfassenden Werbungskosten wieder den zugehörigen Bereichen zuzuwidmen. Hier wäre es einfach besser die Werbungskosten in Sonderfällen erst gar nicht in einem gemeinsamen Dialog mit anderen Werbungskosten zu erfassen.


    Es mag zwar nach einer Arbeitserleichterung ausschauen, alle Werbungskosten in einem Dialog zusammen zu erfassen und das Programm die Arbeit der Aufteilung vornehmen zu lassen aber das wäre doch schon bei vernünftigerer Betrachtungsweise nicht gegeben.


    In die Ausgabe -Werbungskosten in Sonderfällen- mag man auch auf andere Weise gelangen, wie z. B. Renten, wenn es denn welche gäbe und selbst dann wären die Angaben nicht mehr sachgerecht.


    Da die Detaillierungen der Werbungskosten in diesen Fällen nicht mehr ausgegeben werden können, begrüßt das Finanzamt mittlerweile regelmäßig in den Erläuterungen zur Festsetzung damit ***********Ohne detaillierte Angaben, können Werbungskosten zu den Versorgungsbezügen und den Einnahmen in Höhe von ###.-€ mit der Steuerklasse #, nicht berücksichtigt werden.****************************. Belege werden die Finanzämter nicht mehr anfordern, nicht nur wegen Zeitmangel und Überlastung, sondern auch weil es in mehreren Fällen im Bürgerdialog nicht möglich gewesen ist, durch die Verwender speziell dieses Programmes mit einer zweckmäßigen Darstellung der Werbungskosten den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern bei den Finanzämtern bei der Ermittlung der Steuertatbestände mitzuwirken. Die Werbungskosten werden sofort auf die Pauschbeträge reduziert. Einsprüche gestalten sich sehr aufwändig und schwierig.


    Es wird auch immer weniger damit zu rechnen sein, dass Steuerfälle mit diesen unterschiedlichen Werbungskosten ohne Detaillierung noch durch die Risikofallanalyse durchsegeln werden, egal ob mit Formular oder Elster. Daher ist dringend der Auftrag an die Entwicklung gerichtet, hier Abhilfe mit einer neuen Dialogführung zu schaffen. Das betrifft alle Steuererklärungsprogramme die mit dem Kernmodul der aav (AAV4GL-Engine), (SSE) arbeiten (aav = einst „Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag“).