Posts by Trekker

    hallo Martin Jung, hallo Trekker, ich habe ein ähnliches Problem: Wo trage ich die Auszahlung für meine Kleinbetragsrente ein in der Steuerklärung 2020 ein ?


    1. Entweder machst Du eine VAst-Abruf, schaust danach bei Renten nach, was angelegt wurde. Hierbei kann passieren, dass die Software die Rente als Betriebsrente anlegt, oder nur unter der Leistungsnummer 1 (So erging es mir) ablegt, mit der fatalen Folge, dass dann die Vergünstigung der Fünftelregelung nicht greift.


    2. Oder Du legst eine Rente an, in dem Du als Träger der Rente eine Private Versicherungsgesellschaft und bei Art der Rente "Riester-Rente " auswählst und dann nach Formular ausfüllst.


    Wenn der VAst-Abruf falsche Daten gebracht hat, kannst Du sie wie unter 2. beschrieben, korrigieren.

    1. Zur Riester-Rente Ehemann: Ich habe aus einem zum 31.03.2019 auslaufenden Vertrag in 2018 so viel zur Schuldentilgung entnommen, dass nur noch eine zum Ablauf auszahlbare Kleinbetragsrente über blieb. Der Betrag der Kleinbetragsrente wird zwar nach dem Abruf in der Rentenbezugsmitteilung des Anbieters gelistet, aber mit dem Hinweis "Diesen Beleg nicht übernehmen."

    Nach dem ich mich für die Auswahl der zwei folgenden Datensätze entschieden habe:
    - Rentenbezugsmitteilung von Union Investment Privatfonds GmbH (2019) und
    - Riester Bescheinigung von Union Investment Privatfonds GmbH (83XXX9XXXX)
    erscheinen die Daten der Kleinbetragsrente (leider als Betriebsrente) und die Daten des zu versteuernden Wohnförderkontos. Unglücklicherweise sieht man den zwei angebotenen Datensätzen nicht an, was sie beinhalten. Und da ich ursprünglich nur einen Datensatz erwartet habe, hat die Meldung "Diesen Beleg nicht übernehmen" ganz gut gepasst.


    Ich verstehe nicht, warum man die angebotenen Datensätze auch noch auswählen muss. Bisher war ich der Meinung, dass alles, was da angeboten wird, korrekt ist und auch übernommen werden muss. Jetzt soll man noch wählen, obwohl man den genauen Inhalt nicht kennt. Da hilft nur Versuch und Irrtum. Im eigenen Interesse hierbei aber den bis dahin erfassten Datenbestand sichern, um ggf. wieder neu aufsetzen zu können.

    Haben im Keller eine Nähwerkstatt mit drei Nähmaschinen und großen Bügeltisch. Hatte die ganze Zeit Werkstatt angeklickt. Die Ausgaben werden dann unter betriebliche Grundstücke eingetragen. Ist dann der Kellerraum ein betriebliches Grundstück ? Hört sich nicht gut an.Hab jetzt auf häusliches Arbeitszimmer umgestellt. Vor Abgabe der Erklärung werde ich mich in die Thematik einarbeiten und eine endgültige Entscheidung treffen.

    Und welche Erkenntnisse hast Du gewonnen? Oder hast Du Dich noch nicht eingearbeitet? Bezüglich Arbeitsraum im Keller solltest Du Dir auch noch den Punkt 12. anschauen.


    Ich denke doch, weil das AZ auch mangels Absetzbarkeit infolge der Unterschreitung von 90 % beruflicher Nutzung notwendiges bzw. gewillkürtes BV bleibt.
    Das sieht schlecht für Dich aus. Hier habe ich eine Verlinkung zum Thema gefunden, die eigentlich keine Frage offen läßt. Unter 3.10 findest Du Betriebsstätten.

    Passender sind m. E. die Beiträge unter 13. und 14.

    Wer hat denn das Sterbegeld gewährt ?

    Die DRV.

    Ich dachte, Sterbegeld wird nur noch an die Hinterbliebenen von Versorgungsempfängern bezahlt.

    Warum sollten nur die Versorgungsempfänger privilegiert werden?


    Oder handelt es sich in Wirklichkeit um die Hinterbliebenenrente für die ersten 3 Monate nach dem Tod ?

    Das scheint es zu sein. Der Überlebende bekam einen Rentenbescheid als Witwe/r. Dort stand auch, dass in den ersten drei Monaten kein Einkommen angerechnet wird. Danach blieb nur eine kleine Witwenrente und dies auch nur, weil der Überlebende infolge verspäteter Abgabe seiner 2019er-Steuererklärung (Schlamperei) seine Einkünfte aus V & V und Riesterrente verschwiegen hatte. Der SB von der DRV hatte vermutet, dass bereits die Versorgungseinkünfte des Hinterbliebenen für eine vollständige Kürzung der Witwenrente ausreichend wären.

    Ich habe für meine Anfang Okt. 2019 verstorbene Ehefrau die Renteneinkünfte der DRV erfasst und das Sterbegeld für die Monate Nov. und Dez. auf der zweiten Seite des Dialogs unter Einmalzahlungen (Nachzahlungen, Sterbegeld) vermerkt, weil dort wie folgt argumentiert wird:

    Quote

    Die Einmalzahlungen sind bei Anwendung der Öffnungsklausel anteilig steuerfrei.
    Als Einmalzahlungen gelten z.B. Sterbegeld, Kapitalzahlungen und Beitragsrückerstattungen.

    Nachdem ich den VAst-Aufruf getätigt habe, erscheint die Rente zweimal in der Anlage R meiner Frau und einmal in meiner Anlage R als meine Rente. Bei den beiden Einträgen in der Anlage R meiner Frau handelt es sich offensichtlich zum einen meine händische Erfassung und zum anderen die Daten aus den VAst-Abruf. Bei der händischen Erfassung steht der Rentenbetrag und darunter das Sterbegeld als "darin enthaltene Einzahlungen" und den Rentenanpassungsbetrag als "darin enthaltener Anpassungsbetrag". Beide Renten haben den gleichen steuerpflichtige Betrag und werden in der Anlage R gemeinsam mit der Riester-Kleinbetragsrente summiert.


    Fragen:
    1. Warum ist da nichts nach Öffnungsklausel anteilig steuerpflichtig?
    2. Was soll diese Öffnungsklausel bzw. was ist da für ein Sterbegeld gemeint?
    3. Warum wird das Sterbegeld nach dem VAst-Abruf beim Witwer zur eigenen steuerpflichtigen Rente?

    Hat die Leistungsmitteilung denn keine Nummern ? Im nachstehenden Vordruckmuster sind die Nummern und die §§ zu finden


    https://www.bundesfinanzministerium....cationFile&v=3


    Man kann sich die Leistungsnummern im Programm anzeigen lassen.

    Ich habe für das Kalenderjahr 2019 von der Fondsverwaltung eine Mitteilung über steuerpflichtige Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag bekommen. Dort ist es genau so nummeriert wie in dem von Dir verlinkten Vordruckmuster. Dennoch konnte ich mit den Zahlen wenig anfangen, weil ich in nach sonstigen Einnahmen gesucht habe und dabei nicht an Renten gedacht habe.


    Scheitert es daran dass Du gar keine Eingabeseite dafür findest?

    Genau das war es. Dann habe ich aber den VAst-Abruf gestartet und die Einträge bei Renten gefunden. Dort wurde es dann leider noch mal verwirrender, weil ich einige dieser Beiträge nicht nachvollziehen konnte.

    wie das mit den Verwitweten ist, wurde hier schon mal diskutiert. Im Sterbejahr des Ehegatten gilt man steuerrechtlich ohnehin
    noch nicht als verwitwet
    , das ist jedenfalls meine Meinung..

    Zumindest steuerrechtlich hatte ich das bisher auch so gesehen.


    Die Meinungen zu dem Thema gehen aber auseinander: https://www.smartsteuer.de/online/le...einerziehende/

    Aber nach der von Dir verlinkten Quelle ist man offensichtlich schon im Sterbejahr Witwe/r.

    Quote

    2.1.3. Verwitwete


    § 24b Abs. 2 Satz 1 EStG behandelt auch die Stpfl. als alleinstehend, die verwitwet sind. Dies gilt unabhängig davon, ob für den verwitweten Stpfl. das Splitting-Verfahren nach § 26 Abs. 1 i.V.m. § 32a Abs. 5 EStG (im Jahr des Todes) oder das Splitting-Verfahren nach § 32a Abs. 5 i.V.m. Abs. 6 Nr. 1 EStG (Witwensplitting im Jahr, das dem Todesjahr folgt) anzuwenden ist (s.u. Beispiel 5). Nach § 24b Abs. 3 EStG kann der Entlastungsbetrag zeitanteilig erstmals für den Monat des Todes des Ehegatten gewährt werden. In diesen Fällen (Steuerklasse III) kann der Entlastungsbetrag nur über die Eintragung eines Freibetrages als Lohnsteuerabzugsmerkmal vom zuständigen Finanzamt gewährt werden (§ 39a Abs. 1 Nr. 8 EStG; → Lohnsteuerermäßigungsverfahren).


    Danke für Deine Hilfe, offensichtlich bist Du ein Steuerprofi.

    Meine Frau hat 2019 eine Riesterrente als Kleinbetragsrente ausgezahlt bekommen. Die Fondsverwaltung teilte im Dez. 2019 in einem Schreiben mit, dass ca. 350 € nach § 22 Nummer 5 Satz 1 EStG und ca 5.000 € nach § 22 Nummer 5 Satz 1 in Verbindung mit § 22 Nummer 5 Satz 13 EStG besteuert werden.


    Nun frage ich mich, wo in diesem Programm ich diese Beträge angeben kann?

    Ich vermute mal, dass eine Witwe im Sterbe- und im darauf folgenden Gnadenjahr keinen anteiligen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bekommt, weil sie noch Anspruch auf den Splittingtarif hat. Im Programm wird dies leider nicht klar herausgestellt. Dort kann man den Zeitraum, zu dem eine Haushaltsgemeinschaft mit einer weiteren volljährigen Person bestanden hat, angeben und dieser führt zu einem anteiligen Entlastungsbetrag.


    Meines Erachtens fehlt in den Erläuterungen fehlt der Hinweis, das Verwitwete in diesem Zeitraum keinen Anspruch haben.


    Oder haben sie etwa doch?

    Ich ärgere mich gerade, weil ich bei der Erfassung von zwei vermieteten ETW gezwungen werde, den Dialog Sonderabschreibung nach 7b auszufüllen. Die Wohnungen wurden 1999 fertiggestellt, werden degressiv abgeschrieben. Im Dialog Gebäudeabschreibung kommt zuerst der Teil für die lineare und die degressive Abschreibung, den ich korrekt ausfülle. Dann kommen unnötigerweise auch noch die Dialoge für Baudenkmäler, Naturkatastrophen und die Sonderabschreibung nach 7b. Obwohl die Sonderabschreibung erst ab Bauantragsstellung 31.08.2018 möglich ist, wird man zur Eingabe der Daten für den Bauantrag und der Baufertigstellung gezwungen.


    Gibt es da nicht die Möglichkeit zur Abwahl der unnötigen Dialoge?

    [USER="10558"]Trekker[/USER] doch schon, sofern der Witwe oder dem Witwer für das volljährige Kind ein Kinderfreibetrag oder Kindergeld zustehen (siehe §24b Abs 3 Satz 1 EStG).

    Dann ist die Aussage "keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person " irritierend. Aber immerhin gibt es diesen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, wenngleich der Splitting-Tarif eher angemessen wäre.

    Für verwitwete Personen enthält das Gesetz eine sog. Positivregelung:


    Allein stehend im Sinne des Absatzes 1 sind Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des Splitting-Verfahrens


    (§ 26 Absatz 1) erfüllen oder verwitwet sind und keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden.

    Obwohl ein/e Witwe/r häufig gemeinsam mit volljährigen Kindern eine Haushaltsgemeinschaft führt, wird ihm/ihr dies nichts bringen.


    Fast richtig, aber ab dem Sterbetag ! Für die Ehegatten als Miteigentümer brauchte es ja keine Feststellungserklärung, bis zum Sterbetag lässt


    sich alles in der Anlage V der Einkommensteuererklärung der Ehegatten erfassen. Der strikte Schnitt ab dem Sterbetag entspricht auch


    § 11 EStG (Zu- und Abflussprinzip).

    Danke für Deine kompetente Rückmeldung. Abweichend davon kann man zur Vereinfachung sicher auch die Feststellungserklärung am 01.10. beginnen lassen. Ich denke nicht, dass sich daran jemand stören wird.

    Allein stehend im Sinne des § 24b Abs. 1 EStG sind Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen für die Anwendung


    des Splitting-Verfahrens (§ 26 Absatz 1) erfüllen. Wenn Ehegatten nur technisch getrennt leben und deshalb zusammenveranlagt


    werden können, gibt es keinen Entlastungsbetrag.


    Dann müsste das doch auch für Wittwen/r gelten?


    Ebenfalls in der Feststellungserklärung der Erbengemeinschaft. Sein Anteil ist deshalb höher als der Kinder. Für die Ehegatten wird für 2019 eine


    ganz normale Zusammenveranlagung durchgeführt. Die Einkünfte aus Vermietung bis zum Todestag werden zwischen den Ehegatten aufgeteilt.


    Der Anteil des Ehemanns ab dem 03.10.2019 aus der Erbengemeinschaft wird unter Grundstücksgemeinschaften in Zeile 25 der Anlage V erklärt.


    Habe ich es richtig verstanden, dass erst der Zeitraum nach dem Todestag in der Feststellungserklärung erklärt wird, dann aber für das gesamte Objekt?

    Nicht nur der Erläuterungstext deutet darauf hin, auch die Rechtslage ist so. Das Erbe fällt am Sterbetag an.

    Das ist so wohl richtig. Mich irritiert allerdings die Tatsache, dass der Ehemann bereits vor dem Tode seiner Frau Eigentümer seiner Hälfte war. Eigentlich sollte nur das Erbe zur (Erben-) Gemeinschaft gehören. Wobei sich dann die Frage stellt, wo seine ursprüngliche Hälfte anzugeben ist.

    Die Ehefrau ist am 3.10.2019 gestorben, deshalb muss der Ehemann gemeinsam mit den Kindern eine Erbengemeinschaft für mehrere Immobilien versteuern. Nun stelle ich mir die Frage, ob man bei den Immobilien unter V & V Objekt bei Eigentümerwechsel in 2019 jeweils das Feld "Anschaffung/Fertigstellung/Erbschaft" ankreuzen und dort das Sterbedatum angeben muss?

    Hallo Bernhard, Du hast Glück, dass ich überhaupt antworte, weil ich länger als ein halbes Jahr offline war. Helfen kann ich Dir allerdings nicht, weil ich meine Steuererklärung für 2019 erst jetzt angehe. Insofern würde ich mich auch jetzt noch über Tipps freuen.