Posts by Trekker

    Mein Selbstbehalt sind 360,- / Jahr plus alle nicht erstatteten Arztrechnungen, macht so um die 700,- letztes Jahr insgesamt. Kann ich diese Kosten unter außergewöhnliche Belastungen schreiben?

    Wie andere schon geschrieben haben, kannst Du das machen. Darüber hinaus solltest Du auch noch die gefahrenen KM zu Ärzten, Apotheken usw. geltend machen.

    Es gibt einige gute Gründe, eine PKV mit (hohem) Selbstbehalt abzuschließen, aber die steuerliche Absetzbarkeit von daraus ggf. entstehenden Kosten als außergewöhnliche Belastungen scheint mir keiner davon zu sein.

    Für die steuerliche Absetzbarkeit wäre es eher kontraproduktiv, weil sich dadurch der absetzbare Basisbeitrag vermindert und die Selbstbehalte gemeinsam mit dem Rest häufig nicht die Grenzen der zumutbaren Belastung überschreiten.

    Wieso sollten diese Krankheitskosten denn steuerfrei sein?

    Weil, wie Du richtig schreibst und damit die Aussage Charly24 bestätigst:

    Es sind keine Vorsorgeaufwendungen, und als außergewöhnliche Belastungen wären sie nur absetzbar, wenn sie höher lägen als die persönliche zumutbare Belastung.

    Einen derart hohen Selbstbehalt bei einer PKV zu vereinbaren, erschiene mir allerdings widersinnig.

    Wieso sollten sich die Kosten erst bei einem derart hohen Selbstbehalt auswirken. Rechtslage ist, dass auch der Selbstbehalt den außergewöhnlichen Belastungen zugerechnet werden kann. Hierzu zitiere ich aus den Steuertipps (Außergewöhnliche Belastung/Krankheitskosten/Voraussetzungen und Nachweise/Wann Krankheitskosten außergewöhnliche Belastungen sind):

    Quote

    Auch wenn Sie keine Krankenversicherung haben, obwohl Ihnen Versicherungsmöglichkeiten offenstehen, sind Krankheitskosten zwangsläufig (BFH-Urteil vom 26.6.2003, III R 36/01, BStBl. 2004 II S. 47). Folglich sind auch Kosten zu berücksichtigen, die Sie selbst tragen, weil Sie mit Ihrer Versicherung einen Selbstbehalt vereinbart haben.

    Schließlich verhindert der Versicherungsnehmer aufgrund des vereinbarten Selbstbehaltes eine höhere Steuerentlastung durch höhere Basisbeiträge.

    Danke für Deine Antwort:)

    Wenn nur Dachfenster erneuert wurden, die nur die vermietete Wohnung belichten,

    Das trifft voll und ganz zu.

    Es gibt bei einem Zweifamilienhaus kein Gemeinschaftseigentum i. S. des WEG

    Da war ich wegen der WEG-Regelung etwas unsicher. Versicherungen machen da auch Unterschiede. So gelten Glasversicherungen jeweils nur für eine Wohnung und wer das Gemeinschaftsglas (Türe oder Fenster im Treppenhaus) versichert haben will, muss eine pauschale Glasversicherung für das ganze Haus abschließen, bei der dann aber kein Haushaltsglas (Spiegelschrank) versichert ist.

    Weil die Überschrift so schön passt: In einem Zweifamilienhaus werden die zur DG-Wohnung gehörenden Dachfenster erneuert. Da das DG vermietet ist, können dessen Erhaltungsaufwendungen voll abgeschrieben werden. Nun bin ich etwas am zweifeln, weil z. B. bei WEG-Eigentum die Fenster zum Gemeinschaftseigentum gezählt und der Erhaltungsaufwand deshalb auf alle Wohnungseigentümer aufgeteilt wird.


    Meine Frage zum Zweifamilienhaus (kein WEG-Eigentum):
    1. Können die Erhaltungsaufwendungen voll der vermieteten DG-Wohnung zugeordnet werden?
    oder
    2. Werden sie nur anteilig abgeschrieben, wobei dann der anteilige Lohn- und Fahrkostenanteil der Hauptwohnung dort angesetzt werden kann?

    wann darf ich endlich damit rechnen, die VaSt zu starten. Ich möchte endlich meine Steuererklärung dem zuständigen Finanzamt übersenden.

    Lieber Peter, wenn Du, so wie ich erst die Erklärung für 2019 abgeben würdest, dann könntest Du Dich auf einer halbwegs ausgetesteten Plattform tummeln und hättest kaum diese Probleme. Also ruhig bleiben und warten. Ich werde noch ein bisschen länger warten. :rolleyes: Die Jungs von der Anwendungsentwicklung sind sicher auch so schon stark gestresst.
    Gruß
    Henry

    Kompliziertes Beispiel zum o. g. Thema:
    Um die steuerpflichtige Einmalversteuerung des Wohnförderkontos abzumildern plant ein Steuerpflichtiger gemeinsam mit den übrigen Eigentümern die Erneuerung der dezentralen Heizungen von sechs ETW. Infolge fragwürdiger Einwände des zuständigen Bezirksschornsteinfegermeisters verzögert sich die Fertigstellung um einige Monate. Die Fertigstellung erfolgt buchstäblich zur Jahresfrist und ganz unerwartet kommt auch noch die Rechnung zur Jahresfrist. Leider hat der Betroffene in seiner Funktion als Hausverwalter nicht genügend Geld auf dem Konto der Eigentümergemeinschaft. Inzwischen ist auch noch seine Ehefrau verstorben und die Wohnungsanteile seiner Frau gehen aufgrund der gesetzlicher Erbfolge an Ihn und seine Kinder über. Da eines der Kinder ausreichend solvent ist, überweist es vollen Rechnungsbetrag für die Eigentümergemeinschaft an den Handwerker. Die einzelnen Eigentümer und Anteilseigner der Erbengemeinschaft überweisen ihren Anteil jeweils im neuen Jahr auf das Konto des solventen Kindes.


    Hierzu habe ich folgende Fragen:


    1. In welchem Jahr kann der Erhaltungsaufwand abgeschrieben werden,


    a) von den Mitgliedern der Erbengemeinschaft?
    b) von den übrigen Mitgliedern der Eigentümergemeinschaft?


    2. Wird der Erhaltungsaufwand, der nach dem Tode der Ehefrau von der Erbengemeinschaft bezahlt wurde, zur Abschreibung auf das ganze Jahr und somit auf zwei unterschiedliche Eigentümergemeinschaften aufgeteilt?

    Bisher lassen sich zusammen mit der Steuererklärung keine PDF-Anhänge elektronisch übermitteln.

    Inzwischen habe ich mir den Belegmanager angeschaut. Der suggeriert mir die Übertragungsmöglichkeit.


    Du kannst deine PDF-Aufstellung über das Formular Belegnachreichung direkt in Mein ELSTER hochladen. Das Formular findest du


    unter Alle Formulare > Anträge, Einspruch und Mitteilungen https://www.elster.de/eportal/formul.../alleformulare

    Danke für den Hinweis. Ich frage mich nun, wie ich dann die zwei PDF-Dateien bezeichne. Nach SSE und Elster wären es die Belege 1 und 2. Für mich ist die


    Zusammenstellung die Anlage 1 und
    der dazugehörige Erstattungsbescheid der über die Belastungsgrenze hinausgehenden Zahlungen der Beleg 1 zur Anlage 1.


    Die Rechnungen und die zugehörigen Erstattungsbescheide würde ich weglassen.

    Unter "weitere außergewöhnliche Belastungen" kann man Krankheitskosten tabellarisch erfassen. Da ich im Jahr 2019 sehr viele Positionen waren, habe ich diese in einer Exel-Tabelle zusammengestellt und überlege gerade, wie ich diese Daten in die Anwendung übertragen kann. Mein Problem ist, dass ich in der Exel-Datei für das Datum eine zusätzliche Spalte angelegt habe und in der SSE auf die Spalte "Zuordnung" verzichten will.


    Momentan habe ich mit den Summen meiner Exel-Datei nur eine Zeile SSE-Tabelle gefüllt, möchte aber zwecks Transparenz dem FA die gesamte Zusammenstellung zukommen lassen. Da man vermutlich die fest vorgegebenen Tabellen der Anwendung nicht modifizieren kann, würde ich gerne meine Exel-Tabelle zur PDF-Datei wandeln und diese der SSE als Anlage beifügen.


    1. Ist das möglich?


    2. Welche Alternativen habe ich?

    Muss ein häusliches Arbeitszimmer, das zum Betriebsvermögen gerechnet wird, eigentlich zwingend abgeschrieben werden oder kann darauf verzichtet werden?

    Sobald man mehr als 10 % privat nutzt, darf der Aufwand nicht mehr geltend gemacht werden, es verbleibt aber im BV und kann bei der Betriebsaufgabe (oder Hausverkauf) zu einem entnommenen Betriebsgewinn führen, der steuerpflichtig ist.

    Die Beiträge der Postbeamtenkrankenkasse werden zusammen mit den Pflegeversicherungsbeiträgen im Bereich -Sonstige Vorsorgeaufwendungen-/-Kranken- und Pflegeversicherung-/-Private Kranken- und Pflegeversicherung- gemeinsam erfasst.

    Wenn man keinen VaSt-Abruf macht und sie dort händisch erfasst.

    Die Beiträge für die Pflegeversicherung besagter Gemeinschaftwerden meines Wissens ebenso von der „PBeaKK“ eingezogen.

    und an diese Gemeinschaft weitergeleitet.

    Warum sollten denn die beiden Beiträge an denselben Zahlungsempfänger in verschiedenen Bereichen a für eine Kranken- und b für eine Pflegeversicherung erfasst werden?

    Weil es verschiedene Zahlungsempfänger sind.

    Sie gehören faktisch zusammen ...

    Tatsächlich aber nicht. Das beweist schon die Tatsache, dass ich folgende zwei Kundeninformation bekommen habe:


    1. "Beitragsinformation 2019 - als Nachweis gegenüber dem Finanzamt" Jahresbescheinigung der PBeaKK über die Basis-KV-Beiträge


    2. "Bescheinigung der Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. Nr. 3 EStG" Jahresbescheinigung der GPV über die privaten Pflegepflichtversicherungsbeiträge.


    Zusätzlich steht wörtlich in der Beitragsinformation der PBeaKK: Ihre Beitragszahlungen zur privaten Pflegepflichtversicherung wurden von der Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen (GPV) übermittelt. Die entsprechende Information erhalten Sie von der GPV.

    und erscheinen später wieder auf demselben Formular „Anlage Vorsorgeaufwand“.

    Da ich diese Daten per VaSt-Abruf abgerufen habe, wurden sie unter Angabe der jeweils richtigen Zahlungsempfängers in der Anlage Vorsorgeaufwand vermerkt und

    Dann erscheint auch besagte Fehlermeldung nicht mehr.

    gerade deshalb kommt die besagte Fehlermeldung.

    Viel falsch machen kann man meines Erachtens auch nicht, da das Finanzamt diese als e-Daten gekennzeichnete Daten, eh von übermittelten Stellen erhält.

    Zumal der programmierte VaSt-Abruf des Anwenders ihm keine andere Wahl lässt.

    Einen Programmierfehler kann ich hier noch nicht erkennen.

    Ich schon.

    Die PBeaKK ist zwar eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, aber sie ist keine gesetzliche KV. Ihre beihilfeberechtigten Mitglieder der Gruppe B werden wie Privatpatienten behandelt. Da Kasse für Neuzugänge geschlossen wurde, mussten die dort Krankenversicherten ihre Pflegeversicherung bei der Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen abschließen.


    Dieser Umstand ist den Programmierern der SSE offensichtlich nicht bekannt, weil bei beiden Versicherungszweigen jeweils die o. g. Fehlermeldung erscheint.


    Ich denke, dass man diese Meldungen jeweils ignorieren muss?

    Weil ein behindertes Kind V&V-Einkünfte aus einer Feststellungserklärung (Erbengemeinschaft) versteuern muss, fertigt der Vater für dieses Kind erstmals eine Steuererklärung in der SSE für das Jahr 2019. Gleich bei den persönlichen Angaben werden die Daten einer Behinderung abgefragt. Für den Laien sieht es so aus, als müssten diese Daten geliefert werden. Das würde allerdings dazu führen, dass der den Eltern gewährte hohe Behinderten-Pauschbetrag (3.700 €) und die Möglichkeit zur Absetzung pauschaler Fahrtkosten bis max. 4.500 € verloren gingen, weil die anteiligen V&V-Einkünfte des Kindes nur marginal sind.


    Warum wird in der Eingabehilfe des betreffenden Dialogs nicht auf diese Problematik hingewiesen?


    In den Steuertipps findet man dazu folgende Information:

    Quote

    Den Behinderten-Pauschbetrag Ihres Kindes können Sie auf sich übertragen lassen, wenn

    • Sie für das Kind zumindest für einen Monat des Kalenderjahres Anspruch auf Kindergeld, den Kinderfreibetrag oder den Erziehungsfreibetrag haben und
    • Ihr Kind den Behinderten-Pauschbetrag nicht selbst in Anspruch nimmt. Das ist der Fall, wenn

      • das Kind entweder gar keine Einkommensteuererklärung abgibt oder
      • in seiner Steuererklärung weder den Abzug des Pauschbetrages noch die Berücksichtigung von nachgewiesenen typischen behinderungsbedingten Kosten als außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art beantragt.


    Es wurde bzw. wird dann weniger als 4% abgezogen, wenn der verbleibende Rest nach der Kürzung unter 1.900,00 € fallen würde.

    Ich bleibe dabei: Die 4 % werden auf jeden Fall vom Basisbeitrag der KV abgezogen, dann aber den sonstigen, begrenzt abzugsfähigen Sonderausgaben zugeschlagen. Dort wirken sie sich nur gemeinsam mit den sonstigen, begrenzt abzugsfähigen Sonderausgaben im Rahmen der Höchstbeträgen (hier: 3.800 €) aus. Aber dann wirken sie sich oft nicht aus, weil eine eventuelle Lücke zwischen Basisbeitrag und Höchstbeitrag nach der Summierung der Basisbeiträge mit den Beiträgen zur Pflegepflichtversicherung und zusätzlich mit den sonstigen, begrenzt abzugsfähigen Sonderausgaben geschlossen wird.


    Nein, die Kürzung erfolgt nur in dem Umfang, der erforderlich ist. Wenn wegen der 4%-Kürzung die Höchstbeträge von 1.900 bzw. 3.800 € unterschritten würden, unterbleibt die Kürzung insoweit.

    Wenn ich mir die von der SSE für meine Schwägerin erzeugte "Aufstellung der Versicherungsbeiträge und Vorsorgeaufwendungen" anschaue, dann werden dort von dem geringen KV-Basisbeitrag in Höhe von 980,01 € mit 4 % = 39,20 € errechnet. Anschließend werden die vollen Pflichtbeiträgen 1.204 € (KV = 981 € + PV = 223 €) um den errechneten Betrag gekürzt. Der somit gekürzte Betrag wird im Dokument "Berechnung der Vorsorgeaufwendungen" gemeinsam mit den weiteren begrenzt abzugsfähigen Sonderausgaben bis maximal zum Höchstbetrag von 1.900 € summiert.

    So ist es jedenfalls in den Rechenmodulen umgesetzt.

    Aber nicht in den Rechenmodulen der SSE.


    Aber da im Ergebnis das Gleiche herauskommt, liegst Du mit Deiner Darstellung auch nicht ganz daneben.

    Es wurde bzw. wird dann weniger als 4% abgezogen, wenn der verbleibende Rest nach der Kürzung unter 1.900,00 € fallen würde.

    Es ist doch so, dass die 4 % auf jeden Fall vom Basisbeitrag der KV abgezogen werden, dann aber den sonstigen, begrenzt abzugsfähigen Sonderausgaben zugeschlagen werden und sich nur gemeinsam mit denen bis zu den Höchstbeträgen (hier: 3.800 €) auswirken können.

    Warum bekomme ich die nachfolgende Meldung:

    Quote

    Ergänzen Sie im Dialog »Lohnsteuerbescheinigung« die Angaben zu Ihrer Tätigkeit. Erst durch diese Auswahl werden die importierten VaSt-Daten verarbeitet.

    Und die Daten werden unabhängig von der Meldung verarbeitet.

    Das wird aber nichts helfen, das Finanzamt verarbeitet die Daten so, wie sie der Anbieter übermittelt hat. Wenn der Anbieter wirklich mit falschen Leistungsnummern übermittelt hat, muss man die Berichtigung dort veranlassen.

    Der Anbieter hat mir in Papierform die richtigen Daten zugesandt. Da stimmen die Leistungsnummern. Irgendwo auf dem Wege (Anbieter, FA oder ST) muss ein Softwarefehler sein. Ich werde am Montag mal beim FA anfragen.