Posts by Trekker

    Die aus dem obigen Link nachfolgend zitierte Aussage des BFH kann dann wieder dazu führen , dass bei betroffenen Eltern früher oder später Kindergeld und/oder Kinderfreibeträge zur Diskussion gestellt werden. Die Unterhaltsverpflichtung gegenüber den Kinder wäre ansonsten doppelt erfüllt.

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    Eltern haben so die Möglichkeit, ihre Unterhaltsverpflichtung wirksam zu erfüllen und gleichzeitig Einkünfte aus ihrer steuerlichen Sphäre herauszunehmen.

    Es geht um die Steuererklärung des Vaters, der ist ja keine Pflegeperson

    Bezüglich der Erklärung des Vaters hast Du recht, dennoch ist die Aussage für den TE von Bedeutung. Zumindest kann er nun erkennen, dass der Pflegegrad des Vaters steuerliche Berücksichtigung finden kann.

    Das hat zwar nichts mit dem Steuerrecht zu tun, aber ich habe heute fälligerweise ein Schreiben von der Familienkasse erhalten. Dabei soll ich eine Erklärung zum verfügbaren Nettoeinkommen meines volljährigen Kindes mit Behinderung ausfüllen. In dieser Erklärung sollen neben den steuerpflichtigen Einnahmen des Kindes unter Punkt 9 zusätzlich steuerfreie Einnahmen wie Blindengeld, Pflegegeld, Sozialhilfe, Bürgergeld usw. angegeben werden.

    Die Familienkasse ordnet das Pflegegeld witzigerweise nicht dem Empfänger (nämlich mir) sondern dem Pflegebedürftigen zu. Erfreulicherweise kann man diese Einnahmen unter Punkt 14 des Formulares bei Kind wieder egalisieren, indem man das Pflegegeld dort als behinderungsbedingten Mehrbedarf zum Abzug bringen kann. Den behinderungsbedingten Mehrbedarf nutze allerdings auch nur ich in meiner Steuererklärung.

    "Obwohl die 2022er Erklärung die 2021er als Basis benötigt"
    Ich wüsste nicht, wozu man die Einkommensteuererklärung des Vor-Vorjahres für die Erstellung der Einkommensteuererklärung vom abgelaufenen Jahr zwingend benötigt.

    Wenn Du die 21er-Erklärung mit der des abgelaufenen Jahres (2023) verwechselst, dann verstehe ich Dich noch. Aber hier geht es um Abschreibungsgrundlagen, die in 2021 geändert wurden und sich natürlich auch auf 2022 und darüberhinaus auswirken. So wurden bei V&V kreditfinanzierte entgeltliche Abfindungszahlungen an Miterben geleistet, die sich auf die Abschreibung und die Höhe der Schuldzinsen auswirken. In einer weiteren Immobilie wurde eine über 10 Jahre abzuschreibende Küche eingebaut. Zusätzlich wurde auch in 2021 eine von mehreren ETW veräußert, weil mit deren Erlös die Schuldenlast einer nur zum Teil vermieteten Immobilie vorfälligkeitsfrei abgelöst werden konnte. Hierbei konnten die mehrjährig abzuschreibenden Erhaltungsaufwendungen für den Einbau einer neuen Heizung auf das Verkaufsjahr vorgezogen werden. Im Übrigen darf ich nach Rücksprache mit meiner SB die 23er-Erklärung so lange zurückhalten, bis die Vorgängerbescheide ergangen sind.

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    "die Zeit der Einspruchsfrist gewonnen"
    Bei nicht fristgerechter Abgabe der Einkommensteuererklärung gibt es die - wie ich es bezeichnend nenne - Ermunterungsgebühr.
    Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ende des Steuerjahres, auch wenn amtlich eine Fristverlängerung gewährt wird.

    Leider wurde der Zins enorm reduziert. Für die aufgrund des Schätzbescheides fällig geworde Erstattung über 3.774 € habe ich nur 23 € Zins bekommen und wenn die Erstattung aufgrund meines Einspruchs auf 4.649 € aufgestockt wird, kommt auch wenig Zins rüber. Das Zwangsgeld konnte ich verhindern, indem ich kurz vor Ablauf der Frist zur Zwangsgeldzahlung meine - wenn auch unvollständige - Erklärung abgegeben habe. Aber ich fürchte, dass man meinen Einspruch gegen den Verspätungszuschlag von 150 €, trotz der Steuererstattung nicht stattgeben wird.

    Eben wenn die Steuererklärung noch nicht vollständig verfasst werden kann. Und wenn trotz aller Drohung geklärt werden kann, dass doch noch etwas Zeit bleibt, bringt das allemal etwas!

    Genau diese Zeit hatte ich für meine 21er Erklärung in Anspruch genommen. Nach dem Vorliegen des Schätzbescheides habe ich zusätzlich noch die Zeit der Einspruchsfrist gewonnen und konnte somit meine komplexe Erklärung für 2021 bis zum Fristende (18.03.2024) nachbessern.

    Obwohl die 2022er Erklärung die 2021er als Basis benötigt, hat man mir für 2022 ohne eine Mahnung gleich eine Zwangsgeldandrohung zukommen lassen. Daraufhin habe ich für 2022 die noch nicht abgesegneten Zahlen aus 2021 eingestellt und fix nachgereicht. Nun warte ich bereits seit dem 18.03.2024 auf eine Reaktion des FA.

    Offensichtlich war die Erstellung eines Schätzbescheides einfacher als die Prüfung der realen Daten.

    Dann müsste immer wieder der selbe Sachbearbeiter den Steuerfall auch wieder in die Hände bekommen und er müsste sich auch noch wieder genau an alles erinnern können.

    Das ist zumindest bei so umfangreichen Erklärungen wie der Meinigen sehr sinnvoll. Was in meinem Fall sicher auch zutrifft. Denn als ich zwischendurch mal anrief, wurde mein Anliegen bei Abwesenheit der SB immer mit Verweis auf deren Zuständigkeit entgegengenommen.

    Gerade habe ich für 2022 mittels Belegversand ein Anschreiben mit mehreren Anlagen nachgereicht. Diesen Belegen wollte ich eine Reihung vorgeben: Zuerst das Anschreiben und anschließend die Anlagen dieses Schreibens in der Reihenfolge wie im Anschreiben aufgezählt. Allerdings wurden, wie ich dem Übertragungsprotokoll entnehmen kann, meine "Belege" alphanummerisch sortiert. Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich sie nummeriern können.

    Weiss jemand, ob beim Belegversand eine Sinnvolle Reihung gewünscht wird?

    Technisch gesehen sind hier alle dazu notwendigen Erfassungsmöglichkeiten noch gegeben. Aber die dazu notwendigen Hilfestellungen sehr dürftig. So könnte vermutlich auch das Auffinden dieses umfangreichen hilfreichen Dialog auch Glücksache gewesen sein. Wo steht eigentlich der Dialog?:)

    Das habe ich oben geschrieben:

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    Letztendlich habe ich diese Eingabefelder in der SSE gefunden. Dort wird für den Gewerbebetrieb ganz am Schluß der ersten Maske ein umfangreicher Dialog angestoßen, der den etwas fragwürdigen Gewinn unter Bezug von § 16 (4) EStG steuerfrei stellt.

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    Ich hätte in so einem Fall alles noch einmal gesendet. Sie haben ja selbst aus anderen Postings und auch selbst wohl erfahren können, dass das Finanzamt bei Unklarheiten immer wieder von Vorne anfängt und alles wieder sehen will. Vielleicht können sich viele Bürger den Betriebsablauf, der auch in großen Firmen herrscht, nicht vorstellen, dass evtl. bereits angefangene Bearbeitungsgegenstände dann doch nicht mehr sinnhaltig aufgebraucht bzw. verwertet werden. Man schaut sich das ganze dann doch lieber wieder von vorne an. Bei Steuerfällen ist das ganz oft so. Gedanken wie "Das ist doch alles schon bei Ihnen, das habt Ihr schon." helfen hier absolut nichts, obwohl es Ausnahmen gibt.

    Ich als Sachbearbeiter würde mich ärgern, wenn bei einer Einkunftsart nur eine Kleinigkeit geändert wurde und ich infolge des Gesamtversandes noch einmal alles überprüfen müsste. Man kann ja nicht sicher sein, ob auch an anderer Stelle etwas eingefügt oder weggenommen wurde.

    Die Erklärungen des FA in den Bescheiddaten klingen plausibel.

    Dann ist doch alles Ok.

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    Warum wird die Steuererklärung nicht besser?

    Was kann die dafür, dass Du nicht plausible Daten erfasst.

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    Warum schaut sich keiner diese extremen Abweichungen an?

    Warum gibt es nach Abholung der Bescheiddaten keine dazu passende Hilfe?

    Das ist Deine Aufgabe und mit dem Vorjahresvergleich stellt Dir die SSE sogar ein Hilfsmittel zur Verfügung.

    Außerdem teilt Dir das FA in der Begründung plausibel mit, was nicht anerkannt wurde.

    Wenn Du allerdings immer wieder nicht gerechtfertigte Aufwendungen erfasst, dann musst Du Dich nicht wundern, wenn jedes Mal genau geprüft wird.

    Damit hatte ich auch schon meine Probleme

    Trekker
    March 18, 2024 at 2:05 PM

    Nein, in diesem Falle nicht!

    Also läuft es über ihn (den Beleg-Manager).

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    :)Die sind ja sowieso alle gleich. Früher wurden die Erläuterungen im Druckfilter zusammen mit den Notizen nebeneinander aufgelistet. Wenn Sie so wollen programmtechnisch sind (wären) die Erläuterungen auch nur Notizen.


    Wenn da „Für das FA“ steht, dann muss man doch annehmen, dass es dem FA zugeleitet wird. Zumal es für den Anwender das spezielles Feld „Notizen“ gibt.

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    Aber ich dachte Ihnen wäre das bekannt.

    Ich musste bisher selten mal Belege mitschicken und habe erst jetzt meine sehr komplexe 2021er-Erklärung eingereicht. Da ich dabei schon Probleme mit den Anlagen hatte, habe ich sie mittels Elster nachgereicht.

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    Jetzt sind die Erläuterungen in die Anlagen eingestreut oder waren kurzzeitig einmal beides. Ja, man muss sie sich manchmal suchen. :)

    Das kann ich bestätigen. Ich hatte bereits für 2019 die Erläuterungen im Dialog agwBel befüllt. Dabei habe ich unterstellt, dass sie mit der Erklärung bei Amt landen. Erst jetzt beim Erstellen der 2021er-Erklärung bin ich über den alten Text gestolpert.

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    Aber mit den Anlagen zusammen haben Sie auch die Steuernummer dabei. So dumm ist das ja nicht, man muss nur schlau genug sein, die Erläuterungen gezielt aufzufinden. :)

    Das verstehe ich jetzt nicht. Die Erläuterungen sollen doch keine Anlagen sein. Vielleicht erstelle ich mir aus ihnen ein Schreiben und setze die Steuernummer neben meiner Adresse ein. Dieses Schreiben im PDF-Format versende ich als Anlage. Aber nicht über den komplizierten Beleg-Manager sondern direkt über Elster.

    Mittlerweile hat man sich dazu von Supportseite geäußert. Eine Mitteilung mit Versand erfolge, wenn man erstmalig Angaben zu einer Behinderung mache. Das habe ich ausprobiert und stimmt.:)

    Wo und wie wird diese Mitteilung versandt?

    Ich will einen aktualisierten Behindertenausweis und erstmals den Pflegebescheid einsenden.

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    Man benötigt keine andere Software weiter.

    Meinst Du mit anderer Software den Belegmanager?

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    Ansonsten ist ja die Information nicht falsch. Es bleibt mit dem Programm die Möglichkeit erhalten diverse Schreiben oder Erläuterungen für sich oder das Finanzamt zu erstellen. Und da es diese Möglichkeit in diesem Programm schon immer gab, noch bevor ELSTER kam, wollen viele auf diese Funktion nicht mehr verzichten. Aber ja, es gibt wohl noch sehr viele, die denken, ihre Erläuterung sei an das Finanzamt versandt worden.

    Dafür gibt des das Feld Notizen! Wenn ich "Erläuterungen für das Finanzamt hinzufügen /ändern/löschen" lese, dann muss ich davon ausgehen, dass diese Erläuterungen für das FA bestimmt sind. Ansonsten ist es eine irreführende Aussage.

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    Man kann sie sich ausdrucken und dem Finanzamt bei passender Gelegenheit zukommen lassen. Wir benutzen Sie auch manchmal als Telefonnotiz für einen Anruf beim Finanzamt.

    Formlos ohne Steuernummer usw. ? Die dafür vorgesehenen Notizen kann man sicher auch ausdrucken und ggf. dem FA zusenden.

    Neuer Tag jetzt hat es geklappt. Keine Ahnung warum es gestern nicht ging. Aber trozdem danke für die Erkärung.

    Ich hätte gerne im Dialog Pflegeleistungen einen kopierten Behindertenausweis und einen Pflegebescheid und Erläuterungen zum Sachverhalt eingestellt. Dafür scheint mir das Prozedere des Belegmanagers umständlich und unpassend. Dort sollen - obwohl das FA sie nicht mehr will - Belege in Form von Rechnungen usw. hochgeladen werden.

    Ich hätte gerne zwei Kopien (Ausweis und Bescheid) und zusätzliche für das FA sichtbare Erläuterungen mit dem betreffenden Dialog verknüpft.

    Wie kann man das auf einfache Art und Weise bewerkstelligen?