Posts by Trekker

    Mit meinem nun angelesenen Wissen habe ich abernun Bedenken, ob die nachfolgende Aussage im Steuersparberater bezügl. des vererbten oder verschenkten Objekts so richtig ist.:

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    bei überwiegend zu Wohnzwecken vermieteten Gebäuden im Privatvermögen (§§ 82b Abs. 1, 84 Abs. 4a EStDV). In dem Jahr, in dem Sie das Haus oder die Wohnung verkaufen, ins Betriebsvermögen einbringen oder von der Vermietung zur Selbstnutzung wechseln, dürfen Sie den noch nicht verteilten Restbetrag in einer Summe als Werbungskosten absetzen (§ 82b Abs. 2 EStDV). Doch Vorsicht: Wird das Objekt vererbt oder verschenkt, verfällt der nicht genutzte Restbetrag und kann nicht vom Erwerber fortgeführt werden (BFH-Urteil vom 13.3.2018, IX R 22/17, BFH/NV 2018 S. 824);

    Im zitierten Urteil steht dazu folgendendes:

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    Aus diesen Grundsätzen folgt, dass die bei der Erblasserin bis zu ihrem Tod nicht verbrauchten Erhaltungsaufwendungen nicht auf den Kläger als Gesamtrechtsnachfolger übergehen und diesem nicht gestatten, diese Werbungskosten von eigenen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abzuziehen. Der verbliebene Teil der Erhaltungsaufwendungen wäre vielmehr bei den Einkünften der verstorbenen Nießbraucherin aus Vermietung und Verpachtung im Veranlagungszeitraum der Beendigung des Nießbrauchs (2014) abzuziehen gewesen (gleicher Ansicht Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. September 2013, BStBl I 2013, 1184, Rz 43 i.V.m. Rz 22).

    Da gibt es nichts zum Nachlesen. Da musst du dir einfach das Formular Anlage FE 1 (FB war nicht richtig!) mal genau anschauen und
    vielleicht die amtliche Anleitung dazu lesen.

    Beide Formulare sind Anlagen zur gesonderten und einheitlichen Feststellungserklärung. Nachvollziehen läßt sich das sehr schön über Feststellungserklärung 2020 der SSE. Dort kann man sich die entsprechenden Anlagen anzeigen lassen.

    ... ich davon aus, dass das Absetzen der nocht offenen Restwerte als letzter Akt innerhalb der Erbengemeinschaft abläuft. Dies, weil die Erbengemeinschaft als eigenes Rechtssubjekt behandelt wird.

    Inzwischen habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine Personenmehrheit bei der Einkommenssteuer kein Steuerrechtssubjekt ist. Ein Steuerrechtssubjekt für die Einkommenssteuer ist immer die einzelne Person. Deshalb werden die Einkünfte zwar einheitlich ermittelt aber gesondert festgestellt. Erst aufgrund dieses Erkenntnisses kann ich Deine Ausführungen verstehen. Bisher hatte ich die Auslegung im Urteil über Steuerrechtssubjekte falsch interpretiert und Du [USER="12665"]Charlie24[/USER] hast dem leider auch nicht widersprochen. Bei der zuerstellenden gesonderten Feststellung werden den ausscheidenden Feststellungsbeteiligten die noch nicht abgesetzten Restbeträge als Sonderwerbungskosten zugeordnet.

    Der Veräußerer macht seinen Anteil an den in künftige Jahre verschobenen Werbungskosten geltend. Das sind bei ihm Sonderwerbungskosten, bei den verbleibenden Beteiligten fallen die weg. Du realisierst offenbar nicht, dass der Verkäufer mit dem Verkauf seines Anteils aus der Grundstücksgemeinschaft ausscheidet.

    Entschuldige meine lange Leitung, aber bisher ging ich davon aus, dass das Absetzen der nocht offenen Restwerte als letzter Akt innerhalb der Erbengemeinschaft abläuft. Dies, weil die Erbengemeinschaft als eigenes Rechtssubjekt behandelt wird.


    Und bei den verbleibenden Beteiligten fallen sie nicht weg, die können sie, da unentgeltlich erworben, in den verbleibenden Jahren absetzen.

    Wenn einer von euch seinen Anteil an einen anderen Beteiligten entgeltlich veräußert, dann würde er einen Preis kalkulieren. Und wenn der Wert gestiegen ist, weil eine neue Heizung eingebaut wurde, die er mitbezahlt hat, würde das in die Kalkulation einfließen. Beim Käufer des Anteils würden zusätzliche Anschaffungskosten entstehen.

    Das ist plausibel.

    Der Verkäufer müsste seinen noch offenen Anteil an den auf mehrere Jahre verteilten Erhaltungsaufwand im Jahr der Veräußerung geltend machen.

    Der Verkäufer ist zu diesem Zeitpunkt genauso dazu wie der Käufer Mitglied der Erbengemeinschaft. Demzufolge würde auch der Käufer von dieser Abschreibung profitieren.

    Du selbst veräußerst ja deinen Anteil nicht. Das ist eine Einzelrechtsnachfolge und hat mit der Gesamtrechtsnachfolge im Erbfall doch überhaupt nichts zu tun.

    Nach dem Urteil ist die Erbengemeinschaft ein Rechtssubjekt und ich als Käufer gehöre genauso dazu wie der Verkäufer.

    Ich habe für alle vermieteten Immobilien die Kosten bezahlt, allerdings habe ich auch die Miteinnahmen kassiert. Wenn also bei der Feststellungserklärung ein positver Betrag übrig bleibt, dann wurden die Kosten von allen Mitgliedern der Erbengemeinschaft getragen.


    Die Küche ist erst im nächsten Jahr dran.

    Die Erblasserin, nämlich die verstorbene Ehefrau, hat aber diese Erhaltungsaufwendungen nicht getätigt, die sind doch erst nach ihrem Tod angefallen.

    Korrekt. Hier geht es aber um die in RZ 26 getroffene Aussage mit den verschiedenen Rechtssubjekten. Diese Aussage gilt demzufolge auch dann, wenn jetzt beispielsweise die Erbengemeinschaft hohe Erhaltungsaufwendungen tätigt, diese mehrjährig abschreibt und das Objekt anschließend an den überlebenden Ehegatten überträgt. Wenn dieser eine leerstehende Mietswohnung schnellstens vermieten will und, in dem Wissen, dass er einen 75%tigen Anteil hat, mit einer teuren Küche versieht, so möchte er sicher die auf 10 Jahre aufzuteilenden Abschreibungen auch dann in Anspruch nehmen, wenn er z. B. im Folgejahr das Erbe durch Abfindung der Kinder übernimmt. Da es sich bei der Erbengemeinschaft und ihrem Rechtnachfolger (überlebender Ehegatte) nach RZ 26 um verschiedenen Rechtssubjekte handelt, wäre das nicht möglich. Das ist zwar logisch, aber unverständlich

    Es kann also nur um den Anteil deiner Kinder gehen.

    Da habe ich meine Zweifel, weil die Erbengemeinschaft alles beinhaltet.
    Der nachfolgende Text stammt vom verlinkten Urteil:

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    Denn Erblasser und Erbe sind verschiedene Rechtssubjekte, die jeweils für sich zur ESt herangezogen und deren Einkünfte getrennt ermittelt bzw. zugerechnet werden (BFH v. 17.12.2007, GrS 2/04, BStBl II 2008, 608). Daraus ergibt sich, dass die bei A bis zu seinem Tod nicht verbrauchten Erhaltungsaufwendungen nicht auf die Erben als Gesamtrechtsnachfolger übergehen und von diesen nicht als Werbungskosten von den selbst erzielten Einnahmen aus VuV abzuziehen sind.

    Ob als Erbe oder als Abfinder, hier wird doch der Ehemann Gesamtrechtsnachfolger der Erbengemeinschaft.

    Entweder muss der Rest im Jahr der Veräußerung geltend gemacht werden oder du kannst ihn als Rechtsnachfolger so fortführen, wie ursprünglich geplant.

    Wenn man das verlinkte Urteil liest, muss man glauben,dass eine Fortführung nicht möglich ist.

    In den Richtlinien findet man nur folgende Bestimmung:


    Bei der Verteilung von Erhaltungsaufwand nach § 82b EStDV kann für die in dem jeweiligen VZ geleisteten Erhaltungsaufwendungen ein besonderer Verteilungszeitraum gebildet werden. Wird das Eigentum an einem Gebäude unentgeltlich auf einen anderen übertragen, kann der Rechtsnachfolger Erhaltungsaufwand noch in dem von seinem Rechtsvorgänger gewählten restlichen Verteilungszeitraum geltend machen. Dabei ist der Teil des Erhaltungsaufwands, der auf den VZ des Eigentumswechsels entfällt, entsprechend der Besitzdauer auf den Rechtsvorgänger und den Rechtsnachfolger aufzuteilen.

    Nach dem Inhalt des zuvor verlinkten Urteils ist die Richtlinienregelung überholt.


    Und da eine Erbengemeinschaft ein anderes Rechtssubjekt als der Ehemann ist, gilt dies auch für den nichtvererbten Teil des Ehemannes, da dieser ja auch Teil der Erbengemeinschaft wurde. Oder besteht die Erbengemeinschaft nur aus dem vererbten Anteil?

    Die Frage stellt sich allerdings, ob es sich bei eurem Rechtsgeschäft um eine Veräußerung gehandelt hat.

    Kann man so nicht sagen. Wenn wir unterstellen, das die Objekte je zur Hälfte einem Ehepaar gehörten, dann ist es doch so, dass dem Überlebenden weiterhin seine Hälfte gehört, von der anderen Hälfte haben er und die Kinder je ein Viertel geerbt. Alle zusammen ergeben die Erbengemeinschaft, von der im Folgejahr des Erbfalles die Erhaltungsaufwendungen getragen wurden. Nach Ablauf eines weiteren Jahres übernimmt der überlebende Ehemann das Viertel der Kinder. Da ihm zum Zeitpunkt der Investition bereits drei Viertel gehörten (seine Hälfte und das geerbte Viertel) hat er im Zuge der Erbabfindung nur ein weiteres Viertel entgeltlich.


    Ich frage ich nun auch, ob die Auflösung der Erbengemeinschaft zum Verlust der noch nicht abgeschriebenen Restwerte führt?

    Im Steuersparberater habe ich folgenden Passus gefunden:

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    bei überwiegend zu Wohnzwecken vermieteten Gebäuden im Privatvermögen (§§ 82b Abs. 1, 84 Abs. 4a EStDV). In dem Jahr, in dem Sie das Haus oder die Wohnung verkaufen, ins Betriebsvermögen einbringen oder von der Vermietung zur Selbstnutzung wechseln, dürfen Sie den noch nicht verteilten Restbetrag in einer Summe als Werbungskosten absetzen (§ 82b Abs. 2 EStDV). Doch Vorsicht: Wird das Objekt vererbt oder verschenkt, verfällt der nicht genutzte Restbetrag und kann nicht vom Erwerber fortgeführt werden (BFH-Urteil vom 13.3.2018, IX R 22/17, BFH/NV 2018 S. 824);

    Dazu folgendes Beispiel: Eine Erbengemeinschaft (Ehemann und mehrere Kinder) bezahlt für eine vermietete Immobilie die Erneuerung der Heizungsanlage und schreibt die Kosten über 5 Jahre ab. Gleich im März des darauffolgenden Jahres übernimmt der Ehemann und Vater gegen Zahlung einer Summe in Höhe des gesetzlichen Anspruchs alle Immobilien der Erbengemeinschaft.


    Kann er die 4/5 der noch nicht abgeschriebenen Erhaltungsaufwendungen fortsetzen oder nicht?

    Einbauküchen werden als einheitliches bewegliches Wirtschaftsgut behandelt und müssen über 10 Jahre abgeschrieben werden.


    Danke, diese Info habe ich inzwischen auch gefunden. Irgend eine Stelle, die ich bei der Suche gelesen hatte, lies mich befürchten, dass die Küche den Herstellungskosten zugerechnet werden muss. Die Abschreibung für den Gebäudeanteil der Wohnung muss ja auch noch ermittelt werden, weil die Wohnung erstmals vermietet wird.


    Weißt Du zufällig wie eine Abschlagszahlung, die für Küche die bereits im Oktober des Vorjahres geleistet wurde, behandelt wird?

    Ich habe ein grundsätzlichen Zuordnungsproblem für die angefallenen Kosten einer Einbauküche für eine Mietswohnung.


    Angenommen ein Vermieter beauftragt einen Küchenbauer mit dem Einbau einer Küche in eine erstmalig zu vermietende Wohnung. Die Zwei-Familienhauses wurde seit dem Neubau vor x Jahren als erweitertes Einfamilienhaus genutzt. Wenn jetzt nach dem Wegzug der Kinder eine Wohnung vermietet werden soll und der Vermieter sich von den Mietern zum Einbau einer Küche breitschlagen läßt, dann frage ich mich ob die Kosten dafür (ca. 15.000 €) Herstellungskosten oder Erhaltungsaufwendungen sind?

    Wieso?

    Was für eine Frage?

    Man kann doch im Dialog zu einer weiteren Person auswählen: durch Tod erloschen und das Sterbedatum eintragen.

    Die Lösung ist zwar nach Anwendung von Versuch und Irrtum zielführend aber dennoch absolut unverständlich gelöst. Der sicher nicht häufigere Fall "Wohnsitz des Elternteils oder des Vaters nicht feststellbar" wir explizit aufgeführt. Und beim Rest muss man erst einmal Name, Geburtsdatum und Anschrift erfasst werden. Da denkt man nicht im Geringsten daran, dass hier noch etwas für Verstorbene kommt. Für die kann man ja schlecht eine Anschrift angeben.


    Die Abfrage Verhältnis gehört zumindest gleichberechtigt mit der Frage nach "Wohnsitz des Elternteils oder des Vaters nicht feststellbar" abgefragt, dannach könnte man bei Verstorbenen die Felder Anschrift ausblenden.


    Dennoch vielen Dank für den Tipp!

    Ich konnte meine Steuererklärung nicht mehr rechtzeitig absenden, weil ich trotz aller Bemühungen, die nachfolgende FM nicht ausschlaten konnte:

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    Fehler während der Plausibilitätsprüfung, Datensatz nicht plausibel. Zur Ermittlung der fehlgeschlagenen Plausibiltätsprüfungen muss der Rückgabepuffer (Parameter "rueckgabeXmlPuffer") ausgewertet werden. [HR][/HR]
    Die Angaben zum Kindschaftsverhältnis sind unvollständig: Es wurde nur ein Kindschaftsverhältnis zur steuerpflichtigen Person / zum Ehemann / zu Person A angegeben. Bitte ergänzen Sie die Angaben zum anderen Elternteil des Kindes.
    Fehler: 100500048