Privatfahrten bei Behinderung - falscher Abzug bei Nutzung öffentl. Verkehrsmittel

  • Behinderte mit Merkzeichen aG dürfen bis zu 15.000 km für Privatfahrten absetzen. Fahrtkosten mit Taxi und öffentlichen Verkehrsmitteln sind ebenfalls absetzbar, allerdings wird die Km-Pauschale dann entsprechend gekürzt.

    Die Hilfe des Programms sagt auch richtig:

    Berücksichtigt werden die Fahrten mit der Reisekostenpauschale (Fahrzeuge). Ein Ansatz der höheren nachgewiesenen Kosten ist nicht möglich. Aufwendungen für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Taxi können Sie in nachgewiesener Höhe geltend machen. Allerdings kürzt das Finanzamt dann Fahrten mit der Reisekostenpauschale um die bereits »verbrauchten« Kilometer. Erfassen Sie diese Kosten im Bereich »Behinderung« im Fenster »Fahrtkosten bei Behinderung«.

    Wenn ich jetzt 8.500km mit der PKW-Pauschale erfasse (eine höhere Laufleistung des PKW kann nicht nachgewiesen werden) zieht das Programm mir davon nun 250km "Entfernungen für öffentliche Verkehrsmittel" ab, die ich zuvor entsprechend erfasst hatte.
    Das ist aber nicht richtig. Die 250km führen lediglich zu einer Kürzung der (maximal möglichen) 15.000km-Pauschale, dürfen aber nicht zu einem Abzug führen, wenn diese noch gar nicht verbraucht sind und weniger als 15.000 km geltend gemacht werden.

    Wie löse ich das jetzt?

    Schreibe ich zum Ausgleich 8.750km Fahrten mit PKW, stimmt der Text der Anlage nicht, denn ich kann dann keine 8.750km PKW-Laufleistung nachweisen. Die einzige Lösung die mir einfällt ist, bei der Erfassung der Bahnfahrkarte den Hilfetext

    "Geben Sie die tatsächlich gefahrenen Kilometer für diese Fahrt an .
    Für Fahrten mit dem eigenen Fahrzeug kann teilweise die Entfernung pauschal oder mit Nachweis bis zu einem Höchstsatz berücksichtigt werden. Diese Fahrten werden jedoch um bereits »verbrauchte« Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxi gekürzt."

    zu ignorieren und die km leer zu lassen.

    Hier sollte unbedingt das Programm so angepasst werden, dass die erfassten km für öffentliche Verkehrsmittel nur dann zu einer Kürzung der PKW-km führen, wenn mindestens 15.000 km geltend gemacht wurden.

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