Anrechnung Gewerbesteuer auf Einkommensteuer

  • Hallo,


    die Gewerbesteuerschuld kann ja mit der Einkommensteuer aus dem Gewerbebetrieb verrechnet werden.


    Ist das in der SSE entsprechend abgebildet?


    Und wann trage ich das ein? Also im Januar 2017 mache ich meinen Jahresabschluss 2016 für das Gewerbe (EÜR, Gewerbesteuermeldung, etc.).
    Im Februar 2017 wird dann die Gewerbesteuer fällig.
    Im März 2017 mache ich dann meine Einkommensteuererklärung für 2016 und gebe dann dort die Gewerbesteuerzahlung vom Februar 2017 für das Jahr 2016 an, oder?

  • Gewinnermittlung und Einkommenssteuererklärung sind zwei paar Stiefel! Gezahlte Gewerbesteuer ziehen Sie nicht von Ihrer Einkommenssteuer ab, sondern von Ihrem Gewinn im Gewerbebetrieb.


    Alle von Ihnen angesprochenen Zahlungen in Ihrem Gewerbe erfassen Sie in der SSE ausschließlich im Modul Gewinnermittlung.


    Bei > Einnahmen/Ausgaben gibt es den Dialog > Umsatzsteuer- und Gewerbesteuerzahlungen.


    Dort tragen Sie mit dem Datum der Zahlung/Abbuchung Ihre Gewerbesteuerzahlung ein. In der Regel ist das Zahlungsdatum im Jahr nach dem Steuerjahr. Also mindert die Zahlung bspw. im Februar 2017 (für das vorausgegangene Jahr 2016) Ihren Gewinn im Jahr 2017.


    Das Ergebnis aus Ihrer Gewinnermittlung übernehmen Sie in Ihre Einkommenssteuererklärung (im Modul Einkommenssteuer bspw. durch Eintrag oder Import).


    In der eigentlichen Einkommensteuererklärung können Sie die Gewerbesteuerzahlung nicht erfassen.

  • Also wenn ich die Fragen bzw. Vermutungen von User "frontloop" so lese, dann sage ich mir, wozu gibt es wohl der Berufsstand der Steuerberater? Möchte nicht wissen, was da noch so alles schief läuft mit Buchführung und Abschluss.


    Geiz ist halt nicht immer geil. Wenn der Mann Zahnschmerzen hat, geht er hoffentlich zum Zahnarzt, oder klärt er das auch über ein Forum im Netz und bohrt dann selbst?

  • Kleine Ergänzung:
    Zumal User "frontloop" in der glücklichen Lage ist, überhaupt Gewerbesteuer zahlen zu dürfen, ergo einen Gewinn von mehr als 24.500 € im Jahr erwirtschaftet hat. Da ist der Gang zum Steuerberater ja noch logischer. Oder er beschäftigt für die Dauer des Abschlusses einen Buchhalter. Alles möglich und wahrscheinlich letzten Endes deutlich günstiger als die "Selber machen um jeden Preis"-Lösung.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!