Fehler: Einzelveranlagung statt gemeinsam

  • Irgendwas läuft total schief. Leider kann ich nicht beurteilen, ob nun das FA oder die SSE 2016 falsch liegt.


    Insgesamt beträgt die Abweichung über 2.000 Euro.


    Hauptgrund sind die Vorsorgeaufwendungen bei Einzelveranlagung. Hier sind wir der Empfehlung der SSE gefolgt und haben die Einzelveranlagung gewählt.


    Antwort des FA: Die Berechnung der Vorsorgeaufwendungen wurde nochmals geprüft. Eine Änderung kann nicht erfolgen, da alle Aufwendungen berücksichtigt wurden und die Berechnung korrekt ist. Weshalb Ihr Steuerprogramm eine andere Berechnung der Vorsorgeaufwendungen ausführt, kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Vorsorgeaufwendungen können auch nur zu 50 % berücksichtigt werden, da Sie Einzelveranlagung gem. § 26 a ESTG gewählt haben."


    Nun drängt sich der Verdacht auf, dass die Empfehlung des SSE zum Wechsel in die Einzelveranlagung ein Fehler war und uns richtig Geld gekostet hat.


    Hat zufällig jemand Ratschläge?

  • Die SSE kommt nur dann zu einem falschen Vorschlag, wenn fehlerhafte Angaben gemacht werden. Wo liegt denn genau die Abweichung ? Einzelveranlagung kann günstiger sein in Verbindung mit: Lohnersatzleistungen( Progressionsvorbehalt), Abfindung, bei Verlusten, gewerblichen Einkünften.

  • Quote from Adi;20072

    Die SSE kommt nur dann zu einem falschen Vorschlag, wenn fehlerhafte Angaben gemacht werden. Wo liegt denn genau die Abweichung ? Einzelveranlagung kann günstiger sein in Verbindung mit: Lohnersatzleistungen( Progressionsvorbehalt), Abfindung, bei Verlusten, gewerblichen Einkünften.


    Nichts von alledem trifft zu. Einzig die Empfehlung der SSE hat mich veranlasst zu wechseln. Gekürzt hat das FA die veranschlagten Vorsorgeaufwendungen, mit dem Hinweis zu den 50 %.

  • Quote from Cira2005;20073

    Sie können doch in der SSE ganz leicht prüfen, was besser ist: Einzelveranl. oder Zusammenveranl.!! Und bekommen gleich ein Ergebnis angezeigt.


    richtig. Ergebnis der Prüfung durch die SSE war, dass die Einzelveranlagung günstiger ist. Nur erkennt das FA, wie geschildert, die Berechnung so nicht an.

  • Quote from Huepi2;20074

    Wenn tatsächlich die Zusammenveranlagung günstiger sein sollte, Einspruchsfrist abgelaufen???
    Wenn nicht Einspruch und Zusammenveranlagung beantragen.


    Ich kann den Einspruch noch aufrecht erhalten. Nur kann ich es nicht vergleichen, da die SSE errechnet, dass die Einzelveranlagung günstiger ist.

  • Welche Vorsorgeaufwendungen wurden gekürzt ? Rentenbeiträge, KV,PV Haftpflicht ? Welche Steuerklassen Kombination haben Sie gewählt ? Wenn Sie die SSE auf Zusammenveranlagung umstellen, stimmt dann das Ergebnis mit dem amtlichen Papierbescheid überein ?

  • Quote from Adi;20078

    Welche Vorsorgeaufwendungen wurden gekürzt ? Rentenbeiträge, KV,PV Haftpflicht ? Welche Steuerklassen Kombination haben Sie gewählt ?


    Hallo Adi,


    Steuerklassen sind 4 und 4.


    So wirklich ersichtlich ist mir nicht, wo gekürzt wurde. (Abgezogene Vorsorgeaufwendungen: aus ca. 12.400 wurden 8.400 gemäß Vergleich aus der SSE) Es kommen aber nur die gesetzlichen in Frage (Rente, GKV). Private LVs o. ä. wurden nicht angegeben.


    Das ist eben mein Problem. Ich kann nicht erkennen was los ist. SSE sagt: alles super und das FA zieht Beträge ab und erläutert dies nur mit den 50 % und der Einzelveranlagung.

  • Ihnen ist aber schon klar, dass von den Arbeitnehmer Rentenbeiträgen in 2015 nur 80 % abgesetzt werden. Übersteigen die KV(Basisleistungen) u. PV AN-Beiträge 3800 €, fallen sämtlichen weiteren Versicherungen unter den Tisch. 4/4 zahlen meistens zu viel Lohnsteuer. Sämtliche Eintragungen überprüfen. Wie hoch ist nach der SSE die Erstattung bei Zusammenveranlagung und wie hoch sind die Erstattungen/Nachzahlungen bei Einzelveranlagung pro Steuerpflichtigen ? Ehrlich gesagt, ich blicke auch nicht durch. Die SSE schlägt Einzelveranlagung vor. Also liegen Ihnen 2 EST-Bescheide vor über Einzelveranlagung. Wie haben Sie jetzt festgestellt, dass Zusammenveranlagung besser sein soll ? Es wird auch nichts gekürzt, sondern jedem wird die vom ihm bezahlten Sonderausgaben zugerechnet, bzw. es erfolgt eine Aufteilung zu 50 %.

  • Quote from III;20071

    Die Vorsorgeaufwendungen können auch nur zu 50 % berücksichtigt werden, da Sie Einzelveranlagung gem. § 26 a ESTG gewählt haben."


    Kannst du diesen Satz mal übersetzen. ich verstehe nicht, was das FA damit sagen möchte. Wurden alle Aufwendungen berücksichtigt?


    Welche Unterschiede gibt es in der Berechnung? Es wäre für die Nutzer des Forums sicherlich hilfreich, wenn du auch konkrete Informationen lieferst.

  • So langsam komme ich drauf, was der Fragesteller meint. Er redet von einer Kürzung von 50 %. Das ist keine Kürzung, weil die anderen 50% ja bei der Ehefrau landen. Dann allerdings findet tatsächlich eine Kürzung der Sonstigen Vorsorgeaufwendungen statt, weil bei 1900 €, mir Ausnahme der KV/PV, Schluss ist.


    Hier hätte geholfen, sich die Berechnung unter "Ergebnis" anzuschauen . Möchte man mehr wissen kann man sich links die Anlagen anschauen, z.B. Berechnung der Vorsorgeaufwendungen. Bei Einzelveranlagung natürlich beide Bescheide lesen. Aber der armen SSE die Schuld zuschieben, die sich nicht wehren kann, ist natürlich einfacher. Ein Programm, welches 20 Jahre auf dem Markt ist, müsste normalerweise mit so einem Standardfall klar kommen. Gruß

  • Der Fragesteller hatte den Zuschuss zur KV auf der Steuerkarte nicht erfasst, das macht dann zufällig 50%. Also scheint hier die Einzelveranlagung auch vom FA korrekt vearbeitet worden zu sein.


    Übrigens: Die Einzelveranlagung ist weiterhin die bessere Wahl.

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