Notarkosten als Geldbeschaffungskosten in Folgejahren des Hauskaufs eintragen?

  • Guten Tag,

    ich habe 2022 eine Immobilie gekauft, die teilvermietet ist.

    Die Notarkosten habe ich in der Steuererklärung für 2022 unter Geldbeschaffungskosten in Steuersparerklärung eingetragen.

    Es ist im Programm aber nicht erwähnt, ob diese Kosten über die Folgejahre abgeschrieben werden, d.h. ob ich die Geldbeschaffungskosten auch für 2023 unverändert in der Tabelle stehenlassen kann.


    Hier steht, dass die Kosten über Jahre abgeschrieben werden:

    💰 Notarkosten absetzen: Steuervorteil für Vermieter (buhl.de)


    Die Nutzungsdauer der Immobilie ist durch mein Restnutzungsdauergutachten 18 Jahre. Heißt das, dass die Notarkosten auf 18 Jahre abgeschrieben werden? Ich trage in der Tabelle die ursprünglichen Notarkosten von 2022 ein und Steuersparerklärung den Betrag die nächsten 17 Jahre aufteilen??


    Viere Dank!

  • Du musst unterscheiden zwischen den Notarkosten beim Erwerb einer Immobilie (Kaufvertrag, Auflassung) und der Eintragung einer Grundschuld (Geldbeschaffung). Erstere sind Anschaffungsnebenkosten, die anteilig in die BMG für die Gebäude-AfA einfließen, die Grundschuldbestellung kann dagegen im Jahr der Zahlung vollständig bei den Werbungskosten geltend gemacht. Für die Grundbuchkosten gilt das entsprechend.

  • okay danke. Das heißt also, dass die Notarkosten, die Geldbeschaffungskosten sind, nur in der Steuererklärung für 2022 (Jahr der Zahlung) einzutragen waren. In der Steuererklärung für 2023 darf ich sie also nicht mehr angeben oder?

  • In der Steuererklärung für 2023 darf ich sie also nicht mehr angeben oder?

    Die sind doch nur 2022 angefallen und die hast du doch auch 2022 geltend gemacht. Du darfst ja 2023 nur die Werbungskosten erklären, die du 2023 hattest. Nur bei der AfA ist das anders, da muss auf den AfA-Zeitraum verteilt werden.

  • Wie Charlie24 dir bereits erklärt hat,
    darfst du der Anteil der Notarkosten, die auf die Anschaffung (= Kauf) der Immobilie im Jahr 2022 entfallen
    bei der Gebäude-AFA mit einrechnen.
    Aber Anschaffungs- +Anschaffungsnebenkosten
    1. nur anteilig für den Gebäudeanteil und
    2. zusätzlich nur anteilig mit dem Prozentanteil der vermieteten Fläche zur Gesamtfläche.

    "Heißt das, dass die Notarkosten * auf 18 Jahre abgeschrieben werden?"
    NEIN
    1. siehe mein oben Geschriebenes * und
    2. Die Anschaffungs- + Anschaffungsnebenkosten werden immer auf die Gesamtnutzungsdauer des Gebäudes ab Anschaffung abgeschrieben.
    Normalerweise bei Kauf im Jahr 2022 auf 50 Jahre linear.
    WENN
    das Finanzamt dein privates Restnutzungsdauergutachten von 18 Jahren
    >>> AB WANN? <<<
    anerkennt, dass sind es bei dir anstelle der üblichen 50 Jahre
    18 Jahre + x Jahre.

    =============================

    WENN
    du nachweisen kannst, dass die Geldbeschaffungskosten
    NUR wegen dem vermieteten Teil der 2022 gekauften Immobilie erforderlich waren
    UND
    das Finanzamt das auch anerkennt,
    dann ...

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