Kaufpreisaufteilung bei Neubau - welcher Vergleichsfaktor

  • Hallo zusammen,
    wäre lieb, wenn mir bitte jemand eine Frage zur Kaufpreisaufteilung beantworten könnte (um die steuerliche Abschreibungsbasis richtig zu kalkulieren).

    Wenn man eine Bestandsimmobilie kauft, ist es ja so, dass man bei der Kaufpreisaufteilung den Vergleichsfaktor heranzieht, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs der Immobilie gültig war.
    Wie ist es jedoch, wenn man 2021 ein unbebautes Grundstück erworben hat und in 2024 ein Haus darauf fertiggestellt hat?
    Zählt in diesem Fall der Zeitpunkt des Grundstückskaufs oder Fertigstellung des Hauses?

    Rein logisch würde ich sagen, ein Vergleichsfaktor von vor 3 Jahren gewährleistet doch keine Vergleichbarkeit mit einem Objekt, das 3 Jahre später erst fertiggestellt wurde.
    In der Anleitung vom Bundesfinanzministerium steht hierzu:
    "Anzuwenden sind die für den Anschaffungszeitpunkt (Abschluss des Kaufvertrages) maßgeblichen Vergleichsfaktoren."
    Jedoch bezieht sich das meiner Ansicht nach auf Bestandsobjekte, nicht auf eine Situation, in der Grundstückserwerb und Bau zeitlich auseinander liegen.

    Danke schon mal für jede Hilfe!

  • In solchen Fällen kann manchmal ein Gutachten hilfreich sein. Wenn Sie den Vergleichsfaktor von vor drei Jahren zu Grunde legen, ist der Grundstücksanteil gegenüber dem Gebäudeanteil geringer. Drei Jahre später ist aber auch der Grundstückspreis gestiegen, der dann wieder auf den Gebäudeanteil drückt.

  • Vielen Dank für die Antworten!

    Genauso ist das ! Die Herstellungskosten für das Gebäude und die Außenanlagen sind doch bekannt.

    Das wäre echt klasse und deutlich einfacher, danke!
    Ich war der Annahme, das das Bundesfinanzministerium immer eine Kaufpreisaufteilung sehen möchte.

    Spielt dann dabei eine Rolle, dass das Grundstück nur zur Hälfte eines üblichen Verkehrswertes von den Eltern abgekauft wurde?
    Die Herstellungskosten für das Gebäude bleiben ja die gleichen - die kann ich dann weiterhin einfach ansetzen?

    Danke schon mal!

  • Das Grundstück kommt in dieser Steuersache überhaupt nicht vor:

    Sie listen nur die Kosten der Herstellung (mit allen Nebenkosten); evtl noch aufgeschlüsselt in Gebäude/ Außenanlagen/Einzäunung und so auf. Weil da unterschiedliche AfA-Zeitenräume gelten.

    Der verbilligte Kaufpreis könnte allerdings das Schenkungsteuerfinanzamt interessieren...:saint:

  • Vielen Dank für die Hilfe, das erleichtert echt ungemein!

    Gebäude/ Außenanlagen/Einzäunung und so auf. Weil da unterschiedliche AfA-Zeitenräume gelten.

    Guter Hinweis, das war mir auch nicht bewusst, danke!


    Es ist aber schon klar, dass die ganze AfA-Geschichte nur möglich ist, wenn Sie das Haus vermieten!

    Selbstnutzung ist steuerlich unerheblich.

    Ist zur Vermietung geplant, danke Ihnen!

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