Kinderfreibetrag für 2023

  • Ich habe meine Einkommenssteuer soweit in der Softwar eingegeben und stolpere über eine Aussage mit dem Vorjahresvergleich.

    Und zwar wird der Betrag von "Summe der abgezogenen Kinderfreibeträge" beim Vorjahresvergleich von 17.096€ in 2022 auf 0€ in 2023 gekürzt.

    Wenn ich den Steuerfall von 2022 in die Steuersparversion 2024 (also für das Jahr 2023) importiere ist der Betrag noch erhalten und sogar etwas höher.
    Beide Kinder sind weiterhin < 18 Jahre und es hat keine familiäre Änderung gegeben.


    Der "Gesamtbetrag der Einkünfte" ist in 2022 und 2023 vergleichbar, auch wenn der Betrag aus "Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit" nun höher ist während die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" gesunken sind.

    Ich habe google bemüht, finde aber keine Erklärung warum die Kinderfreibeträge in 2022 nicht mehr abgezogen werden. Ich finde hier dafür aber keine Begründungen.
    Weiss jemand hier Rat? Wie bekomme ich hierfür eine Erklärung?

    Nachtrag: Ich habe mit einem Kopie der komplett importierten Steuer von 2022 (wo der Kinderfreibetrag noch vorhanden ist) gespielt und sehe dass der Kinderfeibetrag auf 0€ fällt (wie beschrieben) in dem Moment wo die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" deutlich gesunken sind. Konkret von -85.000 auf -125.000€.
    Wieso das eine Auswirkung auf die "Summe der abgezogenen Kinderfeibeträge" hat verstehe ich allerdings nicht.

    Danke

    Edited once, last by Faulenzer (April 1, 2024 at 11:44 PM).

  • Vermutlich, weil wegen des gesunkenen Einkommens die Kinderfreibeträge weniger Steuerersparnis bringen als das ausgezahlte Kindergeld. Mit anderen Worten: Die Günstigerprüfung hat ergeben, dass sich die Kinderfreibeträge ungünstiger auswirken als das Kindergeld.

  • Vermutlich, weil wegen des gesunkenen Einkommens die Kinderfreibeträge weniger Steuerersparnis bringen als das ausgezahlte Kindergeld.

    Er schreibt:



    Der "Gesamtbetrag der Einkünfte" ist in 2022 und 2023 vergleichbar, auch wenn der Betrag aus "Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit" nun höher ist während die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" gesunken sind.

    Aber die Steuertarife in den Steuertabellen sind gesunken. Wenn man weniger Steuern zahlt hat man auch weniger Steuerersparnis. :) Ansonsten müsste der TE einfach einmal mehr Futter bei die Fische bringen.

  • Er schreibt:

    Aber die Steuertarife in den Steuertabellen sind gesunken. Wenn man weniger Steuern zahlt hat man auch weniger Steuerersparnis. :)

    Er hat mit den kopierten Einkünfte aus 2022 offensichtlich erst dann Kinderfreibeträge = 0, wenn er die Einkünfte aus V&V erhöht. Demzufolge sind die Steuertarife nicht ursächlich.

  • Der "Gesamtbetrag der Einkünfte" ist in 2022 und 2023 vergleichbar, auch wenn der Betrag aus "Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit" nun höher ist während die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" gesunken sind.

    Vergleichbar ist nicht identisch. Zumal ein Anstieg der Einkünfte aus nichtselbsständiger Arbeit um 40.000 € relativ unwahrscheinlich ist.

    Quote

    Nachtrag: Ich habe mit einem Kopie der komplett importierten Steuer von 2022 (wo der Kinderfreibetrag noch vorhanden ist) gespielt und sehe dass der Kinderfeibetrag auf 0€ fällt (wie beschrieben) in dem Moment wo die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" deutlich gesunken sind. Konkret von -85.000 auf -125.000€.

    Da eine Verminderung der Einkünfte aus nichtselbsständiger Arbeit um den gleichen Betrag die Kinderfreibeträge wieder herstellt, wird das Gesamteinkommen eben doch etwas höher sein.

    Quote

    Wieso das eine Auswirkung auf die "Summe der abgezogenen Kinderfeibeträge" hat verstehe ich allerdings nicht.

    Ganz offensichtlich fehlte nur das grundsätzliche Verständnis für die Günstigerprüfung und diese Frage dürfte nun beantwortet sein.

  • Ein wesentlicher Grund für die Veränderung gegenüber 2022 ist das 2023 auf 250,00 € angehobene Kindergeld. Das und die Verschiebung der Progressionsgrenzen führen dazu, dass die Günstigerprüfung in mehr Fällen zugunsten des Kindergelds ausgeht.

  • Ein wesentlicher Grund für die Veränderung gegenüber 2022 ist das 2023 auf 250,00 € angehobene Kindergeld. Das und die Verschiebung der Progressionsgrenzen führen dazu, dass die Günstigerprüfung in mehr Fällen zugunsten des Kindergelds ausgeht.

    Das ist wohl richtig, dennoch hat das allein - im von Faulenzer nachfolgend geschilderten Fall- nicht zu einer Egalisierung des Kinderfreibetrags geführt.

    Quote

    Ich habe mit einem Kopie der komplett importierten Steuer von 2022 (wo der Kinderfreibetrag noch vorhanden ist) gespielt und sehe dass der Kinderfeibetrag auf 0€ fällt (wie beschrieben) in dem Moment wo die "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" deutlich gesunken sind.

    Letztendlich hat mehr oder weniger doch das niedrigere Einkommen zu einer Nichtberücksichtigung der Kinderfreibeträge geführt.

  • Danke für die Rückmeldungen/Diskussion:

    Prinzipiell sind die Einkünfte aus nichtselbsständiger Arbeit von 2022 auf 2023 um ca 30.000€ gestiegen und lagen in 2023 bei ca 230.000. Wenn ich jetzt mit verschiedenen (negativen) Einkünften aus V&V den Vorjahresvergleich durchführe sehe ich das
    bei es quasi einen "Kipppbereich" gibt für die "Summe der abgezogenen Kinderfreibeträge".
    Bei Gesamteinkünften von
    ca 120.000€ sind die Kinderfreibeträge über ca 17.000 vorhanden.
    ca 115.000€ sind ist nur noch die Hälfter der Kinderfreibeträge vorhanden
    ca 110.000€ werden die Kinderfreibeträge mit 0 € aufgeführt.

    Letztes Jahr waren die Gesamteinkünfte ca 110.00€ und die Kinderfreibeträge waren vorhanden. Das hatte mich wie gesagt mehr als verwundert.

    Ich stimme Euch aber zu dass dies aus der Günstigerprüfung kommt. War nur überraschend da bei quasi gleichen Gesamteinkünften in 2022 und 2023 hier diese Unterscheidung zu sehen.


  • Bei Gesamteinkünften von
    ca 120.000€ sind die Kinderfreibeträge über ca 17.000 vorhanden.
    ca 115.000€ sind ist nur noch die Hälfter der Kinderfreibeträge vorhanden
    ca 110.000€ werden die Kinderfreibeträge mit 0 € aufgeführt.

    Die Höhe des Kinderfreibetrages ist doch von der Anzahl der Kinder abhängig und nicht von den Gesamteinkünften!

    Wie kann es da sein, dass sich der Betrag in Stufen ändert?
    Das ist doch ein "entweder oder" und kein Abschmelzen!

  • Wie kann es da sein, dass sich der Betrag in Stufen ändert?

    Die Günstigerprüfung erfolgt für jedes Kind einzeln. Der progressive Steuertarif kann natürlich dazu führen, dass für ein Kind der Kinderfreibetrag günstiger ist und für das nächste das Kindergeld bereits zur Deckung der Einkommensteuer ausreicht.

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