steuerrelevente Kapitalerträge für Riester in der Einzahlungsphase?

  • Frage:
    =====
    Kann es steuerrelevente Kapitalerträge für Riester in der Einzahlungsphase geben?

    In besonderen Fällen ist es vorteilhaft,
    wenn man in der Einkommensteuererklärung alle Kapitalerträge angibt.


    Für Infos und Erfahrungen vielen Dank.

  • Post by Papa_001 (March 29, 2024 at 6:08 PM).

    This post was deleted by the author themselves (March 29, 2024 at 6:18 PM).
  • Aus einer prominenten Webseite entnommen:

    Fällt die Abgeltungssteuer bei der Riester-Rente an? (t-online.de)

    Keine Abgeltungssteuer beim privaten Sparplan

    Um die Frage gleich vorab zu klären: Bei der Riester-Rente fällt keine Abgeltungssteuer an. Der Grund hierfür ist, dass es sich bei dem privaten Vorsorgeplan, also nicht um Einkünfte aus Kapitalvermögen handelt. Der Gesetzgeber unterscheidet hier eindeutig und sortiert die Riester-Rente in die Kategorie „sonstige Einkünfte“.

    Die Konsequenz hieraus ist, dass Sie die Bezüge aus dem Vorsorgeplan erst dann versteuern müssen, wenn auch der Rentenbezug einsetzt. Der Fachmann spricht in diesem Zusammenhang von einer nachgelagerten Besteuerung. In fast allen Fällen besitzen Sie im Alter allerdings einen geringeren Steuersatz, sodass hieraus ein Vorteil für Sie entsteht.

  • Es wird für diese sogenannte steuerschädliche Verwendung einer Altersvorsorge ein Rentenbezug bescheinigt. Diese von der Versicherung bescheinigte Meldung an das Finanzamt wird den Renten unter den Sonstigen Einkünften zugewiesen. Und genau so ist, es wird eben alles versteuert. Das tut mehr weh, als nur ein paar entgangene mickrige Zinsen. Nur einfach von Gewinnen lässt sich hier nicht mehr sprechen.

  • Der Gesetzgeber unterscheidet hier eindeutig und sortiert die Riester-Rente in die Kategorie „sonstige Einkünfte“.

    Die Konsequenz hieraus ist, dass Sie die Bezüge aus dem Vorsorgeplan erst dann versteuern müssen, wenn auch der Rentenbezug einsetzt.

    Mit meinem Beitrag unter #4 wollte ich aussagen, dass es auch schon vor dem Rentenbezug sonstige Einkünfte geben kann, nämlich dann wenn der Riestervertrag förderschädlich aufgelöst wird.

  • Es wird für diese sogenannte steuerschädliche Verwendung einer Altersvorsorge ein Rentenbezug bescheinigt. Diese von der Versicherung bescheinigte Meldung an das Finanzamt wird den Renten unter den Sonstigen Einkünften zugewiesen. Und genau so ist, es wird eben alles versteuert. Das tut mehr weh, als nur ein paar entgangene mickrige Zinsen. Nur einfach von Gewinnen lässt sich hier nicht mehr sprechen.

    Selbst eine förderschädliche Auflösung zum Rentenbeginn ist keine Rente.

  • Die Eingangsfrage von WMenzel bezog sich wohl auf eine zu begünstigende steuerliche Relevanz. Ich verstand das so, ob denn nicht auch die gutgeschriebenen Zinserträge während der Ansparphase steuerbegünstigt abgesetzt werden könnten, dazu hätten aber Abgeltungssteuern vereinnahmt werden müssen. Daher hatte ich den Text aus der Webseite zitiert. Mit dem Zitat kann und soll auch nicht die gesamte Riester-Förderung beschrieben sein.

    Bei einer steuerschädlichen Verwendung muss selbstverständlich die steuerliche Förderung wieder zurückgegeben werden. Der gesamte Akt wird den sonstigen Einkünften zugewiesen. Renten sind Sonstige Einkünfte. Der gesamte Vorgang wird von den Gesellschaften an die ZfA gemeldet und mit einer Rentenbezugsmitteilung bescheinigt. Dort stehen dann auch die Passagen, wie mit steuerschädlichem Kapital gerechnet wurde. Mit diesen Bescheinigungen war es aber bisher noch möglich, sich das steuerliche Ergebnis anzusehen. Wenn es anders wäre müssten später noch weitere Meldungen bei der ZfA oder dem Finanzamt auflaufen, die in der genannten Bescheinigung nicht stehen würden. Das habe ich bisher aber noch nicht gesehen, will aber nicht behaupten, dass es auch anders sein könnte. Daher wollte ich von Ihnen wissen, was in solch einem Fall von den Gesellschaften bescheinigt wird. Und weiter, ob es auch noch weitere Bescheinigungen in Richtung Kapitalerträge gäbe? Denn eigentlich sollte man mit der bescheinigten Meldung das steuerwirksame und steuerschädliche Ergebnis in seiner Steuererklärung mit dem Programm der SSE darstellen können.

    Bei Betriebsrenten gibt es auch einmalige Kapitalauszahlungen, diese werden in ähnlicher Weise steuerlich behandelt. "Steuerschädlich" ist eigentlich der Begriff des Steuerbürgers, weil er die Bedingungen nicht einhält und daher den Steuervorteil nicht mehr erhält. Von Schaden kann man dann eigentlich nicht einmal sprechen. Ihm sei in diesem Falle kein Schaden entstanden. Er hat nur eine Leistung zurückzugeben müssen, die ihm nicht mehr zustand. Aber man spricht halt von steuerschädlicher Vertragsauflösung.

  • Die Eingangsfrage von WMenzel bezog sich wohl auf eine zu begünstigende steuerliche Relevanz. Ich verstand das so, ob denn nicht auch die gutgeschriebenen Zinserträge während der Ansparphase steuerbegünstigt abgesetzt werden könnten, dazu hätten aber Abgeltungssteuern vereinnahmt werden müssen. Daher hatte ich den Text aus der Webseite zitiert. Mit dem Zitat kann und soll auch nicht die gesamte Riester-Förderung beschrieben sein.

    Da hast Du wohl recht, aber ich wollte Deine Aussage, dass eine Besteuerung erst mit dem Rentenbezug einsetzt, ergänzen. Weiterhin wollte ich klarstellen, dass in so einem Fall nur der Gewinn versteuert werden muss.

    Quote

    Bei Betriebsrenten gibt es auch einmalige Kapitalauszahlungen, diese werden in ähnlicher Weise steuerlich behandelt.

    Nicht zu vergessen wären die unterschiedliche Versteuerung der Riesterrenten, weil das angesparte Kapital sich in der Regel aus gefördertem und ungeförderten Einzahlungen zusammensetzt.

    Edited once, last by Trekker: Rechtschreibung (April 2, 2024 at 2:38 PM).

  • Danke für den Beleg. Insgesamt kann es ja nur um den Überschuss aus sonstigen Einkünften gehen. Dieser wird dann bei geförderten Riesterbeiträgen und bei Betriebsrenten in einer mehrteiligen Bescheinigung für unterschiedliche "Sonstige Einkünfte" ausgewiesen. Ebenso Kapitalauszahlungen. Umgangssprachlich mag man bei solch einer Bescheinigung auch dann noch von "Rentenbezügen" sprechen, wenn die Rente noch gar nicht bezogen werden kann und es sich in einigen Fällen auch noch um eine Auflösung des Vertrages handelt. Da haben Sie im Grunde genommen auch Recht, dass dies noch kein Rentenbezug darstellen kann. Vielleicht hilft aber die Klarstellung in soweit, dass die doch erlangten Kapitalerträge, in der Steuerfestsetzung dann nicht mehr als solche ausgewiesen sind, wo es keine Werbungskosten mehr geben soll. So könnte auch die Eingangsfrage von WMenzel durchaus auf einen erweiterten Aspekt gehoben werden. Denn wenn diese Zinserträge nicht mehr mittels Sparerpauschbeträge anstelle der Werbungskosten abgegolten werden können, wenigstens dem vollen Umfang der Werbungskosten gegenüber gestellt werden müssten. Und nicht einfach nur lapidar mit 103 € Werbungskosten für Rentenbezüge. Denn so sollen den Finanzämtern letztendlich diese aufgelösten Verträge erklärt werden oder so gesehen sein. Ja, dem Fiskus soll es ermöglicht sein, sich ungerechtfertigte Steuerbegünstigungen zurückzuholen. Doch der Steuerbürger hat keine Möglichkeit die ihm entstandenen Aufwendungen wirklich zu platzieren. Ohne Grund werden diese Verträge ja schließlich nicht aufgegeben. Dem Kapitalschwund durch Gebühren, Spesen und sonstigen Verwaltungsentgelten ermöglicht es dem Riestersparer nur zu entgehen, wenn er entgegen der üblichen Lebenserwartung seine Rente länger beziehen kann. Das wird schließlich auch dabei ersichtlich, dass eigentlich nicht zwanzig Jahre aus der üblichen Kapitalisierung der Rentenformel erlebt werden, diese aber trotzdem so eingerechnet sind. Wohl oder übel ein systemischer Fehler. Es gibt aber derzeit keine bewegten Institute oder Interessengruppen, die an dieser Frage Interesse hätten.

    Auf die Eingangsfrage bezogen, ja die könnte es geben aber man wird diese nicht wirksam in seiner Steuererklärung erklären können!

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