Einspruch mit Belegeversand

  • Weil ich leider meine Erklärung für 2021 verbummelt habe, wurde ich unter Festsetzung eines Verspätungszuschlags mit Bescheid vom 15.02.2024 geschätzt. Nun habe ich meine überaus komplexe Erklärung überarbeitet und ein vierseitiges Schreiben, das ursprünglich zur Erläuterung gedacht war, nun aber als Einspruch gewandelt wurde, verfasst.

    Ist es richtig, wenn ich dieses Schreiben nebst Anlagen in den Einspruchsgenerator übernehme. Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, um das fertige eingescannte Einspruchsschreiben mit seinen Anlagen im Pdf-Format zu versenden?

    Kann oder muss ich die überarbeitete Erklärung noch einmal per Elster, ggf. gemeinsam mit dem Einspruch, versenden?

  • Wenn Sie einen Einspruch einlegen wollen, machen Sie das über den Einspruchsgenerator und nicht über sonstige Schreiben. Sie können und sollten den kompletten Text des Einspruchsschreiben auch in die Textfelder des Betreffs und Kommentars des komprimierten ELSTER-Drucks übernehmen. Das in PDF formulierte Schreiben, dass Sie mit senden können hat dann nur Belegcharakter. Wenn die Anlagen blockiert würden, hätten Sie keinen verbindlichen Nachweis. Darauf werden Sie auch hingewiesen. Und wenn Sie mit dem umfangreichen Einspruchstext gegen die Festsetzung, die ja auf einer Schätzung beruht, eingehen wollen, sollte natürlich auch eine Abgabe einer Steuererklärung erfolgen. Unmittelbar vor oder nach dem Einspruch.

  • Wenn Sie einen Einspruch einlegen wollen, machen Sie das über den Einspruchsgenerator und nicht über sonstige Schreiben. Sie können und sollten den kompletten Text des Einspruchsschreiben auch in die Textfelder des Betreffs und Kommentars des komprimierten ELSTER-Drucks übernehmen.

    Der Einspruchs-Generator hat mich total enttäuscht. Vor dem Versenden des Einspruchs mit Belegen kam die Meldung, dass ich mehr als 5.000 Zeichen eingestellt hätte. Kurz entschlossen löschte ich Teile der Begründung und startete noch einmal. Nun kam ich auf die letzte Seite des Einspruchs-Generators, konnte den Button Einspruchsschreiben jetzt erzeugen drücken und landete im Elster-Versandassistent. Dort konnte man die Buttons Versandvorschau und/oder Nachricht senden drücken. Selbst der gekürzte Text war in der Versandvorschau unformatiert und deshalb sehr unübersichtlich. Dennoch drückte ich auf Nachricht senden. Aber nichts war mit dem Versand. Ich kann mich heute nicht mehr genau erinnern ob und welche Meldung ausgegeben wurde und weil ich zeitlich leider unter Druck stand, habe ich den vollständigen Einspruch per FAX ans FA gesendet. Um 23:52 Uhr meldete mir die kostenlose Version meines FAX-Programms, dass dass FAX um 23:50:01 Uhr angekommen sei. Welch ein Glück, zumal man mit diesem Programm pro Monat nur 5 kostenlose Seiten versenden kann.

    Quote

    Das in PDF formulierte Schreiben, dass Sie mit senden können hat dann nur Belegcharakter. Wenn die Anlagen blockiert würden, hätten Sie keinen verbindlichen Nachweis. Darauf werden Sie auch hingewiesen. Und wenn Sie mit dem umfangreichen Einspruchstext gegen die Festsetzung, die ja auf einer Schätzung beruht, eingehen wollen, sollte natürlich auch eine Abgabe einer Steuererklärung erfolgen. Unmittelbar vor oder nach dem Einspruch.

    Da die Belege mit dem Einspruch hätten versandt werden sollen, gingen sie natürlich auch nicht aus dem Haus. Ich beschloss, sie am nächsten Tag über Mein Elster zu versenden. Aber die gänderten Erklärung wollte ich noch vor Mitternacht versenden und stieß nun schnell den Versand an. Daraufhin erhielt ich am 19.03.2024, um 0:10 Uhr das Transferprotokoll mit der bestätigten Eingangszeit 18.03.2024 23:59:42 Uhr.

    Am nächsten Tag (also heute) brachte ich die Anlagen über mein Elster auf den Weg. Das Handling erschien mir benutzerfreundlicher zu sein. Nachdem ich schnell erkennen konnte, dass eine Datei zu groß und alle zusammen das Maximum überschritten hatten, habe ich die großen Dateien gelöscht, mit meinem PDF-Programm minimiert, noch einmal geladen und schon hat der Versand geklappt.

    Möglicherweise waren die Belegdateien auch für Steuertipps zu groß. Dort werden zwar höhere Maximalwerte (maximale Dateigröße = 10 Mb, Maximum aller Dateien = 30 Mb) genannt, aber vielleicht sind die nicht mit der Elster-Schnittstelle kompatibel. Dort war das Maximum wesentlich niedriger.

  • Danke für das Feedback. Ja, das ist hier auch bekannt, dass man keine langen Texte schreiben kann und das Format nicht so schön gestaltet ist. Aber darauf sollte es nicht ankommen. Die Sachbearbeiter können sich die die Texte auch formatieren, wenn sie sie auf diese Weise besser erfassen können. Aber man kann denen schon einiges zutrauen. Kommunikation und Einspruch sollen zukünftig auf dieser Basis geschehen. Der Einspruchsgenerator ist etwas umständlich in der Benutzerführung. Ich bin ehrlich. Ursprünglich hatte ich keine Lust mich damit zu beschäftigen und habe einfach gewartet, bis ihn uns eine erklärt hat, die sich damit eben befasst hatte. Dann kann man eigentlich ganz gut damit arbeiten.

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    Andere haben die selbe Auffassung wie Sie, dass das Handling über Mein ELSTER wohl besser sei. Wir greifen hier aber nicht auf die ELSTER-Konten der Klienten zu und nutzen daher diesen Weg, was uns die Sache sehr erleichtert. Wir rufen aber auch beim Finanzamt an.

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