Vermietung: Erhaltungsaufwand? Aktuelle urteile?

  • Hallo zusammen,

    ich liege 60 Euro über der 15%-Grenze, wo Instandhaltung in einer vermieteten Wohnung (bspw. Malerarbeiten, Renovierung Bad) als Erhaltungsaufwand anerkannt wird. Nach jetzigem Stand würden die Arbeiten also komplett als Herstellungsaufwand angerechnet werden und somit nur die AfA erhöhen. Jetzt habe ich in der Rechnung des Elektrikers gesehen, dass dieser neben der Sanierung der bestehenden Elektroanlage auch drei neue zusätzliche Steckdosen (d.h. vorher gab es da keine Steckdosen, d.h. Wand aufmachen, Kabel legen, usw.) eingebaut hat. Kann ich diesen Anteil der Rechnung als Herstellungsaufwand rechnen und den Rest dann als Erhaltungsaufwand? Damit würde ich unter die 15%-Grenze fallen.

    Vielen Dank für eure Gedanken, viele Grüße
    Alex

  • Mit Erreichen bzw. Überschreiten der 15-Prozent-Grenze wird Ihr gesamter eigentlicher Erhaltungsaufwand per Definition zu Herstellungskosten. Wie sollen es dann weniger werden, wenn sie echte Herstellungskosten aus dieser Summe rausrechnen?

    Überprüfen Sie vorsorglich, ob Sie bei den Anschaffungskosten alle möglichen Positionen erfasst haben. Es fehlen ja nur 400 Euro. Fahrtkosten zum zu kaufenden Objekt bei Besichtigungen können Sie beispielsweise mit 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer anrechnen.

    Staufer

  • Hallo Taxknow

    ist dir bewusst dass die 15 % Grenze nur innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf/Anschaffung gilt?

    Wenn das bei dir zutrifft gibt es keine legalen Tricks das zu umgehen.

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    Vermietetes Eigentum: 15%-Grenze bei Renovierungskosten
    Renovierungskosten bei vermietetem Wohneigentum führen grundsätzlich zu sofort abzugsfähigen Werbungskosten und damit zu einer Steuerentlastung. Begünstigt…
    www.steuerring.de

    Stand: 13.11.2014

    Die 15-Prozent-Prüfung erfolgt mit den Nettobeträgen der Renovierungskosten, also ohne Mehrwertsteuer.

    Unter die 15 % Grenze fallen keine Renovierungskosten, die üblicherweise jährlich anfallen.
    Letztere Aufwendungen sind auf jeden Fall im Jahr der Zahlung als Werbungskosten abzugsfähig.
    Zudem bleiben Ausgaben unberücksichtigt, die zu einer Wohn- oder Nutzflächenerweiterung führen,
    da diese zu den Gebäude-Herstelungskosten zählen.

    Grundlage für die Prüfung der 15 Prozentgrenze sind die Anschaffungskosten des Gebäudes (ohne Grundstück).

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