• Nachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat:

    Wie versende ich denn die verknüpften Belege beim Versenden der Steuererklärung mit?

    Ich dachte, die würden automatisch mitgeschickt, das Finanzamt hat mich aber eines besseren belehrt.

  • Nachdem es letztes Jahr nicht geklappt hat:

    Dann wird es auch dieses Jahr wieder so sein!

    Wie versende ich denn die verknüpften Belege beim Versenden der Steuererklärung mit?

    Das können Sie nicht. Wenn Elemente, wie Dateien, Bilder und dergleichen "verknüpft" werden, sind diese nicht in das betreffende Objekt, wie etwa der Steuerdatei eingebunden und können daher auch nicht weiter für Folgetransaktionen verwendet werden. Die Objekte sind nur in der örtlichen Systemumgebung verwendbar. Das gilt aber allgemein für das Einbinden von Objekten. Sonst würde man ja nicht von Verknüpfungen, sondern von eingebundenen bzw. eingefügten Objekten sprechen, was es ja auch gibt.

    Belege als Objekte lassen sich auf andere Wege über die den Dialog Kommunikation mit dem Finanzamt- übermitteln.

    Ich dachte, die würden automatisch mitgeschickt, das Finanzamt hat mich aber eines besseren belehrt.

    Offenbar haben Sie die Funktion des BelegManagers hier falsch verstanden. Nirgends ist beschrieben, dass Belege, wenn sie sie mit Dialogen aus Bereichen verknüpft sind, auch gleich mit versendet würden. Das hätten Sie ja unter Umständen zumindest auch zu überprüfen und sicherzustellen. Wie man zu solch einer Erwartung kommen könnte ist mir völlig schleierhaft.

  • Dann wird es auch dieses Jahr wieder so sein!

    Gibt es einen bestimmten Grund für den Tonfall der letzten Antwort?

    Ich habe eine ganz normale Frage gestellt. Da kann man doch auch normal drauf antworten, oder? Für mich wäre es logisch, wenn ich die Rechnungen, die ich absetze, auch einfach mitschicken könnte. Würde das ganze wesentlich einfacher machen. Mir wäre das auch nicht aufgefallen, wenn die Belege nicht angefordert geworden wären.

    Das man Rechnungen, die man absetzt, "beweisen" muss, finde ich jetzt nicht wirklich ungewöhnlich.

  • Gibt es einen bestimmten Grund für den Tonfall der letzten Antwort?

    Ich habe eine ganz normale Frage gestellt. Da kann man doch auch normal drauf antworten, oder? Für mich wäre es logisch, wenn ich die Rechnungen, die ich absetze, auch einfach mitschicken könnte. Würde das ganze wesentlich einfacher machen. Mir wäre das auch nicht aufgefallen, wenn die Belege nicht angefordert geworden wären.

    Das man Rechnungen, die man absetzt, "beweisen" muss, finde ich jetzt nicht wirklich ungewöhnlich.

    Den könnte es geben, den sollten Sie aber nicht auf sich persönlich beziehen. Dieses Thema wurde schon seit Jahren immer wieder nachgefragt und diskutiert. Sie sollen keine Belege mehr mit Ihrer Steuererklärung versenden! Nur wenn das Finanzamt Sie dazu auffordert. Erst dann wird das Senden von Belegen relevant. Wobei man dazu sagen muss, dass das nicht immer alle Finanzämter so leben. Und gleichzeitig Fälle bekannt wurden, wo das Finanzamt rigoros schon Aufwendungen kürzte, weil die Aufwendungen nicht nachgewiesen wurden oder nicht plausibel erschienen und Belege dann doch nicht angefordert wurden. Nachvollziehbar mag das sein, wenn die Aufwendungen nicht belegt sind aber ohne Rücksprache mit dem Steuerpflichtigen den Steuerfall bereits abzuschließen und den Steuerpflichtigen zum Einspruch zu nötigen sicher nicht. Dennoch nutzt Ihnen die voreilige Gewissheit, indem Sie Belege schon vorab senden, nichts, weil das Finanzamt diese Belege nicht sogleich zuordnen kann, selbst wenn die Belege über das Elsterportal dort angekommen sind. Der Sachbearbeiter müsste die Belege aktiv anfordern und selbst das Risikomanagement der Steuerverwaltung hat diesen Umstand nicht auf dem Schirm. Nur wenn Sie genau wissen, dass etwa Ihr Finanzamt Belege gleich mit versandt haben will, wäre das eine Option, dann müssten Sie aber auch gleich dafür sorgen, dass Ihr Steuerfall manuell ausgesteuert wird, um an den oder die Sachbearbeiterin zu gelangen. Denn die Nachfrage könnte auch so nicht kommen, egal ob Sie Belege mit senden oder nicht. Ihre Idee liefe ins Leere.

  • Den könnte es geben, den sollten Sie aber nicht auf sich persönlich beziehen. Dieses Thema wurde schon seit Jahren immer wieder nachgefragt und diskutiert.

    Danke für die Erklärung. Ich hatte versucht mit der Suche was zu finden, leider erfolglos. Ich bin nicht wirklich in der Materie Steuererklärung drin. Das ist was, was ich einmal im Jahr mache. Da kriegt man solche Details nicht mit.

    Dann warte ich mal ab, ob das FA sich meldet.

  • Wobei das Merkblatt natürlich ein paar Details unterschlägt. So wird z. B. bisher noch erwartet, dass bei erstmaliger Zuerkennung eines GdB ein Nachweis eingereicht und ebenso bei einer Änderung des GdB. Erst ab 2025 soll auch der GdB elektronisch übermittelt werden.

    Auch bei ausländischen Kapitalerträgen möchte das Finanzamt eine Erträgnisaufstellung der ausländischen Bank haben. In den genannten Fällen ist es nicht sinnvoll, die Aufforderung durch das Finanzamt abzuwarten, sonst aber schon.

    Ich persönlich bin schon mal in einem Steuerbescheid aufgefordert worden, bestimmte Nachweise zwar nicht nachzureichen, die aber mit der nächsten Steuererklärung einzureichen. Das spart dem Finanzamt das Porto und ein Extraschreiben.

  • So wird z. B. bisher noch erwartet, dass bei erstmaliger Zuerkennung eines GdB ein Nachweis eingereicht und ebenso bei einer Änderung des GdB. Erst ab 2025 soll auch der GdB elektronisch übermittelt werden.

    Auch dieser müsste theoretisch angefordert werden, wenn auch zuweilen die Praxis anders aussehen könnte.


    Auch bei ausländischen Kapitalerträgen möchte das Finanzamt eine Erträgnisaufstellung der ausländischen Bank haben. In den genannten Fällen ist es nicht sinnvoll, die Aufforderung durch das Finanzamt abzuwarten, sonst aber schon.

    Eigentlich schon. Denn wenn die mit gesandten Belege irgendwo in Bereitschaft liegen, bevor ein menschlicher Sachbearbeiter den Steuerfall in die Hände bekommt, weiß das Finanzamt auch nicht immer wohin damit. Gewonnen ist dabei auch nichts. Zumal sich viele Zuständigkeiten verändert haben und immer noch verändern.

    Eigene Erfahrungen sollte man nicht verallgemeinern. Wenn aber jemand das Bedürfnis hat, seine Belege mitzusenden, wofür es immer auch gute Gründe geben kann (die gibt es hier auch), sollte man den Steuerfall auch gleich zur Aussteuerung bringen und die manuelle Bearbeitung beantragen.


    Ich persönlich bin schon mal in einem Steuerbescheid aufgefordert worden, bestimmte Nachweise zwar nicht nachzureichen, die aber mit der nächsten Steuererklärung einzureichen. Das spart dem Finanzamt das Porto und ein Extraschreiben.

    Dann ist das etwas anderes. Das Finanzamt kann auch vorab bestimmen, wenn es Belege gleich mit gesandt haben will. Dann geschieht die Aussteuerung gleich von Amtswegen

  • Also auch ich habe in der Vergangenheit nach elektronischem Versand der Steuererklärung per E-Mail an das Finanzamt bestimmte Belege/Nachweise (z.B. Grad d. Behinderung / Hohe Handwerkerleistungen) eingereicht ohne dessen Aufforderung. Das war auch kein Problem und hat prima funktioniert.

    Bis zur Programmversion der Steuersparerklärung für das Steuerjahr 2022 wurde die E-Mail-Adresse vom zuständigen Finanzamt auch in der Rubrik „Weitere Angaben“ -> „Steuernummer, Finanzamt, etc.“ und dort bei „Zusatzinformation zum aktuellen Finanzamt“ auch angezeigt.

    Aber in der aktuellen Programmversion für das Steuerjahr 2023 steht hier an dieser Stelle „Information leider nicht verfügbar“

    Das muss wohl einen höheren Sinn haben – oder?

  • Bis zur Programmversion der Steuersparerklärung für das Steuerjahr 2022 wurde die E-Mail-Adresse vom zuständigen Finanzamt auch in der Rubrik „Weitere Angaben“ -> „Steuernummer, Finanzamt, etc.“ und dort bei „Zusatzinformation zum aktuellen Finanzamt“ auch angezeigt.

    Aber in der aktuellen Programmversion für das Steuerjahr 2023 steht hier an dieser Stelle „Information leider nicht verfügbar“

    Das muss wohl einen höheren Sinn haben – oder?

    Die Finanzämter werden umorganisiert. Belege sollten besser, gebunden mit der Steueridentifikationsnummer, an das Elster-Portal geschickt werden, was aber nicht jedes Programm unterstützt. Solange noch ein Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin für seine Steuerbelange erreichbar ist, mögen alle diese beschriebenen Kommunikationswege noch offen sein. Das Risiko-Management wird durch ein in-camera-Verfahren- gesteuert, sodass auch die einzelnen Finanzämter sehr häufig nichts von ihrem Glück erfahren, wie, wann und ob sie, welche Steuerfälle noch zukünftig bearbeiten werden.

  • Aber in der aktuellen Programmversion für das Steuerjahr 2023 steht hier an dieser Stelle „Information leider nicht verfügbar“

    Um welches Finanzamt handelt es sich? Vielleicht fehlt dafür die Information oder ist noch nicht verfügbar?
    Meinen Sie diese Information?

    Gruß Dirk Vroomen

  • Belege sollten besser, gebunden mit der Steueridentifikationsnummer, an das Elster-Portal geschickt werden, was aber nicht jedes Programm unterstützt.

    Nein, die elektronische Belegnachreichung erfordert eine gültige Steuernummer. Deshalb beantrage ich für Neufälle für den Fall, dass Belege erforderlich sind, vorab immer die Zuteilung einer Steuernummer, wobei der Antrag bei uns per E-Mail gestellt werden kann.

    Für die Aussteuerung einer Erklärung zur manuellen Bearbeitung reicht nach wie vor die Angabe, dass Belege nachgereicht werden. Das ist mit jedem Steuerprogramm möglich.

  • Guten Morgen,

    ich würde gerne ein kurzes Benutzerfeedback zum Bereich Abgabe der Steuererklärung in Verbindung mit der Druckfunktion geben, denn ich finde diesen Bereich jedes Jahr aufs neue verwirrend und würde daher anregen, ihn komplett zu überarbeiten.

    Mein Verständnis ist, dass ich in NRW grundsätzlich kein Papier (Ausdruck, Belege) einreichen muss/soll, es sei denn, das Finanzamt fordert Belege an oder hat Rückfragen. Trotzdem suggeriert das Programm an mehreren Stellen das Gegenteil . Beispielsweise die Druckfunktion mit dem Druckfilter "Auswahl für das Finanzamt" das Gegenteil, denn hier ist von abgeben müssen die Rede: "Es wurden alle Dokumente ausgewählt, die Sie als Steuererklärung beim Finanzamt abgeben müssen. Nicht dazu gehören Unterlagen, die nur für Sie bestimmt sind, z.B. Berechnungen". Auch die Checkliste hat 4 Punkte inkl. Beleg prüfen und Anschreiben und erläuternde Anlage drucken. Dazu verteilt sich die Abgabe über mehrere Seiten angelehnt an die Checkliste, was es m.E. etwas unübersichtlich macht, da es keine zentrale Statusübersicht gibt (ELSTER = Pflicht = eingereicht, Belege = nur nach Bedarf oder Spezielle = offen/freiwillig bereits eingereicht ...)

    Ich bin aktuell also wieder verunsichert, ob ich meinen Ausdruck "Für das Finanzamt" per Post verschicken sollte oder nicht, werde das aber wohl tun, da nur darin die erfassten Erläuterungen für das Finanzamt auftauchen, in ELSTER aber nicht.

    Dies ist nur eine nett gemeinte Anregung :)

    Viele Grüße und ein schönes Osterfest!

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