Spekulationsfrist beim Hausverkauf (Wohn- und Geschäftshaus)

  • Ich habe eine Frage zum Thema Spekulationssteuer:

    Vor etwa 18 Jahren habe ich mir ein Wohn- und Geschäftshaus (ein Einfamilienhaus mit einem Laden im Erdgeschoss) gekauft. Der privat genutzte Teil, also der Teil, in dem ich selbst mit meiner Familie wohne, beträgt 62% und der vermietete Teil beträgt somit 38% vom gesamten Haus.

    Eine Spekulationssteuer für den privat genutzten Bereich dürfte nun nach 18 Jahren, beim Verkauf meines Hauses nicht mehr anfallen. Da ich aber den oben genannten Laden erst seit Juli 2014 vermiete, ist hier die Spekulationsfrist von 10 Jahren noch nicht erfüllt.

    Hierzu habe ich folgende Fragen:

    Ich habe in der Zeit, wo ich den Laden vermietet habe, mehrere Mieterwechsel gehabt und dabei entstanden auch zeitliche Lücken bei der Vermietung. Das war einmal 3 Monate, dann 4 Monate und einmal 12 Monate in denen der Laden unvermietet war. In diesen unvermieteten Zeiten habe ich den Laden nicht selbst genutzt, sondern weiterhin zum Mieten angeboten.

    Frage 1: Zählen die Zeiten, wo der Laden, wie oben geschildert, nicht vermietet, trotzdem zur Erfüllung der Spekulationsfrist von 10 Jahren, oder muss ich diese Zeiten abziehen?

    Frage 2: Vor dem Jahr 2014, hatte ich den Laden, 3 Jahre lang als Büro selbst genutzt und da das Haus rechtlich zur Hälfte meiner Ehefrau gehört, habe ich ihr eine monatliche Miete von 350 Euro bezahlt und dies auch steuerlich geltend gemacht.

    Zählen in diesem Fall, diese 3 Jahre der Selbstnutzung zur Erfüllung der Spekulationsfrist von 10 Jahren dazu?

  • Sie posten hier bezüglich steuerlicher Themen aus dem Programm Nebenkostenabrechnung heraus. Über dieses Programm können Sie aber keine steuerrechtlichen Informationen erhalten. Versuchen Sie doch, auch wenn Sie vielleicht mit der Abgabe der Steuererklärung Übung haben und ein Steuerprogramm noch nicht zu nutzen pflegten, ihren Sachverhalt in der Steuersparerklärung abzubilden bzw. nachzuzeichnen, denn einige Fragen würden sich dabei sicherlich klären. Den Begriff Eigennutzung verwechseln Sie offenbar mit Privatnutzung, denn auch wenn Sie den Laden zunächst selber als Büro nutzten und dafür eine Miete gezahlt hatten, könnte ja trotzdem eine Nutzung bezüglich eines Erwerbseinkommens vorgelegen haben. Darüber welche Tätigkeiten Sie in dem Büro nachgehen, geben Sie ja keine Auskunft. Jeder kann in seiner Wohnung ein Büro haben und damit bei einer Eigennutzung bleiben. Was Sie da steuerlich geltend gemacht haben, steht zunächst einmal im Raum.

    Eine Wohnung die nicht vermietet werden konnte wird dadurch nicht zu einer Eigennutzung!

    Im Übrigen dürfen wir hier keine steuerrechtlichen Auskünfte erteilen. Sie wären vielleicht besser bei einem Steuerberater aufgehoben. Aber zuvor könnten Sie es ja einmal mit der Steuersparerklärung versuchen. Viele Fragen lassen sich noch als Unterstützung der Programmbedienung zuordnen. Aber wer wie Sie fragt, kann keine plausiblen Antworten erhalten.

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