KAP: Ersatzlose Ausbuchung endgültig wertlos gewordener Aktien - wie erfassen?

  • Hallo!

    Ich habe in der Steuersparerklärung 2020 meine Steuerbescheinigung der Depotbank erfasst. Auf dieser ist - wie üblich - der Verlust duch Ausbuchung von Aktien nicht enhalten. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hatte diese Ausbuchung als einen einkommensteuerlich berücksichtigungsfähigen Verlust angesehen. Die Revision liegt hierzu noch beim BFH.

    Ich möchte jetzt gerne meinen diesbezüglichen Verlust in 2019 im Programm eintragen. Aber an welcher Stelle gebe ich es ein?

    Vorab vielen Dank für die Hilfe!

  • Aber an welcher Stelle gebe ich es ein?

    Es gehört bei Verlusten in einem inländischen Depot jedenfalls in die Zeile 15 der Anlage KAP. Meines Erachtens muss das aber die Bank nicht nur ausbuchen, sondern auch bescheinigen. Eine meiner Depotbanken bietet dafür sogar einen eigenen Antrag an.

  • Danke für die Antwort. Ich habe es so verstanden, dass der Fiskus seine Position ("Veluste durch Ausbuchung sind keine Veräußerungsverluste und daher nicht geltbar machend") bei den Banken durchgesetzt hatte und diese die Verluste entsprechend nicht ausgewiesen haben. Ab 2020 wird das anders gehandhabt. Für die Steuererklärung 2019 kann ich die Verluste durch die Kauf-Abrechnungen und die Ausbuchungsinformation nachweisen. (siehe auch hier).

    Die Frage war halt für mich nur, wo ich es eintrage. Die Zeile 15 gab es in der KAP für 2019 nicht, am ehesten hätte ich es für 2019 in die Zeile 11 ("Nicht ausgeglichene Verluste aus der Veräußerung von Aktien") und dort in die Spalte "korrigierte Beträge" eingetragen. Das müsste so in Ordnung sein, oder?

  • Die Zeile 15 gab es in der KAP für 2019 nicht

    Da habe ich jetzt natürlich nicht nachgesehen. Wenn du den Verlust unter nicht ausgeglichene Verluste aus der Veräußerung von Aktien erklärst, hast du das Problem, dass das Finanzamt den Verlust nur dann verrechnet, wenn du 2019 auch Gewinne aus der Veräußerung von Aktien erklärt hast. Diese Baustelle ist ja auch noch offen.

  • Ich habe es jetzt als nicht ausgeglichene Verluste aus der Veräußerung von Aktien erklärt, hätte nicht gewusst, wo ich es sonst hätte eintragen sollen. Und ja, das Finanzamt wird es erst mal nicht berücksichtigen, aber der Bescheid müsste ja einen Vorläufigkeitsvermerk bezüglich der Verlustverrechnungsbeschränkung für Ak­tien­ver­äu­ße­rungs­ver­luste bekommen, so dass ich dann hoffentlich später was zurück bekomme. Danke für deine Rückmeldung.

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