Wie und als was rein berufliche Fahrten mit dem privaten PKW in der SteuerSparErklärung eingeben?

  • Wie und als was können nachfolgend aufgelisteten rein berufliche Fahrten mit dem privaten PKW am gleichen Tag in der SteuerSparErklärung eingeben werden?

    Am gleichen Tag!
    ===========

    (A) Abfahrt von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte - 15,9 km
    (B) rein berufliche Fahrt von der ersten Tätigkeitsstätte zum Kunden - 16,6 km
    (C) Rückfahrt vom Kunden direkt zur Wohnung - 24,5 km

    (KEINE Rückfahrt zuerst zur ersten Tätigkeitsstätte und von da aus zur Wohnung!)

    Achtung:
    Bei meiner Frage geht es NICHT um den Verpflegungsmehraufwand,

    sondern alleine um die für den Arbeitnehmer steuerlich absetzbaren Fahrtkosten mit dem eigenen privaten PKW.

    Solche "Sonstige Fahrten" bzw. "beruflich veranlassten Fahrten" sind nur an sehr wenigen Tagen im Jahr und zu unterschiedlichen Adressen!


    (A) wäre "Weg zur Arbeit" mit Entfernungspauschale. Hier fehlt aber die Rückfahrt von der ersten Tätigkeitsstätte zur Wohnung.

    (B) wäre "Sonstige Fahrten" oder "Auswärtstätigkeit" mit Kilometerpauschale.

    Das Hauptproblen ist die Einordnung und Eintragung von (C).


    Vielen Dank für eure Hilfe und Tipps.

    Edited 2 times, last by WMenzel: Um besser antworten zu können, habe ich Kilometerangaben aus Google Maps als Beispiel angegeben. Ganz bewusst mit einer Nachkommastelle. Ich weiß dass nur ganze Kilometer angegeben werden dürfen! (September 24, 2023 at 7:27 AM).

  • Wenn stets nur zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren wird und alle anderen Fahrten während oder zur Arbeitszeit unternommen wurden, können die Fahrten (B) und (C) mit der Reisekostenpauschale (oder tatsächliche Fahrzeugkosten) abgerechnet werden. Die Fahrt (A) mit der Entfernungspauschale müsste um die Hälfte gekürzt werden. Das Finanzamt lässt sich aber nur dann darauf ein, wenn die letzte Fahrt über (C) vom Kunden nicht noch privat veranlasst wäre. Denn damit könnte die letzte Fahrt vom Kunden nach Hause nicht mehr angerechnet werden. Ebenso auch die Hälfte aus der Entfernungspauschale. Das Finanzamt legt hier seinen Blick auf die gekürzte Entfernungspauschale, welche es bei solchen Fahrtkonstellationen mit dem Privatfahrzeug sehen will. Ggf. müssen zwei Wege zur Arbeit angelegt werden.

    Ein Problem mit der Fahrt (C) wird es nur dann, wenn die Rückfahrt vom Kunden nicht mehr zur ersten Tätigkeitsstätte oder zurück zur Wohnung unternommen wird. Diese Beispiele werden gerne bei Schulungsveranstaltungen gebraucht und sind doch eher sehr theoretisch. Überraschen können dabei die Kürzungen zur Entfernungspauschale 😊. Aber das Beispiel ist jetzt aber auch schon gefühlt zwanzig Jahre her.

  • Hallo Papa_001,

    leider beantwortes du nicht konkret die Frage wo und wie die Fahrten (A), (B) und (C) in der SteuerSparErklärung eingegeben werden müssen.

    Zu (A):
    --------
    Die Problematk bei der Realisierung = Eingabe deines Hinweises ist,
    dass man bei "Weg zur Arbeit" keine "halben" "Tage nur mit eigenem PKW" eintragen kann.

    (Auch bei Auswärtstätigkeiten und bei sonstigen Fahrten kann man keinen Kilometersatz von 0,15 eingeben oder auswählen.)

    Wenn zufällig im Steuerjahr eine gerade Anzahl von solchen (A) Tagen vorhanden ist,

    ist das bei "Weg zur Arbeit"ganz einfach zu lösen.

    Frage:

    ====

    Wie kann ich einen übrig bleibenden ungeraden (A) Tag in der SteuerSparErklärung eingeben?


    Zu (B) und (C):
    -----------------
    Du hast leider nicht geschrieben wo das einzutragen ist.

    Ich würde das bei Auswärtstätigkeit eintragen, wenn die 8 Stunden Abwesenheit von der Wohnung UND ersten Tätigkeitsstätte überschritten sind.

    Wenn nicht, dann bei "Sonstige Fahrten".

  • Die Fahrten (B) und (C) sind als Reisekosten anzugeben, nicht als sonstige Fahrten, ob Mehraufwendungen für Verpflegungen aufkommen, spielt dabei noch keine Rolle. Also auch die Fahrt (C) vom letzten Kunden nach Hause! Und in der Tat muss das bei der Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Dafür fällt ja jetzt kein Heimweg mehr an. Die Entfernungspauschale muss für solche Auswärtstätigkeiten um die Fahrten, die nicht mehr stattfinden, das sind ja dann die Heimfahrten, gekürzt werden. Also mithin um die Hälfte. Finden solche gekürzten „Wege zur Arbeit“ nicht immer im gleichen Maße statt, müssen ggf. mehrere -Wege zur Arbeit- in der Anlage N angelegt werden. Solche Detaillierungen sind ja im komprimierten ELSTER-Druck erfassbar. Daher sollten die -Wege zur Arbeit- auch Referenzen zu den jeweiligen Auswärtstätigkeiten tragen, dass wäre bei -Sonstigen Fahrten- nicht möglich, oder nur bedingt nachvollziehbar.

    Ich sehe ja ein, dass genau da, wo diese Umstände zu erfassen wären, nämlich bei der Entfernungspauschale, das Problem liegt. Doch findet die korrekte Erfassung dort statt und nicht etwa in einer gequetschten Auswärtstätigkeit bei der Fahrt vom letzten Kunden. Diese ließe sich auch gar nicht korrekt in einem Fahrtenbuch, erst recht nicht in einem automatisch geführtem, erfassen.

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