Bescheiddaten Programm - Differenz Festsetzung und Programmberechnung

  • Bescheiddaten gestern online abgerufen und importiert. In der Info kam die Meldung: Der Steuerprüfer hat Ihren Bescheid geprüft und Folgendes herausgefunden: Die Bescheiddaten weichen zu Ihren Gunsten ab. Steuernachzahlung laut Bescheiddaten: 270,00 € | Steuernachzahlung laut Programmberechnung: 570,00 € | Steuer-Differenz zu Ihren Gunsten: 300,00 €

    Wieso kommt so eine Meldung, obwohl die Nachzahlung lt. heute eingegangenem Bescheid tatsächlich 570 Euro beträgt???

  • Da wurde offenbar einmal die EPP falsch verarbeitet.

    Das Häkchen für die Energiepreispauschale bei der Rente wurde in beiden Fällen sowohl beim Ehemann als auch bei der Ehefrau nicht gesetzt. Also offensichtlich konnte die EPP nicht nur einmal sondern zweimal nicht richtig verrechnet werden.

    Edited once, last by Papa_001 (June 8, 2023 at 3:16 PM).

  • Das Häkchen für die Energiepreispauschale bei der Rente wurde in beiden Fällen sowohl beim Ehemann als auch bei der Ehefrau nicht gesetzt.

    Das glaube ich jetzt nicht. Besteuerungsanteil Rente 25.776 € - WKP 102 € + 300 € EPP= Sonstige Einkünfte 25.974 €. Und genau der Wert steht

    in der Steuerberechnung der SSE. Bei den 18.234 € ist es nicht anders: -102 € + 300 € = 18.732 €.

  • Ja, ich muss zugeben, dass sieht dann doch schon anders aus!

    Erste Rente:

    Besteuerungsanteil 25.776 € minus Werbungsk. 102 € plus EPP hat sonstige Einkünfte 25.974 €

    Zweite Rente:

    Besteuerungsanteil 18.234 € minus Werbungsk. 102 plus EPP hat sonstige Einkünfte 18.432 €

    In der Berechnung als auch in den Bescheiddaten steht dafür aber 18.732 €?

    Mal abgesehen davon für den Gewerbebetrieb, den die TEs als Selbständige Einkünfte angegeben haben, sollte auch eine EPP berücksichtigt werden. Da kann es aber jetzt nicht sein, dass diese bei einer der Renten auch noch einmal zu versteuern wären, denn für den Gewerbebetrieb wird eine EPP nicht ausgezahlt, allenfalls als Abzug bei der Vorauszahlung. Denn bei einer sonstigen Einkunftsart aus der zweiten Rente liegt der Betrag um 300 € höher.

    Das in den Bescheiddaten der Besteuerungsanteile der Renten die EPPs enthalten sind in der Berechnung aber erst bei den sonstigen Einkünften ausgewiesen werden, ist dann wohl eine Eigenart des Steuerprogramms. Hier könnte man zunächst versucht sein anzunehmen, dass das Häkchen der beiden Renten nicht gesetzt worden sei.

    Übrigens ist ja die Berechnung mit dem schriftlichen Steuerbescheid identisch. Dort sind 570 € nachzuzahlen. Nur in den elektronischen Bescheiddaten sind es nur 270 €. Das dürfte eher ein Abbildungsfehler mit den Rückübermittlungsdaten gewesen sein. Denn bei der Zusammenveranlagung kann dieser Fehler entstehen. Ich würde hier an dieser Stelle, den Steuerfall noch einmal als Einzelveranlagung umstellen und die Bescheiddaten noch einmal abrufen. Und dann erst wieder als Zusammenveranlagung zurückstellen. Vielleicht senden uns die TEs noch ein paar weitere Blätter und sagen uns, wo sie die EPP aktiviert haben.

  • Genau, so sehe ich das auch. Nur sehen wir nicht, wessen Gewerbebetrieb diese EPP zuzurechnen war. Offenbar einem Gewerbebetrieb, den die Ehefrau unterhielt. Aber dann müssten die positiven sonstigen Einkünfte doch um die EPP des Gewerbebetriebs vermindert und nicht erhöht sein? Das tut es aber sowohl in der Berechnung als auch in der Festsetzung. Das die Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb negativ sind tut nichts zur Sache. Aber offenbar ist der Haken bei den negativen Einkünften aus dem Gewerbebetrieb, denn diesem fällt bisweilen kein weiterer steuerlicher Ertrag zu. Doch irgendwo hat auch das Finanzamt dafür noch eine EPP gewährt.

    Wir sehen nicht genügend, um weiter spekulieren zu können!

  • Ob Gewinn oder Verlust spielt für den EPP-Anspruch aus den Gewinneinkünften keine Rolle

    Aber dann müssten die positiven sonstigen Einkünfte doch um die EPP des Gewerbebetriebs vermindert und nicht erhöht sein?

    Nein, die EPP gehört zu den steuerpflichtigen sonstigen Einkünften, also erhöht der Anspruch darauf die sonstigen Einkünfte.

  • Hier geht es aber um die bereits erfolgte Anrechnung darauf. Wenn eine dritte Stelle, hier die Rentenversicherung einmal die EPP auszahlt, dann können die daraus gebildeten sonstigen Einkünfte auch nur um genau eine EPP erhöht sein. Hier sind es aber zwei EPP-Beträge. Man mag darüber streiten, ob die selbständigen Einkünfte noch einmal EPP-begünstigt seien, wenn bereits eine EPP über die Renten bezogen wurde und diese ja auch allesamt Sonstige Einkünfte sind. Aber weder als Selbständige Einkunft noch als Gewerbebetrieb kann es eine Auszahlung einer EPP von einem Dritten gegeben haben. Was man ja auch in der Festsetzung sehen kann. Dort wird noch einmal eine EPP auf die gesamte Steuerschuld in Abzug gebracht. Wir sehen nur nicht für welche Einkünfte. Daher hatte ich ja empfohlen, die Bescheiddaten noch einmal mit der Einstellung -Einzelveranlagung- abzurufen.

    Richtig ist, die „Sonstigen Einkünfte“ können bei Zahlung eines Dritten, um eine EPP erhöht sein aber nicht um einen weiteren Zahler, wo man sie noch einmal zu versteuern hätte. Das das in den Abbildungen mit den Detaillierungen des Bescheiddatenvergleichs nur so aussehen könnte aber trotzdem noch richtig gerechnet sein kann, ist mir schon klar.

  • Man muss da über nichts streiten, man muss nur gedanklich zwischen der Versteuerung der EPP und der Zahlung der EPP strikt trennen.

    Die EPP selbst ist schließlich keine Steuer und wird deshalb auch dann nicht als Steuer verrechnet, wenn die Zahlung durch das Finanzamt

    erfolgt, wie das bei Gewinneinkünften geregelt ist. Rentner mit Gewinneinkünften haben den Anspruch tatsächlich zweimal, das ließ sich

    nicht vermeiden, nachdem man Rentner zunächst ganz ausschließen wollte und der Aufwand für den Abgleich nicht leistbar war. Es gibt

    im Übrigen etwa 2,6 Mio. Rentner mit Mehrfachanspruch, weil ja auch Rentner mit Minijob oder als normale AN den Anspruch doppelt haben.

  • Der Bescheid-Prüfer irrt sich doch wohl jedes Jahr bei angeblichen Differenzen, die es aber in Wirklichkeit nicht gibt. So behauptete er hier für Bescheid 2021:

    "Der Bescheid-Prüfer hat einige Differenzen entdeckt....."

    Und beim Klicken auf die Lupe kommt als Erläuterung:

    "Der Steuerbescheid weicht hier zu Ihren Gunsten um 975,- € ab. Sie brauchen sich natürlich nicht gegen diese Änderung wehren; ein Einspruch ist nicht erforderlich".

    Wie schön. Das FA hat mir Geld geschenkt. :) Habe vorsichtshalber keinen Einspruch eingelegt. Für das Jahr 2022 gab es vom FA sogar noch mehr: :)

    " Der Steuerbescheid weicht hier zu Ihren Gunsten um 1.588,- € ab. Sie brauchen sich natürlich nicht gegen diese Änderung wehren; ein Einspruch ist nicht erforderlich."

    Das FA ist wirklich großzügig :D

    Soll ja nach Auskunft von Experten kein Bug vom Bescheid-Prüfer sein, wie hier im Forum berichtet wird. Dann wird das Murmeltier weiter jährlich grüßen. Bugs, die es nicht gibt, ^^ kann man natürlich nicht korrigieren. Und das FA schickt mir weiterhin Bescheide zu meinen Gunsten.

    Reinholdx
    June 9, 2023 at 8:52 PM
  • In dem angesetzten Posting ging es um die Frage, wie sich die erkannte EPP zusammengesetzt hatte und wie der Bescheiddaten-Rückübermittlungsvorgang dazu nachvollzogen werden könnte. Zunächst räume ich jetzt auch ein, dass auch die aus der Steuerschuld zu entnehmende EPP bei den Gewinneinkünften dann wiederum das zu versteuernde Einkommen erhöht. Da war ich zunächst auf dem falschen Gedankengang. Das passiert, wenn letztendlich nicht alle zu betrachteten Informationen vorliegen. Meine Empfehlung war, die Bescheiddaten mit der Einzelveranlagung erneut abzurufen. Ansonsten kann man ja auch noch jede Steuerfestsetzung aus dem schriftlichen Steuerbescheid nachvollziehen. Weitere Informationen haben wir aber bisher von der TE nicht mehr geliefert bekommen.

    Ihr Beitrag hilft jetzt aber recht wenig, weil zu dem Thema nichts gesagt wird. Machen Sie doch am besten ein eigenes Thema auf oder falls schon geschehen, verweisen einen Link dazu. Der beigefügte Link hat zeigt nämlich nicht „dasselbe Problem“! So hilf Ihre Kritik aber niemandem wirklich und stiftet dann doch eher nur Verwirrung. Vielleicht können Sie ja Ihr tatsächliches Problem noch in einem eigenen Beitrag schildern? 😊

  • Ich habe keine Probleme, aber der Bescheid-Prüfer (vgl. u. a. auch Beitrag 1 von der TE..in diesem Thread) . Mein Beitrag ist hier nur als Hinweis gedacht: Der Bescheid-Prüfer, der arbeitet halt nicht korrekt . Aber egal, ich weiß es ja. Kann damit leben.


    Gruß

    Reinhold

    Edited 2 times, last by Reinholdx (June 10, 2023 at 7:14 PM).

  • Danke an alle!

    Ich habe noch mal nachgeschaut: Die 300 Euro EPP sind sowohl bei meinem Mann als auch bei mir eingetragen - sind ja keine Rentenzahlung, sondern wurden vom Rententräger überwiesen. Ich selbst arbeite noch bissel nebenher und habe dafür die EÜR gemacht. Vom FA wurde uns die Vorausszahlung im September um die 300 Euro EPP reduziert, da ich eben eine "steuerpflichtige" Tätigkeit ausübe - also haben wir insgesamt 3x300 Euro EPP erhalten. Aber kann es daran liegen, weil ich in den Vorausszahlungen im September die vollen 640 Euro eingetragen habe, das FA aber nur 340 eingezogen hat (die 300 Euro EPP sozusagen ausgezahlt hat)? Wenn ich die Vorausszahlung im Programm um die 300 Euro kürze, zeigt das Programm dann die 570 Euro Nachzahlung an. Komisch ist es trotzdem. In der EÜR habe ich die 300 erhaltenen Euro ja eingetragen. Nicht ganz schlüssig. Aber wenn es am Ende rechnerisch stimmt, ist es ja ok.

    Habe meine EÜR noch mal zur Info angehangen. Falls es noch jemanden interessiert. Also noch mal Dankeschön!

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