Zustellung der Steuerbescheide

  • Frage: warum wird im Sendeprotokoll (authentifiziert übermittelt) nur noch angegeben, wer bei der Steuererklärung mitgewirkt hat und

    nicht mehr die Zustelladresse dazu angegeben? Für einen Lohnsteuerhilfeverein ist es wichtig, das auch die Bescheide dem LHV zugestellt werden.

    Bis 2020 stand es immer im Sendeprotokoll, ab 2021 steht nur noch die Mitwirkung drin.

    Gibt es einen Grund dafür? Mehrere Mitarbeiter bei Finanzämtern sagen mir am Telefon, es steht ja nicht drin - also meine Zustelladresse.

    Die Vollmachtsdatenbank funktioniert leider automatisch nicht immer, obwohl die Bekanntgabevollmacht damit eigentlich erfüllt ist.

    Haben andere hier (gerade Beratungsstellenleiter von LHV) da Erfahrungen?

  • Schauen Sie einmal auf die Formularansicht im Bereich -Mitwirkung/Empfänger Steuerbescheid- und orientieren sich daran. Wenn Sie Ihren Namen in den Zeilen 35 bis 41 erscheinen lassen wollen, müssen Sie den darüberstehenden Hinweis beachten „- Nur ausfüllen wenn dem Finanzamt keine entsprechende Bekanntgabevollmacht vorliegt -“ und das Häkchen wieder auf „Nein“ setzen. Dieselbe Ansicht haben Sie natürlich auch in der ElsterDruck-Ansicht. Das war aber schon die ganze Zeit so. Es sei denn, Sie könnten sich auf die Bekanntgabevollmacht verlassen. Dies wäre die Umgehung, die Sie dann nutzen können. Mit dem Steuerprogramm können Sie ja darauf keinen Einfluss nehmen

  • Dieselbe Ansicht haben Sie natürlich auch in der ElsterDruck-Ansicht. Das war aber schon die ganze Zeit so.

    Danke für die Antwort, aber in der Elster-Druck-Ansicht erscheint nichts mehr, bis 2020 war es folgend der Seite 1 zu lesen, seit 2021 nicht mehr.

    Da ist nur auf der letzten Seite der Druck-Ansicht die Mitwirkung adressiert. Es gibt leider häufige Probleme mit der Bekanntgabevollmacht die in der Vollmachtsdatenbank hinterlegt ist.

  • In der Elster-Druck-Ansicht erscheint deswegen nichts, weil Sie das Häkchen bei „Liegt dem Finanzamt eine Bekanntgabevollmacht vor?“ mit Ja beantwortet haben. Dieses Häkchen müssen Sie wegmachen. Die Bekanntgabevollmacht an sich steuern Sie doch nicht über die Abgabe der aktuellen Steuererklärung. Das hatte ich Ihnen versucht zu erklären. Sie müssen sich gelegentlich einmal die Hinweise bzw. Fragen auf den Formularen ansehen. Da steht der Hinweis unter -Der Steuerbescheid soll nicht mir / uns zugesandt werden, sondern:- „- Nur ausfüllen wenn dem Finanzamt keine entsprechende Bekanntgabevollmacht vorliegt -“. Der Empfänger der Bekanntgabevollmacht erscheint nicht auf dem Formular. Das passiert nur, wenn das mit der aktuellen Steuererklärung so gewollt ist. Da dies hier immer wieder zu Irritationen führt, gibt es auch immer wieder diese hausgemachten Probleme. Verzichten Sie lieber auf die Bekanntgabevollmacht und setzen Sie ihre aktuelle Anschrift bei den Mitwirkenden ein und setzen als Empfänger „Oben genannter Person“ ein und die darunter liegende Frage beantworten Sie mit „Nein“

    Die Probleme entstehen dadurch, dass dieser Umstand immer wieder falsch interpretiert wird. Wenn das Häkchen gesetzt ist, richtet sich das Finanzamt an die ihr vorliegende Bekanntgabevollmacht. Diese kann auch jederzeit wieder von den Steuerpflichtigen zurückgezogen werden. Wenn Sie als Mitwirkende sicherstellen wollen, dass der Steuerbescheid auf die "von Ihrer Beratungsstelle" erstellten Steuererklärung Ihnen bekanntgegeben wird, verfahren Sie am besten so wie beschrieben.

    Edited once, last by Papa_001 (February 4, 2023 at 8:50 PM).

  • Das Finanzamt hat mir mitgeteilt: "Eine elektronische Bekanntgabe war nicht möglich. Daher erhalten Sie den Bescheid in Papierform. "

    Was muss ich tun damit der Bescheid beim nächsten Mal nur in digitaler Form kommt? Im Elster Portal habe ich m.E alles richtig angegeben.

    Vielen Dank für eine kurze Info.

    VG RS

  • Ich weiß nicht wirklich, ob die Einwilligung in die elektronische Bekanntgabe in Mein ELSTER ausreicht, solange die SSE diese Einwilligung nicht

    explizit unterstützt. Ich befürchte aber, es reicht nicht. Das Programm ist ja bisher nicht in der Lage, den elektronischen Steuerbescheid

    abzurufen, es kann ja nur die unverbindlichen Bescheiddaten abholen.

  • Also braucht man dafür eine andere Software?

    Meiner Meinung nach wäre es langsam an der Zeit, dass diese Funktion endlich in die SSE implementiert wird, andere Steuerprogramme unterstützen

    die elektronische Bekanntgabe des verbindlichen Steuerbescheids bereits seit 2020.

  • Ich weiß nicht wirklich, ob die Einwilligung in die elektronische Bekanntgabe in Mein ELSTER ausreicht, ...

    Bei mir hat es funktioniert :) ! Ich habe die Steuererklärung mit der SSE abgegeben und konnte den Bescheid im Elster-Portal als PDF abrufen

    (Bundesland: NRW).

  • Quote

    Ich habe die Steuererklärung mit der SSE abgegeben und konnte den Bescheid im Elster-Portal als PDF abrufen

    Was ich vergessen habe, zu fragen: Gab es eine E-Mailbenachrichtigung über die Bereitstellung des Steuerbescheids im Postfach von Mein ELSTER ?

  • Ja, man erhält für jeden Bescheid eine E-Mail-Benachrichtigung, dass er zum elektronischen Abruf bereitsteht.

    Vom Hinweis "Bitte nutzen Sie hierfür das von Ihnen verwendete Steuerprogramm/-portal." darf man sich als SSE Nutzer natürlich nicht in die Irre führen lassen, mit der SSE kann man ihn nicht abrufen.

    Wenn man sich im Elster-Portal einloggt, wird einem direkt angeboten, den Bescheid abzuholen (also als PDF herunterzuladen).

  • Gedacht ist es eigentlich so, dass man den verbindlichen Bescheid als PDF-Dokument mit dem Steuerprogramm abrufen kann, wobei der Bescheid

    zusätzlich auch in Mein ELSTER zum Abruf bereitgestellt wird. Deshalb steht auch dieser Hinweis in der Benachrichtigungsmail.

    Die unverbindlichen Bescheiddaten sind dagegen nur mit dem Steuerprogramm abrufbar, mit dem Erklärung übermittelt wurde.

  • Der Abruf im Steuersparprogramm der SSE ist offenischtlich immer noch nicht realisiert worden. Ich habe nun das Problem, dass ich eine E-Mail-Benachrichtigung über die Bereitsstellung eines Steuerbescheides bekommen habe, den ich aber nirgendwo abrufen kann.

    Es handelt sich hierbei um den Steuerbescheid meines jüngsten Sohnes, dessen Steuererklärung ich über die Steuersparerklärung eingereicht habe. Ein eigenes Konto bei Elster hat er natürlich auch nicht. Meinen eigenen Steuerbescheid für 2021 konnte ich kurz zuvor in meinem Elsterkonto abrufen.

    Rein theoretisch müsste das doch Finanzamt merken, dass er kein eigenes Elsterkonto hat und deshalb einen Papierescheid versenden.

    Oder wie sonst komme ich an den Bescheid meines Sohnes?

  • Der verbindliche Steuerbescheid wird nur bei Vorliegen einer Einwilligung elektronisch zugestellt. Die Einwilligung konnte 2023 nur in einem Konto bei Mein ELSTER erteilt werden. Ist das wirklich gemacht worden ? Oder geht es eventuell doch nur um die Bescheiddaten ?

  • Der verbindliche Steuerbescheid wird nur bei Vorliegen einer Einwilligung elektronisch zugestellt. Die Einwilligung konnte 2023 nur in einem Konto bei Mein ELSTER erteilt werden. Ist das wirklich gemacht worden ? Oder geht es eventuell doch nur um die Bescheiddaten ?

    Entschuldige, aber ich verstehe nur Bahnhof?

    Die Benachrichtigung kam von Elster.

    Es handelt sich um den 2022er-Steuerbescheid.

    Wo soll diese Einwilligung erfolgen, in meinem Elster- oder im Elsterkonto des Sohnes?

    Die Bescheiddaten wurden bereitgestellt, ich warte jetzt auf den Bescheid.

  • In den Hinweisen zur SSE steht dazu folgendes:

    Quote

    Bitte beachten Sie: Sofern Sie die elektronische Bekanntgabe des Steuerbescheids in Ihrem ELSTER-Kundenkonto aktiviert haben, können Sie diesen Steuerbescheid in Ihrem ELSTER-Kundenkonto als pdf-Datei abrufen. Sie erhalten dann keinen weiteren Steuerbescheid in Papierform per Post.
    Mit Bekanntgabe des Bescheids in Ihrem ELSTER-Kundenkonto beginnt auch die Einspruchsfrist von einem Monat, unabhängig davon, ob Sie den Bescheid heruntergeladen haben.

    Elektronisch wird über ELSTER von der SteuerSparErklärung plus kein Steuerbescheid abgeholt. Die Finanzverwaltung stellt nur die Bescheiddaten elektronisch zur Verfügung. Diese sehen Sie im Bescheiddatenvergleich.

    In meinem ELSTER-Kundenkonto finde ich nichts und der Sohn hat kein ELSTER-Kundenkonto.

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