gelegentliche Taxifahrten auf dem Weg zur Arbeit

  • Liebe Mitglieder des Forums,

    ich habe zwei Fragen zum Thema Fahrtkosten zur Arbeitsstätte. Ich bin freiberuflich und arbeite bei verschiedensten Synchronstudios.

    1. Meistens fahre ich entweder ÖPNV, Auto oder Fahrrad, ganz selten aber Taxi, meistens im Notfalle.

    In der Regel rechne ich die Arbeitswege über die Kilometerpauschale ab.

    Wenn ich nun aber aufs Taxi ausweiche musste, das ja wesentlich teurer ist, kann ich dann für die spezielle Fahrt STATT der Kilometer die tatsächlichen Fahrtkosten, sprich Taxikosten angeben? Oder muss ich mich für das ganze Jahr für ein "Modell" entscheiden?

    2. Kann ich Parkticketkosten, die mir aus rein beruflichen Gründen entstehen, auf die Kilometerpauschale "draufrechnen" (also zusätzlich zur Kilometerpauschale angeben), oder gilt auch hier "ENTWEDER reale Fahrtkostenkosten (inkl. Parkticket) ODER Pauschale?"
    Wenn ersteres (reale Fahrtkosten), ergeben sich zwei weitere Fragen:
    a) Was sind denn die realen Fahrtkosten, wenn ich zwar den Tank bezahle, das Auto aber nicht mir selbst gehört und nicht von mir versichert wird, also nur geliehen wird?
    b) kann ich das für einzelne Fahrten neu entscheiden, oder muss ich mich fürs gesamte Steuerjahr auf ein entweder/oder festlegen?


    Ganz, ganz herzlichen Dank für jede Antwort!


    Hanna

    Edited once, last by Hanna Elisa (December 17, 2022 at 10:01 PM).

  • Haben Sie sich schon einmal mit der Programmhilfe befasst? Versuchen Sie zunächst einmal die richtigen Begriffe zu lernen. „Kilometerpauschale“ ist mehrdeutig und passt daher nicht so richtig zu Ihrer Frage, die Sie sich stellen. Man rechnet auf dem Weg zur Arbeit mit der -Entfernungspauschale- ab, wenn man eine feste Erste Tätigkeitsstätte hat. Ansonsten rechnet man mit den Reisekosten ab, dabei können auch Kilometerpauschalen in Ansatz gebracht werden. Das wären dann die Strecken zur Arbeit hin und wieder zurück. Wenn Sie aber eine feste erste Tätigkeitsstätte haben, können Sie nur die einfache Entfernungsstrecke als Entfernungspauschale abrechnen. Es wird zwar von vielen Steuerzahlern behauptet, dass dies ja nur der Hinweg ohne Rückweg sei, aber steuerrechtlich liegt das anders. Mit der Entfernungspauschale sind sämtliche Kosten abgegolten, ob sie anfallen oder nicht. Es gibt da keine Ausnahmeregel. Sie müssen jetzt erst einmal für sich feststellen, ob Sie tatsächlich oder überhaupt eine Erste Tätigkeitsstätte haben. Da wir hier im Forum ihren Arbeits/Honorarvertrag nicht kennen, müssen Sie den Tätigkeitsstättenexperten des Programms als Bedienung zur Hilfe nehmen. Auch wenn Sie freiberuflich tätig sind, könnten Sie eine Erste Tätigkeitsstätte haben.

  • Ich verstehe nicht, warum man Antworten derart „von oben herab“ formulieren muss. Ich habe Ihnen doch nichts getan. Noch dazu hat mir die Antwort kaum weitergeholfen. Vielleicht findet sich ja noch jemand, der nicht nur den Umgang mit der Steuer, sondern auch mit zwischenmenschlichen Tönen beherrscht.

  • Wo sehen Sie hier, eine von oben herab formulierte, Antwort? Ich bin nur sachlich geblieben. Sie haben Ihre Fragen durchaus verständlich gestellt aber einige Prämissen in Ihrer Annahme waren schon nicht mehr richtig, so dass eine eindeutige Antwort dann nicht mehr möglich scheint (Wenn die Frage schon falsch gestellt ist, kann auch die Antwort nur noch falsch sein!). Sie verwenden den Begriff „Kilometerpauschale“ im falschen Kontext und bringen dadurch die entscheidenden Fragestellungen durcheinander. Das habe ich bereits versucht bei Ihnen zu hinterfragen. Darauf gehen Sie aber nicht weiter ein. So dass Ihnen immer noch keiner eine Antwort geben kann. Denn Sie müssen erst einmal für sich herausfinden, ob Sie eine Erste Tätigkeitsstätte haben. Das können nach den bisher vorliegenden Antworten aber nur Sie selbst.

    Zu Ihrer ersten Frage. Da treffen Sie anscheinend für sich selbst die Annahme, dass Sie eine erste Tätigkeitsstätte dorthin hätten, weil Sie ja dafür mit der „Kilometerpauschale“ abrechnen würden. Ein eiliger Leser könnte daraus interpretieren, dass Sie damit die „Entfernungspauschale“ meinen, die ja ebenso mit dem Ansatz der Kilometerpauschale für eine einfache Strecke angesetzt wird, und Ihnen dazu die entsprechende Antwort erteilen. Tatsächlich wissen wir das aber bei Ihnen nicht. Wenn Sie sich mit der Annahme zufriedengeben, dass alle Ihre Wege zur Arbeit Erste Tätigkeitsstätten seien, dann wären alle Kosten mit dieser Entfernungspauschale abgegolten. Ihre zweite Frage erübrige sich dann. Wäre das für Sie eine Antwort die Ihnen weitergeholfen hätte?

    Darf man bei Ihnen nicht davon ausgehen, soviel Lese- und Sprachverständnis aufbringen zu können, dass Sie mit der Programmhilfe, für Ihren Fall den Tätigkeitsstättenexperten, Ihre Antworten finden könnten? Ich habe Ihnen gegenüber, die notwendigen Nachfragen zu Ihrem Steuersachverhalt stets auf Augenhöhe formuliert und nicht von oben herab. Hier antworten Anwender gegenüber Anwendern. Das Forum dient dem sachlichen Austausch. Beratung kann ja im Forum nicht stattfinden. In anderen Foren, werden z. B. die Postings geschlossen, wenn ein auf irgendeine Art und Weise gearteter Beratungswunsch erkennbar wäre. Antworten an andere Anwender können daher nur einen Aufforderungscharakter haben, der letztendlich jeden dazu zwingt, den eigenen Fragen und Antworten weiter nachzugehen und Sie nicht aus der Eigenverantwortung zu entlassen. Antworten können auch zu Fehlschlüssen ziehen, sodass es zu einer falschen Erklärung zum Steuersachverhalt kommen könnte, dieser könnte im Argwohn eines Sachbearbeiters oder einer Sachbearbeiterin in der Finanzverwaltung liegen und entsprechend missliebige Festsetzungsentscheidungen nach sich ziehen. Wenn Ihnen dann bei Entdeckung des Fehlers dieser nur abgelehnt bzw. nicht berücksichtigt oder korrigiert wird, können Sie sich vielleicht noch damit zufriedengeben.

    Wege zur Arbeit werden phasenweise immer mal wieder sehr kritisch gesehen und vom Finanzamt hinterfragt. Angeben können Sie zwar nach Belieben vielerlei an Kostenvariationen, die unbemerkt durchgewunken scheinen. Wenn der Fehler zu spät entdeckt wird, weil wo möglicherweise verschleiert, endet auch die Beherrschung zwischenmenschlicher Töne bei den Finanzbehörden.

    Also die Frage scheint immer noch offen. Haben Sie bei den Synchronstudios, die Sie aufsuchen, vertraglich festgelegte Erste Tätigkeitsstätten?

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