Optimierung der Steuererklärung im Bereich Kinder bei Behinderung, da ist noch Verbesserungsbedarf

  • Im Bereich Kinder -Behinderung- kann der Behindertenpauschbetrag anteilig auf die Eltern übertragen werden, wenn das Kind diesen nicht selbst in Anspruch nehmen kann. Das ist ja meistens regelmäßig der Fall, schon alleine die Antragsgründe zeigen letztendlich, dass ein Erwerbseinkommen nicht oder nicht ausreichend erzielt werden kann. Für viele Benutzer erschließt sich im Dialog bei den -Weiteren Angaben- nicht sofort, dass davon Gebrauch gemacht werden könnte. Die Hinweise in der Eingabehilfe erschöpfen sich darin, wann und warum diese Option nicht gewählt werden könnte, anstatt zu zeigen, welche Optimierung darin bestehen könnte. Auch in den weiteren Hinweisen wird speziell dazu nichts angeboten. Die Hoffnung wäre ja nun, wie allgemein empfohlen, die -Optimierung der Steuererklärung- über den Prüfer zu starten. Abgesehen davon, dass sich ein großer Teil der Nutzer dabei nur auf die Veranlagung mit der Besteuerung bei Verheirateten oder Verpartnerten konzentriert und diese Optimierung allenfalls noch in der Aufteilung der Allgemeinen- und Sonderausgaben Aufmerksamkeit erlangt, wird diese Optimierung dabei aber nicht angeboten.


    Ich bin der Meinung, dass der Bereich Kinder speziell in der Dialogführung verbessert werden könnte. Affine User entwickeln hierbei eher eine Kreativität, wie sich Ergebnisse manipulieren lassen und richten dabei eher Schaden in der weiteren Prüfung an und stiften Verwirrung bei den Finanzämtern, gerade, wenn einer glaubt, die Freibeträge ganz auf einen Elternteil übertragen zu müssen. Nun kann man darüber diskutieren, ob die Dialogführung dieses Bereiches generell bei der -Optimierung der Steuererklärung- gesucht werden sollte. Meistens wird diese Option nur noch bei Verheirateten … genutzt. Von oder für Alleinerziehende wird diese Variante noch nicht einmal in Anspruch genommen und diese könnten ja ebenso diese Pauschbeträge auf sich übertragen lassen. In Beraterschulungsveranstaltungen nimmt dieses Thema seit Jahren immer wieder breiten Raum ein damit keine Nachteile produziert werden, wie soll dann ein User, der nur seine Steuererklärung abgibt, Optimierung erfahren? Die Finanzämter sind schon gehalten, aus vorliegenden Erklärungen Nachteile bei ihren Steuerkunden abzuwenden, sogar dann, wenn die vorgetragenen Tatsachen zur Steuererklärung auf falschen Formularen basieren. Die Steuerkunden können und haben ja nur eine Mitwirkungspflicht bei der Ermittlung ihrer Einkommen. Sie ermitteln sich ihre Einkommen letztendlich nicht selbst. Doch leider unterstützt das Finanzamt diese Optimierung gerade für die Belange von Behinderten nicht. Auch hier erschöpft sich das Prüfverlangen eher in der Erkennbarkeit gemachter Bescheinigungen oder Ausweise. Auf eine vom Finanzamt freiwillige Übertragung von ansonsten nicht nutzbarer Pauschalen im Rahmen automatisierter Steuerfallbearbeitungen zu hoffen, kann deswegen schon nicht von Erfolg gekrönt sein, weil diese Optionen immer antragspflichtig bleiben werden. Aber deswegen bleibt ja die Hoffnung mit der Anwendung.

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