Kindschaftsverhältnis zum verstorbenen Ehepartner gefragt

  • Ich konnte meine Steuererklärung nicht mehr rechtzeitig absenden, weil ich trotz aller Bemühungen, die nachfolgende FM nicht ausschlaten konnte:

    Quote

    Fehler während der Plausibilitätsprüfung, Datensatz nicht plausibel. Zur Ermittlung der fehlgeschlagenen Plausibiltätsprüfungen muss der Rückgabepuffer (Parameter "rueckgabeXmlPuffer") ausgewertet werden. [HR][/HR]
    Die Angaben zum Kindschaftsverhältnis sind unvollständig: Es wurde nur ein Kindschaftsverhältnis zur steuerpflichtigen Person / zum Ehemann / zu Person A angegeben. Bitte ergänzen Sie die Angaben zum anderen Elternteil des Kindes.
    Fehler: 100500048

  • Sie können ja die verstorbene Ehepartnerin nicht mehr als Ehefrau angeben. Sie müssen das Kindschaftsverhältnis zu einer anderen Person begründen. Sie müssen aber noch sicherstellen, dass Sie mit dem vollen Kindergeld den Kinderfreibetrag gegenüberstellen können. Das ist von der Systematik im Programm nicht so gut gelöst. Denn zu diesem Umstand gelangen Sie nur, wenn Sie Angaben machen, die eigentlich nicht richtig sind. Wie etwa der Wohnsitz des anderen Elternteils ist nicht feststellbar. Denn wenn Sie den vollen Kinder- und Erziehungsfreibetrag beantragen wollen, müssen Sie das Häkchen bei -Der andere Elternteil hat seine Unterhaltsverpflichtung zu weniger als 75 % erfüllt.- setzen. Es sei mal dahingestellt, wie diese Aussage zu interpretieren sei. Schauen Sie in der Info nach, dass Ihnen in beiden Spalten die vollen Freibeträge zugewiesen werden. Überlegen Sie auch, ob es einen Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu übertragen gibt.


    Wenn jemand eine elegantere Lösung hat, kann er sie gerne hier vorstellen.

  • Wieso?

    Was für eine Frage?

    Man kann doch im Dialog zu einer weiteren Person auswählen: durch Tod erloschen und das Sterbedatum eintragen.

    Die Lösung ist zwar nach Anwendung von Versuch und Irrtum zielführend aber dennoch absolut unverständlich gelöst. Der sicher nicht häufigere Fall "Wohnsitz des Elternteils oder des Vaters nicht feststellbar" wir explizit aufgeführt. Und beim Rest muss man erst einmal Name, Geburtsdatum und Anschrift erfasst werden. Da denkt man nicht im Geringsten daran, dass hier noch etwas für Verstorbene kommt. Für die kann man ja schlecht eine Anschrift angeben.


    Die Abfrage Verhältnis gehört zumindest gleichberechtigt mit der Frage nach "Wohnsitz des Elternteils oder des Vaters nicht feststellbar" abgefragt, dannach könnte man bei Verstorbenen die Felder Anschrift ausblenden.


    Dennoch vielen Dank für den Tipp!

  • Quote

    Für die kann man ja schlecht eine Anschrift angeben.


    Ein Blick in das amtliche Formular zeigt, dass nach der letzten bekannten Anschrift gefragt wird, ausblenden der Anschrift wäre deshalb falsch.


    Aber ich gebe dir recht, elegant gelöst ist der Sterbefall des zweiten Elternteil in der SSE nicht.

  • Genau, erst der Blick in das amtliche Formular hilft einem auf die Schliche. Es ist nicht immer empfehlenswert, sich Fehler erst über das Elstermodul aufzeigen zu lassen. Hier war man zunächst genötigt sich über die -Infos zum Kinder-/Erziehungsfreibetrag- die Auswirkung zu kontrollieren, ob auf den Steuerzahler alle Freibeträge übertragen werden. In der Auswahl-Checkbox -Verhältnis- gibt die Hilfe nur lapidar an, in welchem Kindschaftsverhältnis der andere Elternteil zum Kind stehen könnte. Als ob darin diese Auswahl zu vermuten wäre. Aber so wurde uns das wieder in das Gedächtnis zurückgerufen. Manchmal vergisst man eine Dialogpraxis.

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